<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506</id><updated>2012-02-02T16:25:19.494+01:00</updated><category term='Peru'/><category term='Hochschulpolitik'/><category term='Gesellschaft'/><category term='Schweiz'/><category term='Medien'/><category term='Politik'/><category term='fdo'/><category term='Studium'/><category term='English'/><category term='Schule'/><category term='Deutsch'/><category term='FOSS'/><category term='Radeon'/><category term='Sicherheit'/><category term='Mathe'/><category term='Math'/><category term='Makro'/><category term='USA'/><category term='Meta'/><category term='Sneak'/><title type='text'>Tagebuch eines Interplanetaren Botschafters</title><subtitle type='html'>Lerne, wie die Welt wirklich ist, aber vergiss niemals, wie sie sein sollte.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>160</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-8710073903549879704</id><published>2012-01-25T17:10:00.009+01:00</published><updated>2012-01-25T17:10:01.562+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Warum Geld?</title><content type='html'>Geld durchdringt unser Leben. Wenn dann mit dem Geld etwas gehörig schief läuft, wie in der sich nun schon seit Jahren in verschiedenen Formen hinziehenden Krise, dann wird schnell der Ruf laut, das Geld doch am Besten gleich ganz abzuschaffen. Das ist verständlich, wird Geld doch als Wurzel allen Übels wahrgenommen. Es ist aber auch intellektuell faul, da der Ruf nach Geldabschaffung in der Regel nur die eigene Unverständnis und Hilflosigkeit vertuschen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben, sich dem Thema ernsthaft zu nähern kostet Zeit und Arbeit, und ab und zu muss man auch die eigenen Vorurteile ablegen. All das kann unangenehm sein. Ich versuche trotzdem, mich dem immer wieder zu stellen. Daraus entstehen dann unter anderem meine Blogeinträge zur &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/modern-monetary-theory-eine.html"&gt;Modern Monetary Theory&lt;/a&gt;. Und heute will ich mich ganz konkret der Frage widmen, ob Geld nicht vielleicht unausweichlich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie werden innerhalb einer Gesellschaft die erwirtschafteten Güter verteilt? Man mag sich einen idyllischen kleinen Stammesverband vorstellen, in dem Geld dabei keine Rolle spielt. Es wird gejagt und gesammelt, und danach wird irgendwie verteilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wer bekommt das größte Stück Fleisch? Wer bekommt die besten Felle? Wie auch immer die Entscheidung getroffen wird, niemand wird gerne übervorteilt. Damit es nicht zu Handgreiflichkeiten kommt, müssen die Stammesmitglieder den Überblick darüber behalten können, was fair und angemessen ist, und darüber Einigkeit herstellen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür sind sowohl großer Verstand als auch ein gutes Gedächtnis nötig. Eine beliebte Theorie besagt, dass sich der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neocortex"&gt;Neocortex&lt;/a&gt; im Wesentlichen zur Bewältigung sozialer Aufgaben dieser Art entwickelt hat. Der Anthropologe &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Robin_Dunbar"&gt;Robin Dunbar&lt;/a&gt; hat eine Korrelation zwischen der Größe dieses Teils der Großhirnrinde und der typischen Größe sozialer Gruppen unter anderen Primaten festgestellt. Daraus hat er errechnet, dass die maximale Gruppengröße beim Menschen irgendwo &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dunbar%27s_number"&gt;zwischen 100 bis 230 Individuen&lt;/a&gt; liegen müsste. Wenn diese Größe überschritten wird, sind wir geistig nicht mehr in der Lage, den Überblick zu behalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit anderen Worten: wenn unser soziales und wirtschaftliches Netzwerk eine bestimmte Größe überschreitet, kann die Verteilung wirtschaftlicher Güter ohne technologischen Fortschritt nicht mehr funktionieren. Dieser Fortschritt bestand, historisch gesehen, in der schrittweisen Entwicklung von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tontafel"&gt;Schrift&lt;/a&gt;, Arithmetik, und Geld. Aber ist Geld unausweichlich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie werden innerhalb einer Gesellschaft die erwirtschafteten Güter verteilt? Die Entstehungsgeschichte von Geld, die in der VWL meist erzählt wird, ist ziemlich naiv und hält empirischen Untersuchungen nicht stand. Aber sie legt zumindest nahe, dass reiner Tauschhandel für ein hochgradig differenziertes Wirtschaftssystem nicht geeignet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann in einem Restaurant essen gehen, obwohl ich persönlich der Restaurantbesitzerin keinen realen Wert anbieten kann. Sie benötigt keine meiner besonderen Fähigkeiten, und auch an den Sachwerten, die ich besitze, hat sie wenig akutes Interesse. Aber es gibt in unserer Gesellschaft Personen und Organisationen, die meine Fähigkeiten nutzen wollen. Mittels Geld wird diese Wertschätzung greifbar und, noch wichtiger, übertragbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geld ist eine flexible Abstraktion, die entgegen der Richtung von realen Gütern und Dienstleistungen zirkuliert. Ich bezahle im Restaurant, die Restaurantbesitzerin bezahlt Steuern, ihre Angestellten und Lieferanten, die wiederum ihre Angestellten und Lieferanten bezahlen, und so weiter. Mein Zahlungsstrom verzweigt sich und vermischt sich mit anderen, und irgendwann landet er wieder bei einer Organisation, die mein Gehalt bezahlt. Ohne Geld scheint eine derart komplexe Struktur kaum möglich. Aber geht es wirklich nicht anders?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie werden innerhalb einer Gesellschaft die erwirtschafteten Güter verteilt? Vielleicht hilft ein Beispiel bei der Beantwortung dieser Frage. Sagen wir, 100.000 Menschen in Deutschland hätten gerne ein neues &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tablet_computer"&gt;Tablet&lt;/a&gt;, aber auf Grund beschränkter Produktionskapazitäten sind in naher Zukunft nur 50.000 verfügbar. Diese Einschränkung ist wichtig: die Verteilungsfrage würde sich nicht stellen, wenn wir Tablets einfach herbei zaubern könnten. Aber das können wir leider nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes Verteilungssystem muss mindestens zwei Dinge leisten:&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Besagte 100.000 Menschen müssen kommunizieren können, dass sie gerne ein Tablet hätten.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die 50.000 verfügbaren Einheiten müssen auf die 100.000 Menschen verteilt werden.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;Hier ist die vermutlich einfachste Alternative zu dem heute bei uns praktizierten Verfahren. Wir könnten ein Formular bereitstellen, mit dem sich jeder selbst als Nachfrager eintragen kann. Danach werden die 50.000 verfügbaren Einheiten unter allen 100.000 Angemeldeten verlost.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein jeder mag sich zu den Schwächen und Unzulänglichkeiten dieses Modells seine eigenen Gedanken machen. Hier ist der m.E. größte Haken: das Modell ist unfair. Was jemand von der Gesellschaft bekommt ist &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stochastische_Unabh%C3%A4ngigkeit"&gt;unabhängig&lt;/a&gt; von dem, was er für die Gesellschaft leistet. Selbst die blauäugigsten Verfechter eines &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen"&gt;bedingungslosen Grundeinkommens&lt;/a&gt; werden kaum behaupten, dass alle für unsere Gesellschaft notwendigen Arbeiten erledigt würden, wenn die Verteilung aller Güter allein nach diesem Zufallsprinzip geschähe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie wollen und müssen wir als Gesellschaft bewerten und dokumentieren, wie viel jemand, idealerweise im rein moralischen Sinne, verdient hat. Wir können uns winden, aber was bleibt uns am Ende anderes übrig, als dafür Zahlen zu verwenden? Und sind diese Zahlen dann nicht zwangsläufig zu Geld de facto äquivalent?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht gäbe es mehr Restriktionen, wann und wie diese Zahlen hin- und hergeschoben werden können. Aber solche Restriktionen gibt es auch für unser heutiges Geld, und im Übrigen gibt es gute Gründe dafür, diese Zahlen prinzipiell für jeden verschiebbar zu machen - für privates Unternehmertum ist das zum Beispiel unabdingbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anderer Haken des reinen Zufallsprinzips ist, dass es zu zufällig ist. In der Regel werden die meisten Menschen mit der Mischung an Gütern, die sie erhalten haben, nicht zufrieden sein. Es ist naheliegend, mit anderen zu tauschen. Aus diesem Tauschgeschäft wird zwangsläufig etwas entstehen, das zu Geld de facto äquivalent ist. Das kann das reale Äquivalent von &lt;a href="http://www.diablowiki.com/The_Stone_of_Jordan"&gt;Stones of Jordan&lt;/a&gt; sein. Zigaretten wären angesichts der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zigarettenw%C3%A4hrung"&gt;empirischen Erfahrung&lt;/a&gt; ein naheliegender Kandidat. Wahrscheinlich ist auch, dass professionelle Tauschhändler ein eigenes Punktesystem einführen. Dann kommt jemand auf die Idee, dass man doch eigentlich Punkte beim Händler A gegen Punkte beim Händler B tauschen können müsste, und auf diese Weise wird unser modernes Geldsystem schrittweise neu erfunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann das Thema drehen und wenden wie ich will, das Ergebnis ist das Gleiche. Geld, in welcher Form auch immer, ist unausweichlich. Ich habe dafür keinen Beweis, der an mathematische Standards heran reicht, aber wer hat so etwas in diesem Gebiet schon? Und abgesehen davon: wem auch immer ich begegnet bin, der Geld gerne abschaffen würde, keiner hatte bis jetzt auf die hier aufgekommenen Fragen eine durchdachte Antwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So bleibt für mich nur ein Schluss möglich. Geld an sich ist nicht das Problem. Das Problem ist, wie wir damit umgehen, und welchen Regeln wir das Geld unterwerfen. An dieser Stelle müssen wir ansetzen und hartnäckig sein, auch wenn es manchmal kompliziert wird. Denn eins ist ganz klar: Geld ist von Menschen geschaffen, also kann es auch von Menschen geändert werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-8710073903549879704?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/8710073903549879704/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=8710073903549879704' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8710073903549879704'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8710073903549879704'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2012/01/warum-geld.html' title='Warum Geld?'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2484381539921730910</id><published>2012-01-23T20:55:00.000+01:00</published><updated>2012-01-23T20:55:00.250+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mathe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Zwei Briefumschläge und ein probabilistisches Wunder, Teil 2</title><content type='html'>Beim &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/12/zwei-briefumschlage-und-ein.html"&gt;letzten Mal&lt;/a&gt; habe ich ein Rätsel vorgestellt und dessen Lösung versprochen. Wer über das Rätsel noch nicht nachgedacht hat, sollte jetzt schnell in einen anderen Tab wechseln oder die folgenden Spoiler in Kauf nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber bevor ich die Lösung präsentiere, hier zunächst noch einmal das Rätsel in Kurzform. Der Quiz-Master M in einer Quiz-Show hat zwei verschlossene Briefumschläge, in denen jeweils ein Zettel mit einer Zahl steckt. Die beiden Zahlen sind verschieden, aber darüber hinaus ist nichts bekannt, und der Quiz-Teilnehmer T muss sich nun festlegen, in welchem Umschlag er die größere Zahl glaubt. Liegt er richtig, so kann er in die nächste Runde weiter rücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben bereits gesehen, dass ohne ein Blick in die Umschläge die beste Strategie für T ist, einen der Umschläge zufällig auszuwählen. Er rückt dann mit Wahrscheinlichkeit 1/2 weiter. Deswegen denken wir über zwei Varianten nach.&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Der Quiz-Master (M) öffnet einen der Umschläge und zeigt T die Zahl darin, bevor dieser sich festlegen muss.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;T darf einen Umschlag seiner Wahl öffnen und die Zahl darin ansehen, bevor er sich festlegen muss.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dem Quiz-Master ausgeliefert&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der ersten Variante gibt es keine bessere Strategie für T, und der Beweis ist ganz ähnlich zu dem im letzten Beitrag. Wir müssen die Strategie von M nur etwas präzisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;M schreibt in einen der Umschläge die Zahl 0. Danach entscheidet er mit Hilfe einer Münze, ob er in den anderen Umschlag die Zahl 1 oder -1 schreibt. Während der Show öffnet er immer den Umschlag mit der Zahl 0.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn sich T auf einen Umschlag festlegt, dann geschieht dies &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stochastische_Unabh%C3%A4ngigkeit"&gt;stochastisch unabhängig&lt;/a&gt; vom Münzwurf von M, und damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass T weiter rückt, in jedem Fall 1/2 (denn er liegt mit dieser Wahrscheinlichkeit richtig, egal welchen Umschlag er wählt). Der formale Beweis ist analog zu dem letztes Mal diskutierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Wahl des Briefumschlags ist entscheidend&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn der Quiz-Master M die geschilderte Strategie einsetzt, und aber T auswählen kann, welcher Briefumschlag geöffnet werden soll, dann sieht die Situation auf einmal anders aus. Dann wählt T nämlich einen Umschlag zufällig aus. Mit 50%-iger Wahrscheinlichkeit öffnet er dabei den Umschlag, in dem die 0 steht - und dann ist er genau so schlau wie vorher. Ebenfalls mit 50%-iger Wahrscheinlichkeit öffnet er aber den anderen Umschlag, und dann gewinnt er in jedem Fall, weil er weiß, dass der ungeöffnete Umschlag eine 0 enthält. T gewinnt also mit Wahrscheinlichkeit 75%.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Argumentation funktioniert aber nur, weil T weiß, wie sich der Quiz-Master verhält. Wie sieht es aus, wenn man dieses Wissen nicht hat? Erstaunlicherweise gibt es eine Strategie, die ganz allgemein funktioniert: T wählt zunächst eine zufällige Zahl z, gezogen gemäß einer Verteilung, deren &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dichtefunktion"&gt;Dichte&lt;/a&gt; überall positiv ist. Danach öffnet er einen der beiden Umschläge, zufällig gewählt. Wenn z größer als die Zahl im geöffneten Briefumschlag ist, so sagt T, die Zahl im anderen Umschlag sei größer, und umgekehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gut ist diese Strategie? Dazu unterscheidet man, ob z sich zwischen den Zahlen in den Umschlägen befindet oder nicht. Liegt z nicht dazwischen, so ist T genau so schlau wie vorher und gewinnt mit Wahrscheinlichkeit 50%. Liegt z aber zwischen den Zahlen in den beiden Umschlägen, so wird T immer richtig liegen. Da dies mit positiver Wahrscheinlichkeit geschieht, liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit von T insgesamt ein wenig über 50%.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2484381539921730910?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2484381539921730910/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2484381539921730910' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2484381539921730910'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2484381539921730910'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2012/01/zwei-briefumschlage-und-ein.html' title='Zwei Briefumschläge und ein probabilistisches Wunder, Teil 2'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1407562714802033032</id><published>2011-12-21T20:18:00.004+01:00</published><updated>2011-12-21T20:20:57.862+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mathe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Zwei Briefumschläge und ein probabilistisches Wunder</title><content type='html'>Zur Abwechslung kommt heute einmal wieder etwas Mathematisches. &lt;a href="http://www2.math.technion.ac.il/~room/"&gt;Rom Pinchasi&lt;/a&gt; hat bei uns zum Abschied heute eine Vorlesung über mathematische Puzzles gehalten, und ein besonders Schönes und Überraschendes möchte ich hier kurz vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind Teilnehmer in einer Quiz-Show. Der Quiz-Master zeigt zwei verschlossene Briefumschläge, A und B. In beiden steckt jeweils ein Papier mit einer Zahl darauf. Wir wissen, dass die beiden Zahlen verschieden sind, aber darüber hinaus haben haben wir keinerlei weitere Informationen. Nun müssen wir ansagen, in welchem Briefumschlag die größere Zahl steckt. Wenn unsere Ansage richtig war, kommen wir in die nächste Runde des Wettbewerbs, andernfalls scheiden wir aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist das Beste, das wir in dieser Situation können?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die naheliegende Strategie ist, zufällig einen der beiden Briefumschläge auszuwählen. Dann kommen wir mit Wahrscheinlichkeit 1/2 in die nächste Runde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gibt es eine bessere Strategie? Die Intuition sagt Nein. Aber können wir das auch beweisen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für einen richtigen Beweis muss das Szenario richtig formalisiert werden. Vor allem müssen wir uns überlegen, was eigentlich zu beweisen ist. Es könnte zum Beispiel sein, dass immer der Umschlag A die größere Zahl enthält. Dann gibt es natürlich eine bessere Strategie. Dies wird auch nicht dadurch ausgeschlossen, dass wir nicht wissen, dass der Umschlag A immer die richtige Antwort ist. Aussagen über Wissen sind &lt;a href="http://terrytao.wordpress.com/2011/04/07/the-blue-eyed-islanders-puzzle-repost/"&gt;notorisch&lt;/a&gt; &lt;a href="http://terrytao.wordpress.com/2011/05/19/epistemic-logic-temporal-epistemic-logic-and-the-blue-eyed-islander-puzzle-lower-bound/"&gt;schwer&lt;/a&gt; handzuhaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lösung besteht darin, den Quiz-Master als Gegenspieler zu verstehen. Wir wollen Folgendes beweisen: Der Quiz-Master kann sich so verhalten, dass wir höchstens mit Wahrscheinlichkeit 1/2 in die nächste Runde kommen können, &lt;em&gt;egal&lt;/em&gt; welche Strategie &lt;em&gt;wir&lt;/em&gt; verwenden. Also: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quantor"&gt;es existiert&lt;/a&gt; eine Strategie für den Quiz-Master, so dass &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quantor"&gt;für alle&lt;/a&gt; möglichen Strategien, die wir verwenden können, gilt: wir kommen höchstens mit Wahrscheinlichkeit 1/2 weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das ist ganz einfach. Der Quiz-Master schreibt die beiden Zahlen auf, und wählt dann zufällig aus, welche Zahl er in welchen Umschlag steckt. Das macht er im Geheimen, so dass unsere Ansage, in welchem Briefumschlag die höhere Zahl steckt, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stochastische_Unabh%C3%A4ngigkeit"&gt;stochastisch unabhängig&lt;/a&gt; von der zufälligen Wahl des Quiz-Masters ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um unsere Erfolgswahrscheinlichkeit zu analysieren, sollten wir zuerst ein paar &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ereignis_%28Wahrscheinlichkeitstheorie%29"&gt;Wahrscheinlichkeitsereignisse&lt;/a&gt; definieren. Sei QA das Ereignis, dass der Quiz-Master die höhere Zahl in den Umschlag A steckt, und QB das entsprechende Ereignis für den Umschlag B. Sei WA das Ereignis, dass wir ansagen, die höhere Zahl stecke im Umschlag A, und WB entsprechend für Umschlag B. Aus dem Verhalten des Quiz-Master folgt Pr[QA] = Pr[QB] = 1/2. Die Wahrscheinlichkeiten für WA und WB hängen dagegen davon ab, welche Strategie wir verwenden, aber darauf will ich mich in dem Beweis nicht festlegen (siehe oben!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die stochastische Unabhängigkeit bedeutet, dass Pr[QA und WA] = Pr[QA] * Pr[WA] gilt, und so weiter. Das kann man im Beweis gewinnbringend verwenden. Was ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir weiterkommen? Nun, entweder wir sagen Umschlag A an (WA) und das ist tatsächlich richtig (QA) oder wir sagen Umschlag B an (WB) und das ist richtig (QB). Die Wahrscheinlichkeit ist also:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pr[QA und WA] + Pr[QB und WB] = Pr[QA] * Pr[WA] + Pr[QB] * Pr[WB] = Pr[WA] / 2 + Pr[WB] / 2 = (Pr[WA] + Pr[WB])/2 = 1/2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit anderen Worten: wenn der Quiz-Master sich wie beschrieben verhält, dann kommen wir &lt;em&gt;immer&lt;/em&gt; mit Wahrscheinlichkeit 1/2 weiter, egal was wir tun! Und das ist der ganze Beweis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Variationen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis jetzt ist nichts Überraschendes passiert. Deswegen wollen wir die Quiz-Show nun ein wenig abändern, und zwar auf zwei leicht verschiedene Weisen:&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Bevor wir uns festlegen, öffnet der Quiz-Master einen Umschlag seiner Wahl und zeigt uns, welche Zahl darin enthalten ist.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Bevor wir uns festlegen, dürfen wir einen Umschlag unserer Wahl öffnen und uns ansehen, welche Zahl darin enthalten ist.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;Was ist in diesen beiden Fällen die beste Strategie für uns? Da ich angekündigt habe, dass etwas Überraschendes passiert, ist klar: in mindestens einem der Fälle gibt es eine Strategie, bei der wir in jedem Fall mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 1/2 in die nächste Runde kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wie genau soll das gehen? Ich lasse den geneigten Leser darüber nun selbst ein wenig nachdenken, und werde die Lösung in ein paar Tagen hier aufschreiben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1407562714802033032?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1407562714802033032/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1407562714802033032' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1407562714802033032'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1407562714802033032'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/12/zwei-briefumschlage-und-ein.html' title='Zwei Briefumschläge und ein probabilistisches Wunder'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-7792373201918030088</id><published>2011-12-20T11:25:00.000+01:00</published><updated>2011-12-20T11:25:29.235+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Die blinden Flecken des ifo-Instituts</title><content type='html'>Der &lt;a href="http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2011/12/die-euro-krise-als-glaubensfrage.html"&gt;Oeffinger Freidenker verlinkt heute&lt;/a&gt; auf ein Papier, das aus dem Dunstkreis der ifo-Instituts kommt, und kommentiert dabei gleichzeitig wahrscheinlich den meisten Lesern aus dem Herzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wie ist es mit den Inhalten des Papiers? Es dürfte für den Leser schon einmal interessant sein, zu wissen, dass das ifo-Institut die Heimat des &lt;a href="http://szwirtschaftswatch.blogspot.com/2010/10/meister-unsinn.html"&gt;allseits beliebten&lt;/a&gt; &lt;a href="http://szwirtschaftswatch.blogspot.com/2011/04/die-weimar-luge-und-mehr-unsinn.html"&gt;Prof. Unsinn&lt;/a&gt; ist. Dementsprechend wenig überraschend werden in &lt;a href="http://www.hogareal.de/Bogenberger_Erklarung.pdf"&gt;dem Papier&lt;/a&gt; einige Dinge geflissentlich ignoriert. Das ist typisch für die Herkunft des Papier, aber leider müssen diese Dinge doch immer wieder dokumentiert werden. Hier sind die drei Wichtigsten:&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Die Rolle des deutschen Exportwahns wird unterschlagen. Tatsächlich begann die im Papier erwähnte "Kapitalflucht" erst in so richtig überwältigendem Ausmaß, &lt;em&gt;nachdem&lt;/em&gt; Deutschland dank Lohn-Dumping zum Netto-Exporteur wurde. Das ist aber auch wenig überraschend: der Leistungsbilanz müssen zwangsläufig entsprechende Kapitalflüsse gegenüberstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will man die "Kapitalflucht" beenden, so gibt es dazu also ein ganz einfaches Mittel: beendet den Netto-Exportwahn. Eine solche Lösungsmöglichkeit wird in dem Papier aber nicht erwähnt.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Fast schon ein Klischee ist der Hinweis auf die Hyperinflation der Weimarer Republik, ohne auf die eigentlichen Ursachen einzugehen. Zu Letzeren gibt es ein gutes &lt;a href="http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1799102"&gt;Papier von Cullen Roche&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kurzfassung ist: übertrieben hohe Kriegsschulden kombiniert mit einem Kollaps der produktiven Kapazität in Folge der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrbesetzung"&gt;Ruhrbesetzung&lt;/a&gt; haben die deutsche Situation untragbar gemacht. Die Hyperinflation war dann das kleinere Übel, da man den Siegermächten auf diese Weise klar machen konnte, dass es so nicht weitergehen kann.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Es wird auf Konkurse und die niedrige Verschuldung der Bundesstaaten der USA eingegangen. Das ist richtig. Aber wer auf die USA hinweist, muss auch darauf hinweisen, dass es dort eine zentrale Bundesregierung gibt, deren Haushalt mehr als 20% des BIP ausmacht, und deren Schulden bekanntermaßen auch nicht gerade gering sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Tat erfordert eine solide Korrektur der Eurozone, dass eine zentrale Regierung mit einem zentralen Haushalt für die gesamte Eurozone geschaffen wird. Der schnellste und demokratischste Weg dorthin wäre, dem Europäischen Parlament die Befugnisse des &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/10/def-souveran-monetarer.html"&gt;monetären Souveräns&lt;/a&gt; zu geben. Ich habe über diese Option bereits früher geschrieben, z.B. &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/die-schock-strategie-und-wie-es-anders.html"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;/ol&gt;Auch von der merkwürdigen Fixierung auf die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2"&gt;Target&lt;/a&gt;-Salden hat sich das ifo-Institut anscheinend immer noch nicht befreien können. Es ist richtig, dass das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_System_der_Zentralbanken"&gt;ESZB&lt;/a&gt; nicht vollständig konsolidiert ist und deshalb die nationalen Zentralbanken als Teil des Systems weiter existieren. Genauso richtig ist, dass die Bundesbank innerhalb dieses Systems gigantische Forderungen an andere nationale Zentralbanken angesammelt hat. Das sind Folgen des bereits erwähnten und von mir, nicht aber von den Autoren des Papiers, kritisierten deutschen Netto-Exportwahns. Diese Forderungen würden beim Zerfall des Eurosystems vermutlich wertlos werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falsch ist aber, dass dies zwangsläufig Kosten für "den Steuerzahler" zur Folge hätte. Es handelt sich schließlich um Forderungen. Niemand in Deutschland hat sich in diesem Kontext für etwas verpflichtet, das er nach einem Zerfall des Eurosystems nicht erfüllen könnte. Sicher, die Bilanz der Bundesbank sähe etwas merkwürdig aus. Aber es ist nur eine Bilanz: im Zuge der Gesetzgebung für eine Wiedereinführen der Mark könnte dieses "Problem" mit einem Federstrich gelöst werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mehr habe ich im Moment keine Zeit. Nur eine abschließende Bemerkung sei mir noch gestattet. Das Papier arbeitet mit einem typischen Trick der Meinungsmache: die meisten Aussagen die in ihm gemacht werden sind durchaus korrekt. Die politische Lüge liegt in den Dingen, die verschwiegen werden. Genau das macht das ifo-Institut so unsympathisch: seine politisch orientierten Veröffentlichungen sind durchtränkt von intellektueller Unehrlichkeit und Manipulation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vergleich mit den USA ist das Paradebeispiel dafür. Es kann keiner behaupten, dass er die zentrale Bundesregierung dort bei seinen Überlegungen einfach übersehen hat. Warum wird sie in dem Papier trotzdem nicht einmal erwähnt? Die Antwort ist, für mich, ganz einfach: weil den Autoren klar ist, dass eine Erwähnung ein politisches Umdenken erfordern bzw. auslösen würde, und das will man um jeden Preis vermeiden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-7792373201918030088?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/7792373201918030088/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=7792373201918030088' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7792373201918030088'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7792373201918030088'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/12/die-blinden-flecken-des-ifo-instituts.html' title='Die blinden Flecken des ifo-Instituts'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-3038561094225745919</id><published>2011-12-19T11:03:00.000+01:00</published><updated>2011-12-19T11:03:00.739+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Math'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='fdo'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='English'/><title type='text'>The AI Challenge - a look back</title><content type='html'>For the last four weeks, I have worked on my submission for the &lt;a href="http://aichallenge.org/"&gt;Google AI Challenge&lt;/a&gt;. The deadline has passed this morning, so it is time to relax while the official final tournament is running on the contest servers. Until yesterday, my submission was ranked quite consistently in the top 20. Then I uploaded my final version (which resets the skill) which was quite consistently better on the unofficial TCP servers, but given that everybody else was doing last minute tweaks, too, it's far too early to call.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I enjoyed the spirit of this contest immensely, and now I would like to document some of my thoughts on how my submission works. I have uploaded the source code to Github (&lt;a href="https://github.com/nhaehnle/aiant"&gt;https://github.com/nhaehnle/aiant&lt;/a&gt;) so you can peruse it while following this blog entry if you wish.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;High level structure&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The bot is divided into a number of modules that select high-level goals for the ants it controls. This is done in a very straightforward way. Every ant initially has no direction to go in (the field &lt;code&gt;Ant::assigneddirection&lt;/code&gt; is initialized to &lt;code&gt;false&lt;/code&gt; each turn). The high-level modules then simply assign directions to ants that do not have one yet, and the order in which the modules are called reflects the relative importance I assign to the various tasks. For example, the &lt;code&gt;HillDefense&lt;/code&gt; module will only assign ants that have not been assigned by the &lt;code&gt;FoodSeeker&lt;/code&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There are two modules that fall outside of this basic structure: The &lt;code&gt;Zoc&lt;/code&gt; ("zone of control") module does not steer any ants. Instead, it keeps track of how fast my ants vs. enemy ants can reach each square of the map. And the &lt;code&gt;Tactical&lt;/code&gt; module overrides the previous decisions if necessary for ants that may be involved in combat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;The strategy modules&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The following strategy modules are used by the bot, assigning jobs to ants in the given order:&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;code&gt;FoodSeeker&lt;/code&gt;: Getting enough food is probably the most important problem of the game, and so this module comes first. It greedily sends the closest ant to each item of food that is visible, using several &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Breadth-first_search"&gt;breadth-first-searches&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;code&gt;HillDefense&lt;/code&gt;: When one of the bot's hills can be reached in few turns by the enemy, this module ensures that a few ants (adjusted based on the number of enemy ants in sight) stick close to the hill.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An important tweak of this code is that it does not send ants back to the hill indiscriminately. Instead, it only recalls an ant if it is too far away from the hill relative to the closest enemy. This way, ants are not needlessly wasted on patrol duty. It would probably be a good idea to treat multi-hill maps specially, but this is not done.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;code&gt;OpportunisticAttack&lt;/code&gt;: This rather stupid piece of code ensures that the ants move more aggressively towards enemy hills. After all, that is the only way to win the game.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Scout&lt;/code&gt;: This module assigns a tiny number of ants to re-explore squares that have not been seen in a long time.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;This is needed because the rest of the code uses the &lt;code&gt;Zoc&lt;/code&gt; module to understand that an enemy can never come out of a cul-de-sac once it's been secured. So without some re-scouting logic, the bot would simply ignore the food in those secured locations!&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;code&gt;Diffusion&lt;/code&gt;: This is a very ad-hoc heuristic to spread out my ants better than they would otherwise. There would probably have been some potential for improvement in this part of the code.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zoc-based movement: any ant that has not been assigned a move up to this point will simply use the &lt;code&gt;Zoc&lt;/code&gt; data to move closer to the enemy. This is done in &lt;code&gt;Bot::makeMoves&lt;/code&gt; rather than in a separate module.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;On a "historical" note, it may be interesting to know that I started out with just the &lt;code&gt;FoodSeeker&lt;/code&gt; and the Zoc-based movement. Together with &lt;code&gt;Tactical&lt;/code&gt;, this was enough to get into the top 100 a bit more than two weeks before the deadline.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;The tactical logic&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The idea behind the &lt;code&gt;TacticalSm&lt;/code&gt; module is simple:&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Carve out small &lt;code&gt;Submap&lt;/code&gt;s that contain all the ants that could potentially be involved in combat on the next turn.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Generate potential moves for both my bot and the enemy. The combination of &lt;code&gt;Submap&lt;/code&gt; and associated &lt;code&gt;PlayerMove&lt;/code&gt;s is called a &lt;code&gt;Theater&lt;/code&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Evaluate those moves using some simple scoring function.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Try to find better moves for both parties.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Repeat until time runs out.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Pick a move using one of two strategies.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;Note that my tactical code doesn't understand situations involving enemy ants of more than one enemy player. This is certainly a limitation, but it's hard to tell how bad it really is.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Most of the tactical code is about engineering, and careful consideration of the scoring function. For example, during a major code reorganization halfway through the competition, the tactical code stopped considering proximity to food in the scoring function. That hurt the performance of my bot quite significantly, and my bot's skill recovered when I turned that part of the scoring function back on.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There are really only two clever parts. One is to use a scoring function that, by default, assigns a higher value to the own ants, to avoid costly trades of ants, but to turn on &lt;code&gt;aggressive&lt;/code&gt; mode if the own ants overpower the enemy. This switch is done randomly based on the ratio of ants, where the probability to turn on aggressive mode is conceptually a &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Logistic_function"&gt;logistic function&lt;/a&gt; in the log of the ants ratio.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The second clever part is to use a small bit of &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rock-paper-scissors"&gt;rock-paper-scissors&lt;/a&gt; logic in the final move selection. My first method to select a move is a simple min-max (or rather, max-min): pick the move that maximizes the minimum scoring value I could possibly get, given all enemy moves under consideration. Since this is a rather conservative choice of moves, especially given that there is absolutely no look-ahead, I implemented max-average as a second strategy: choose the move that maximizes the average scoring value, where the average is over all enemy moves, weighted by their max-min value.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Of course, this strategy may sometimes be too aggressive. What's more, the best strategy may depend on the opponent. Therefore, my bot uses a variant of the &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Randomized_weighted_majority_algorithm"&gt;randomized weighted majority algorithm&lt;/a&gt; to pick the move-selection strategy. At the beginning of each turn, my bot determines what the best strategy would have been &lt;em&gt;in hindsight&lt;/em&gt; to update the weights of the strategy. One important tweak is that the weights depend both on which enemy player my bot is facing, and on the number of ants in play.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Discarded experiments&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I experimented with adding more move selection strategies, but the results were not convincing at all, perhaps because it takes longer for the bot to learn which strategy to choose, so I scrapped that again.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I also implemented map symmetry detection to guess unseen enemy hills and a corresponding module for a coordinated offense against enemy hills. The code is still there, but I have disabled it. The simple implementation I have is far too aggressive and wasteful, and I didn't feel like trying to tweak it to a point where it becomes useful.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I also did some experiments with an alternative move generation method for my tactical system, as well as a very simple implementation of the sampling-based combat system described by a1k0n on the &lt;a href="http://forums.aichallenge.org/viewtopic.php?f=24&amp;t=2044"&gt;challenge forums&lt;/a&gt;. This simple method performed worse than my tactical code; I have some ideas for improving it (just like a1k0n obviously did), but ultimately did not have the time to try them out. Those experiments can still be found in the Git history if you feel like digging through it.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I tried some automatic tuning of parameters using meta-heuristics (see the &lt;code&gt;test/tune.py&lt;/code&gt; script), but somehow that didn't yield very convincing results either.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Code quality?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I have to admit that the code is not very well documented, and some of it is rather hackish. I hope you'll forgive me for this type of one-off code.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There is one thing that I did consistently that I would never do in another type of project, and that is keeping STL containers around as long as possible to avoid re-allocation. I intensively rely on the fact that &lt;code&gt;std::vector::clear&lt;/code&gt; does not free the allocated memory, at least in the default implementation of g++. By keeping those vectors around, I want to avoid unpleasant surprises in the performance of memory management.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I don't think this is strictly necessary, given that the bot actually uses surprisingly little memory, but it didn't hurt in this case. It reduces the maintainability of the code, which is why I wouldn't do it on other projects, but maintainability was obviously never a goal for a competition like this one.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;A neat randomization trick&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"When in doubt, throw a coin" is perhaps the most important lesson that Theoretical Compute Science teaches. When there are several directions to go in that all score the same, which one should you choose? The best approach is to choose randomly.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;To facilitate this, I pre-generated all 24 permutations of the 4 directions, and all 120 permutation of the 5 possible moves of an ant, and I randomly choose one of those permutation whenever I have a loop through directions to choose from.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sometimes, however, I have a loop through variable-sized vectors, for example, when choosing ants for an offensive move in the tactical logic. I would like to have a random permutation for those cases as well, and of course there are algorithms to generate them. But they take time, and the benefit of a perfectly uniform distribution is not that clear.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So here's a little trick I use to permute variable-sized vector of size &lt;code&gt;N&lt;/code&gt;. I pick a random prime &lt;code&gt;p&lt;/code&gt; out of a decently sized pre-generated list of large primes (larger than any &lt;code&gt;N&lt;/code&gt; the code is ever going to see), as well as a random offset &lt;code&gt;ofs&lt;/code&gt; and loop through the numbers &lt;code&gt;0..N-1&lt;/code&gt;. But instead of using these numbers &lt;code&gt;i&lt;/code&gt; as an index, I use &lt;code&gt;(p*i + ofs) % N&lt;/code&gt; as index. Since &lt;code&gt;p&lt;/code&gt; is prime different from &lt;code&gt;N&lt;/code&gt;, it is invertible &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Modular_arithmetic"&gt;modulo&lt;/a&gt; &lt;code&gt;N&lt;/code&gt;, and therefore the map &lt;code&gt;i -&gt; p*i + ofs&lt;/code&gt; is a bijection, aka a permutation. Of course, this is far from a uniformly distributed permutation: there are &lt;code&gt;N!&lt;/code&gt; potential permutations, out of which this method can generate at most &lt;code&gt;N * &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Euler%27s_totient_function"&gt;&amp;phi;&lt;/a&gt;(N)&lt;/code&gt;. But hey: it's good enough for what I need.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-3038561094225745919?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/3038561094225745919/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=3038561094225745919' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3038561094225745919'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3038561094225745919'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/12/ai-challenge-look-back.html' title='The AI Challenge - a look back'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-380672849896186142</id><published>2011-11-18T18:12:00.004+01:00</published><updated>2011-11-18T18:12:00.468+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Was ist und was sein soll</title><content type='html'>Die Funken des arabischen Frühlings und der Indignados sind weit über den Mittelmeerraum hinaus geflogen und haben in New York ein Feuer entfacht, dessen Funken in Form der Occupy-Bewegung nun wiederum bei uns angekommen sind. Ich nehme dies zum Anlass, ein paar Gedanken zu veröffentlichen, die ich vor langer Zeit aufgeschrieben habe. Seit etwa drei Jahren verwende ich eine E-Mail-Signatur, die seit einiger Zeit auch als Untertitel mein Blog ziert: &lt;i&gt;Lerne, wie die Welt wirklich ist, aber vergiss niemals, wie sie sein sollte.&lt;/i&gt; Dies ist der Hintergrund dieser Signatur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder, der schon einmal mit politischen Protesten im weitesten Sinne in Kontakt kam, dürfte ein in der ein oder anderen Form immer wiederkehrendes Schema kennen. Ein paar "aufmüpfige junge Leute" haben eine gute, vielleicht sogar etwas revolutionäre Idee, wie die Welt aussehen oder funktionieren sollte. Sie schwingen mehr oder weniger kohärente Reden voll Idealismus und verstehen nicht, wie der Rest der Welt so blind sein kann, die Wichtigkeit ihrer Ideale nicht zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es schwierig wird, sie zu ignorieren, geben irgendwann die im Geiste Älteren &amp;mdash; sie sind die Vertreter des Establishments, so sehr das nach Klischee klingen mag &amp;mdash; ihre Statements ab. Man habe ja Verständnis für das, was die jungen Leute sagen, aber ihre Ideen sind vollkommen unrealistisch. Die Proteste werden diskreditiert, indem man sie naiv nennt, und der ein oder andere mimt den alterserfahrenen Weisen, obwohl die Dinge, die er sagt, nicht weise sind, sondern einfach nur zynisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das langfristige Ergebnis ist von Protest zu Protest anders. In den meisten Fällen werden die Jungen vom entgegengebrachten Widerstand einfach nur entmutigt und entpolitisiert. In einigen Fällen werden sie radikalisiert. Und manchmal bleiben sie hartnäckig, lernen dazu und setzen ihre Ideen am Ende, in der Regel in abgewandelter Form, um. Wenn dies geschieht wird die Welt meistens zu einem besseren Ort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter diesem Konflikt stehen zwei grundlegend verschiedene Sichtweisen auf die Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der einen Seite gibt es den Blick auf die Welt &lt;i&gt;wie sie ist&lt;/i&gt;. Dieser Blick ist essentiell um in der Welt zurechtzukommen, und jeder Mensch schult ihn mehr oder weniger bewusst sein Leben lang. Mit wachsender Erfahrung wird dieser Blick auf ganz natürliche Weise schärfer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite gibt es den Blick auf die Welt &lt;i&gt;wie sie sein soll&lt;/i&gt;. Wir Menschen sind einzigartig in unserer Fähigkeit, flexibel Einfluss auf unsere Umwelt zu nehmen. Unser Erfolg als Spezies liegt darin, diese Möglichkeit auch zu nutzen. Aber dazu benötigen wir einen Blick dafür, wie die Welt anders aussehen könnte um dann zu entscheiden, wie wir sie verändern wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese beiden Sichtweisen sind Gegensätze, die sich ergänzen. Wer zu sehr nur für das schwelgt was sein soll, schätzt womöglich falsch ein, in wie weit seine Ideale überhaupt realisierbar sind, und wie sie &amp;mdash; womöglich in angepasster Form &amp;mdash; erreicht werden können. Wer im Gegenzug nur den Blick dafür hat, was ist, der steht der Verbesserung der Welt einfach nur im Weg. Wir müssen die beiden Sichtweisen in Einklang bringen, um langfristig erfolgreich zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist leider gar nicht so einfach, weil die typische Persönlichkeitsentwicklung dem entgegensteht. Mir fällt dazu immer wieder ein Satz aus &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0408777/"&gt;Die Fetten Jahre sind vorbei&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; ein: "Wer unter dreißig ist und nicht links, hat kein Herz, und wer über dreißig ist und immer noch links, hat keinen Verstand". Dieser Satz ist natürlich falsch. Er ist genau die Art von Pseudoweisheit, mit der das Establishment so gerne versucht, jugendlichen Idealismus zu zerstören. Aber gerade dadurch bringt er das Problem auf den Punkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lernen erst im Laufe unseres Lebens, die Komplexität der Welt zu verstehen. Sich ernsthaft mit ihr auseinanderzusetzen erfordert geistiges Engagement und Demut vor den Grenzen des eigenen Wissens. Trotzdem müssen wir uns dem stellen &amp;mdash; viele meiner Texte entstehen letztlich aus diesem Prozess heraus. Die Gefahr ist aber, dass wir vor lauter Verständnis für das, was ist, plötzlich den Blick dafür verlieren, was sein soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe kein einfaches Rezept um das zu verhindern, sondern kann nur immer wieder einen Rat wiederholen, der ganz besonders auch an mein zukünftiges Ich gerichtet ist: &lt;i&gt;Lerne, wie die Welt wirklich ist, aber vergiss niemals, wie sie sein sollte.&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-380672849896186142?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/380672849896186142/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=380672849896186142' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/380672849896186142'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/380672849896186142'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/11/was-ist-und-was-sein-soll.html' title='Was ist und was sein soll'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1935503394517487153</id><published>2011-11-09T19:24:00.000+01:00</published><updated>2011-11-09T19:24:00.178+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Die Marktlogik der Popkultur</title><content type='html'>Was haben Lady Gaga, Günter Jauch, und andere Stars gemeinsam? Sie alle verdienen mehr, als ihr Talent eigentlich wert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Frage: ganz talentfrei werden die wenigsten zum Star, zumindest nicht für lange. Vielleicht sind viele der Stars sogar deshalb zum Star geworden, weil sie tatsächlich zu den Besten in ihrem jeweiligen Gebiet gehören. Darauf kommt es mir aber hier nicht an. Worauf es ankommt ist ganz einfach. Es gibt viele, viele andere Menschen, die einer Lady Gaga oder einem Günter Jauch in deren jeweiligen Beschäftigungsfeld das Wasser reichen können, was das reine Talent angeht. Lady Gaga ist in dem, was sie tut, um Größenordnungen besser als ich, aber sie steht mit ihrem Talent nicht allein da. Warum verdient sie dann soviel mehr als andere Musiker?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um es anders zu formulieren: Talent ist in praktisch jedem Bereich und in praktisch jeder Hinsicht ungefähr &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Normalverteilung"&gt;normalverteilt&lt;/a&gt;. Einkommen ist aber -- besonders in Bereichen, die im weitesten Sinne der populären Kultur zugeordnet werden können -- &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Exponentialverteilung"&gt;exponentialverteilt&lt;/a&gt;. Woher kommt diese Diskrepanz?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Phänomen hat mich immer wieder gewundert. Denn zum einen läuft es dem Fairness-Verständnis der meisten Menschen zuwider. Wenn Leistung angemessen bezahlt werden soll, und die Fähigkeiten der Menschen ungefähr normalverteilt sind, sollte dann nicht auch das Einkommen ungefähr normalverteilt sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum anderen stellt sich die Frage, warum eigentlich nicht der Wettbewerb auf "dem Markt" dieses Missverhältnis zwischen Leistung und Einkommen korrigiert. Was läuft da schief?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist eine Sichtweise gerade auf diese letzte Frage. Lady Gaga verkauft sich nicht auf dem Markt für Musiker. Sie verkauft sich auf dem Markt für Lady Gagas (oder Ladies Gaga?). Auf diesem Markt gibt es aber nur einen Anbieter, und dementsprechend profitiert Lady Gaga von ihrer Stellung als Monopolist. In ihrem Fall wird dieses Monopol sogar noch über das Urheberrecht staatlich gestützt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso sieht es bei Günter Jauch aus, und bei praktisch jedem anderen Star der populären Kultur, sei es im Fernsehen, im Kino, in der Musik oder sonstwo. Die Stars werden nicht für ihre Leistung bezahlt, sondern für die Marke, zu der sie entweder durch Zufall geworden sind, oder zu der sie sich ganz bewusst stilisiert haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Dynamik ist heutzutage stärker als noch vor zweihundert Jahren. Auch damals konnten Stars ihre Marke monopolisieren, aber mit einer sehr viel kleineren Reichweite. Mangels moderner Kommunikationstechnologie gab es, im Vergleich zu heute, nur kleinere, dafür aber viel mehr "Kulturkreise", in denen sich jeweils lokale Stars etablieren konnten. Heute ist es schwieriger für Künstler, sich lokal zu etablieren, weil sie von den globalen Stars so leicht übertönt werden können. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach den wenigen Stars, die noch existieren, sehr viel größer. Die Verzerrung des Verhältnisses von Einkommen zu Talent wird also ebenfalls stärker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ist das gut oder schlecht? Und nach welchem Maßstab bewertet man das überhaupt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztlich muss darauf jeder seine eigene Antwort finden. Ich persönlich finde den ganzen Zirkus zutiefst unsympathisch. Da er in vieler Hinsicht auf natürliche Weise entsteht, ja, viele Menschen es offenbar genau so und nicht anders wollen, muss man wohl damit leben. Allerdings muss man ihn nicht auch noch fördern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insbesondere muss man ihn nicht noch &lt;a href="http://daserste.ndr.de/guentherjauch/index.html"&gt;mit öffentlichen Mitteln fördern&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor diesem Hintergrund sollten gerade die Öffentlich-Rechtlichen Sender in sich gehen und reflektieren, ob nicht vielleicht zu viele ihrer Sendungen den Namen eines Stars im Titel haben. Sollen doch von mir aus die privaten Sender ihre Stars überbezahlen. Die Öffentlich-Rechtlichen sollten einfach Wert auf gutes Programm und gute Sendungen legen (und das bedeutet übrigens nicht einfach nur verstaubte Kultursendungen!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn dann die Schausteller oder Moderatoren dieser Sendungen im Laufe der Zeit zu Stars werden, dann ist das in Ordnung, solange die Sender sich nicht zu übertriebenen Gagen verleiten lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde ist es sogar gut, wenn die Öffentlich-Rechtlichen auf diese Weise zu einer Quelle neuer Stars werden. Dann  besteht zumindest die geringe Hoffnung, dass sich die Aufmerksamkeit der Popkultur etwas weniger stark konzentriert, und dadurch die ungleiche Einkommensverteilung zumindest ein klein wenig abgeflacht werden kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1935503394517487153?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1935503394517487153/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1935503394517487153' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1935503394517487153'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1935503394517487153'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/11/die-marktlogik-der-popkultur.html' title='Die Marktlogik der Popkultur'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-6598942594659540138</id><published>2011-10-20T21:53:00.000+02:00</published><updated>2011-10-20T22:02:07.298+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Der Rettungsplan der Troika wird fehlschlagen. Zeit für das Endspiel</title><content type='html'>&lt;em&gt;Von L. Randall Wray. Aus dem Englischen übersetzt von Nicolai Hähnle.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder zieht ein Rettungsplan für die Währungsunion seine Runden durch Mitteleuropa&amp;mdash;das verfügbare Gesamtvolumen wird auf umgerechnet 600 Milliarden Dollar erhöht. Deutschland hat zugestimmt, seinen Beitrag zum Fonds um mehr als umgerechnet 100 Milliarden Dollar zu erhöhen. Aber die Slowakei hat ihr Veto gegen die Rettung ausgesprochen, und alle Augen richten sich nun auf den kommenden Gipfel am 23. Oktober. (Anm. d. Ü.: Seit Erscheinen des Originalartikels hat das slowakische Parlament dem Rettungsplan &lt;a href="http://www.taz.de/!79891/"&gt;zugestimmt&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Sorge: irgendein Rettungspaket wird kommen, egal was geschieht, weil das Zentrum Europas seine Banken retten will&amp;mdash;und diese halten Milliarden von Euros in den gefährdeten Staatsanleihen. Niemand ist dumm genug um zu glauben, dass der jetzige Plan reichen wird. Zuletzt hat es die Dexia Group getroffen, einen belgisch-französischen Giganten, der sich auf Staatsschulden spezialisiert hat. Er wurde bereits einmal gerettet und muss jetzt wieder gerettet werden. Aber Dexia is nur der Dominostein des Tages&amp;mdash;auch die anderen europäischen Banken werden fallen. Das ist kein griechisches Problem. Es ist kein irisches Problem. Es ist kein portugiesisches Problem. Es ist kein spanisches Problem. Es ist kein italienisches Problem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein Problem der Währungsunion selbst, und einfach nur Löcher zu stopfen wird niemals ausreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Konstruktionsfehler der Währungsunion ist die Trennung der Staaten von ihren Währungen, wie ich, zusammen mit Charles Goodhart, Warren Mosler und Wynne Godley, seit langem argumentiere. (&lt;a href="http://www.levyinstitute.org/pubs/ppb_106.pdf"&gt;Hier&lt;/a&gt; ist ein neuerer Policy Brief zum Thema.) Und wie ich vor wenigen Wochen gesagt habe ist die Währungsunion ein System, dessen Scheitern bereits im Entwurf veranlagt war. Es gibt keine zentrale Regierung, von der die Währung ausgegeben wird. Deshalb gibt es niemanden, der in hinreichend großem Umfang Fiskalpolitik machen kann, um Wirtschaftszyklen entgegenzutreten, geschweige denn um eine Finanzkrise in der Größenordnung, wie wir sie seit 2007 sehen, in den Griff zu kriegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nahende Sturm&amp;mdash;wenn die Finanzinstitute gezwungen werden, sich dem wahren Ausmaß ihrer Verluste zu stellen&amp;mdash;wird die Eurostaaten überwältigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst wenn die Eurostaaten nicht alle Hände voll damit zu tun hätten, mit den Fingern aufeinander zu zeigen und über die verschwenderische Ausgabenpolitik der jeweils anderen zu schimpfen, würde die gegenwärtige Konstruktion der Eurozone eine wirksame Antwort auf die Krise verhindern. Wenn Finanzmärkte ein Mitglied der Währungsunion angreifen, dann gerät es schnell in eine teuflischen Schuldenfalle, weil seine Zinssätze steigen und ein Loch in den Haushalt reißen. Die anderen Staaten können bestensfalls ein Schuldenpaket zusammenstellen, bei dem zu etwas besseren Bedingungen Geld verliehen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was die hoch verschuldeten Staaten brauchen sind nicht noch mehr Schulden, sondern ein Schuldenerlass und Wirtschafswachstum. Der Sparkurs, der ihnen im Gegenzug für den niedrigeren Zinssatz abverlangt wird, schädigt ihre Wirtschaft, wodurch das Defizit größer wird und noch mehr Schulden gemacht werden müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist die Falle, in die der verschuldete Staat rutscht: wenn er sich Geld von den Märkten leiht, dann steigen die Zinssätze; wenn er von den anderen Eurostaaten oder dem IWF leiht, geht sein Wirtschaftswachstum zurück und die Steuereinkünfte sinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine Zwickmühle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Lösung für die in Schwierigkeit geratenen Staaten ist, die Währungsunion zu verlassen und zu einer eigenen, von der dann souveränen Regierung ausgegebenen Währung zurückzukehren&amp;mdash;also die Drachme für Griechenland, Lira für Italien, und so weiter. Die Umstellung wird für kurzfristig für Chaos und damit verbundene Kosten sorgen. Aber die Staaten könnten danach ihre innere Handlungsfähigkeit wieder herstellen und die Krise bekämpfen. Ein Zahlungsausfall bei Anleihen, die in Euro laufen, wäre notwendig. Die EU könnte mit Sanktionen reagieren. Aber das wäre besser als das Konzept von Nord- vs. Süd-Euro, "Teutonic vs. Latin", das vorgeschlagen wurde, und die Staaten einfach nur an eine andere externe Währung binden würde. Ein Staat wie Griechenland wäre genauso handlungsunfähig wie jetzt, wenn auch mit einer abgeschwächten Währung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Auflösung der Währungsunion nicht gewollt ist, dann ist die einzige echte Lösung, sie grundlegend zu umzubauen. Viele Kritiker machten die EZB für das schleppende Wachstum vor allem der Peripherie verantwortlich. Die EZB habe den Leitzins zu hoch gehalten, als dass Vollbeschäftigung hätte erreicht werden können. Ich war immer der Ansicht, dass dieses Argument falsch ist&amp;mdash;nicht weil ein niedriger Leitzins nicht wünschenswert gewesen wäre, sondern weil selbst mit der perfekten Zentralbank das wahre Problem immer noch bei der beschränkten Handlungsfähigkeit der Politik in Sachen Fiskalpolitik gelegen hätte. Tatsächlich haben Claudio Sardoni und ich vor ein paar Jahren gezeigt, dass die Geldpolitik der EZB nicht wesentlich strenger war als die der Fed. Trotzdem hat sich die US-Wirtschaft durchwegs besser entwickelt. (&lt;a href="http://www.levyinstitute.org/pubs/wp_431.pdf"&gt;Working Paper&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war die Fiskalpolitik, in der sich die beiden Währungszonen unterscheiden. Der Haushalt der Regierung in Washington macht mehr als 20% des BIP aus, und das üblicherweise bei einem Defizit von mehreren Prozent des BIP. Im Unterschied dazu macht der Haushalt des EU-Parlaments weniger als 1% des BIP aus. Die einzelnen Eurostaaten haben zwar versucht, diese Lücke durch Defizite der eigenen Regierungen füllen, aber das hat zu genau den Problemen geführt, die wir heute sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Defizite und Schulden stiegen, haben die Märkte die Zinssätze erhöht. Sie haben erkannt, dass die Eurostaaten&amp;mdash;im Gegensatz zu souveränen Staaten wie die USA, Japan oder Großbritannien&amp;mdash;die Nutzer einer externen Währung sind. Wie ich schon früher argumentiert habe ist ihre Situation eher mit der von US-Bundesstaaten vergleichbar. Sie könnten zwar einerseits viel größere Defizite haben als US-Bundesstaaten (die alle bis auf zwei durch ihre Verfassung dazu gezwungen werden, den Haushalt auszugleichen)&amp;mdash;teilweise auch wegen der Erwartung, dass die EZB den Zentralbanken der Länder aushelfen würde, wenn die Dinge schlecht laufen. Andererseits unterstützt Washington die US-Bundesstaaten mit seiner Fiskalpolitik&amp;mdash;diese Stütze fehlt den Eurostaaten. Bestenfalls könnten sie Euro von europäischen Institutionen oder dem IWF leihen. Aber das erhöht nur die Zinssätze und führt in die teuflische Schuldenfalle. Als Folge fließt ein größerer Teil der Defizite in der Währungsunion in Zinszahlungen, die nicht gerade der beste Konjunkturimpuls sind. Amerika vermeidet dies zu einem gewissen Grad, indem die Bundesstaaten von den Märkten zu ausgeglichenen Haushalten gezwungen werden, während Washington die Folgeschäden durch Ausgleichszahlungen dämpft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sobald die Schwäche der Währungsunion verstanden ist, ist es nicht schwer, die Lösungen zu sehen. Eine besteht darin, den fiskalpolitischen Handlungsspielraum des EU-Parlaments zu vergrößern, zum Beispiel indem sein Budget auf 15% des BIP erweitert wird und ihm die Möglichkeit gegeben wird, Schulden aufzunehmen. Ob die Entscheidungen über die Ausgaben zentral gefällt werden sollen ist eine politische Frage&amp;mdash;das Geld könnte einfach auf pro-Kopf-Basis an die einzelnen Eurostaaten überwiesen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die EZB kann dies tun. Man kann die Regeln zum Beispiel so ändern, dass die EZB Anleihen der Mitgliedstaaten im Wert von bis zu 6% des BIP der gesamten Eurozone kaufen kann. Als Käufer kann sie den Zinssatz festlegen, am besten wohl auf den Leitzins der EZB oder auf einen festen Spread darüber. Auch hier würden die Kontingente auf die Mitgliedsstaaten auf einer pro-Kopf-Basis verteilt. Dies ist ähnlich zu dem Vorschlag der "Blue Bonds" und "Red Bonds", &lt;a href="http://www.economonitor.com/lrwray/2011/09/29/euro-toast-anyone-the-meltdown-picks-up-speed/"&gt;den ich vor einigen Wochen besprochen habe&lt;/a&gt;. Die Staaten könnten auch weiterhin Anleihen auf dem freien Markt ausgeben, so dass sie mehr als die von der EZB getragenen Schulden aufnehmen könnten&amp;mdash;so wie auch US-Bundesstaaten Anleihen ausgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann sich Varianten dieser Idee ausdenken, zum Beispiel die Schaffung einer Euro-weiten Finanzierungsbehörde, die von der EZB abgesicherte Schulden ausgibt um die Schulden der Regierungen aufzukaufen&amp;mdash;wiederum vergleichbar mit den "Blue Bonds". Essentiell ist aber, dass die Schulden zentral garantiert werden, dass also die EZB oder die EU als Ganzes hinter den Schulden steht. Dadurch bleiben die Zinssätze niedrig und die "Marktdisziplin" sowie der Teufelskreis der Schulden wird entfernt. Indem die Anleihen nach einer Formel (d.h. pro Kopf) auf die Mitgliedsstaaten verteilt werden, sollte jeder den gleichen Zinssatz erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All diese Vorschläge sind technisch einfach und wirtschaftlich vernünftig. Sie sind politisch schwer umsetzbar. Je länger die EU wartet, um so schwieriger wird es. Krisen verstärken die Rufe nach Auflösung, vergrößern die Wahrscheinlichkeit einer Trennung und vergrößern gegenseitige Feindseligkeiten. Dies wiederum verzögert eine echte Lösung, wodurch eine "Great Depression 2.0"&amp;mdash;die Kombination eines Abschwungs zusammen mit Schuldendeflation à la Fisher&amp;mdash;immer wahrscheinlicher wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde mein Argument, &lt;a href="http://www.economonitor.com/lrwray/2011/10/05/are-the-big-banks-insolvent/"&gt;dass auch die US-Banken auch am Ende sind&lt;/a&gt;, hier nicht wiederholen: platzende Blasen auf den Kapital- und Rohstoffmärkten, der fortlaufende Niedergang des US-Immobilienmarktes und der Tsunami aus Klagen gegen der Betrug der Bankster werden sie übel treffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kapitalismus der Money Manager ist dem Untergang geweiht. Wir müssen uns entscheiden, welches Endspiel wir möchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;L. Randall Wray ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of Missouri-Kansas City und Senior Scholar am Levy Economics Institute in Bard College, NY. Er ist unter anderem der Autor von&lt;/em&gt; Understanding Modern Money: The Key to Full Employment and Price Stability (Elgar, 1998) &lt;em&gt;und&lt;/em&gt; Money and Credit in Capitalist Economies (Elgar, 1990). &lt;em&gt;Er hat seinen B.A. von der University of the Pacific, und einen M.A. und Ph.D. von der Washington University in St. Louis. Er bloggt regelmässig auf &lt;a href="http://www.economonitor.com/lrwray/"&gt;Great Leap Forward&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://neweconomicperspectives.blogspot.com/"&gt;New Economic Perspectives&lt;/a&gt;, wo er den &lt;a href="http://neweconomicperspectives.blogspot.com/p/modern-money-primer.html"&gt;Modern Money Primer&lt;/a&gt; schreibt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Übersetzung mit freundlicher Genehmigung des Autors. &lt;a href="http://www.economonitor.com/lrwray/2011/10/12/the-european-troika%E2%80%99s-rescue-plan-will-fail-time-to-choose-an-endgame/"&gt;Link zur Originalfassung&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-6598942594659540138?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/6598942594659540138/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=6598942594659540138' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6598942594659540138'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6598942594659540138'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/10/der-rettungsplan-der-troika-wird.html' title='Der Rettungsplan der Troika wird fehlschlagen. Zeit für das Endspiel'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-835602134937675352</id><published>2011-10-05T19:40:00.001+02:00</published><updated>2011-10-05T19:40:00.273+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Def.: Souverän, monetärer</title><content type='html'>Monetär souveräne Regierungen sind nicht wie du und ich, und sie sind auch nicht wie andere Regierungen. Dieser zentrale Punkt wird von &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/modern-monetary-theory-eine.html"&gt;Modern Monetary Theory&lt;/a&gt; immer wieder betont, während ihn andere volkswirtschaftliche Theorien praktisch vollständig unterschlagen. Aber was bedeutet das eigentlich, monetäre Souveränität?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es bedeutet, dass die Regierung ihre eigene Währung ausgibt und nur diese für die Begleichung von Steuerschulden akzeptiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Regierung kann ihre Souveränität auf verschiedene Art und Weise freiwillig einschränken:&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Sie kann ihre Währung an eine andere Währung, an einen Korb anderer Währungen, oder an eine Handelsware wie Gold koppeln.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Sie kann &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;Schulden in einer Fremdwährung&lt;/a&gt; aufnehmen.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Sie kann sich selbst Regeln auferlegen, die z.B. die &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/03/nein-zur-schuldenbremse-in-hessen.html"&gt;Größe des Haushaltsdefizits beschränken&lt;/a&gt;.&lt;/ul&gt;In diesen Fällen kann die Regierung ihre Souveränität zwar jederzeit zurück erlangen, indem sie diese freiwilligen Einschränkungen aufhebt. Das ist zum Beispiel 1971 unter &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nixon_shock"&gt;Richard Nixon&lt;/a&gt; in den USA passiert. Für die Analyse betrachten wir sie aber oft als &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; monetär souverän, einfach weil sie sich so verhält als ob.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn hier ist der Kern der Sache. Eine monetär souveräne Regierung ist in ihrer eigenen Währung &lt;b&gt;immer&lt;/b&gt; zahlungsfähig. Und nicht nur das. Eine monetär souveräne Regierung finanziert sich nicht. Nicht durch Steuern, nicht durch Schulden, nicht durch irgendetwas anderes. Im Kontext einer monetär souveränen Regierung ist es schlicht bedeutungslos, von Finanzierung zu sprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du und ich, wir sind nicht unbegrenzt zahlungsfähig. Wenn das Guthaben auf unserem Konto erschöpft bzw. der Dispokredit ausgereizt ist und wir eine Überweisung tätigen wollen, dann sagt die Bank "Nein". Deswegen müssen wir uns irgendwie finanzieren, sei es über Einkommen oder über Darlehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer Regierung, die zwar eine eigene Währung hat, diese aber freiwillig zum Beispiel an den US$ koppelt, verhält es sich ähnlich. Sie kann zwar prinzipiell beliebig viel Geld in der eigenen Währung ausgeben. Aber sie hat versprochen, alles ausgegebene Geld aus der eigenen Währung im Zweifelsfall in US$ umzutauschen. Diese US$ müssen irgendwo herkommen, oder sie muss das Versprechen brechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine monetär souveräne Regierung ist in einer grundsätzlich anderen Situation. Sie schreibt die Regeln, nach denen ihr Geldsystem funktioniert. Wenn sie sagt, dass an jemanden Geld überwiesen werden soll, dann gibt es niemanden, der "Nein" sagen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kleiner Einschub am Rande: Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind sowohl Legislative als auch Exekutive inklusive Zentralbank Teil der Regierung. Wenn die Legislative der Exekutiven eine Zahlung verbietet, dann ist die Regierung aus volkswirtschaftlicher Perspektive nicht zahlungsun&lt;em&gt;fähig&lt;/em&gt;, sondern zahlungsun&lt;em&gt;willig&lt;/em&gt;. Solche Vorgänge sind interessant für Politikwissenschaft und Verhaltenspsychologie, aber mit Volkswirtschaft haben sie herzlich wenig zu tun.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Warum Steuern und Schulden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du und ich, wir müssen uns finanzieren, um zahlungsfähig zu sein. Eine monetär souveräne Regierung ist sowieso immer zahlungsfähig. Es ist also unsinnig, von ihrer Finanzierung zu sprechen. Wenn Steuern und Schulden aber nicht zur Finanzierung benötigt werden, wozu braucht man sie dann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steuern, die nur mit der Währung der Regierung bezahlt werden können, erzeugen Nachfrage nach dieser Währung und geben ihr dadurch überhaupt erst einen Wert. Man kann sich das an &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;einem Gedankenexperiment&lt;/a&gt; überlegen. Es wird auch an ganz konkreten &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hut_tax"&gt;Beispielen aus der jüngeren Geschichte&lt;/a&gt; deutlich. Zudem scheinen Steuern auch in der &lt;a href="http://www.nakedcapitalism.com/2011/08/what-is-debt-%E2%80%93-an-interview-with-economic-anthropologist-david-graeber.html"&gt;viel älteren Geschichte&lt;/a&gt; ganz zentral zur Verbreitung von Geld beigetragen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gibt die Regierung zu viel Geld aus, so dass die Nachfrage insgesamt die produktiven Kapazitäten der Wirtschaft übersteigt, dann kann es zur erhöhten Inflation kommen. In diesem Fall gibt es eine politische Wahl. Wenn die Regierung der Ansicht ist, dass mehr öffentliche Leistungen zur Verfügung gestellt werden sollen, dann kann sie die Steuern erhöhen und dem privaten Sektor auf diese Weise Kaufkraft entziehen. Dadurch sinkt die Gesamtnachfrage, und die Inflation wird gedämpft. Alternativ kann die Regierung ihre Ausgaben senken, wenn weniger öffentliche Leistungen gewünscht werden. Die treibende Kraft von Steuern zur Stabilisierung des Werts der Währung ist jedenfalls klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schulden sind dagegen unnötig. Eine monetär souveräne Regierungen müsste keine Schulden im Sinne von Anleihen ausgeben. Haushaltsdefizite würden dann einfach zu wachsenden Reserven bei der Zentralbank führen. Diese sind aus Sicht der Bilanz natürlich immer noch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verbindlichkeiten"&gt;Verbindlichkeiten&lt;/a&gt; der Regierung, repräsentiert in diesem Fall durch die Zentralbank. Sie werden aber nicht als Staatsschulden betrachtet. (Warum das so ist ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Vermutlich ist das alles eine Frage des &lt;a href="http://www.economonitor.com/lrwray/2011/09/14/framing-morality-trumps-reason-when-it-comes-to-vampire-squids-and-other-blood-suckers-3/"&gt;Framings&lt;/a&gt;.) Das hat &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;technische Folgen für die Geldpolitik&lt;/a&gt;, aber ansonsten ändert sich nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Moralische Pflichten des monetären Souveräns&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jede Regierung ist dem Wohl der Bevölkerung verpflichtet. Wenn sie sich dieser Pflicht verweigert, dann sollte die Bevölkerung die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Four_boxes_of_liberty"&gt;Kisten der Freiheit&lt;/a&gt; (bzw. eine schlussendlich unblutigere Variante!) benutzen. Zum Wohl der Bevölkerung gehört nicht nur, aber eben auch, das wirtschaftlich-materielle Wohl. Eine monetär souveräne Regierung hat dafür besonders mächtige Hebel zur Verfügung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Monetäre Souveränität setzt die Gesetze der Physik nicht außer Kraft. Was die natürlichen Ressourcen und produktiven Kapazitäten eines Landes nicht hergeben, kann auch vom monetären Souverän nicht herbei gezaubert werden. Aber die Regierung muss dafür sorgen, dass die bestehenden Kapazitäten zum Wohl der Bevölkerung genutzt und für die Zukunft gepflegt und ausgebaut werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Regierung hat noch eine weitere Pflicht. Arbeit ist ein ganz zentraler Bestandteil menschlichen Lebens und sozialer Gemeinschaft. Dadurch, dass unsere Wirtschaft durch und durch monetarisiert ist, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/woher-kommt-massenarbeitslosigkeit.html"&gt;entsteht Arbeitslosigkeit&lt;/a&gt;, und es gibt im freien Markt keinen Mechanismus, um sie zu verhindern. Also muss die Regierung, stellvertretend für die Gesellschaft insgesamt, jedem eine reguläre Arbeit zu ermöglichen, zum Beispiel über eine &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/die-job-garantie-kernstuck-einer.html"&gt;Job-Garantie&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schöne ist, dass die Regierung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann. Indem sie den Menschen eine Arbeit gibt, kann sie gleichzeitig dafür sorgen, dass die bestehenden Kapazitäten des Landes besser zum Wohl der Bevölkerung genutzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle kommt die monetäre Souveränität wieder ins Spiel. Eine nicht souveräne Regierung könnte bei der Umsetzung einer Job-Garantie oder anderer Konjunkturmaßnahmen in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Eine monetär souveräne Regierung ist frei von solchen Problemen, und sie hat die moralische Pflicht, diese Freiheit auch zu nutzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-835602134937675352?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/835602134937675352/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=835602134937675352' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/835602134937675352'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/835602134937675352'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/10/def-souveran-monetarer.html' title='Def.: Souverän, monetärer'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2422307731207684038</id><published>2011-10-02T12:59:00.000+02:00</published><updated>2011-10-02T12:59:00.144+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Geld drucken ist nicht inflationär</title><content type='html'>... aber Geld &lt;em&gt;ausgeben&lt;/em&gt; kann inflationär sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich rede und schreibe oft über die &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/die-job-garantie-kernstuck-einer.html"&gt;wirtschaftlichen Möglichkeiten&lt;/a&gt;, die eine monetär souveräne Regierung hat, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern. Die meisten Menschen, egal ob on- oder offline, glauben anfangs nicht so recht, was alles möglich wäre, wenn man nur das Geldsystem richtig verstehen und nutzen würde, auch wenn gar kein &lt;a href="http://www.jargon.net/jargonfile/t/TANSTAAFL.html"&gt;free lunch&lt;/a&gt; versprochen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der häufigste Einwand ist, dass es inflationär wäre, die von &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/modern-monetary-theory-eine.html"&gt;Modern Monetary Theory&lt;/a&gt; aufgezeigten Möglichkeiten zu nutzen. Und ja: Es ist wichtig, ernste Diskussionen darüber zu führen, wie viel Inflation für eine gut laufende Wirtschaft notwendig ist, und wodurch Inflation ausgelöst wird und wodurch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist mein heutiger Beitrag: Hört auf damit, von "Geld drucken" zu reden, das hat in den Diskussionen über Inflation nämlich nichts zu suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Geld drucken ist Bargeldmanagement&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Begriff "Geld drucken" hat eine ganz klare, wörtliche Bedeutung, nämlich die Produktion von Geldscheinen und, im etwas erweiterten Sinn, Münzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geld muss immer mal wieder gedruckt werden, damit das Geldsystem reibungslos funktionieren kann. Erstens halten Geldscheine nicht ewig. Alte Scheine müssen irgendwann durch neue ersetzt werden. Zweitens führen auch sehr niedrige Inflationsraten dazu, dass die Menschen langfristig mehr Geld zur Verfügung haben. Einen Teil davon wollen sie im Geldbeutel mit sich führen, und daraus speist sich ein langfristig wachsender Bedarf an Bargeld. Irgendwann muss mehr Geld gedruckt werden, alleine damit die Menschen das Geld, das sie sowieso als Guthaben auf dem Konto haben, auch am Automaten abheben können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, die Kausalität läuft in der Praxis moderner Geldsysteme genau anders herum, als der Volksmund behauptet. &lt;em&gt;Wegen&lt;/em&gt; Inflation muss &lt;em&gt;als Konsequenz&lt;/em&gt; Geld gedruckt werden. Die Situation in Argentinien im Januar 2011 hat das &lt;a href="http://www.laht.com/article.asp?ArticleId=383634&amp;CategoryId=10718"&gt;sehr eindrucksvoll demonstriert&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch aus theoretischer Perspektive ist es unsinnig, von einer Kausalität von Geld drucken hin zu Inflation zu sprechen. Es hilft, sich zu vergegenwärtigen, welche Transaktionen mit dem Drucken von Geld verbunden sind.&lt;ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Eine Geschäftsbank fordert bei der Zentralbank Bargeld an. Die Zentralbank zieht den entsprechenden Betrag von den Reserven der Bank ab und schickt dann einen gepanzerten Wagen mit frisch gedruckten Geldscheinen los. Die beteiligten Bilanzen ändern sich wie folgt. Zunächst hat die Geschäftsbank Reserven bei der Zentralbank (nicht beteiligte Teile der Bilanzen sind grau dargestellt, und die Größen der Bilanzen sind natürlich nur qualitativ zu verstehen):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-_cWSRCWzX-w/Tob5upvkCHI/AAAAAAAAASg/aHAGUNJqg2E/s1600/gelddrucken-bilanz-1.png" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Tausch von Reserven gegen Bargeld sehen die Bilanzen so aus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-HTYNSclRxC4/Tob7iEYdWEI/AAAAAAAAASo/7WVbaz_XD70/s1600/gelddrucken-bilanz-2.png" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hat sich also nur die &lt;em&gt;Zusammensetzung&lt;/em&gt; des Geldvermögens verändert, die &lt;em&gt;Menge&lt;/em&gt; an Geldvermögen und auch die Größe der Bilanzen bleiben gleich.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Irgendwann kommt dann ein Kunde der Bank auf die Idee, Geld am Automaten abzuheben. Er tauscht also sein Guthaben bei der Bank gegen Bargeld, und die Bilanzen ändern sich entsprechend:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-nOx-_ZLs4ao/Tob88tJ9LYI/AAAAAAAAASw/PClttWzUH9k/s1600/gelddrucken-bilanz-3.png" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bilanz der Geschäftsbank schrumpft, weil ihre Rolle als Vermittler im Geldsystem reduziert wurde. Aber ansonsten ändert sich wieder nur die Zusammensetzung. Insbesondere ist der Kunde, der Geld abgehoben hat, genauso reich oder arm wie vorher.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;/ol&gt;Diese Illustration hat hoffentlich klar gezeigt, dass sich durch das Drucken von Geld keine Vermögen ändern. Es ändert sich nur die Form der Vermögen auf vernachlässigbare Weise. Somit kann es sich auch nicht auf die Inflation auswirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Aber "Geld drucken" ist eine Metapher!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist die vermutlich beliebteste Ausrede, gegen die ich zwei Einwände vorbringen möchte.&lt;ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Metaphern sind gut, wenn sie einen Begriff aus einem anderen Themenbereich übertragen, um Sachverhalte anschaulich aufzuklären. Der Begriff "Geld drucken" hat aber bereits eine ganz klare wörtliche Bedeutung. Ihn zusätzlich mit einer anderen Bedeutung zu überladen schadet einer seriösen Diskussion nur.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Wer Metaphern benutzt, der sollte genau erklären können, wofür sie stehen. Wenn aber "Geld drucken" in der wörtlichen Bedeutung nicht inflationär ist, was ist es dann, das als inflationär kritisiert wird?&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;/ol&gt;Der geneigte Leser wird auf der Suche nach einer Antwort auf diese letzte Frage hoffentlich zu dem Schluss kommen, dass Geld &lt;em&gt;ausgeben&lt;/em&gt; für die Diskussion sehr viel relevanter ist als Geld &lt;em&gt;drucken&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wirft dann wieder neue Fragen auf. Unterscheiden sich private und staatliche Ausgaben im Hinblick auf Inflation? Und: es werden andauernd gigantische Mengen an Ausgaben getätigt, auch wenn die Inflationsrate niedrig ist. Es kann also nicht jede Ausgabe inflationär sein. Vielleicht nur, wenn &lt;em&gt;insgesamt&lt;/em&gt; zu viel ausgegeben wird? Aber wie viel ist zu viel, und woran erkennt man das?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Bessere Qualität in (wirtschafts-)politischen Diskussionen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht mir hier und jetzt nicht darum, diese Fragen zu &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/10/spiel-mir-das-lied-von-der-inflation.html"&gt;beantworten&lt;/a&gt;, sondern ein klein wenig auf eine bessere Diskussionskultur zu pochen. Folgendes Muster beobachte ich immer wieder: Person A schlägt eine politische Maßnahme vor. Person B kritisiert den Vorschlag mit der Begründung, dass dann Geld gedruckt würde und die Maßnahme deshalb inflationär wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, Person B findet den Vorschlag eigentlich aus einem ganz anderen Grund schlecht, vielleicht weil er seinen persönlichen Moralvorstellung widerspricht. Das ist in Ordnung. Meinungsvielfalt ist gut, wenn auch manchmal etwas anstrengend. Aber in diesem Fall sollte Person B einfach offen und ehrlich zu dieser grundlegenden Meinungsverschiedenheit stehen. Der Versuch, sie mit Quatsch wie "Geld drucken" zu vertuschen, ist &lt;a href="http://lesswrong.com/lw/1p1/logical_rudeness/"&gt;unanständig&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Alternative ist, dass Person B den Vorschlag prinzipiell gut findet, aber ganz ehrlich befürchtet, dass er zu zu hoher Inflation führen würde. Das muss man ernst nehmen. Aber die Tatsache, dass Person B von "Geld drucken" spricht, ist ein sehr starkes Indiz dafür, dass er das nicht richtig durchdacht hat. Dann sollten die Beteiligten innehalten und sich daran erinnern, dass Geld drucken nicht inflationär ist. Person B sollte versuchen, seine Kritik noch einmal zu durchdenken und anders zu formulieren. Welcher Aspekt der vorgeschlagenen Politik ist seiner Ansicht nach wirklich für die befürchtete Inflation verantwortlich, und über welche Mechanismen wird sie ausgelöst? Indem er sich diese Fragen stellt, kann Person B implizit selbst prüfen, ob er nicht womöglich einen Denkfehler begangen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In jedem Fall gewinnt die Diskussion an Qualität, wenn auf den irreführenden Begriff "Geld drucken" verzichtet wird. Und jetzt gibt es wenigstens eine Seite, auf die ich (und vielleicht auch der geneigte Leser?) zukünftig linken kann, wenn wieder einmal jemand mit "Geld drucken" kommt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2422307731207684038?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2422307731207684038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2422307731207684038' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2422307731207684038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2422307731207684038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/10/geld-drucken-ist-nicht-inflationar.html' title='Geld drucken ist nicht inflationär'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-_cWSRCWzX-w/Tob5upvkCHI/AAAAAAAAASg/aHAGUNJqg2E/s72-c/gelddrucken-bilanz-1.png' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2523381890026330787</id><published>2011-09-30T08:45:00.000+02:00</published><updated>2011-09-30T08:45:01.625+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Die Schock-Strategie, und wie es anders geht</title><content type='html'>Es ist der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schock-Strategie"&gt;Klassiker&lt;/a&gt; schlechthin: eine Wirtschaftskrise wird von den Reichen verwendet, um Klassenkampf zu betreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stellvertretend untertitelt zum Beispiel Nikolaus Piper in der SZ am 29.9. das "Thema des Tages" wie folgt:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;Mit der Schuldenkrise verliert Europa seine Rolle als Vorbild: Das Modell des Sozialstaats gerät in Misskredit&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Auch im Rest des Artikels wird insinuiert, dass die aktuelle Schuldenkrise in der Eurozone irgendwas mit den sowieso schon zurückgefahrenen Sozialstaaten in Europa zu tun habe. Unsere neoliberale Elite frohlockt über die Gelegenheit, unter diesem und ähnlichen Vorwänden die sozialen Netze weiter zu zerfleddern und die wirtschaftlichen Ungleichheiten zu vergrößern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was ist die Wahrheit? Lassen wir uns einmal aus der Perspektive von &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/modern-monetary-theory-eine.html"&gt;Modern Monetary Theory&lt;/a&gt; zusammenfassen:&lt;ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Der private Sektor will netto finanzielles Vermögen sparen, sei es aus reiner Lust am Horten, zum Aufbau einer "Kriegskasse" im Fall von Unternehmen, oder für die Altersvorsoge (übrigens, zum Thema Vermögen: ein Blick auf die &lt;a href="http://draketo.de/proj/schuldenuhr-vermoegensuhr/"&gt;Vermögensuhr&lt;/a&gt; kann ab und zu nicht schaden).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Finanziellem Vermögen muss per Definition immer irgendwo eine finanzielle Schuld gegenüberstehen. Wenn der private Sektor netto im Plus sein soll, dann muss rein rechnerisch entweder das Ausland oder der Staat im Minus sein. Staatsschulden sind also zunächst einmal eine &lt;em&gt;gute&lt;/em&gt; Sache, weil sie den Aufbau von privatem Geldvermögen ermöglichen.&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;In &lt;em&gt;jedem&lt;/em&gt; gut funktionierenden Geldsystem gibt es genau einen großen Herausgeber von öffentlichen Anleihen - und zwar die Regierung, die das jeweilige Geldsystem betreibt. In den USA ist das deren Bundesregierung, in Schweden ist es die Regierung in Stockholm, und so weiter. Der Rest der öffentlichen Anleihen, der von Kommunen und Bundesländern herausgegeben wird, macht einen deutlich kleineren Teil aus. Zudem greift die jeweils nächstgrößere Instanz im Zweifelsfall helfend unter die Arme. Beides sorgt für Stabilität.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;In der Eurozone gibt es im Gegensatz dazu 17 konzeptionell gleichrangige Herausgeber von öffentlichen Anleihen. Deshalb war die Eurozone von Anfang an &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichgewicht_%28Physik%29#Gleichgewichtslagen:_stabil.2C_labil.2C_indifferent"&gt;labil&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sobald hinreichend große Anleger einen Anlass sehen, ihr Vermögen von einem Herausgeber von Anleihen zu einem anderen zu verschieben, lösen sie dadurch eine Änderung der Preise der Anleihen und damit der Yields aus. Dadurch muss dann der betroffene Staat auf neue Anleihen einen höheren Zinssatz bezahlen. Das wiederum erhöht dessen Defizit, und es wird von höheren Ausfallwahrscheinlichkeiten gemunkelt. Das wiederum ist für Anleger ein neuer Anlass, ihr Vermögen von den Anleihen dieses Staates hin zu einem anderen Herausgeber von Anleihen zu verschieben, und der Kreis schließt sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anfänglicher Impuls kann also in einen Teufelskreis ausarten, für den es keine Dämpfung gibt. Der erste größere Schock, den die Eurozone erlebt hat, hat genau diese Dynamik losgetreten.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;Dieser grundlegende Konstruktionsfehler der Eurozone hat überhaupt nichts mit dem Sozialstaat zu tun, das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Aber diese Feststellung reich nicht aus. Wenn man immer nur gegen einen Mythos wettert (in diesem Fall der Mythos, der Sozialstaat habe zur Eurokrise geführt) gibt man ihm womöglich nur noch mehr Brennstoff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine positive Botschaft muss also auch sein. Wie kann man den grundlegenden Konstruktionsfehler &lt;em&gt;wirklich&lt;/em&gt; beheben?&lt;ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Da das eigentliche Problem ist, dass dem Großteil des privaten finanziellen Vermögens heutzutage Anleihen von 17 verschiedenen Herausgebern gegenüberstehen, muss zukünftig eben ein großer, zentraler Herausgeber diese Rolle übernehmen. Es kann sich dabei um europäische Anleihen handeln, es könnten aber auch einfach Passiva der EZB sein (also Reserven).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, richtig, es ist durchaus plausibel, dass zukünftig der größte Teil des Netto-Geldvermögens in Form von Reserven bei der EZB gehalten wird anstatt in Anleihen. Immerhin bezahlt die EZB auch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einlagefazilit%C3%A4t"&gt;Zinsen auf Reserven&lt;/a&gt;, der Unterschied zu Anleihen ist also ohnehin eher oberflächlich.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Der zentrale Unterschied zwischen diesem Vorschlag und &lt;a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/6878/warum-eurobonds"&gt;Eurobonds&lt;/a&gt; ist, dass bei Eurobonds nach wie vor die Euro-Staaten Schuldner sind. Ich dagegen bevorzuge den Weg der weitgehenden Entschuldung der Euro-Staaten ohne Zahlungsausfall, bei dem die Schulden einfach in eine zentrale Bilanz verschoben werden, weil das ehrlicher und einfacher ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem erleichtert es den Weg hin zum Aufbau einer fiskalpolitisch schlagkräftigen Gemeinschaftsregierung. Ohne eine solche Regierung ist es schwierig, die Wirtschaftskrise, die sich unter der Schuldenkrise versteckt, zu bekämpfen.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Auf dem Weg hin zu diesem Ziel gibt es zwei große Fragen. Erstens: Wie gelingt die Umstellung? Zweitens: Wenn die Umstellung erst einmal gelungen ist, wie kann dann dafür gesorgt werden, dass es auch so bleibt?&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Die Umstellung gelingt, indem man Schritt für Schritt beim Rollover der Staatsschulden diese nicht durch neue Staatsanleihen ersetzt. Bisher läuft der Rollover so: alte Anleihen laufen aus und werden durch den jeweiligen Staat zurückgezahlt. Ungefähr gleichzeitig werden in einer Auktion neue Anleihen ausgegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Prozess wird ersetzt durch: alte Anleihen laufen aus und werden mit Geld zurückgezahlt, das direkt von einer Euro-zentralen Instanz überwiesen wird. Diese Euro-zentrale Instanz könnte zum Beispiel die EZB sein, die die nötigen Reserven einfach "per Knopfdruck" bereitstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich muss irgendwie dafür gesorgt werden, dass das gerecht abläuft, zum Beispiel indem das Volumen für diesen neuen Prozess auf einen bestimmten Betrag pro Kopf beschränkt wird (ein Bezug auf das BIP wäre gegenüber den Menschen in wirtschaftlich schwächeren Staaten ungerecht).&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Stellen wir uns nun eine hypothetische Zukunft vor, in der sagen wir 70% der öffentlichen Schulden durch eine zentrale Instanz herausgegeben werden. Wie kann dafür gesorgt werden, dass das so bleibt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der private Sektor will typischerweise netto finanzielle Vermögen aufbauen. Langfristig ist es schwierig, dies gegenüber dem externen Sektor zu tun. Also müssen die öffentlichen Schulden langfristig steigen, und 70% der Neuschulden müssen von der zentralen Instanz kommen, um den Status Quo zu erhalten. Aber wer entscheidet, wie viel und wofür das Geld, das diesen Schulden gegenübersteht, ausgegeben werden soll?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, dass dies letztlich höchst politische Entscheidungen sind und sein müssen. Automatismen, zum Beispiel solche die ans BIP gekoppelt sind, taugen wenig. Schließlich sind 3% Defizit bezogen aufs BIP in vielen Staaten heute &lt;em&gt;viel zu wenig&lt;/em&gt;, während prinzipiell - in ferner Zukunft - Zeiten auf uns zukommen könnten, in denen bereits ein ausgeglichener Haushalt gegen die Inflationsbarriere stößt, und ein staatlicher &lt;em&gt;Überschuss&lt;/em&gt; wirtschaftlich am sinnvollsten wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind also politische Entscheidungen von großer Tragweite zu treffen, die der entsprechenden Legitimation bedürfen. Ja, ich &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/lang-lebe-die-seilschaft.html"&gt;wiederhole&lt;/a&gt; &lt;a href="http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2011/09/lang-lebe-die-seilschaft.html"&gt;mich&lt;/a&gt;, aber im Grunde darf diese Macht nur beim Europäischen Parlament (evtl. beschränkt auf MEPs aus der Eurozone) liegen. Dieses kann dann die politische Entscheidung treffen, entweder selbst Geld auszugeben, oder Geld an die Mitgliedsstaaten zu verteilen, damit diese das notwendige Defizit erzielen können, ohne dass es zu Ungleichgewichten bei der Zusammensetzung der öffentlichen Schulden kommt.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Ach ja, und lasst gefälligst den Internationalen Währungsfonds aus dem Spiel. Einmischung durch den IWF hat noch niemandem wirklich gut getan. Er hat keine Legitimation, um in der Eurozone mitzumischen, und wir brauchen ihn auch nicht.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;Es gibt noch mehr zu tun, als ich angesprochen habe. Mit einer Umstrukturierung der öffentlichen Schulden kann nämlich die zugrunde liegende Wirtschaftskrise nicht beendet werden. Dafür muss das &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/07/adorf-bedorf-und-der-euro.html"&gt;deutsche Lohndumping&lt;/a&gt; beendet werden, und die Eurozone braucht einen kräftigen Konjunkturimpuls, zum Beispiel über eine &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/die-job-garantie-kernstuck-einer.html"&gt;Job-Garantie&lt;/a&gt;. Genauso ist es eine gute Idee, die Umverteilung von Einkommen und Vermögen wieder etwas zurück zu drehen, indem stark progressive Einkommenssteuern (auch auf Kapitalerträge!) und Vermögenssteuern eingeführt oder ausgeweitet werden. Aber diese Maßnahmen alleine können den fundamentalen Konstruktionsfehler der Eurozone eben auch nicht beheben: es braucht beides.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am wichtigsten aber bleibt, dass wir denjenigen, die die Schuldenkrise nutzen wollen, um den Sozialstaat abzubauen, Paroli bieten. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, und diese so sinnvolle und hart erkämpfte Institution muss erhalten bleiben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2523381890026330787?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2523381890026330787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2523381890026330787' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2523381890026330787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2523381890026330787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/die-schock-strategie-und-wie-es-anders.html' title='Die Schock-Strategie, und wie es anders geht'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1442429058382731602</id><published>2011-09-19T16:25:00.017+02:00</published><updated>2011-09-19T16:25:00.257+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Die Job-Garantie: Kernstück einer alternativen Wirtschaftspolitik</title><content type='html'>Ich möchte heute ein wenig bekanntes Konzept vorstellen, das seit der Mitte des letzten Jahrhunderts in der ein oder anderen Form durch die Volkswirtschaftslehre geistert und in den letzten zwanzig Jahren einen deutlichen Entwicklungsschub erhalten hat. Es handelt sich um die Job Guarantee, wie sie unter anderem in &lt;em&gt;&lt;a href="http://books.google.com/books?id=6PMuExCtMe8C&amp;printsec=frontcover#v=onepage&amp;q&amp;f=false"&gt;Understanding Modern Money&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; von Randall Wray ausführlich vorgestellt wird. Vom gleichen Autor gibt es auch ein neueres &lt;a href="http://www.econstor.eu/dspace/handle/10419/31675"&gt;Working Paper&lt;/a&gt;, das einen kurzen Überblick über die Literatur gibt. Aber zunächst hole ich ein wenig aus, um die Motivation zu erklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Massenarbeitslosigkeit entsteht durch mangelnde Nachfrage. Wenn das Geschäft in der Kneipe so richtig gut läuft, dann wird eine zusätzliche Bedienung eingestellt. Wenn ein Produkt gut läuft, dann wird mit Neueinstellungen die Produktion ausgeweitet. Umgekehrt wirkt die gleiche Logik. Schwinden der Kneipe die Besucher weg, dann wird irgendwann das Personal gekürzt. Genauso läuft es in der Produktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kommt noch ein weiterer Faktor hinzu. Wenn die Produktivität, also die Menge pro Arbeitsstunde real erzeugter Güter und Dienstleistungen, steigt, dann kann die gleiche Nachfrage mit weniger Arbeitnehmern bedient werden. Produktivitätssteigerungen sind eine gute Sache, aber sie bedeuten eben auch, dass die (reale) Nachfrage gleich schnell wie die Produktivität wachsen muss, wenn die Anzahl der Arbeitsplätze gleich bleiben soll. Wächst die reale Nachfrage langsamer, oder sinkt sie gar, so gehen Arbeitsplätze verloren. Wächst sie schneller, so können neue Arbeitsplätze entstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowohl die Nachfrage als auch die Produktivität sind aggregierte Größen unserer Volkswirtschaft, eines extrem komplexen dynamischen Systems. Dass darin zyklische Schwankungen entstehen ist ganz natürlich, und es gibt keinen Grund, weshalb die reale Nachfrage immer von alleine mit genau der richtigen Geschwindigkeit wachsen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeitslosen sind ein Puffer gegen diese Schwankungen. Geht die Nachfrage zurück, so wächst der Puffer an Arbeitslosen. Wenn die Nachfrage wieder steigt, dann können Firmen aus diesem Pool heraus Menschen einstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Arbeitslosigkeit ist ein schlechter Puffer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Arbeitslosigkeit ist aus einer ganzen Reihe an Gründen für die Gesellschaft nicht wünschenswert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstens ist Arbeitslosigkeit für die Betroffenen ein schwerer Schlag, sowohl wirtschaftlich als auch psychisch. Die Arbeitslosen &lt;em&gt;als Gruppe&lt;/em&gt; sind nicht für ihr Schicksal verantwortlich, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/woher-kommt-massenarbeitslosigkeit.html"&gt;da hohe Arbeitslosigkeit ein makro-ökonomisches Phänomen ist&lt;/a&gt;. Es liegt also in der Verantwortung der Gesellschaft, an dieser Stelle zu helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweitens ist Arbeitslosigkeit verschwendetes Potenzial. Eine Gesellschaft, die Menschen keine Möglichkeit gibt, einer produktiven Tätigkeit nachzugehen, nimmt damit eine geringere Wirtschaftsleistung und einen niedrigeren Lebensstandard insgesamt in Kauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drittens bedeutet Arbeitslosigkeit in der Praxis heutzutage überall auch, dass viele Menschen über einen sehr langen Zeitraum arbeitslos sind. In dieser Zeit kommen sie aus der Übung, und dadurch gehen Fähigkeiten verloren. Arbeitslosigkeit verschwendet Potenzial also nicht nur, sie zerstört es auch und reduziert damit die Fähigkeit der Gesellschaft, zukünftige Probleme zu lösen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viertens verteilt sich Arbeitslosigkeit nicht gleichmäßig, sondern betrifft verschiedene Regionen und soziale Milieus unterschiedlich hart. So bedeutet eine Arbeitslosenrate von 10% eben auch, dass es einzelne Milieus gibt, in denen die Rate über einem Drittel liegt. Das hat Folgen für die soziale Realität dieser Milieus. Es ändert zum Beispiel die persönlichen Einstellungen gegenüber Arbeit und Arbeitslosigkeit, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/08/konfrontation-oder-kooperation-mit.html"&gt;was in einen Teufelskreis führen kann&lt;/a&gt;. Zudem verarmt das Milieu und wird zur Brutstätte für Kriminalität, Gewalt, und Unruhen aller Art.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Job-Garantie: ein besserer Puffer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau hier haben Ökonomen wie &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/"&gt;Bill Mitchell&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.economonitor.com/lrwray/"&gt;Randall Wray&lt;/a&gt; angesetzt und die Job-Garantie als bessere Alternative zur Arbeitslosigkeit entwickelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz zusammengefasst sieht sie so aus: ein Regierungsprogramm wird eingerichtet, das jedem arbeitswilligen und -fähigen Bürger einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt. Dieser Arbeitsplatz wird zu einem gesetzlich festgelegten Lohn bezahlt und verlangt dem Arbeitnehmer eine mit anderen Arbeitsplätzen vergleichbare Leistung ab. Er ist unbefristet und für jeden ohne Malträtierung durch Arbeitsagenturen zugänglich. Die Arbeitsplätze decken gesellschaftliche Aufgaben ab, wobei die genaue Zuteilung immer auch eine politische Entscheidung ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Programm ersetzt die Arbeitslosigkeit als Puffer. Wenn die private Wirtschaft schlecht läuft und Arbeitsplätze abschafft werden die Arbeiter aufgefangen. Sie erhalten weiterhin ein (wenn auch reduziertes) Einkommen in einem sozialversicherungspflichtigen Job und können einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen. Wenn die private Wirtschaft wieder an Geschwindigkeit gewinnt und neue Arbeitsplätze schafft, kann sie Arbeiter aus dem Pool der Job-Garantie abwerben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem holt die Job-Garantie die Arbeitnehmer dort ab, wo sie mit ihren Fähigkeiten stehen, beinhaltet aber auch begleitende Fortbildungen. Diese sind den heutigen Weiterbildungsmaßnahmen der Arbeitsagenturen überlegen, weil sie mit einer echten Arbeit in Verbindung stehen und damit nicht nur sinnlose Beschäftigungstherapie sind. Anstatt in Zeiten der Arbeitslosigkeit wichtige Fähigkeiten zu verlieren kann also im Idealfall sogar das Gegenteil geschehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hat einen weiteren Vorteil. Private Firmen haben eine natürliche Abneigung dagegen, Arbeitslose einzustellen. Einerseits lautet das Vorurteil, dass Arbeitslose grundsätzlich weniger zur Arbeit fähig oder willens sind (ein jeder möge sich selbst überlegen, wie viel er von diesem Vorurteil hält). Andererseits haben Arbeitslose per Definition keinen Arbeitgeber, der ihnen ein Zeugnis ausstellen könnte. In der Job-Garantie haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, ihre Leistung klar zu demonstrieren, und so sind private Arbeitgeber besser in der Lage, die Leistung der Kandidaten einzuschätzen. Etwaige angebotsseitige Hürden zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft werden also kleiner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist leicht zu sehen, dass die Job-Garantie in jedem der oben genannten vier Punkte gegen die Arbeitslosigkeit gewinnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstens wird der persönliche Schock der Arbeitslosigkeit gedämpft. Der Lohn wird in der Job-Garantie zwar in der Regel geringer sein als an einem privatwirtschaftlichen Arbeitsplatz, aber zumindest bleibt ein geregeltes, reguläres Arbeitsverhältnis bestehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweitens wird den heutigen Arbeitslosen eine für die Gesellschaft sinnvolle Tätigkeit gegeben. Selbst wenn rein markwirtschaftlich gesehen die ein oder andere individuelle Job-Garantie-Stelle  nicht so produktiv sein sollte wie die ein oder andere Stelle in der Privatwirtschaft gilt immer noch ein ganz einfaches Prinzip: fast alles ist produktiver als Nichtstun. Und abgesehen davon: sobald die Privatwirtschaft sich berappelt und wieder Arbeitsplätze schafft, kann sie die Job-Garantie-Nehmer leicht abwerben. Die Job-Garantie tritt nicht mit der Privatwirtschaft in Konkurrenz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drittens können Arbeitnehmer in der Job-Garantie ihre Fähigkeiten erhalten und sogar weiter ausbauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viertens kann die Leichtigkeit, mit der ein Arbeitsplatz in der Job-Garantie erhalten werden kann, auch die Entwicklung von sozial abgehängten Milieus positiv beeinflussen. Menschen werden wieder in reguläre Arbeitsverhältnisse eingebunden und finden so leichter zum Rest der Gesellschaft zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wo sollen die ganzen Arbeitsplätze herkommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Eurozone sind &lt;a href="http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-31082011-BP/EN/3-31082011-BP-EN.PDF"&gt;mehr als 15 Millionen Menschen arbeitslos&lt;/a&gt;. Es ist sinnvoll, groß angelegte zentrale Projekte zum Aufbau von Infrastruktur für die Zukunft zu starten, um so Arbeitsplätze zu schaffen. Aber der wahre Schlüssel zum Erfolg liegt in einer dezentralen Organisation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu wird jedem Land, jeder Kommune, und auch qualifizierten Non-Profit-Organisationen die Möglichkeit gegeben, Job-Garantie-Stellen auszuschreiben. Solange die zentral festgelegten Richtlinien eingehalten werden, werden die Stellen zu 100% über das Job-Garantie-Programm finanziert und schonen damit die ohnehin gestressten Haushalte von Kommunen und Ländern. Eine solche dezentrale Organisation kann effizient und unbürokratisch arbeiten. Es versteht sich natürlich von selbst, dass die Einhaltung der Spielregeln mit regelmässigen, aber unangekündigten Stichproben kontrolliert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den ersten Jahren mit der Job-Garantie werden wir Erfahrungen sammeln, die nicht vorhergesagt werden können. Es besteht aber kein Zweifel, dass genügend sinnvolle Projekte existieren um Arbeitsplätze zu schaffen. Ein jeder mag sich seine Lieblingsbeschwerde in Sachen Mängel in Infrastruktur oder öffentlichen Diensten überlegen und dies mit der gesamten Eurozone multiplizieren. Gerade die Einbindung von lokalen Organisationen hilft ja dabei, dass nicht (nur) die Prestigeprojekte von Europa-Politikern in Angriff genommen werden, sondern ganz konkrete Probleme vor Ort. Davon gibt es wahrlich genügend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie soll das alles bezahlt werden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich könnte jede Regierung, selbst auf kommunaler Ebene, eine Job-Garantie einführen. Allerdings besteht die Gefahr, dass es zu finanziellen Engpässen kommt wenn das Land, das die Job-Garantie einführt, ein &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsbilanz"&gt;Leistungsbilanzdefizit&lt;/a&gt; hat. Gerade für die am härtesten von Arbeitslosigkeit betroffenen Länder, wie zum Beispiel Spanien, wäre es also besonders schwierig, die Job-Garantie wirklich durchzusetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen soll sie von einer Regierung eingeführt werden, die im Sinne der &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/modern-monetary-theory-eine.html"&gt;Modern Monetary Theory&lt;/a&gt; monetär souverän ist, also eine eigene Währung mit flexiblen Wechselkursen ausgibt. Diese Regierung kann dann, ungestört durch irrationale Märkte, die notwendigen Ausgaben zur Bezahlung der Löhne einfach so tätigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle geraten viele Menschen in die Nähe des Herzinfarkts. Zumindest fangen sie an, zu hyperventilieren. Das wäre doch Geld drucken! Dann gibt es &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/10/spiel-mir-das-lied-von-der-inflation.html"&gt;Hyperinflation&lt;/a&gt;! Die Welt geht unter!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich haben die Entwickler der Job-Garantie diese Problematik bedacht. Im Gegensatz zu anderen möglichen Konjunkturprogrammen sagt die Job-Garantie nicht "Wir wollen X Bahnhöfe bauen, koste es was es wolle". Bei dieser Herangehensweise bestünde tatsächlich die Gefahr, dass Engpässe auf der Angebotsseite überlastet und Preise nach oben gedrückt werden. Stattdessen sagt die Job-Garantie: "Jeder der will, kann für Y Lohn eine Arbeit bekommen". Da dieses Y gesetzlich festgelegt ist, kann der Preis der Arbeit durch die Job-Garantie gar nicht weiter nach oben gedrückt werden. Wenn aber der Preis der Arbeit nicht nach oben gedrückt wird, dann bleiben auch weitere Effekte auf Preise in der Wirtschaft insgesamt aus. Zur Inflation kommt es also nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Marktwirtschaftlich durchgesetzte Mindeststandards&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines ist bezüglich des Preis der Arbeit aber auch klar. Der von der Job-Garantie bezahlte Lohn wird de facto zum Mindestlohn. Das Elegante dabei ist, dass es sich nicht um einen gesetzlichen Mindestlohn handelt. Stattdessen erklärt sich die Regierung über das Job-Garantie-Programm bereit, beliebig viele Arbeitsstunden zu einem festen Preis zu kaufen. Alles weitere regelt der Markt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einigen Stellen wird deshalb auch von einem "Job-Standard" gesprochen, im Kontrast zum Gold-Standard. Beim Gold-Standard fixiert die Regierung den Preis von Gold. Mit dem "Job-Standard" fixiert die Regierung den Preis von ungelernter Arbeit. Im Gegensatz zum gesetzlichen Stundenlohn ist es dabei als Ergebnis des Marktes durchaus denkbar, dass einige besonders attraktive Stellen geringer entlohnt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Effekt kann auch für andere normative Zwecke genutzt werden. Wenn die Regierung der Ansicht ist, dass jenseits des Lohns zusätzliche Leistungen des Arbeitgebers zum Mindeststandard eines jeden Arbeitsplatz gehören sollte (seien es Weiterbildungsangebote, Kinderbetreuung, längerer Urlaub, etc.), dann kann sie diese Leistungen zunächst Job-Garantie-Nehmern anbieten. Dadurch übt sie marktwirtschaftlichen Druck auf private Arbeitgeber aus, mit vergleichbaren Angeboten nach zu ziehen, ohne dabei auf komplexe Regulierungen zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Job-Garantie und der private Sektor&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Einführung der Job-Garantie sagt nichts darüber aus, wie groß der Anteil des Staates an der Wirtschaft insgesamt sein soll. Auch nach der Einführung der Job-Garantie bleibt es das Ziel, die Beschäftigung im privaten Sektor zu erhöhen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Job-Garantie springt aber ein, wenn der private Sektor versagt. Auch mit der Job-Garantie muss es nach einem Abschwung das wirtschaftspolitische Ziel sein, die Privatwirtschaft wieder auf Trab zu bringen. Aber bis das gelingt vergeht in der Regel ein längerer Zeitraum. Aktuell versagt die Privatwirtschaft sogar seit über 30 Jahren dabei, genügend Arbeitsplätze zu schaffen. Es geht einfach darum, diesen Zeitraum zu überbrücken, indem die negativen Folgen der Arbeitslosigkeit durch die positiven Effekte der Job-Garantie ersetzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die aktuelle Eurokrise zeichnet sich letztendlich vor allem dadurch aus, dass es den Mechanismen in der Privatwirtschaft nicht gelingt, die produktiven Kapazitäten unserer Gesellschaft vollständig zu nutzen - die hohe Arbeitslosigkeit ist nur eines von mehreren Indizien dafür. Die Scharmützel, über die in den Medien berichtet wird, sind zum größten Teil nur Symptome. Eine Euro-weite Job-Garantie würde viele unserer Probleme von der Wurzel her lösen. In wie weit sie &lt;em&gt;politisch&lt;/em&gt; realisierbar ist ist aber eine andere Geschichte, und die soll ein andermal erzählt werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1442429058382731602?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1442429058382731602/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1442429058382731602' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1442429058382731602'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1442429058382731602'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/die-job-garantie-kernstuck-einer.html' title='Die Job-Garantie: Kernstück einer alternativen Wirtschaftspolitik'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-7168134426551708055</id><published>2011-09-17T17:55:00.000+02:00</published><updated>2011-09-17T17:55:00.138+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Modern Monetary Theory - eine Zwischenbilanz</title><content type='html'>Vor etwas mehr als einem Jahr wurde ich auf die Modern Monetary Theory gestoßen. Das war eine großartige Erfahrung, weil ich zum ersten Mal in meinem Leben den Eindruck hatte, dass hier wirklich jemand von Grund auf erklärt, wie unser Geldsystem tatsächlich funktioniert, ausgehend davon, welche Transaktionen die Zentralbanken und Geschäftsbanken dieser Welt tagtäglich durchführen. Was ist Geld eigentlich? Woher kommt es? Auf Fragen dieser Art hat MMT sehr klare und plausible Antworten. Es war, als würde ein Schleier von meinen Augen entfernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meinen ersten Kontakt und erste Erkenntnisse daraus habe ich daraufhin in diesem Blog dokumentiert (&lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;#1&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;#2&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/10/spiel-mir-das-lied-von-der-inflation.html"&gt;#3&lt;/a&gt;). In diesen ersten Einträgen ist auch noch Skepsis zu erkennen, denn tatsächlich ist MMT immer noch eher eine Randerscheinung. In der Zwischenzeit habe ich weiter nach Lücken im Gebilde gesucht, und dabei viel gelernt und auch viele Flamewars mit erlebt. Inzwischen hat sich meine Überzeugung aber gefestigt, dass MMT die richtige Sichtweise auf makro-ökonomische Zusammenhänge liefert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind dann noch eine Reihe weiterer Einträge gefolgt, z.B. über Arbeitslosigkeit (&lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/12/das-dreckige-geheimnis-der.html"&gt;#1&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/08/konfrontation-oder-kooperation-mit.html"&gt;#2&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/woher-kommt-massenarbeitslosigkeit.html"&gt;#3&lt;/a&gt;) und über die Zusammenhänge in der Eurozone (&lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/07/adorf-bedorf-und-der-euro.html"&gt;#1&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/lang-lebe-die-seilschaft.html"&gt;#2&lt;/a&gt;). Viele dieser Einsichten sind nicht exklusiv der MMT zuzuordnen, sondern kommen aus einem insgesamt besseren Verständnis der makro-ökonomischen Zusammenhänge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will nun einmal Zwischenbilanz ziehen, indem ich noch einmal explizit auf einige besonders hilfreiche Quellen zum Einstieg in MMT verlinke.&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://neweconomicperspectives.blogspot.com/p/modern-money-primer.html"&gt;Modern Money Primer&lt;/a&gt;: eine verständliche, ausführliche Einführung von Randall Wray; ich empfehle auch sein Buch &lt;a href="http://books.google.com/books?id=6PMuExCtMe8C"&gt;Understanding Modern Money&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://moslereconomics.com/wp-content/powerpoints/7DIF.pdf"&gt;Seven Deadly Innocent Frauds in Economic Policy&lt;/a&gt;: speziell auf die USA zugeschnitten, mit vielen köstlichen Anekdoten&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://pragcap.com/resources/understanding-modern-monetary-system"&gt;Understanding the Modern Monetary System&lt;/a&gt; auf Pragmatic Capitalism&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?page_id=1667"&gt;billy blog's Debriefing 101&lt;/a&gt; von Bill Mitchell&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;/ul&gt;Zu jeden dieser Seiten gehört auch jeweils ein Blog, in dem Vertreter von MMT schreiben, teilweise mit wissenschaftlichem Hintergrund, teilweise aus Laienperspektive. Ich wünsche viel Spaß und Aha-Effekt beim Lesen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-7168134426551708055?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/7168134426551708055/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=7168134426551708055' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7168134426551708055'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7168134426551708055'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/modern-monetary-theory-eine.html' title='Modern Monetary Theory - eine Zwischenbilanz'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4366170738870051770</id><published>2011-09-15T20:13:00.000+02:00</published><updated>2011-09-15T20:13:00.162+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Woher kommt Massenarbeitslosigkeit?</title><content type='html'>Vor einiger Zeit habe ich über einige Aspekte dessen geschrieben, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/08/konfrontation-oder-kooperation-mit.html"&gt;wie man mit Arbeitslosigkeit umgehen soll&lt;/a&gt;. Aber woher kommt Arbeitslosigkeit eigentlich? Diese harmlos wirkende Frage ist, zusammen mit der ebenso harmlos wirkenden Frage danach, wo eigentlich Profite herkommen, konstituierend für die Makro-Ökonomie als eigenständiges Forschungsgebiet. Das Gesamtsystem verhält sich nämlich eben nicht so wie ein mikro-ökonomischer Haushalt, der auf größere Dimensionen aufgeblasen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In grauer Vorzeit gab es keine Arbeitslosigkeit. Jeder konnte sich im Zweifelsfall selbst mit Jagd oder Ackerbau beschäftigen. Selbst die Expansion der Siedler in Nordamerika kann man aus dieser Perspektive heraus noch als Flucht vor der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit betrachten. Heutzutage funktioniert das nicht mehr so, und zwar nicht nur, weil die meisten von uns vom Ackerbau keine Ahnung mehr haben. Selbst wer das nötige Wissen besitzt kann nicht einfach auf eigene Faust Ackerbau betreiben, weil die geeigneten Grundflächen alle schon vergeben sind. Dies ist der erste Schritt zum Verständnis von Arbeitslosigkeit als Massenphänomen: Wenn die Besitzer der Produktionsmittel nicht genügend Arbeiter einstellen, dann entsteht Arbeitslosigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer hier mit der Analyse aufhört greift aber zu kurz. Erstens gibt es in unserer heutigen Wirtschaft mit ihrem sehr großen Dienstleistungssektor viele Arbeitsplätze, die wenig kapitalintensiv sind. Es wäre denkbar, dass Arbeitslose sich die notwendigen Produktionsmittel zumindest in diesen Bereichen einfach selbst besorgen, und das geschieht auch regelmäßig. Aber es reicht offenbar nicht aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweitens hilft eine Verteufelung der Besitzer der Produktionsmittel auch nicht weiter. Wenn sie keine zusätzlichen Arbeiter einstellen geschieht das ja in der Regel nicht aus Boshaftigkeit. Wenn ein Unternehmer die Möglichkeit hätte, durch Verdoppelung der Belegschaft die Produktion &lt;em&gt;und den Absatz&lt;/em&gt; zu verdoppeln und so nach Berücksichtigung der Fixkosten und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Economies_of_scale"&gt;Economies of Scale&lt;/a&gt; den Gewinn mehr als zu verdoppeln, dann würde er das natürlich tun. Aber der Absatz lässt sich eben nicht unbedingt verdoppeln, und hier liegt der Hund begraben: &lt;em&gt;Wenn die effektive Gesamtnachfrage zu gering ist, dann entsteht Arbeitslosigkeit.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens: wenn die Produktivität steigt - also die pro Arbeitsstunde produzierten Güter und Dienstleistungen - dann muss die effektive Gesamtnachfrage genauso schnell steigen, damit die Anzahl der Arbeitsplätze gleich bleiben kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings wächst die Gesamtnachfrage nicht immer mit dem "richtigen" Tempo. Mal wächst sie schneller (dann können Arbeitsplätze entstehen), und mal wächst sie langsamer oder geht sogar zurück. Das sind ganz normale zyklische Bewegungen, wie sie in komplexen dynamischen Systemen zwangsläufig auftreten, wenn nicht dagegen gesteuert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die anderen Theorien&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will nicht verschweigen, dass es noch eine andere Familie an Erklärungsansätzen für Arbeitslosigkeit gibt. In den Medien wird uns ständig implizit erzählt, es gebe Arbeitslosigkeit, weil die Arbeitslosen wahlweise zu dumm oder zu faul sind oder nicht die passenden Qualifikationen haben. Es wird niemanden überraschen, dass ich das für Unsinn halte, und zwar aus einer ganzen Reihe an Gründen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen entstammen diese Theorien einer verengten, mikro-ökonomischen Weltsicht. In der Tat ist es so, dass ein einzelner Arbeitsloser, nennen wir ihn A, seine persönlichen Einstellungschancen verbessern kann, indem er an seinen Qualifikationen arbeitet. Wenn er sich, zusammen mit einem Dutzend anderen, auf eine neue Stelle bewirbt, und er leider nur die zweite Wahl war hinter B, dann hätte ihm die Fortbildung vielleicht dabei geholfen, an die erste Stelle zu rücken. Nur: in dem Fall wäre dann eben nicht mehr A, sondern B weiterhin arbeitslos. An der Gesamtzahl der Arbeitsplätze, und damit der Gesamtzahl der Arbeitslosen, ändert sich dadurch ja nichts. Massenarbeitslosigkeit ist ein makro-ökonomisches Phänomen, an dem der Einzelne nichts ändern kann. Die "&lt;a href="http://e1.newcastle.edu.au/coffee/education/education_view.cfm?ID=1"&gt;Tale of 100 Dogs and 95 Bones&lt;/a&gt;" veranschaulicht dies sehr schön.[1]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum anderen stimmen diese Theorien nicht mit der beobachteten Realität überein. Die Arbeitslosenquote reagiert mit leichter Verzögerung tatsächlich auf Schwankungen in der Nachfrage. Wer glaubt, man könne dies dadurch erklären, dass die Menschen plötzlich dümmer und/oder fauler werden, oder von heute auf morgen nicht mehr die richtigen Qualifikationen haben wenn die Nachfrage sinkt, der leidet an einem klaren Realitätsdefizit. Eine veränderte Einstellung zur Arbeit kommt höchstens als &lt;em&gt;Folge&lt;/em&gt; von langfristiger Arbeitslosigkeit in Frage, nicht aber als deren &lt;em&gt;Ursache&lt;/em&gt;, wie ich &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/08/konfrontation-oder-kooperation-mit.html"&gt;hier&lt;/a&gt; argumentiert habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Sargnagel für diese Theorien ist, dass sie in praktisch allen westlichen Ländern in den letzten 15 Jahren als Begründung zum Umbau der Arbeitsmärkte hergehalten haben. Aber ohne Erfolg: Massenarbeitslosigkeit gehört immer noch zu unserer gesellschaftlichen Realität. Dies steht in klarem Gegensatz zu den Nachfrage-orientierten Theorien, deren Anwendung nach dem Zweiten Weltkrieg in vielen westlichen Ländern - auch solchen, die nicht durch den Krieg zerstört wurden - zu &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=11941"&gt;Arbeitslosenquoten unter 2%&lt;/a&gt; geführt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will dabei gar nicht behaupten, dass die mikro-ökonomischen Überlegungen vollkommen falsch sind. Sie helfen nur nicht dabei, die heutige Massenarbeitslosigkeit zu erklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Beispiel beim Thema Qualifikationen. Es ist ja durchaus richtig, dass Verschiebungen in der Zusammensetzung der Wirtschaft auch eine Verschiebung der benötigten Qualifikationen bedeutet. Diese erreicht man aber nicht durch sinnlose Maßnahmen von Arbeitsagenturen, sondern nur, indem man den Menschen eine Weiterbildung in Verknüpfung mit einer echten Arbeit gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies spricht für die Betonung der Rolle der Nachfrage. Wenn die Nachfrage nur hoch genug ist, dass Firmen einfach mehr qualifizierte Arbeitnehmer benötigen, dann werden sie die entsprechenden Bildungsmaßnahmen selbst in die Hand nehmen. Solange sich die Nachfrage nur schleppend entwickelt bleibt es bei Lippenbekenntnissen auf Sonntagsreden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es liegt auf der Hand: Steht die Wirtschaft ordentlich unter Dampf und läuft gut warm, dann ist sie anpassungsfähig. Solange die Nachfrage hoch ist fällt es leichter, neue Betriebe zu gründen, und das Geld ist da für Weiterbildungen - und genau dies sind die wichtigsten Mechanismen, über die sich die Wirtschaft an veränderte Gegebenheiten anpassen kann. Bleibt die Nachfrage aber aus und die Wirtschaft läuft eher schleppend und kühl, dann ist sie auch starr und kann nicht flexibel reagieren. Der Schmied schmiedet das Eisen ja auch dann, wenn es heiß ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fußnoten&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[1] Natürlich sind solche Veranschaulichungen nie zu 100% korrekt. Es gibt durchaus Fälle, in denen Firmen neue Arbeitsplätze speziell für "Superstars" schaffen, die sich bei ihnen bewerben. Allerdings ist das Budget für die Einstellung solcher "Superstars" auch immer begrenzt. Wenn von heute auf morgen alle Arbeitslosen zu hoch gebildeten 25-jährigen Intelligenzbestien mit 50 Jahren Berufserfahrung würden, würde sich an der Arbeitslosenquote trotzdem nichts wesentlich ändern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4366170738870051770?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4366170738870051770/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4366170738870051770' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4366170738870051770'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4366170738870051770'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/woher-kommt-massenarbeitslosigkeit.html' title='Woher kommt Massenarbeitslosigkeit?'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-8144098804058512969</id><published>2011-09-13T20:07:00.003+02:00</published><updated>2011-09-13T20:07:00.141+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Erbschaftssteuer und Machtverhältnisse</title><content type='html'>Seit langem erstaunt mich, dass wir als Gesellschaft zwar die Vererbung politischer Macht weitgehend überwunden haben, aber die Vererbung wirtschaftlicher Macht nicht hinterfragen. Gerade angesichts des Ideals, dass die eigene Position in der Gesellschaft primär durch die eigene Leistung begründet sein sollte, ist Erbschaft ein hoch problematisches Konzept. Ab einem gewissen Freibetrag sollte eine ziemlich hohe und progressive Erbschaftssteuer, also eine Erbschaftssteuer, bei der der Steuersatz mit wachsendem Erbe steigt, eigentlich selbstverständlich sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich kann man die Erbschaftssteuer nicht ganz isoliert betrachten. Ist sie zu hoch, wird sie womöglich durch Schenkungen vor dem Tod hintergangen. Trotzdem halte ich es für wichtig, dass einerseits der rein vererbten Finanzmacht ein Riegel vorgeschoben wird, und andererseits Firmen im Laufe der Generationen zum Gemeinschaftsbesitz werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn einerseits gibt es zwar positive Beispiele von Unternehmerfamilien, die über mehrere Generationen einen mittelständischen Betrieb sinnvoll weiterführen. Deshalb bin ich auch nicht für eine vollständige Enteignung im Erbfall. Andererseits muss auch die Tatsache anerkannt werden, dass eine erfolgreiche Firmengeschichte nicht im Vakuum entsteht, sondern durch das gesellschaftliche und regionale Umfeld erst ermöglicht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen, so mein ursprünglicher Gedanke, sollte ein Großteil der Besitzrechte in öffentlich-rechtliche Stiftungen überführt werden, die politisch kontrolliert werden, z.B. gerade bei kleineren Betrieben durch kommunale Regierungen. Diese dienen, da sie von den Bürgern gewählt werden, als Mittler des politischen Willens bei der Verwaltung von Gemeinschaftsbesitz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem &lt;a href="http://www.woz.ch/artikel/2011/nr36/wirtschaft/21119.html"&gt;Interview mit Sahra Wagenknecht&lt;/a&gt; habe ich nun eine weitere gute Idee dazu gelesen. Sie schlägt vor, den Besitz in eine Stiftung zu überführen, die von der Belegschaft selbst kontrolliert wird. Es gibt einiges, das dafür spricht. Zum einen ist die Belegschaft ein ganz zentraler Grund für den Erfolg eines Betriebs, weshalb es nur logisch ist, ihr über diesen Mechanismus einen noch konkreteren Einfluss zu geben. Andererseits ist damit garantiert, dass der Einfluss fachfremder Außenseiter auf die Firmenpolitik nicht zu groß werden kann. Das so typische Phänomen des generischen Managers, der von der konkreten Tätigkeit des Betriebs keine Ahnung hat und deshalb dumme Entscheidungen trifft, kann also vermieden werden. Das führt langfristig nicht nur zu gerechterem, sondern auch zu effizienterem Wirtschaften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt natürlich trotzdem noch Gründe, die für die erste, politikgebundene Variante sprechen, und ich bin mir nicht sicher, welche davon nun wirklich die Bessere ist. Vielleicht ist ja auch eine Mischung denkbar. Sicher bin ich mir aber darin, dass beides besser ist als der Status Quo. Ein graduelles Verschieben der Machtverhältnisse über eine hohe Erbschaftssteuer erscheint mir der beste Weg zu einer effizienteren und menschlicheren Wirtschaftsform.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-8144098804058512969?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/8144098804058512969/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=8144098804058512969' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8144098804058512969'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8144098804058512969'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/erbschaftssteuer-und-machtverhaltnisse.html' title='Erbschaftssteuer und Machtverhältnisse'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-9222172327911847457</id><published>2011-09-11T16:11:00.022+02:00</published><updated>2011-09-11T16:11:00.483+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Remember, remember...</title><content type='html'>... the &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Putsch_in_Chile_1973"&gt;eleventh of September&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;Am 11. September 1973 putschte das Militär in Chile. Der drei Jahre zuvor demokratisch gewählte sozialistische Präsident Salvador Allende nahm sich das Leben, nachdem die Luftwaffe begonnen hatte, den Präsidentenpalast La Moneda zu bombardieren. Eine Militärjunta unter der Führung von Augusto Pinochet regierte Chile daraufhin bis zum 11. März 1990 als Diktatur. Der Putsch wurde von den USA politisch und finanziell unterstützt und war ein zentrales Ereignis im Kalten Krieg, mit ähnlich symbolhafter Bedeutung wie die Revolution in Kuba.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Ist es die Ironie des Schicksals, dass die Daten so schön zusammenpassen? Oder haben die Vereinigten Staaten in ihrer Geschichte einfach so viel Terrorismus in anderen Ländern unterstützt, dass es sich um keinen großen Zufall handelt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Mitleid gilt nicht nur dem chilenischen, sondern auch dem US-ischen Volk. Beiden wurde an einem 11. September großes Unrecht angetan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber bei aller Ausgeglichenheit auf Ebene der Opfer fällt es mir doch schwer, die entsprechende Ausgeglichenheit auch auf Ebene der Täter zu finden. Denn wer stark ist hat automatisch eine größere moralische Pflicht, seine Stärke nicht zu missbrauchen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-9222172327911847457?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/9222172327911847457/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=9222172327911847457' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/9222172327911847457'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/9222172327911847457'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/remember-remember.html' title='Remember, remember...'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4244903146821571244</id><published>2011-09-10T14:15:00.000+02:00</published><updated>2011-09-10T14:15:00.920+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Lang lebe die Seilschaft</title><content type='html'>Nun &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/geld/2.220/ezb-chefvolkswirt-stark-tritt-zurueck-schwarzer-freitag-fuer-den-euro-1.1141290"&gt;verlässt also der zweite Deutsche die EZB&lt;/a&gt;, weil seine Ideologie mit der Realität nicht mehr kompatibel ist. Im Grunde würde ich dem keine Träne nachweinen, würde es nicht so aussehen, als würde Jörg Asmussen ihn ersetzen. Ja, &lt;em&gt;der&lt;/em&gt; Asmussen &lt;a href="http://www.heise.de/tp/artikel/33/33455/1.html"&gt;von der neoliberalen Asmussen-Weidmann-Weber Seilschaft&lt;/a&gt;. Das hätte nun wirklich nicht sein müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wenden wir uns den Inhalten zu. Der große Streit geht um die Tatsache, dass die EZB Anleihen einiger Euro-Mitgliedsstaaten kauft. Folglich steigt der Preis dieser Papiere, und ihre &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rendite"&gt;Rendite&lt;/a&gt; sinkt. Dadurch gelingt es einerseits den jetzigen Inhabern dieser Anleihen diese zu verkaufen, umgangssprachlich: los zu werden. Andererseits wird es den Staaten ermöglicht, neue Anleihen zu niedrigeren Zinssätzen auszugeben (der Zins, den die Staaten auf bereits ausgegebene Anleihen bezahlen, ändert sich natürlich nicht).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rein pragmatisch gesehen ist das vermutlich notwendig, weil die betroffenen Staaten sonst durch einen Teufelskreis in den Bankrott getrieben würden, auch wenn sie ansonsten eigentlich solide dastehen würden. Hohe Renditen von Anleihen werden als Anzeichen interpretiert, dass diese Anleihen ein höheres Ausfallrisiko besitzen. Das verleitet Anleger dazu, diese Anleihen zu verkaufen (und sich von dem erlösten Geld Anleihen eines anderen Staats zu kaufen - dass die Rendite deutscher Anleihen seit Beginn der Finanzkrise im Schnitt deutlich gesunken ist hat mit unserer Wirtschaftspolitik herzlich wenig zu tun). Dadurch sinkt der Preis der Anleihen, was einem Anstieg der Rendite entspricht. Und damit erneuert sich der Kreislauf. Ein Herdentrieb, dem die EZB entgegenwirken kann, indem sie Anleihen der betroffenen Staaten kauft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menschen wie Axel Weber und Jürgen Stark (die beiden EZB-Deserteure) vertreten aber nun implizit eine Ideologie, laut der die Regierungen dem Diktat der Finanzmärkte unterworfen werden müssten, weil sie sonst durch ausufernde Staatsdefizite die Inflation beschleunigen würden. Da ihre Ideologie außerdem eine Begrenzung der Inflation über alles stellt - im Gegensatz zum &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Viereck"&gt;Magischen Viereck&lt;/a&gt; einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik - gehen ihnen die Anleihekäufe gegen den Strich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Tat ist die EZB für solche Aktionen denkbar ungeeignet. Es muss das Prinzip gelten, dass eine größere Regierungseinheit einspringt, wenn eine kleinere Einheit strauchelt. So ist es selbstverständlich, dass das Land eingreift, wenn eine seiner Kommunen in Finanzschwierigkeiten gerät. Der Haushalt der Kommune wird dann streng kontrolliert, aber die Kommune wird nicht den Haien zum Fraß vorgeworfen. Stattdessen greift das Land fördernd ein - auch mit zusätzlichen Ausgaben - um die Kommune wieder auf die Beine zu stellen. Genau dies muss nun auf europäischer Ebene geschehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings ist das ein höchst politischer Akt. Die Form des Eingriffs muss politisch entschieden werden, und die politische Entscheidung bedarf einer soliden demokratischen Legitimation. Der Ministerrat oder die in den Medien ausdiskutierten mehr oder weniger automatischen Mechanismen können dies nicht leisten, und die EZB schon gar nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beste Lösung wäre, das Europäische Parlament zum monetären Souverän der Eurozone im Sinne der &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;Modern Monetary Theory&lt;/a&gt; zu küren. Es ist hinreichend legitimiert, um mit einem eigenen Budget die notwendigen demokratischen Entscheidungen für Konjunkturpakete zu treffen. Diese Einsicht wird den Politikern auf nationaler Ebene leider schwer fallen, und so muss sich die EZB mit der Realität abfinden, bis diese oder eine vergleichbare Lösung implementiert ist, und weiter Feuerwehr spielen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4244903146821571244?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4244903146821571244/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4244903146821571244' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4244903146821571244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4244903146821571244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/09/lang-lebe-die-seilschaft.html' title='Lang lebe die Seilschaft'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1934176331691743029</id><published>2011-08-31T18:30:00.003+02:00</published><updated>2011-08-31T18:30:02.147+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Konfrontation oder Kooperation mit Arbeitslosen</title><content type='html'>Wenn jede Arbeitskraft in jedem Jahr genau einen Monat arbeitslos wäre, dann hätten wir, wie man leicht nachrechnen kann, eine Arbeitslosenrate von etwas mehr als 8%. Und wir hätten keine sozialen Probleme, die durch Arbeitslosigkeit entstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher, unsere Gesellschaft würde 8% des Arbeitspotentials verschwenden, und darüber sollte man sich ab und zu Gedanken machen. Aber einen Monat lang arbeitslos zu sein ist in der Regel kein Problem. Man kann diesen Monat zur Arbeitssuche nutzen und hat mehr Zeit für Familie und Urlaub.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Praxis bedeutet 8% Arbeitslosigkeit aber, dass die meisten Menschen Arbeit haben, während ein kleinerer Teil (nämlich 8% der Arbeitskräfte) über einen sehr langen Zeitraum arbeitslos ist. Das ist ein schwerer Schlag für die Betroffenen, einerseits wirtschaftlich wegen des fehlenden Einkommens, vor allem aber psychisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die meisten Menschen ist es peinlich, keine Arbeit zu finden. Sie reden im Allgemeinen nicht gerne darüber. Menschen sind aber auch sehr gut darin, sich &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abwehrmechanismus"&gt;mit unangenehmen Situationen abzufinden&lt;/a&gt; und sich einzubilden, dass sie es gar nicht anders wollen. So ist es nur verständlich, wenn einzelne Langzeitarbeitslose irgendwann sagen, dass sie mit ihrer Arbeitslosigkeit zufrieden sind. Sich dies nicht einzureden wäre für sie einfach zu schmerzhaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Praxis verteilen sich 8% Arbeitslosigkeit auch sehr unterschiedlich auf verschiedene Regionen und Milieus. Wenn die Arbeitslosenrate insgesamt bei 8% liegt, dann wird sie in einigen regional-sozialen Milieus über 20% oder noch höher liegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesen Milieus kann der Scham-Effekt dann relativ schnell aussterben. Wenn im Bekanntenkreis jeder Fünfte schon seit längerer Zeit keine Arbeit findet, dann wird Arbeitslosigkeit zur Normalität. Und dann verringern sich womöglich die Anstrengungen, die die Arbeitslosen innerhalb des Milieus bringen um wieder einen Job zu finden. Auf dieses Weise kann ein soziales Milieu durch eine anfangs erhöhte Arbeitslosigkeit in einen Teufelskreis abrutschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Konfrontation oder Kooperation?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist heutzutage in der Mode, daraufhin bestenfalls die Achseln zu zucken, normalerweise aber die Betroffenen zu beschimpfen. Sollen sie sich doch mehr anstrengen, dann würden sie schon Arbeitsplätze finden! Diese Haltung ist äußerst ignorant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstens ist hohe Arbeitslosigkeit immer auch ein makro-ökonomisches Phänomen an dem die Betroffenen selbst nichts ändern können. Wenn die Gesamtnachfrage nun mal zu gering ist um genügend Arbeitsplätze in der Wirtschaft insgesamt bereitzustellen, dann können die Arbeitslosen daran nichts ändern. Die &lt;a href="http://e1.newcastle.edu.au/coffee/education/education_view.cfm?ID=1"&gt;"Tale of 100 Dogs and 95 Bones"&lt;/a&gt; illustriert dies mit einer anschaulichen Parabel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweitens geht diese Haltung an der sozialen Realität der Betroffenen vollkommen vorbei. Ihre Lebenserfahrung ist nun einmal, dass es eben nicht einfach ist, einen Job zu finden, und dass Arbeitslosigkeit außerdem ein Normalzustand ist. Schöne Reden ändern daran nichts, und daher verpuffen Moralpredigten angesichts der realen Umstände wirkungslos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will man ganzen Milieus aus der Arbeitslosigkeitsspirale wirksam heraus helfen, dann muss man diese realen Umstände verändern. Konkret bedeutet das: Es muss für die Betroffenen einfacher werden, Arbeit zu finden.[1]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst wenn es für die Betroffenen wieder einfach genug ist, einen respektablen Job zu finden, kann es für sie peinlich werden, arbeitslos zu sein. Die Scham kann erst dann langsam zurückkehren, wenn sich die erfahrene Realität lange genug und signifikant genug verändert hat. Und wie macht man es einfach genug, einen Job zu finden? Die Antwort ist offensichtlich: indem man neue Jobs schafft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage ist also: Wenn alle Beteiligten nur gewinnen können, indem man direkt neue Arbeitsplätze schafft - die Arbeitslosen, weil sie aus ihrer Situation herauskommen, und der Rest der Gesellschaft, weil er die Arbeitslosen nicht mehr unterstützen muss - warum wird es dann nicht getan?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das ist eine andere Geschichte, die ein andermal (&lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=11941"&gt;und&lt;/a&gt; &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/12/das-dreckige-geheimnis-der.html"&gt;anderswo&lt;/a&gt;) erzählt werden soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[1] Eine typische egoistische Reaktion auf diese Einsicht ist: "Wieso soll es den Arbeitslosen leicht gemacht werden? Ich habe mich doch auch angestrengt!" Aber auch diese Denkweise greift zu kurz. Wenn es für die jetzigen Arbeitslosen einfacher wird, einen Job zu finden, dann wirkt sich das natürlich auch für alle anderen positiv aus. Obwohl das eigentlich offensichtlich sein sollte erwähne ich es explizit, weil leider erfahrungsgemäß viele Menschen nicht so weit denken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1934176331691743029?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1934176331691743029/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1934176331691743029' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1934176331691743029'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1934176331691743029'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/08/konfrontation-oder-kooperation-mit.html' title='Konfrontation oder Kooperation mit Arbeitslosen'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4438776191210702580</id><published>2011-08-24T19:30:00.000+02:00</published><updated>2011-08-24T19:30:02.197+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mathe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Warum wir bei Null zu zählen anfangen</title><content type='html'>Der Titel mag zunächst verwundern, fangen doch die meisten Menschen bei Eins an wenn sie zählen. Dieser Umstand ist selbst in unserer Sprache verankert, die ein "erstens" kennt, während "nulltens" höchstens als Kunstwort durchgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den meisten Programmiersprachen sieht die Sache aber anders aus. Das erste Element eines Arrays mit &lt;code&gt;n&lt;/code&gt; Elementen wird mit &lt;code&gt;array[0]&lt;/code&gt; angesprochen, das letzte Element mit &lt;code&gt;array[n-1]&lt;/code&gt;. Das irritiert viele, hat aber gute Gründe. &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Edsger_W._Dijkstra"&gt;Dijkstra&lt;/a&gt; hat diese vor langer Zeit in einem &lt;a href="http://www.cs.utexas.edu/users/EWD/ewd08xx/EWD831.PDF"&gt;klaren Aufsatz&lt;/a&gt;, der schon allein der Handschrift wegen lesenswert ist, erläutert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Aufsatz ist sehr schlüssig und logisch, aber er erklärt nicht, weshalb viele Menschen trotz guter Argumente Schwierigkeiten haben, das Zählen ab Null zu verinnerlichen. Mein Erklärungsansatz dafür ist, dass es (mindestens) zwei grundsätzlich verschiedene mentale Modelle von Arrays gibt. Ich will beide Modelle an Hand eines Strings, also einem Array aus Zeichen, illustrieren. Das erste sieht so aus:&lt;br /&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-KJyA-FoFfVU/TlTAN9edgtI/AAAAAAAAASQ/herpRsNCf9I/s1600/mental-model-old.png" /&gt;&lt;br /&gt;Das Array ist eine Reihe von Kisten, und jede dieser Kisten hat eine Nummer. Dies ist vermutlich das Modell von Arrays, das die meisten Menschen im Kopf haben wenn sie zum ersten Mal mit dem Thema in Berührung kommen, und in der Tat wirkt es dann natürlicher, mit Eins anzufangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schwierigkeiten treten - genau wie in Dijkstras Aufsatz geschildert - dann auf, wenn man über Teilsequenzen des Arrays reden will. Die erste Silbe des Namens geht von der ersten Kiste bis zur vierten, und man ist geneigt, dafür eine Notation wie &lt;code&gt;array[1:4]&lt;/code&gt; einzuführen. Aber wie beschreibt man dann eine leere Teilsequenz? &lt;code&gt;array[1:0]&lt;/code&gt; lautet die natürliche Antwort in diesem Modell, aber das wirkt doch ein wenig merkwürdig. Wie berechnet man die Länge einer Teilsequenz? Man muss das Ende vom Anfang subtrahieren und darf nicht vergessen, noch eins zu addieren - eine typische Fehlerquelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei beidem hilft das zweite mentale Modell eines Arrays, das ich persönlich bevorzuge:&lt;br /&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-eIFv5slMz70/TlTCmUDHa4I/AAAAAAAAASY/miCMX6lD0_M/s1600/mental-model-new.png" /&gt;&lt;br /&gt;Hier werden nicht die Einträge des Arrays nummeriert, sondern die Punkte dazwischen. Wie auf einem Meterstab oder dem Zahlenstrahl bezeichnen die Nummern nun "unendlich kleine" (genauer: 0-dimensionale) Punkte, während die Einträge des Arrays eine endliche (1-dimensionale) Größe haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Silbe geht nun ganz offensichtlich von 0 bis 4, die Notation &lt;code&gt;array[0:4]&lt;/code&gt; bietet sich an. Die Länge der Silbe ist - ganz natürlich - die Differenz von Ende und Anfang, genau wie auf einem Meterstab. Und die leere Teilsequenz erhält man, indem man Anfang und Ende gleichsetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und mit diesem Modell ist es auch vollkommen intuitiv, dass man mit Null anfängt - denn wer hat schon einen Meterstab gesehen, der bei Eins beginnt?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4438776191210702580?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4438776191210702580/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4438776191210702580' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4438776191210702580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4438776191210702580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/08/warum-wir-bei-null-zu-zahlen-anfangen.html' title='Warum wir bei Null zu zählen anfangen'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-KJyA-FoFfVU/TlTAN9edgtI/AAAAAAAAASQ/herpRsNCf9I/s72-c/mental-model-old.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-5414258135036876705</id><published>2011-08-10T18:36:00.000+02:00</published><updated>2011-08-10T18:36:01.641+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Die Red-Queen-Hypothese in der Volkswirtschaft</title><content type='html'>Im Zuge der Euro-Schuldenkrise hört man viel über Inflation. Am beliebtesten ist dabei der direkte Sprung von leicht erhöhter Inflation direkt zur Hyperinflation wie in der Weimarer Republik, obwohl dieser gedankliche Sprung alles andere als naheliegend ist. &lt;a href="http://seekingalpha.com/article/259219-hyperinflation-more-than-just-a-monetary-phenomenon"&gt;Hyperinflation unterscheidet sich grundlegend von regulärer Inflation.&lt;/a&gt; Aber zurück zur normalen Inflation: woher kommt sie, und ist sie schlecht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich im letzten Jahr &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/10/spiel-mir-das-lied-von-der-inflation.html"&gt;schon einmal mit dem Thema beschäftigt&lt;/a&gt; und dort auch kurz darüber geschrieben, was Inflation eigentlich ist. Da ich den ganzen Hickhack über subjektive Definitionen des Worts nicht leiden kann, werde ich Inflation als Synonym für Preissteigerungen, gemessen durch einen Preisindex, verwenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will nun meine Gedanken zu dem Thema etwas aktualisieren, ausgehend von der zentralen Frage: Warum gibt es in einer gut laufenden Volkswirtschaft Inflation?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine gut laufende Volkswirtschaft befindet sich nicht in einem Gleichgewicht oder stationären Zustand. Firmen werden gegründet und gehen bankrott, neue Produkte werden entwickelt und Produktionstechniken verfeinert. Das führt dazu, dass sich der relative Wert von Gütern zueinander sinnvollerweise ändert, und diese Änderungen spiegeln sich natürlich in den Preisen wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich zeigt ein Blick etwas tiefer in die Berechnung von Preisindizes (z.B. verfügbar vom &lt;a href="https://www-genesis.destatis.de/genesis/online"&gt;Statistischen Bundesamt&lt;/a&gt; unter dem Stichwort &lt;em&gt;Verbraucherpreisindex&lt;/em&gt;, dass sich Preise für verschiedener Güterklassen sehr unterschiedlich entwickeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum aber entwickeln sich Preise im Mittel nach oben? Eine Anpassung des relativen Wertes könnte auch bei konstantem oder fallendem Verbraucherpreisindex passieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Erklärung dafür liegt in der Art und Weise, wie die Anpassung der Preise stattfindet. Viele Akteure streben danach, ihr Einkommen zu vergrößern. Im Fall von Angestellten und Arbeitern funktioniert das über individuelle Gehaltsverhandlungen, Jobwechsel und Gewerkschaften, die generell höhere Löhne durchsetzen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Seite der Firmen geschieht dies nicht nur, aber eben auch, durch Preiserhöhungen. Sicher, ab und zu mag ein Händler seine Preise senken um mehr Kundschaft anzulocken. Diese Preissenkungen sind aber in der Regel eher ein Marketing-Gimmick und haben keine langfristigen Folgen auf den Trend der Preisentwicklung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sehen also, dass im Grunde alle Akteure danach trachten, ihre jeweiligen Preise zu erhöhen. Manch einer mag sich von Zeit zu Zeit dazu gezwungen sehen, seine Preise zu senken, aber das ist eher die Ausnahme. Kein Wunder also, dass Preisindizes insgesamt im Mittel nach oben gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Folge davon ist, dass das Einkommen von Akteuren, denen eine Preiserhöhung nicht gelingt, real sinkt. Selbst um das reale Einkommen einfach nur zu erhalten ist also eine permanente (wenn auch nicht sehr intensive) Anstrengung nötig, die jeweiligen Käufer davon zu überzeugen, das angebotene Gut auch zu einem höheren Preis zu kaufen - oder aber mehr Käufer zu finden und so weiter. Das ist die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Red_Queen%27s_Hypothesis"&gt;Red-Queen-Hypothese&lt;/a&gt; angewandt auf die Volkswirtschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ist das nun gut oder schlecht? Darüber mag man streiten. Es ist genauso offensichtlich wie irrelevant, dass sehr schnelle Inflation zu chaotischen Zuständen führen kann und deshalb schlecht ist. Wo die Grenze zur zu schnellen Inflation liegt ist unklar, aber sie liegt vermutlich weit jenseits von 10%.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Verfechter des freien Marktes sollte Inflation als Red-Queen-Hypothese jedenfalls grundsätzlich gut finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unabhängig davon ob man Inflation gut oder schlecht findet ist die Frage, ob ein künstliches Anschieben oder Bekämpfen von Inflation hilfreich oder schädlich ist. Kann es die Preisfindung verbessern, wenn man künstlich Inflation erzeugt? Das hängt wahrscheinlich von vielen Faktoren ab, aber es erscheint mir grundsätzlich unwahrscheinlich, dass sich natürliche Preisfindungsprozesse durch ein aktives Eingreifen verbessern lassen. Da sind vermutlich "strukturelle" Veränderungen wie das Entstehen von Preisvergleichswebsites hilfreicher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgekehrt könnte ein künstliches Unterdrücken der natürlichen Anpassungsprozesse, die zu Inflation führen, die Preisentwicklung verzerren. Es stellt sich durchaus die Frage, ob die EZB mit ihrem Inflationsziel von unter 2% nicht großen Schaden anrichtet angesichts der historischen Daten. Gerade zu den besten wirtschaftlichen Zeiten lag die Inflation in Deutschland regelmäßig eher bei 4% und darüber. Gut möglich, dass das einfach nur eine natürliche Begleiterscheinung einer gut florierenden Wirtschaft war, in der es zu lebhaften Preisanpassungen und ständigen Anpassungen der relativen Werte kam.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-5414258135036876705?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/5414258135036876705/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=5414258135036876705' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/5414258135036876705'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/5414258135036876705'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/08/die-red-queen-hypothese-in-der.html' title='Die Red-Queen-Hypothese in der Volkswirtschaft'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-9051029701036391312</id><published>2011-07-07T20:04:00.000+02:00</published><updated>2011-07-07T20:04:00.178+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Adorf, Bedorf und der Euro</title><content type='html'>In Adorf lebten ein Bäcker und ein Metzger. Der Bäcker kaufte beim Metzger Fleisch und Wurst, und umgekehrt kaufte der Metzger beim Bäcker Brot und Croissants. Beide bezahlten ihren Einkauf jeweils mit Geld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weder der Bäcker noch der Metzger dachten jemals darüber nach, warum sie eigentlich mit Geld bezahlten und wer damit angefangen haben könnte. Es war eben einfach so. Die mächtigsten sozialen Konstrukte sind diejenigen, die so selbstverständlich sind, dass man sie gar nicht mehr richtig als soziale Konstrukte wahrnimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch im benachbarten Bedorf lebten ein Bäcker und ein Metzger, vielleicht auch noch ein Eisverkäufer, wer weiß das schon. Im Grunde ist es auch egal. Jedenfalls kauften und verkauften auch die Menschen in Bedorf untereinander Waren im Austausch gegen Geld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Dörfer waren miteinander befreundet, und da lag es nahe, Handel zu treiben, und alles war gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines Tages kamen die Bürger von Bedorf zusammen und beklagten sich, wie sie das ohnehin gerne und häufig machten. Die Wirtschaft geht so schlecht! Keiner wusste so recht, was eigentlich das Problem war, aber weil Sparen in Bedorf schon immer als Tugend galt waren sie sich schnell einig. Mehr Geld müssten sie verdienen, dann würde alles besser werden! Natürlich ging das nicht, indem sie sich einfach gegenseitig Waren verkauften, also erklärten sie zum nobelsten aller Ziele, möglichst viele Waren an andere Dörfer zu verkaufen, und möglichst wenig aus anderen Dörfern zu kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das gelang ihnen auch. Von nun an kauften die Bürger von Bedorf nichts mehr von den umliegenden Dörfern, aber sie &lt;em&gt;ver&lt;/em&gt;kauften ihre Waren noch, auch in Adorf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So gaben also der Bäcker und der Metzger in Adorf nach und nach ihr Geld an die Menschen von Bedorf, ohne ihnen etwas im Gegenzug verkaufen zu können. Es dauerte nicht lange, da hatten der Bäcker und der Metzger in Adorf kein Geld mehr, um sich etwas in Bedorf zu kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist nur fair, sagten die Menschen von Bedorf. Schließlich haben wir hart gearbeitet für all die Waren, die die Adorfer gekauft haben, da wäre es nur gerecht, wenn die Adorfer auch einmal etwas tun würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es geschah noch etwas anderes. Der Bäcker aus Adorf hatte ja nun kein Geld mehr, also konnte er sich auch kein Fleisch und keine Wurst mehr vom Metzger kaufen. Und umgekehrt hatte der Metzger kein Geld mehr, und konnte sich kein Brot und keine Croissants mehr vom Bäcker kaufen. So hatten sie auf einmal beide weniger zu essen, und waren außerdem noch beide zur Hälfte arbeitslos - weil es ja niemanden mehr gab, der sie für ihre Arbeit bezahlte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Deutschland und Griechenland&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit die Geschichte. Wer in den letzten Tagen, ausgerüstet mit dem Blick für das, was sehr versteckt zwischen den Zeilen steht, die Zeitung gelesen hat weiß, dass sie nicht frei erfunden ist, sondern - natürlich sehr grob vereinfacht - die Ereignisse der letzten zehn Jahre skizziert, mit Griechenland in der Rolle von Adorf und Deutschland in der Rolle von Bedorf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Halt! mag der ein oder andere rufen. In den Medien ist immer die Rede davon, Griechenland habe korrupte Politiker, eine ineffiziente Bürokratie, ein zu niedriges Renteneintrittsalter, die Griechen arbeiten zu wenig, die Beamtengehälter sind zu hoch,und so weiter. Vieles davon ist frei erfunden - &lt;a href="http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=9488"&gt;so gehören zum Beispiel in Wirklichkeit die Deutschen zu den "faulsten" Europas&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber selbst wenn diese Behauptungen der Wahrheit entsprächen, so hätten sie rein gar nichts mit der aktuellen Notlage Griechenlands zu tun. Wenn Griechenland eine volkswirtschaftliche Insel wäre, dann hätte es keine Schwierigkeiten dabei, Käufer für seine Anleihen zu finden. Denn die Ausgaben des griechischen Staats verschwinden ja nicht in irgendeinem Loch, egal ob sie effizient sind oder ineffizient. Sie gehen an Bürger, die dieses Geld dann ausgeben oder sparen. Wenn sie es ausgeben, so fließt es langfristig über Steuern zurück an den Staat und der Staat hat überhaupt kein Defizit. Wenn sie es sparen, dann werden sie am Ende Anleihen kaufen, weil das irgendwann die einzige Möglichkeit ist, einen positiven Zinssatz zu erzielen. (Über die Mechanismen, über die ein Budgetdefizit auf Zinssätze wirkt, habe ich &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;hier&lt;/a&gt; ein wenig geschrieben.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das eigentliche Problem ist, genau wie im Adorf der Geschichte, dass das Geld aus dem inländischen Kreislauf heraus ins Ausland fließt, und das liegt an der unausgeglichenen Außenhandelsbilanz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und tatsächlich verhalten sich die Deutschen in dieser Hinsicht genauso irrational wie die Bürger von Bedorf. Aus unerfindlichen Gründen befürworten sie große, andauernde Exportüberschüsse. Das bedeutet, dass aus Deutschland jedes Jahr mehr Waren ins Ausland geschickt werden als umgekehrt (bezogen auf den Geldwert). Die Deutschen arbeiten also, um Geschenke ans Ausland zu schicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle muss man etwas genauer hinsehen um zu verstehen, warum das funktionieren kann. Normalerweise müsste das Geld aus Exporten unter die Menschen kommen, die es dann wieder ausgeben. Dadurch steigen dann unter anderem auch die Importe, und so kann die Außenhandelsbilanz normalerweise ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland funktioniert dieser Mechanismus nicht, weil das Geld aus Exporten auf Grund von Lohndumping nicht bei den Menschen ankommt. Dieses Lohndumping kann man sich eigenhändig anhand der veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts vergegenwärtigen. Man braucht dazu die Zahlenreihen Produktivität je Arbeitsstunde (= reales Bruttoinlandsprodukt dividiert durch die Gesamtzahl im Jahr gearbeiteter Stunden) und Verdienst je Arbeitsstunde (= Einkommen aus Arbeit dividiert durch die Gesamtzahl im Jahr gearbeiteter Stunden), sowie die Reihe Verbraucherpreisindex, um den Verdienst je Arbeitsstunde von nominalen auf reale Größen umzurechnen. Dann teilt man noch durch die jeweiligen Größen für das Jahr 2000 um die relative Entwicklung seit damals zu veranschaulichen (2000 ist relativ beliebig gewählt, es ist eben eine runde Zahl; der Trend ist allerdings schon älter). Man erhält am Ende folgende Grafik:&lt;br /&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-P8OHC81SJwQ/ThIwB0bnCcI/AAAAAAAAASI/xeixlwYkvYo/s1600/produktivitaet-vs-lohn.png" /&gt;&lt;br /&gt;Daran sieht man sehr deutlich, wie die Produktivität in Deutschland zwar gestiegen ist, dieser Fortschritt aber nicht an die Arbeiter und Angestellten weitergegeben wurde. Dadurch konnten deutsche Unternehmen billig exportieren, und Unternehmensbesitzer konnten die Gewinne einstreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Geld floss also noch stärker als ohnehin schon zu denen, die bereits zu viel Geld haben und es deswegen nicht ausgeben. So wurde ein Ausgleich durch Importe unterbunden, und die deutsche "Elite" hat - auf Kosten der deutschen Arbeitnehmer - Geld aus dem Rest der Eurozone abgesaugt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Gefangen in einem sozialen Konstrukt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Adorf dauert es nicht lange bis der Bäcker und Metzger merken, wie unsinnig ihre Lage doch ist und anfangen, trotz mangels an Geld einfach Brot gegen Fleisch zu tauschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht haben sie in der Zwischenzeit auch etwas mehr über Geld gelesen, oder sind besonders clever. Dann merken sie, dass dieser Akt der Loslösung vom alten Geld im Grunde ganz ähnlich ist zur Einführung eines neuen Adorf-Geldes (AG). Also belassen sie es nicht bei der Theorie, sondern führen tatsächlich AG ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstverständlich ist AG in Bedorf nichts wert. Warum sollte ein Bedorfer Händler AG annehmen? Der Handel in Bedorf funktioniert mit dem alten Geld, und da die Bedorfer sich nichts in Adorf kaufen wollen haben sie keinen Grund, AG anzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist sehr schade für die Adorfer aber, da kein Dorf vom anderen langfristig Geschenke erwarten sollte, auch irgendwo gerecht - so idiotisch sich die Bedorfer auch verhalten, die Adorfer können daran nun mal nichts ändern. War also alles umsonst? Natürlich nicht: durch die Loslösung vom alten Geld und der Einführung von AG gelingt es den Adorfen nun wieder, zumindest ihre eigenen Ressourcen und Fähigkeiten voll auszunutzen und in den Dienst der Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse zu stellen. Mit dem alten Geld war das nicht mehr möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schöne dabei für Adorf ist, dass die Loslösung vom alten Geld praktisch ganz von alleine abläuft. Es hat gereicht, dass zwei Menschen die Unsinnigkeit ihrer Lage erkennen und entsprechend handeln. Den alten Geldkreislauf von Bäcker zu Metzger und wieder zurück konnten sie einfach zu zweit mit AG wiederbeleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Griechenland ist die Lage anders, weil solche einfachen Geldkreisläufe in einer modernen Volkswirtschaft praktisch nicht existieren. Der Teil des Kreislauf, über den das Geld von einem Gastwirt in Athen zurück zu seinen Gästen fließt ist kompliziert und weit verzweigt. Deshalb können der Gastwirt und seine Gäste die missliche Lage nicht auf eigene Faust lösen - alle Beteiligten dieses umfassenden Kreislaufs müssten sich auf einmal einig werden, und das ist bekanntermaßen schwierig (womöglich erkennen sie ihre Lage sogar gar nicht!). Sie sind gefangen in einem unsinnigen (bzw. unsinnig verwalteten) sozialen Konstrukt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der freie Markt hat keinen Ausweg aus der Situation, und kollektives Handeln wird notwendig. Und der umfassendste Mechanismus für kollektives Handeln in unserer Gesellschaft ist nun einmal der Staat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde ist das alles eine sehr alte Erkenntnis, die spätestens seit den 1930er Jahren eigentlich nicht mehr seriös in Frage gestellt werden kann. Leider sind Ökonomen als Zunft nicht unbedingt seriös. Wer den freien Markt als obersten Gott anbetet und den Staat verteufelt, der darf nicht akzeptieren, dass es Situationen geben kann, in denen kollektives Handeln notwendig ist. Zumindest nicht wirklich. So kommt es, dass das Ausmaß der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz"&gt;Kognitiven Dissonanz&lt;/a&gt; unter Ökonomen zur Zeit beeindruckend groß ist. Aber ich schweife ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Quo vadius €?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Griechenland gibt es im Grunde nur eine Handlungsmöglichkeit vorwärts: die Wiedereinführung einer eigenen, frei auf Devisenmärkten gehandelten Währung. Solange dies nicht geschieht, bleibt das Land in der Arbeitslosigkeit stecken. Das bedeutet, dass es Griechenland weiterhin nicht möglich sein wird, die eigenen produktiven Kapazitäten voll auszunutzen, und das geht klar zu Lasten seiner Bürger. Ganz abgesehen davon, dass lange Phasen von Arbeitslosigkeit auch die zukünftigen Entwicklungschancen des Landes reduzieren, die Kriminalität erhöhen, und zu psychischen, sozialen und körperlichen Problemen aller Art führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich würde die Einführung einer neuen griechischen Währung (NGW) für eine kurze Phase des Chaos sorgen. Auch ist klar, dass die NGW zu Beginn sehr viel Wert gegenüber dem Euro verlieren würde. Aber was bedeutet das denn für die Menschen in Griechenland? Importe werden für sie teuer, richtig. Macht es einen so großen Unterschied, ob man sich die Importe nicht leisten kann, weil man wegen Arbeitslosigkeit keine Euro verdient, oder ob man sich die Importe nicht leisten kann, weil man zwar NGW verdient, diese aber wenig wert ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittelfristig würde sich der Wechselkurs von Euro und NGW stabilisieren, weil der niedrige Wert der NGW Exporte verbilligt. Durch ein steigendes Exportvolumen steigt dann auch die Nachfrage nach NGW im Ausland. Das ist ein ganz normaler Mechanismus, der sich vermutlich relativ schnell einpendeln würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Rest der Eurozone wäre ein erfolgreicher Austritt Griechenlands - und erfolgreich wäre er innerhalb eines Jahres, wenn er mit einem entsprechenden Konjunkturprogramm begleitet wird - ein großes Problem. Denn die Stimmen in Irland und Portugal, die schon heute für einen Austritt plädieren, werden dadurch natürlich für alle sichtbar bestätigt. Und die selbstverstärkende Dynamik der Anleihenmärkte macht es dann äußerst wahrscheinlich, dass auch andere Länder folgen müssten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber griechische Politiker sollten darauf keine Rücksicht nehmen. Griechische Politiker müssen Politik im Interesse der griechischen Bevölkerung machen. Sie sollten höchstens darauf hinweisen, dass es eine Alternative gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem ist ja schließlich, dass Griechenland wegen der Einbindung in die Eurozone sein wirtschaftliches Potential nicht mehr voll entfalten kann. Es gäbe aber Mittel und Wege, allen Ländern der Eurozone die volle Entfaltung zu ermöglichen - und zwar über direkt auf die Schaffung von Arbeitsplätzen ausgerichtete staatliche Ausgabenprogramme, die zentral von einem Eurohaushalt getragen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur leider wird nicht einmal darüber diskutiert, ob ein solches Programm besser wäre als ein Austritt Griechenlands oder nicht, weil allen klar ist, dass die kollektive Dummheit, in der die europäische Bevölkerung ausnahmsweise mit ihren Politikern vereint ist, eine solche Lösung niemals zulassen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Coda&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich habe einiges vereinfacht dargestellt. Natürlich ist unser Wirtschaftssystem komplexer als eine Bilderbuchgeschichte. So haben die Bedorfer den Adorfern in Wirklichkeit zunächst einfach Geld geliehen. Nun fordern sie das Geld zurück, ohne aber gleichzeitig bereit zu sein, statt Geld auch reale Warenströme als Bezahlung zu akzeptieren. (Von so abartigen Ideen wie dem Verkauf von Inseln will ich gar nicht reden. Natürlich kann sich die deutsche "Elite" bald halb Griechenland kaufen, aber das sollten wir schon aus Eigeninteresse nicht erlauben. Diese Art von Landnahme ist der soziale Sprengstoff, der zum Auseinanderbrechen der EU selbst führen kann.) Auch habe ich die Rolle von Investitionen ignoriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist auch nicht alleine alles die Schuld Deutschlands, auch wenn Deutschland ohne Frage in Sachen Makro-Wirtschaftspolitik der größte Sünder der Eurozone ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nichts davon ändert irgendetwas Wesentliches an der zentralen Erkenntnis, dass jemand anfangen muss, in Griechenland wieder Geld, und zwar &lt;b&gt;viel Geld&lt;/b&gt; - egal ob Euro oder NGW - auszugeben, damit das Land wieder sein wirtschaftliches Potential entfalten kann. Und nur wenn letzteres passiert kann die Krise beendet werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-9051029701036391312?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/9051029701036391312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=9051029701036391312' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/9051029701036391312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/9051029701036391312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/07/adorf-bedorf-und-der-euro.html' title='Adorf, Bedorf und der Euro'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-P8OHC81SJwQ/ThIwB0bnCcI/AAAAAAAAASI/xeixlwYkvYo/s72-c/produktivitaet-vs-lohn.png' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-6717488316992364606</id><published>2011-03-24T06:03:00.000+01:00</published><updated>2011-03-24T06:03:50.140+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Nein zur Schuldenbremse in Hessen</title><content type='html'>Dieses Wochenende findet in Hessen ein Volksentscheid statt, bei dem über die Verankerung einer &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=OYsIgk5SYVg"&gt;"Schuldenbremse" in der hessischen Verfassung&lt;/a&gt; abgestimmt wird. Ich rufe ganz eindringlich dazu auf, bei dieser Abstimmung gegen die Schuldenbremse zu stimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Schuldenbremse ist, egal wo und wie, eine volkswirtschaftliche Dummheit. Zwar hat eine Landesregierung nicht die Möglichkeiten, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;die einem monetären Souverän offenstehen&lt;/a&gt;. Aber auch auf Landesebene gilt, dass die Haushaltslage der Regierung primär durch die Konjunktur und durch automatische Stabilisatoren bestimmt wird, und die Politik darauf nur beschränkt Einfluss hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schuldenbremse ist also ein Schuss, der leicht nach hinten losgehen kann. Ein strikter Sparkurs geht nicht spurlos an der Konjunktur vorbei, und kann so durch automatische Stabilisatoren genau das Gegenteil dessen erreichen, was eigentlich erwünscht war. Zudem versuchen Politiker erfahrungsgemäß primär dadurch zu sparen, dass sie die langfristigen Chancen des Landes reduzieren, zum Beispiel, indem sie Schulen unterfinanzieren und vernachlässigen. So wirkt sich die Schuldenbremse langfristig kontrahierend auf die Wirtschaft und die Zukunftschancen eines Landes aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wahrheit ist, dass Sparen manchmal angemessen ist, aber oft ist eine aggressive Investitionspolitik der beste Weg. Der wichtige Punkt ist, dass dies jeweils aus dem aktuellen Kontext heraus entschieden werden muss, und eine mechanistische Schuldenbremse, wie sie bei diesem Volksentscheid zur Abstimmung steht, raubt dem Land die Freiheit, kluge und angemessene, unideologische Entscheidungen zukünftig selbst zu treffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Landesverfassung muss auf Generationen hin ausgelegt sein. Sie muss in jeder Situation angemessen sein, und darf nicht aus dem Bauch heraus unter dem Eindruck eines Ausnahmezustands wie der Euro-Krise grundlegend so verändert werden, dass im Normalzustand keine kluge Politik mehr möglich ist. Der Volksentscheid an diesem Wochenende ist eine populistische Kurzschlussreaktion, die der hessischen Verfassung wegen einer einmaligen Situation langfristigen Schaden zufügen würde. Es wäre klug, ihn abzulehnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine ausführlichere Analyse zu dem Volksentscheid findet sich &lt;a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=8582"&gt;auf den NachDenkSeiten&lt;/a&gt;, allerdings leider aus einer Nicht-&lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;MMT&lt;/a&gt;-Perspektive. Das ist aus der Sicht einer Landesregierung, die monetär nicht souverän ist, weitgehend angemessen. Ich möchte aber wieder einmal darauf hinweisen, dass die gleichen Überlegungen für monetär souveräne Regierungen nicht gelten, und dass die Euro-Krise deshalb nur dadurch nachhaltig überstanden werden kann, indem eine souveräne Euro-Regierung geschaffen wird, die aktive Fiskalpolitik implementieren kann und den Großteil der Staatsschulden in der Euro-Zone trägt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-6717488316992364606?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/6717488316992364606/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=6717488316992364606' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6717488316992364606'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6717488316992364606'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/03/nein-zur-schuldenbremse-in-hessen.html' title='Nein zur Schuldenbremse in Hessen'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2698219450478278295</id><published>2011-03-07T17:48:00.001+01:00</published><updated>2011-03-07T17:48:00.303+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mathe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Spielereien in JavaScript</title><content type='html'>Letzte Woche bin ich aus meinen typischen Mustern einmal ausgebrochen und habe zum ersten Mal ernsthaft in JavaScript programmiert, um die Simulation eines Spiels zu implementieren. Das Result dieser durchaus interessanten Erfahrung samt Dokumentation findet sich &lt;a href="http://sma.epfl.ch/~haehnle/blog/jsgametheory/cdme.html"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2698219450478278295?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2698219450478278295/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2698219450478278295' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2698219450478278295'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2698219450478278295'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/03/spielereien-in-javascript.html' title='Spielereien in JavaScript'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-6461844890025674738</id><published>2011-03-04T10:45:00.000+01:00</published><updated>2011-03-04T10:45:01.087+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Benzin ist zu billig</title><content type='html'>Eine &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/auto/biobenzin-e-flop-an-der-tanksaeule-1.1067749"&gt;merkwürdige Debatte&lt;/a&gt; zieht durch das Autoland Deutschland. Wegen Regulierung, die eine verstärkte Beimischung von Ethanol in Benzin fordert als Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Erdöl, gibt es eine neue Benzinsorte mit Namen "E10". Vor dieser fürchten sich die Deutschen scheinbar, und tanken deshalb lieber eine deutlich teurere Super-Variante.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt sicher vieles, worüber man in diesem Kontext diskutieren kann. Die Anti-Regenerative-Energien-Lobby wird sicherlich versuchen, von der Verwirrung zu profitieren. Es gibt vermutlich auch einige Aspekte, die wirklich diskussionswürdig sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber all das wird überschattet von einer klaren Erkenntnis, die wir durch die Tatsache, dass die Debatte überhaupt geführt wird, gelernt haben: Benzin ist in Deutschland immer noch zu billig. Wenn so viele Menschen ohne Not auf eine teurere Benzinsorte umschwenken, dass dadurch mancherorts das Angebot knapp wird, dann bedeutet das, dass noch sehr viel Spielraum ist für eine Anhebung der Ökosteuer im Interesse der Umwelt. Dieser Spielraum sollte ausgenutzt werden (aus makroökonomischen Gründen sollte im Gegenzug z.B. die Mehrwertsteuer gesenkt werden; es geht mir hier nicht um Haushaltspolitik, sondern um &lt;i&gt;Steuer&lt;/i&gt;politik im Sinne des Verbs "steuern").&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-6461844890025674738?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/6461844890025674738/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=6461844890025674738' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6461844890025674738'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6461844890025674738'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/03/benzin-ist-zu-billig.html' title='Benzin ist zu billig'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4521340284857508016</id><published>2011-02-20T13:19:00.000+01:00</published><updated>2011-02-20T13:19:02.163+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Die Unwucht in der deutschen Politik</title><content type='html'>Es war im Jahr 2009, als zuerst die Umfrageergebnisse und dann das Ergebnis der Bundestagswahl so manchen Deutschen an seinem Verstand zweifeln ließen. Die FDP feierte ein &lt;a href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/grafik_stimmenanteile_99-2.html"&gt;Rekordergebnis&lt;/a&gt;, und das, obwohl gerade die gesamte Welt eine Rezession erleidete, die ganz wesentlich durch die reale Umsetzung der politischen Ideale der FDP verschärft worden war. Nur ein Jahr später war die Normalität dann wieder zurückgekehrt, zumindest bei der FDP. Stattdessen feiern inzwischen die Grünen Höhenflüge, über die man sich auch wundern muss. Was ist da los?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Parteienlandschaft in Deutschland zur Zeit ist kurios. CDU/CSU, FDP, Grüne und SPD verfolgen allesamt in ihrer tatsächlichen Politik einen weitgehend arbeiter- und angestelltenfeindlichen Kurs. Dessen Folgen für das effektive Lebensgefühl der Menschen sind in der Folge der Finanzkrise, und der sich unnötigerweise anschließenden Wirtschaftskrise, auf schmerzhafte Weise deutlich geworden, aber die vier(einhalb) genannten Parteien haben daraus nicht gelernt. Die Linke steht diesem Kurs immer noch als einzige Partei deutlich entgegen - übrigens mit wirtschaftspolitischen Positionen, die in den frühen Jahren der Bundesrepublik zum Teil auch von der CDU vertreten wurden. Logischerweise hätte ein großer Teil der Wähler eigentlich auf die Linke umschwenken und ihnen zu einer Regierungsbeteiligung auf Bundesebene verhelfen müssen. Nun führen aber die anderen Parteien im Schulterschluss mit den Medien und finanziell gut ausgestatteten PR-Organisationen einen massiven Propagandakrieg gegen die Linke. Dieser geht selbstverständlich nicht auf inhaltliche Positionen ein, sondern spricht mit Oberflächlichkeiten die Emotionen der Wähler an, zum Beispiel mit der angeblichen Unzuverlässigkeit der Linken. Deshalb gibt es in Deutschland viele Menschen, die ausgehend von ihrer inhaltlichen Ausrichtung eigentlich die Linke wählen müssten, aus rein emotionalen Gründen dann aber zwischen den anderen Parteien hin- und her schwappen. Die Umfragewerte der Parteien werden so extrem volatil - siehe die FDP, und womöglich im kommenden Jahr die Grünen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Kurzer Einschub:&lt;/b&gt; Was ich im letzten Absatz geschrieben habe klingt für jemanden, der sich seine Meinung nur aus den deutschen Leitmedien bildet, womöglich absurd. Ich habe trotzdem keine Lust, jeden Punkt einzeln zu dokumentieren. Falls so jemand über diesen Artikel stolpern sollte, bitte ich einfach darum, &lt;i&gt;die Möglichkeit anzuerkennen, dass es so sein könnte wie ich schreibe&lt;/i&gt;, um dann die politischen Nachrichten aus dieser Perspektive zu lesen. Ein regelmässiger Blick auf die &lt;a href="http://www.nachdenkseiten.de/"&gt;NachDenkSeiten&lt;/a&gt; kann auch nicht schaden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das also ist mein Erklärungsansatz für die Merkwürdigkeiten, die zur Zeit die deutsche Parteienlandschaft durchziehen: Die vier(einhalb) alten Parteien haben auf ganzer Linie dabei versagt, eine Politik im Interesse des Volkes zu entwerfen oder gar umzusetzen. Massive PR - Propaganda - verhindert die Wirksamkeit der fünften Partei als Korrektiv. Das Wählerverhalten wirkt dadurch zunehmend irrational.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Faszinierende Synchronizität am Rande: Während dieser Text vor sich hin gärt, erscheint &lt;a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=8308"&gt;ein ganz analoger Kommentar&lt;/a&gt; von Albrecht Müller.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voraussagen sind schwierig, ganz besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. Trotzdem kann es amüsant sein, einige möglichen Szenarien für die Zukunft zu entwerfen, in die die Instabilität des Systems münden könnte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Eine der vier(einhalb) Parteien könnte den Wink mit dem Zaunpfahl endlich verstehen und auf eine arbeiter- und angestelltenfreundliche Politik umschwenken. Wachsender Wohlstand und reduzierte Ungleichheit wären die Folge, und diese Partei hätte gute Chancen, sich auf absehbare Zeit als stärkste politische Kraft in Deutschland zu verankern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Es gelingt der Linken, den Propagandakrieg für sich zu entscheiden und auf Bundesebene eine Regierungsbeteiligung zu erreichen. Noch ist nicht klar, ob es ihnen dann auch gelingen würde, eine bessere Politik umzusetzen, oder ob sie - wie die SPD unter Schröder - von arbeiter- und angestelltenfeindlichen Einflüssen unterwandert würden. Im Zweifel würde ich davon ausgehen, dass sie erfolgreich die Politik auf richtige Bahnen lenken können. Die Konsequenzen sind ähnlich wie im ersten Szenario.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Die im Moment herumschwappenden Wählerstimmen werden apathisch, die Wahlbeteiligung sinkt noch tiefer, als sie ohnehin schon ist. Dies erhöht mittelfristig die Stabilität der politischen Konstellationen, führt aber langfristig zu einer weiteren Verschärfung der sozialen Missstände und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit eines katastrophalen Kollaps in Form von Revolution bzw. Diktatur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Ein Kollaps des Euro erzwingt eine Währungsreform. Im Zuge der Reform werden - mehr Glück als politischer Verstand - wirtschaftlich positive Effekte aktiviert, die den Lebensstandard der Bevölkerung verbessern, und dadurch den politischen Unmut und die Volatilität dämpfen, obwohl die Politik nichts dazugelernt hat. Bleiben die positiven Effekte aus, so sind wir wieder in der Ausgangssituation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Andere Staaten des Euro erleben einen politischen Wandel. Ihre neuen Regierungen drohen damit, den Euro zu verlassen, wenn nicht auf Euroebene eine arbeiter- und angestelltenfreundliche Politik umgesetzt wird. Von dieser würden auch deutsche Arbeiter und Angestellte profitieren, so dass die inländischen Probleme kaschiert und die Volatilität gedämpft wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Einzelne Staaten treten aus dem Euro aus. Diese Staaten würden vermutlich aufgrund nominaler Abwertung einen Aufschwung erleben, aber für Deutschland ergeben sich keine direkten positiven Effekte. Angesichts der positiveren Entwicklung in den anderen Staaten erhöht sich der politische Druck im Inland, eine bessere Wirtschaftspolitik umzusetzen, was dann ins erste Szenario münden könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. Es kommt überraschend trotz weltweiter Ausgabenkürzungen zu einem selbsttragenden Aufschwung, der die politische Inkompetenz kaschiert und die Wogen glättet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie plausibel sind diese Szenarien? Hier begebe ich mich endgültig ins Land der Kaffeesatzleserei, aber alle Jubeljahre sei mir dieser Spaß gegönnt. Das erste Szenario erscheint mir angesichts der Abkapselung der deutschen Eliten von der wirtschaftlichen Realität zur Zeit ziemlich unplausibel. Auch für das zweite Szenario habe ich wenig Hoffnung. Das vierte Szenario ist unwahrscheinlich, weil das europäische Währungssystem rein institutionell sehr solide ist und durchaus in der Lage ist, mit Phänomenen wie Bankruns, die früher einmal ein Problem waren, umzugehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das fünfte und sechste Szenario sind kurzfristig unplausibel, weil die europäischen Regierungschefs noch zu sehr von neoliberalen Ideen durchsetzt sind, teils weil sie selbst genauso stolz auf ihre zerstörerische Politik sind wie die deutsche Bundesregierung, teils weil sie in einer Angststarre gefangen sind. Allerdings sind sowohl die Bereitschaft zum Aufstand als auch der objektive Leidensdruck der Bevölkerungen anderer Staaten oft deutlicher höher als in Deutschland, mit teilweise &lt;a href="http://www.google.com/publicdata?ds=z9a8a3sje0h8ii_&amp;met=unemployment_rate&amp;idim=eu_country:ES&amp;dl=en&amp;hl=en"&gt;über 20% Arbeitslosigkeit&lt;/a&gt;. Dementsprechend plausibel sind diese Szenarien mittel- bis langfristig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerne würde ich mich vom siebten Szenario überraschen lassen, aber es entstammt eher den &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2011/01/wie-ein-deutsches-konsumwunder-aussieht.html"&gt;Wunschträumen der Mainstream-Kommentatoren&lt;/a&gt; als einem nüchternen Blick auf die Situation, z.B. &lt;a href="http://bazonline.ch/wirtschaft/agenturen-ticker/Portugals-Wirtschaft-schrumpft-am-Jahresende-um-03-Prozent/story/30528698"&gt;hier&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/britische_wirtschaft_ueberraschend_geschrumpft_1.9217362.html"&gt;hier&lt;/a&gt; (faszinierend ist dabei, dass fast alle Kommentatoren schreiben, diese schlechten Nachrichten wären "überraschend". Dass die Wirtschaft unter dem Sparkurs der Regierungen leidet &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=13266"&gt;ist alles andere als überraschend&lt;/a&gt; für jemanden, der die Zusammenhänge richtig versteht). Bleibt das dritte Szenario: ein tristes Hinabgleiten in Inkompetenz, bis es zu einem großen Knall kommt. Das erscheint mir leider recht plausibel, weil es konsistent ist mit einer naiven Extrapolation der aktuellen Politik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe zu, dass ich ein sehr düsteres Bild der Zukunft zeichne. Aber es liegt in diesem Bild auch eine Hoffnung verankert. Es liegt an uns, darauf hinzuarbeiten, das eins der ersten beiden Szenarien eintritt. Dazu möchte ich alle Leser auffordern, sich erstens ein wenig mit den volkswirtschaftlichen Hintergründen auseinanderzusetzen, die zu einem soliden Verständnis der Situation helfen, und sich zweitens politisch zu engagieren, durch direkte Aktivität in existierenden Parteien oder mit Briefen an und direkten Gesprächen mit Abgeordneten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konkret gibt es drei Themen, die mir als Hebel für politische Veränderung vorschweben. &lt;b&gt;Erstens&lt;/b&gt; müssen wir das Thema Verteilung von Vermögen und Einkommen offensiv ansprechen, und zwar mit konkreten Zahlen. Es geht mir um einen Konsens, zumindest innerhalb einzelner Parteien, der ganz konkret beziffert, wie die Verteilung in Deutschland aussehen sollte: welcher Anteil des Gesamtvermögens sollte in der Hand der reichsten 20%, 5%, 1%, 0,1% liegen, welcher in der Hand der ärmsten 20%? Auf diese Fragen brauchen wir als Gesellschaft ganz konkrete Antworten. Sobald diese vorliegen, kann konstruktiv darüber geredet werden, wie diese politischen Ziele am besten erreicht werden. Übrigens: um einen kleinen Vorgeschmack darauf zu geben, was bei einer solchen Strategie passieren könnte, &lt;a href="http://www.slate.com/id/2268872/"&gt;sei auf eine Studie aus den ja nun gar nicht als egalitär bekannten USA verwiesen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zweitens&lt;/b&gt; muss offensiv die Botschaft verbreitet werden, dass Massenarbeitslosigkeit kein gottgegebenes Schicksal ist, sondern Folge von wirtschaftspolitischen Fehlentscheidungen. Konzepte zur Abschaffung der Arbeitslosigkeit zumindest als Massenphänomen, zum Beispiel die von MMT-Vertretern propagierte &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=1541"&gt;Job Guarantee&lt;/a&gt; müssen wir immer wieder von Neuem ins Gespräch bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Drittens&lt;/b&gt;, und dies ist schwieriger zu erklären, für eine langfristige Verankerung besserer Wirtschaftspolitik aber notwendig, muss die makroökonomische Rolle von Geld den Menschen erklärt werden. Es muss im kollektiven Bewusstsein verankert werden, dass &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;Geldsysteme Massenarbeitslosigkeit verursachen können&lt;/a&gt;, und dass in einem Fiatgeldsystem der Geldsouverän dies sowohl verhindern als auch forcieren kann. Damit hat der Geldsouverän viel Macht, aber eben auch viel Verantwortung für das Wohl der Menschen. Dieser Gedanke wird gerade Liberalen unangenehm sein, da sie dem Staat so wenig Macht wie möglich geben wollen. Aber diese bittere Pille müssen sie schlucken: so, wie wir als Gesellschaft dem Staat aus guten Gründen ein Monopol der physischen Gewalt geben, geben wir ihm auch ein &lt;i&gt;Monopol der wirtschaftlichen Gewalt&lt;/i&gt; - und müssen dann einfordern, dass er dieses Monopol zum Wohl der Menschen verwendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Einsichten zu verbreiten und zu erklären klingt nach viel Arbeit, und das ist es auch. Aber in einer Demokratie bekommt nunmal jedes Volk die Politik, die es verdient hat, und schon kleine Schritte können helfen: Leserbriefe, Briefe an Abgeordnete, Diskussion mit anderen politisch Interessierten. Also packen wir's an!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4521340284857508016?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4521340284857508016/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4521340284857508016' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4521340284857508016'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4521340284857508016'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/02/die-unwucht-in-der-deutschen-politik.html' title='Die Unwucht in der deutschen Politik'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-262573493560194578</id><published>2011-02-13T21:50:00.000+01:00</published><updated>2011-02-13T21:50:11.808+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Peru'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Churin und Huancahuasi</title><content type='html'>Über Neujahr habe ich Lisset in Peru besucht. Nach zwei faulen Tagen in Lima haben wir im großen &lt;a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=207152912765249309043.00047c5ab52f966a7dbc8&amp;ll=-12.005028,-77.055595&amp;spn=0.007094,0.013797&amp;z=16"&gt;Busterminal bei Lima Plaza Norte&lt;/a&gt; Tickets gekauft. Man muss sich dieses Terminal ungefähr wie einen Flughafen vorstellen, abgesehen davon, dass man in Bussen im Idealfall nicht abhebt. Auf einem Stockwerk finden sich die bunt durchmischten Schalter von Busunternehmen von klein bis groß, die alle möglichen Städte in Peru anfahren. Von dort geht es dann - im Gegensatz zu Flughäfen ohne Sicherheitsparanoia - ins Untergeschoss, wo man am Gate auf den Bus wartet. Als Reisender hat das den großen Vorteil, dass man viele Busunternehmen, die früher einfach nur unauffindbar wild in Lima verstreut waren, auf einem Haufen findet. So fuhren wir also am 30.12. nach &lt;a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=207152912765249309043.00047c5ab52f966a7dbc8&amp;ll=-10.811556,-76.874642&amp;spn=0.014248,0.027595&amp;t=h&amp;z=15"&gt;Churin&lt;/a&gt;. Mangels Asphalt ab &lt;a href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=207152912765249309043.00047c5ab52f966a7dbc8&amp;ll=-11.133182,-77.198224&amp;spn=0.014232,0.027595&amp;t=h&amp;z=15"&gt;Sayan&lt;/a&gt; war die Reise nicht zu komfortabel, zumal das ständige Gehupe des Busfahrers in den vielen Kurven dann doch irgendwann auf die Nerven geht.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-5aRAvKox4FQ/TVhBjovoTRI/AAAAAAAAAR8/v-h8S-cgRIs/s1600/churin-map.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-5aRAvKox4FQ/TVhBjovoTRI/AAAAAAAAAR8/v-h8S-cgRIs/s320/churin-map.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573276619359407378" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Churin liegt ca. 2080m ü. NN und ist das Tor zu einer Andenlandschaft mit einer Vielzahl an heißen Quellen und Thermalbädern. Auch wenn es in meinem Reiseführer nicht auftauchte ist es aber zumindest unter Peruanern offenbar so bekannt, dass es überwiegend vom Tourismus lebt und wohl recht rapide auf eher hässliche Art gewachsen ist. Immerhin ist die Luft rein (wenn man nicht gerade an einer der vielen Müllsammlungen am Straßenrand vorbeikommt, deren Problematik wohl noch nicht im kollektiven Bewusstsein angekommen ist) und die Temperatur angenehm kühl im Vergleich zu Lima (wobei das natürlich meine persönliche Präferenz für kühlere Klimas als Limas widerspiegelt). Die Plaza de Armas kann sich aber durchaus sehen lassen:&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TSpp8XbPAeI/AAAAAAAAAQI/8hyUGNgb8fA/s1600/P1000303.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TSpp8XbPAeI/AAAAAAAAAQI/8hyUGNgb8fA/s400/P1000303.JPG" border="0" alt="Churins Plaza de Armas" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5560373175743611362" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auf unserer ersten Orientierung durch die Stadt wurden wir gleich vom Betreiber einer der Tourismusveranstalter angesprochen, dessen Vorschlag einer Tagestour nach Huancahuasi wir dann auch am 31.12. gefolgt sind. Um etwa 8 Uhr ging es in einem vollgepackten Combi los. Ein Combi, das ist ein Minivan, der mit viel zu engen Sitzreihen ausgestattet ist und so in unserem Fall inklusive Fahrer 14 Personen Platz bot. Lisset und ich saßen dabei auf dem Beifahrerplatz, und ich meine das beinahe wörtlich - natürlich sind wir etwas zur Seite ausgewichen, aber eigentlich ist in dem Wagen vorne wirklich nur Platz für einen Passagier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt verlief äußerst chaotisch und - hinreichend Geduld vorausgesetzt - durchaus amüsant. Schon nach kurzer Zeit wurden wir von Steinen aufgehalten, die nach einer Sprengung für Straßenarbeiten noch auf der natürlich unasphaltierten Straße lagen. Unser Fahrer gab sich dem Schicksal hin und stieg aus, um den Bauarbeitern einen Teil ihrer Arbeit abzunehmen und so den Weg schneller freizumachen. Es würde nicht das letzte Mal sein. Kurz darauf wurde der Weg für einige Minuten durch eine Planierraupe blockiert. Direkt nach Chiuchin war die Straße dann vollständig gesperrt für Bauarbeiten, die dringend benötigte Abflussrohre unter der Straße durchlegten, damit die Bäche aus den Bergen nun unter, statt über die Straße führen. Schon um nach Chiuchin zu kommen muss man durch zwei einfache Furten hindurch, eine davon sogar recht lang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab wenigstens zwei gute Nachrichten. Die erste war, dass die Straße ab Mittag wieder frei sein sollte. Die zweite war, dass direkt bei Chiuchin die Thermalbäder von Huancachin liegen, die sich also dank der Bauarbeiten zusätzlicher Besucher erfreuen konnten. Nach langem Hin und Her, welche der verschiedenen Optionen wir denn nun wahrnehmen sollten, sind wir Lissets Abscheu vor zu heißem Wasser in das größere öffentliche Bad am unteren Ende des Hanges gefolgt. Die Bäder waren sehr angenehm, wenn auch nicht ganz so sauber wie die Bäder, auf die wir später stoßen sollten.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-b6DRvUVW16M/TVg3Jd6r4jI/AAAAAAAAARM/_qCe_Xhs0DE/s1600/P1000259-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-b6DRvUVW16M/TVg3Jd6r4jI/AAAAAAAAARM/_qCe_Xhs0DE/s320/P1000259-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573265174660112946" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wegen schlechter Kartendaten bin ich mir nicht ganz sicher, wo &lt;a href="http://maps.google.de/maps/ms?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Picoy,+Jun%C3%ADn,+Peru&amp;msa=0&amp;msid=207152912765249309043.00047c5ab52f966a7dbc8&amp;ll=-10.92716,-76.777525&amp;spn=0.014242,0.027595&amp;t=h&amp;z=15"&gt;Chiuchin&lt;/a&gt; genau liegt. Die Satellitenbilder sind zu ungenau um meine Thesen zu überprüfen, und die eingezeichnete Straßenführung passt nicht ganz mit meiner Erinnerung zusammen. Vielleicht sollte ich mir doch einmal ein GPS-Gerät zulegen. Immerhin ist die Orientierung vor Ort prinzipiell kein Problem, solange man des Spanischen mächtig ist - ohne Lisset wäre ich also aufgeschmissen gewesen. In der Praxis bewegt man sich in Combis und anderen Formen von Einheimischen betriebenen Verkehrsmitteln fort. Und sollte man doch im eigenen (geländegängigen!) Fahrzeug unterwegs sein, so wird die Orientierung alleine dadurch einfach, dass es in den majestätisch tiefen Flusstälern der Anden in der Regel nur zwei Richtungen gibt: vorwärts und rückwärts. Falls man doch einmal an eine Gabelung kommt, findet sich in der Regel auch jemand, den man fragen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Straße dann offiziell frei war ging die Fahrt weiter, wenn auch nicht ohne diverse Unterbrechungen bei denen unser Fahrer wieder kräftig mit anpacken musste. Wir kamen vorbei an diversen Forellenfarmen - einfache, aus Stein gebaute Becken, meist fünf bis zehn nebeneinander, die zur typischen Wirtschaftsform dieser Landschaft gehören. Ziemlich überrascht war ich ob der Tatsache, dass es in dem kleinen Dorf Picoy, in das wir bald darauf kamen, ein Wasserkraftwerk gibt. Nach einem letzten Gewaltakt, einer brutalen Steigung neben einem imposanten Wasserfall, kamen wir dann in Huancahuasi an.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TSp2tvVBqvI/AAAAAAAAAQQ/TgsiRzOmyrQ/s1600/P1000436-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TSp2tvVBqvI/AAAAAAAAAQQ/TgsiRzOmyrQ/s400/P1000436-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5560387218113145586" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Huancahuasi ist lediglich ein armes kleines Dorf, mit Elektrizität aber ohne Handyempfang. Touristisch interessant wird es durch die Thermalbäder, die der ehemalige peruanische Präsident und heutige Gefängnisinsasse &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alberto_Fujimori"&gt;Alberto Fujimori&lt;/a&gt; in den 90er Jahren für sich bauen ließ. Diese stehen heute gegen ein minimales Eintrittsgeld der Allgemeinheit offen und sind ein wahrer Genuss.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-xh9HW-bMDp0/TVg2bF7BeeI/AAAAAAAAAQ8/BX1E2ASc1tY/s1600/P1000287-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-xh9HW-bMDp0/TVg2bF7BeeI/AAAAAAAAAQ8/BX1E2ASc1tY/s320/P1000287-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573264377945094626" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-uE1DCxsWXOo/TVg2nUs3snI/AAAAAAAAARE/cyptJVcFdqo/s1600/P1000360-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-uE1DCxsWXOo/TVg2nUs3snI/AAAAAAAAARE/cyptJVcFdqo/s320/P1000360-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573264588070695538" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Silvesterabend haben wir dann wieder in Churin verbracht, wo wir dem Mensch bzw. Puppe gewordenen Jahr 2010 beim Verbrennen zusahen.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-hcHBetttFCQ/TVg1DK_0x7I/AAAAAAAAAQ0/ZKut2KJROgA/s1600/P1000295-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-hcHBetttFCQ/TVg1DK_0x7I/AAAAAAAAAQ0/ZKut2KJROgA/s320/P1000295-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573262867478923186" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem faulen 1. Januar in Churin beschlossen wir, dass wir von dieser doch eher hässlichen Stadt genug hatten, und fuhren am 2. Januar wieder nach Churin - dieses Mal mit dem Ziel, dort zu bleiben. Tatsächlich übernachteten wir dann auch in einer kleinen Bleibe direkt neben den Thermalbädern, die, betrieben von einer &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Peasant"&gt;Familie von Kleinbauern&lt;/a&gt;, trotz Flöhen und Kälte (zu allem Überfluss hatte ich aus Deutschland eine Erkältung mitgebracht) durchaus einen gewissen Charme hatte.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-rY2_v2nmB8U/TVg5RybUwTI/AAAAAAAAARU/QTqBfCB4k8M/s1600/P1000353-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-rY2_v2nmB8U/TVg5RybUwTI/AAAAAAAAARU/QTqBfCB4k8M/s320/P1000353-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573267516627927346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wurde uns auch einmal mehr sehr deutlich vorgeführt, wie extrem die Unterschiede im Lebensstandard zwischen Hochlandbevölkerung und den reichen Schichten in Lima ausfallen. Unterschiede gibt es in jedem Land, auch in Deutschland, und sie sollten überall bekämpft werden, aber natürlich bewegen sich diese Unterschiede in Peru auf einem anderen Niveau. Besonders faszinierend angesichts meiner neuerlichen Interessen ist zu sehen, wie wenig monetarisiert die Form der ländlichen Wirtschaft dort ist. Natürlich nehmen die Verkäufer dort Geld, sie nutzen es ja auch zum Einkauf in der nächsten Stadt. Aber es gibt immer wieder praktische Probleme, weil zum Beispiel einfach nicht genug physisches Geld vorhanden ist, um zu wechseln. Mit einem 50 &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nuevo_Sol"&gt;Soles&lt;/a&gt;-Schein (ca. 13 Euro) braucht man in der Regel erst gar nicht zu kommen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben die Tage in Huancahuasi dann mit Wanderungen und weiteren Bädern bestritten. Etwas gesünder, und vielleicht auch mit besserer Ausrüstung, würde ich diesen Ort gerne wieder einmal besuchen. Die An- und Rückfahrt ist zwar sehr abenteuerlich und praktisch unplanbar, aber die Anden sind schon verdammt imposant - und den Tag mit einem heißen Bad zu beginnen und zu beenden ist auch so richtig angenehm.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-K2M3AiiZKKA/TVg9f8k9JRI/AAAAAAAAARc/Hsrijes8hUI/s1600/P1000328-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-K2M3AiiZKKA/TVg9f8k9JRI/AAAAAAAAARc/Hsrijes8hUI/s320/P1000328-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573272157917357330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-4m4plmVVPa4/TVg-U9s79yI/AAAAAAAAARk/PNsfv-H_txg/s1600/P1000338-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-4m4plmVVPa4/TVg-U9s79yI/AAAAAAAAARk/PNsfv-H_txg/s320/P1000338-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573273068752336674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-EVxwc8utMag/TVg-u4bwcbI/AAAAAAAAARs/2Q0HEaHm61A/s1600/P1000348-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-EVxwc8utMag/TVg-u4bwcbI/AAAAAAAAARs/2Q0HEaHm61A/s320/P1000348-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573273514014699954" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-BvmSS6EtUOs/TVg_X3alOJI/AAAAAAAAAR0/2nzusRxT2JM/s1600/P1000405-small.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-BvmSS6EtUOs/TVg_X3alOJI/AAAAAAAAAR0/2nzusRxT2JM/s320/P1000405-small.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5573274218115971218" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-262573493560194578?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/262573493560194578/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=262573493560194578' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/262573493560194578'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/262573493560194578'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/02/churin-und-huancahuasi.html' title='Churin und Huancahuasi'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-5aRAvKox4FQ/TVhBjovoTRI/AAAAAAAAAR8/v-h8S-cgRIs/s72-c/churin-map.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-7075053776962088141</id><published>2011-01-31T21:29:00.001+01:00</published><updated>2011-02-01T12:54:00.562+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Wie ein deutsches Konsumwunder aussieht</title><content type='html'>Zur Zeit liest man in den Medien immer wieder, es gebe in Deutschland ein "Konsumwunder". Da ist die Rede davon, der Aufschwung in Deutschland sei selbsttragend, weil die Menschen unglaublich viel konsumierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um diese Meldungen zu verstehen, muss man wissen, dass Deutschland in den letzten 15 Jahren massives Lohndumping betrieben hat und dafür zu Recht kritisiert wurde. Insbesondere wurde lange - aber leider nicht deutlich genug - darauf hingewiesen, dass die hohe Verschuldung anderer Euro-Staaten zu einem großen Teil einfach das zwingende Pendant der hohen Exportüberschüsse Deutschlands innerhalb der Eurozone sind. Die anderen Staaten der Eurozone leiden also unter dem Verhalten Deutschlands.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ironie daran ist, dass die große Mehrheit der Deutschen davon überhaupt nicht profitiert, weil die hohen Exportüberschüsse ja gerade dadurch ermöglicht werden, dass es eben dieser Mehrheit aufgrund politischer Entscheidungen schlechter ergangen ist als den entsprechenden Bevölkerungsschichten andernorts in Europa. Einer kleinen Elite deutscher Exporteure gelingt es erstaunlicherweise, sowohl ihre Landsleute als auch jetzt im Zuge der &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;sogenannten "Schuldenkrise"&lt;/a&gt; den Rest Europas auszubeuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Kontext muss man die Forderungen zu Lohnerhöhungen und zur Stärkung des deutschen Binnenmarkts verstehen: diese Maßnahmen würden gleichzeitig der deutschen Bevölkerung und den anderen Staaten der Eurozone helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor diesem Hintergrund steht das Medienfeuer namens "Konsumwunder" unter dem Verdacht, im Grunde einfach nur Propaganda zu sein: Seht her, unser Binnenmarkt ist stark, Deutschland ist unschuldig, lasst uns weitermachen wie bisher. Da dachte ich mir, ich sehe mir einmal die &lt;a href="https://www-genesis.destatis.de/genesis/online"&gt;Rohdaten vom Statistischen Bundesamt&lt;/a&gt; an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist der reale (also preisbereinigte) indizierte Umsatz des Einzelhandels in Deutschland:&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TUcTDD-1MBI/AAAAAAAAAQY/16GgTViUc3w/s1600/Temporaer_GAST_1296502663554.png"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TUcTDD-1MBI/AAAAAAAAAQY/16GgTViUc3w/s320/Temporaer_GAST_1296502663554.png" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5568440407596281874" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Konsum ist natürlich nicht nur Einzelhandel. Ein guter Indikator für die Stimmung ist die Gastronomie, da Kneipen- und Restaurantbesuche natürlich als erstes gekürzt werden, wenn es im Geldbeutel knapp wird. Dort sieht das Bild so richtig düster aus:&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TUcTc7sLthI/AAAAAAAAAQg/75qdhVJf6gw/s1600/Temporaer_GAST_1296502995016.png"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TUcTc7sLthI/AAAAAAAAAQg/75qdhVJf6gw/s320/Temporaer_GAST_1296502995016.png" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5568440852047181330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wer auch noch saisonbereinigte Statistiken sehen will: hier sind sie zumindest für den Einzelhandel. Sie sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Man betrachte einmal, wie weit die beiden Kurven teilweise auseinander liegen, obwohl sich sich nur in der Bereinigungsmethodik unterscheiden. Das zeigt aber auch sehr anschaulich, wie viel Kaffeesatzleserei bei all den ökonomischen Analysen und Prognosen immer dabei ist.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TUcTqPzdw3I/AAAAAAAAAQo/cmYoG1d2C9E/s1600/Temporaer_GAST_1296502798518.png"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TUcTqPzdw3I/AAAAAAAAAQo/cmYoG1d2C9E/s320/Temporaer_GAST_1296502798518.png" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5568441080784733042" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Full Disclosure: Die zugänglichen Datenreihen enden im November 2010, die bereinigten enden im August 2010. Allerdings wird sich der Trend nicht in zwei Monaten so weit umgekehrt haben, dass man verlässlich von einem Wunder reden kann. Statistik ist eine unpräzise Wissenschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann es drehen und wenden wie man will, das sogenannte "Konsumwunder" ist weit und breit nicht zu sehen. Vergleiche zu &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Des_Kaisers_neue_Kleider"&gt;des Kaisers neue Kleider&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nineteen_Eighty-Four"&gt;1984&lt;/a&gt; - man muss die Lüge nur oft genug wiederholen - drängen sich angesichts der Lautstärke, mit der das "Konsumwunder" trotzdem beschworen wird, geradezu auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achtet übrigens auch einmal darauf, wie oft bei der Berichterstattung über das "Konsumwunder" tatsächliche Umsatzzahlen genannt werden, und wie oft lediglich von Prognosen die Rede ist, die wenige Monate später sicher vergessen sind. Manche der Kommentare enthalten überhaupt keine harten Fakten (z.B. in der SZ vom 1.2. - aus guten Gründen ohne Link).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt möchte ich an dieser Stelle auf die &lt;a href="http://www.nachdenkseiten.de/"&gt;Nachdenkseiten&lt;/a&gt; hinweisen. Wer ab und zu an der Präsentation der tagespolitischen Themen seine Zweifel hat, aber diese Zweifel angesichts einer erstaunlichen Gleichschaltung der Meinung erstickt fühlt, der wird dort immer wieder einen Lichtblick alternativer Perspektiven finden - auch zum sogenannten "Konsumwunder".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nachtrag:&lt;/b&gt; Die &lt;a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/01/PD11__042__45212,templateId=renderPrint.psml"&gt;Zahlen für Dezember 2010&lt;/a&gt; sind inzwischen auch verfügbar. Real stieg der Umsatz im Einzelhandel 2010 gegenüber 2009 um 1,2%. Das geschah aber vor dem Hintergrund, dass der Umsatz 2009 gegenüber 2008 um 3,1% gesunken war. Der Einbruch der Krise ist also bei weitem noch nicht ausgeglichen. Gleichzeitig war der Umsatz im Dezember 2010 real um 1,3% niedriger als im Dezember 2009, und das obwohl der Dezember 2010 mehr Verkaufstage hatte. Mit anderen Worten: die Konsumlage in Deutschland ist katastrophal.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-7075053776962088141?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/7075053776962088141/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=7075053776962088141' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7075053776962088141'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7075053776962088141'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2011/01/wie-ein-deutsches-konsumwunder-aussieht.html' title='Wie ein deutsches Konsumwunder aussieht'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TUcTDD-1MBI/AAAAAAAAAQY/16GgTViUc3w/s72-c/Temporaer_GAST_1296502663554.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1738602132502063987</id><published>2010-12-12T18:00:00.006+01:00</published><updated>2010-12-12T18:00:01.993+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Das dreckige Geheimnis der Zentralbanker</title><content type='html'>Arbeitslosigkeit ist eines der der zentralen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass das nicht immer so war (Quelle: destatis).&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TQTAhxczatI/AAAAAAAAAP8/smbYXuZlNhc/s1600/arbeitslosigkeit-deutschland.png"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 252px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TQTAhxczatI/AAAAAAAAAP8/smbYXuZlNhc/s400/arbeitslosigkeit-deutschland.png" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5549772327269657298" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Was war in den 1960er und zu Beginn der 1970er Jahre anders als heute? Warum gelang es damals, die Kapazität der deutschen Wirtschaft voll auszulasten, mit den bekannten positiven Folgen für die ganze Gesellschaft? Und was hat sich seitdem verändert? Können wir zu Vollbeschäftigung wie vor 40 Jahren zurückfinden? Fragen wie diese haben mich dazu gebracht, mich ernsthaft mit volkswirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Ich habe diese intellektuelle Reise, die ich jedem nur empfehlen kann, hier bereits teilweise dokumentiert: &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;#1&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;#2&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/10/spiel-mir-das-lied-von-der-inflation.html"&gt;#3&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zentralbanker glauben, dass Vollbeschäftigung mit Preisstabilität in Konflikt steht. Sie glauben, Vollbeschäftigung führt zwangsläufig zu erhöhter Preissteigerung, sprich Inflation, und umgekehrt sei Preisstabilität nur möglich, wenn die produktive Kapazität der Volkswirtschaft nicht ausgelastet ist und daher Menschen arbeitslos sind. Deswegen verhindern die Zentralbanken, dass Vollbeschäftigung erreicht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konkret funktioniert das so. Wenn die Konjunktur anzieht und die Zentralbanker glauben, das könnte zu unerwünscht hoher Inflation führen, dann erhöht die Zentralbank ihre Leitzinsen. Diese Erhöhung schlägt durch auf die Kosten für Kredite, was den Aufschwung abwürgt und so das Erreichen von Vollbeschäftigung verhindert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist das dreckige Geheimnis der Zentralbanker. Nun ist das natürlich kein Geheimnis, das für &lt;a href="http://www.wikileaks.is/"&gt;Wikileaks&lt;/a&gt; interessant wäre, man lernt das nämlich in jedem Makroökonomie-Studium - stellvertretend wird es hier in &lt;a href="http://www.hec.unil.ch/jimbs/Teaching/Session1-RationalExpectations.pdf"&gt;Lausanne&lt;/a&gt; gleich auf der ersten Folie erwähnt. Leider ist die ökonomische Allgemeinbildung eben so schlecht, dass kaum jemand davon weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will nun zwei Fragen nachgehen. Erstens: Angenommen, Preisstabilität und Vollbeschäftigung stehen wirklich zueinander in Konflikt - was sind die politischen Konsequenzen? Und zweitens: Gibt es diesen Konflikt wirklich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Unabhängigkeit und Entdemokratisierung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zentralbank soll unabhängig von der Politik sein, sagen die Zentralbanker seit langem. Tatsächlich haben sie es geschafft, sich weitgehend der demokratischen Kontrolle zu entziehen. Das Dumme daran ist nur, dass sie politische Entscheidungen treffen: Wenn die Konjunktur anzieht, wird gerne der Leitzins angehoben um den Aufschwung zu bremsen. Aber sollte man den Leitzins schon frühzeitig anheben? Oder sollte man damit nicht noch etwas länger warten um vom Aufschwung zu profitieren, und gegebenenfalls dafür eine etwas höhere Inflation in Kauf nehmen? Das ist eine Entscheidung, bei der verschiedene wirtschaftliche und gesellschaftliche Ziele gegeneinander abgewogen werden müssen. Mit anderen Worten, es ist eine &lt;i&gt;politische&lt;/i&gt; Entscheidung, die aber heutzutage keiner parlamentarischen Kontrolle unterworfen ist. Das ist ein klares Demokratiedefizit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verschärft wird es durch die Tatsache, dass die Zentralbanker durch ihr Amt wirtschaftlich ausgesorgt haben. Vor Arbeitslosigkeit und ähnlichen Sorgen müssen sie sich nicht fürchten. Vermutlich haben sie nicht einmal echtes Verständnis für die tiefen sozialen und gesundheitlichen Folgen, die Arbeitslosigkeit nach sich ziehen kann. Dementsprechend tendieren sie natürlich dazu, Arbeitslosigkeit als Problem nicht ernst zu nehmen und stattdessen nur auf Preisstabilität zu achten. So kommt es, dass die Situation der breiten Bevölkerung, insbesondere die der Arbeiter und Arbeitslosen, für die Entscheidungen der Zentralbanken de facto keine Rolle spielt. Der von mir eingangs gezeigte Verlauf der Arbeitslosigkeit in Deutschland ist nicht nur, aber eben auch, eine Folge dieser politischen Entwicklung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist zwar von Vorteil, wenn die Zentralbank jederzeit entscheidungsfähig ist und nicht durch politisches Durcheinander blockiert werden kann. Aber das entbindet sie nicht von der Pflicht zur demokratischen Legitimation. Im konkreten Fall der Eurozone müsste die EZB dem Europaparlament Rechenschaft schuldig sein und an dessen Weisungen gebunden werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Unschuld der Arbeitslosen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist heutzutage modisch, Arbeitslosen zu erklären, sie hätten an ihrer Lage selbst Schuld. Schließlich sei jeder seines Glückes - oder eben Pechs - Schmied, und wenn sich die Arbeitslosen nur etwas mehr anstrengen würden, würden sie auch Arbeit finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das steht im krassen Gegensatz zur ökonomischen Lehre der Zentralbanker, nach der Arbeitslosigkeit notwendig ist um Preisstabilität zu ermöglichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Faszinierenderweise gibt es trotzdem Menschen, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz"&gt;die beide Positionen gleichzeitig vertreten&lt;/a&gt;. Einerseits solle die Zentralbank für Preisstabilität sorgen, indem sie einen zu kräftigen Aufschwung verhindert und dadurch die Schaffung von Arbeitsplätzen verhindert, andererseits seien die Arbeitslosen für ihr Schicksal selbst verantwortlich. Das ist an Doppelzüngigkeit kaum zu überbieten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wenn&lt;/i&gt; Arbeitslosigkeit als Werkzeug zum Erreichen von Preisstabilität eingesetzt wird, &lt;i&gt;dann&lt;/i&gt; muss man die Arbeitslosen, denen damit ein Opfer abgefordert wird, auch entsprechend würdigen. Das sollte für jeden, der auch nur ein Fünkchen Anstand in sich trägt, selbstverständlich sein. Aber an dieser Stelle versagt unsere Politik vollständig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ist Arbeitslosigkeit wirklich notwendig?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit kommen wir zu der Frage, was denn nun wirklich dran ist an dem Konflikt zwischen Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Kernpunkt ist die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phillips-Kurve"&gt;Phillips-Kurve&lt;/a&gt;, eine ursprünglich rein empirische Beobachtung eines inversen Zusammenhangs zwischen Arbeitslosenquote und Lohnsteigerungen, bzw. später allgemeinen Preissteigerungen. Je höher die Arbeitslosenquote, desto geringer waren die beobachteten Preissteigerungen, und umgekehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daraus schließen die meisten Ökonomen, dass der besagte Konflikt existiert und nicht aus der Welt geschaffen werden kann. Natürlich untermauern sie diese Schlussfolgerung mit Stapeln aus formelgefülltem Papier und komplizierten Theorien, getreu dem Motto, dass derjenige, der am wenigsten zu sagen hat oft am meisten redet, aber sie begehen dabei einen sehr einfachen methodischen Fehler, der ihr Gedankengebäude wie ein Kartenhaus einstürzen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie nehmen nämlich an, dass bestimmte wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen nicht verändert werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich hat man angesichts einer empirischen Beobachtung wie der Phillips-Kurve zwei Möglichkeiten. Entweder, man baut darauf Gedankengebäude auf, um die Anhebung der Arbeitslosenquote (oder der Inflation) zu rechtfertigen und das Gewissen der Zentralbanker zu entlasten. Oder man macht sich Gedanken darüber, ob man die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen so verändern kann, dass Vollbeschäftigung und Preisstabilität &lt;i&gt;gleichzeitig&lt;/i&gt; erreicht werden. Dass die meisten Ökonomen die erste Möglichkeit wählen, zeichnet ein wenig schmeichelhaftes Bild der Profession.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt aber vereinzelte Ökonomen, die den zweiten Weg gehen. Dazu gehört der Australier Bill Mitchell, auf dessen &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/"&gt;Blog&lt;/a&gt; ich bereits des öfteren gelinkt habe, sowie der Amerikaner Randall Wray, dessen Buch "&lt;b&gt;Understanding Modern Money&lt;/b&gt;" ich sehr empfehlen kann. Sie haben einen ganz konkreten Vorschlag: ein Regierungsprogramm, das unbegrenzt Arbeitsplätze bereitstellt, die den gesellschaftspolitischen Zielen und damit dem Wohl der Gesellschaft dienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die Abschaffung der Massenarbeitslosigkeit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde diesem Programm, das wahlweise "&lt;i&gt;Job Guarantee&lt;/i&gt;" (JG), "&lt;i&gt;Employer of Last Resort&lt;/i&gt;" (ELR) oder "&lt;i&gt;Basic Public Sector Work&lt;/i&gt;" (BPSW) genannt wird, sicher in Zukunft noch einen eigenen Eintrag widmen. Hier will ich nur kurz umreißen, wie es konkret in der Eurozone aussehen könnte. Unter diesem Programm, das mit den jeweiligen staatlichen Sozialprogrammen koexistiert, bieten die Regierungen der Eurozone jedem, der eine Arbeit möchte, eine Arbeit zu einem europaweit festgelegten Mindestlohn an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konkret werden auf europäischer Ebene Richtlinien ausgearbeitet, die die "ELR-Jobs" erfüllen müssen. Alle Kommunal- und Landesregierungen der Eurozone, aber auch gemeinnützige Einrichtungen, können ELR-Jobangebote gemäß dieser Richtlinien anmelden und ausschreiben. Die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit orientiert sich an den öffentlichen Aufgaben der Staaten, typisch sind z.B. Jobs in den Bereichen Pflege, Bau und Instandhaltung von Infrastruktur, etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Finanziert werden die Stellen zu 100% von der Europäischen Zentralbank bzw. einem noch zu schaffenden Euro-Finanz- und Arbeitsministerium. Zur Finanzierung des Programms sind weder Steuereinnahmen noch zusätzliche Staatsverschuldung notwendig, es wäre also insbesondere mit den Maastricht-Kriterien jederzeit kompatibel (so dumm diese auch sind). Wem das merkwürdig vorkommt, dem lege ich die Lektüre meiner früheren Einträge zum Thema Modern Monetary Theory nahe, insbesondere den zum Thema &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;Staatsschulden&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben den ganz offensichtlichen Vorteilen dieses Programms (positive soziale Auswirkungen, geringere Kriminalität, bessere Versorgung sozialer Einrichtungen, Instandhaltung und Ausbau von Infrastruktur, etc.) gibt es signifikante volkswirtschaftliche Vorteile. So wirkt das ELR-Programm als Puffer für Beschäftigung und als antizyklischer Stabilisator. Es löst in Krisenzeiten fiskalische Impulse aus, ohne dass es Ärger mit dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stabilit%C3%A4ts-_und_Wachstumspakt"&gt;Stabilitätspakt&lt;/a&gt; gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem geht von dem Programm eine preisstabilisierende Wirkung aus. Klassische Konjunkturprogramme tragen oft eine gewisse Inflationsgefahr in sich, weil der Staat dabei de facto am oberen Rand des Preis- und Lohnspektrum einkauft und so ein Preissog nach oben entstehen kann. Die Phillips-Kurve wird typischerweise über einen ähnlichen Effekt erklärt: Bei niedriger Arbeitslosigkeit können Arbeitnehmer höhere Gehälter einfordern. Wenn es Produzenten dann gelingt, die zusätzlichen Kosten auf die Preise weiterzugeben - weil entweder nicht genug Wettbewerb stattfindet oder keine Profite mehr erwirtschaftet werden - dann kann eine Preissteigerungsspirale entstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das vorgeschlagene ELR-Programm schiebt dem ein Riegel vor, da der Lohn der ELR-Jobs vom Gesetzgeber - konkret also vom Europaparlament - festgeschrieben ist. ELR kauft also Arbeit am unteren Rand des Lohnspektrums ein und agiert dadurch als Preisanker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;... und noch eine Anmerkung zum Schluss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegebenermaßen habe ich in diesem Eintrag einiges vereinfacht dargestellt. Die VWL hat sich seit den Beobachtungen von Phillips weiterentwickelt, wenn auch in eine äußerst merkwürdige Richtung. Anstatt sich zu überlegen, wie Preisstabilität und Vollbeschäftigung in Einklang gebracht werden kann, hat sie große Mengen an Theorien hervorgebracht, mit deren Hilfe das destruktive Verhalten der Zentralbanken den Anschein der Legitimation erhält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dummerweise ignorieren diese Theorien die Erkenntnisse von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Behavioral_economics"&gt;Behavioural Economics&lt;/a&gt; weitgehend. Sie unterstellen den Menschen ein Verhalten, das so in der Realität einfach nicht zu finden ist. Ein schönes Beispiel dafür ist die Ricardian Equivalence, die unter anderem vorhersagt, dass jemand, der vom Staat einen Steuererlass bekommt, das ihm zusätzlich zur Verfügung stehende Geld unter keinen Umständen ausgeben wird. Das ist natürlich offensichtlicher Quatsch, aber trotzdem hängen ihm einige Ökonomen an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und selbst die, die Unfug wie die Ricardian Equivalence nicht 1:1 unterschreiben würden, kommen nicht unbedingt mit sich ins Reine. Stattdessen konstruieren sie noch kompliziertere Gedankengebäude, in denen die unsinnigen Annahmen noch besser versteckt sind, und für deren Widerlegung noch mehr ausschweifender Text nötig ist. Und auf dieses argumentative Wettrüsten lasse ich mich nicht ein, getreu dem alten Spruch: &lt;i&gt;Never argue with a fool, for they will pull you down to their level and beat you with their experience.&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1738602132502063987?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1738602132502063987/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1738602132502063987' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1738602132502063987'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1738602132502063987'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/12/das-dreckige-geheimnis-der.html' title='Das dreckige Geheimnis der Zentralbanker'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/TQTAhxczatI/AAAAAAAAAP8/smbYXuZlNhc/s72-c/arbeitslosigkeit-deutschland.png' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-585671597004149600</id><published>2010-10-18T18:29:00.005+02:00</published><updated>2010-11-09T16:54:32.211+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Spiel mir das Lied von der Inflation</title><content type='html'>Letzten Monat habe ich über &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;Modern Monetary Theory&lt;/a&gt; &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;geschrieben&lt;/a&gt;. Für diejenigen, die etwas spät dran sind sei auch noch einmal auf das Buch &lt;a href="http://moslerforsenate.com/wp-content/uploads/2010/06/7DIF.pdf"&gt;7 Deadly Innocent Frauds&lt;/a&gt; von Warren Mosler, und auf &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/"&gt;billy blog&lt;/a&gt; von Bill Mitchell hingewiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine der zentralen Erkenntnisse von Modern Monetary Theory ist, dass das Haushaltsdefizit der Regierung zwangsläufig 1:1 der Zunahme der Nettosparvermögen des privaten Sektors entspricht - solange man von einem abgeschlossenen System oder einem ausgewogenen Außenhandel ausgeht (Nachtrag: bei einem unausgewogenen Außenhandel verschiebt sich das Verhältnis entsprechend der Außenhandelsbilanz, abgesehen davon ändert sich nichts). Mit anderen Worten: die privaten Haushalte können Sparvermögen netto nur dann aufbauen, wenn die Regierung ein Haushaltsdefizit fährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Resultat folgt zwangsläufig aus einer Betrachtung der Volkswirtschaft als &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCsse_und_Schnitte_in_Netzwerken"&gt;Flussnetzwerk&lt;/a&gt; und der Berücksichtigung, dass für private Haushalte Flusserhaltung gilt: alles Geld, das ein privater Haushalt einnimmt, wird zwangsläufig entweder ausgegeben oder gespart, und alles Geld, das ausgegeben wird, stammt entweder aus einer Einnahme oder aus der Auflösung von Sparvermögen bzw. aus Verschuldung. Eine ausführlichere Erklärung, wie man aus dieser Art von Beobachtung die sogenannten Sectoral Balances herleiten kann, findet sich hier: &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=2418"&gt;Norway and sectoral balances&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solange die privaten Haushalte netto in der betrachteten Währung sparen wollen, sollte die Regierung also ein entsprechendes Haushaltsdefizit fahren, weil ansonsten die Wirtschaft abgewürgt wird und &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;Arbeitslosigkeit entsteht&lt;/a&gt;. Wollen die privaten Haushalte umgekehrt netto ihre Sparvermögen abbauen, so sollte die Regierung einen entsprechenden Haushaltsüberschuss fahren, weil ansonsten erhöhte Inflation oder Asset Bubbles entstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt also zu jeder gegebenen Zeit eine "richtige" Höhe des Haushaltsdefizit aus wirtschaftlicher Perspektive. Ab und zu kann diese richtige Höhe durchaus auch bei null liegen, aber das wäre wohl eher ein zufälliges Ereignis. Da der private Sektor typischerweise netto Sparvermögen aufbauen will ist damit zu rechnen, dass die Höhe des "richtigen" Haushaltsdefizits langfristig positiv ist. Der Staat sollte dann ein entsprechendes langfristiges Defizit fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein typischer Einwand dagegen ist die Behauptung, dass eine Regierung ein Defizit nicht beliebig lange fahren könne, weil sie dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geriete. Dieser Einwand ist für nicht-souveräne Staaten wie Deutschland, Frankreich und Griechenland richtig, und er gilt auch für Landes- und Kommunalregierungen. Für souveräne Staaten wie z.B. die USA, Großbritannien, Island, die Schweiz oder Japan ist dieser Einwand falsch, wie ich &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;in einem früheren Eintrag erklärt&lt;/a&gt; habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus deutscher Perspektive ist die richtige Schlussfolgerung, die politisch daraus gezogen werden sollte, dass entweder Deutschland seine Souveränität wiederherstellen sollte, oder auf Ebene der Euro-Zone eine souveräne Regierung geschaffen werden sollte. (Ich persönlich bevorzuge aus politischen Erwägungen heraus Letzteres, aber beide Varianten sind aus rein volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute will ich mich einem anderen typischen Einwand widmen: mit schöner Regelmäßigkeit wird behauptet, die laufenden Defizite würden zwangsläufig zu Inflation führen. Das ist ein Irrglauben. Um ihn vernünftig zu entwirren stelle ich mir heute die Fragen, was Inflation überhaupt ist, ob sie schlimm ist, und wodurch sie entsteht. Außerdem will ich darauf eingehen, woher der Irrglaube kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was ist Inflation?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation"&gt;Inflation&lt;/a&gt; (Vorsicht: die Wikipedia hat leider einen neo-klassischen Bias) ist die Preissteigerung eines fest definierten Warenkorbs. Kostet der Warenkorb in einem Jahr 1000# und im nächsten Jahr 1035#, so beträgt die Inflation 3,5%.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber, wie der Warenkorb zusammengesetzt sein soll, kann man natürlich streiten. Da Preissteigerungen nur im aller seltensten Fall alle Güter gleichmäßig betreffen, kann man dies in statistischen Tricksereien ausnutzen um den Eindruck einer höheren oder niedrigeren Inflation zu erzeugen. Ein schönes Beispiel dafür ist die außerordentliche &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schokolade-die-stabilste-waehrung-der-welt-1.1011786"&gt;Preisstabilität von Schokolade&lt;/a&gt; in Deutschland. Wäre der Warenkorb nur mit Schokoladentafeln gefüllt gewesen, dann hätte es in Deutschland vom Zweiten Weltkrieg bis zur Einführung des Euro fast keine Inflation geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich wird der Warenkorb normalerweise einigermaßen sinnvoll definiert, so dass Inflation ein nützliches Maß für allgemeine Preissteigerungen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ist Inflation schlimm?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der wichtigste Effekt von Inflation ist, dass sie ähnlich wirkt wie negative Zinsen auf Sparvermögen. Sie ist daher ein Anreiz, verdientes Geld wieder auszugeben, entweder für Konsum oder für Investitionen, die einen höheren Gewinn versprechen. Das ist sinnvoll. Auf der anderen Seite ist es &lt;i&gt;auch&lt;/i&gt; sinnvoll, die Menschen zum Sparen zu ermutigen, so dass sie sich ab und zu mit ihren Ersparnissen etwas Größeres leisten können. Zwischen diesen beiden Überlegungen muss eine Balance gefunden werden, die durchaus auch von den politischen Zielen der Regierung abhängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Effekt von Inflation ist die Verbesserung der Preisfindung an Märkten. Menschen mögen große Zahlen, weshalb sie davor zurückschrecken, Preise nominell zu senken - auch wenn dies aus wirtschaftlicher Perspektive sinnvoll wäre. Eine gemäßigte Inflation kann diesen Effekt ausgleichen, da sie dafür sorgt, dass &lt;i&gt;reale&lt;/i&gt; Preise sinken, solange es keine nominelle Preissteigerung gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus diesen Überlegungen folgt, dass eine gemäßigte Inflation erstrebenswert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso klar ist aber auch, dass sowohl eine zu niedrige Inflation (oder gar Deflation) als auch eine zu hohe Inflation schädlich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wodurch entsteht Inflation?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wir oben gesehen haben muss die Frage eigentlich lauten: Wodurch entstehen Preissteigerungen? Dafür können verschiedene Ursachen gefunden werden, zum Beispiel kann ein Preisanstieg von grundlegenden Rohstoffen auf den Preis des Endprodukts durchgereicht werden. Für die Diskussion hier ist ein anderer Faktor wichtiger, nämlich die Nachfrage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die naive Betrachtungsweise ist, dass eine erhöhte Nachfrage nach einem Produkt zu einer Preissteigerung führt. Aber Moment: wenn ich als Produzent einer Ware die erhöhte Nachfrage sehe und dementsprechend meinen Preis steigere, so riskiere ich damit, Marktanteile an die Konkurrenz zu verlieren. Ich sollte also besser erst einmal meine Produktion steigern, vor allem wenn wegen einer Rezession Produktionskapazitäten brachliegen. Erst wenn die Produktion nicht mehr ohne langfristige Investitionen weiter gesteigert werden kann ist eine Preissteigerung zwangsläufig die logische Reaktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Realität wird die Wirtschaft auf eine Steigerung der Nachfrage also mit einer Mischung aus Preissteigerung und Produktionssteigerung reagieren. In den meisten (aber natürlich nicht allen) Fällen überwiegt dabei zunächst letzteres. Erst wenn die Produktionsfaktoren an ihre Grenze stoßen, z.B. wegen einem Mangel an Rohstoffen, Arbeitskräften oder Produktionsanlagen, wird eine Preissteigerung durch den Markt unabwendbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit kommen wir zu der natürlichen Frage ob eine Regierung, die langfristig Haushaltsdefizite fährt, dadurch eine überhöhte Inflation riskiert. Die Antwort darauf ist ebenso natürlich: es kommt darauf an, ob durch das Verhalten der Regierung die Nachfrage über die Produktionskapazität der Wirtschaft gehoben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vertreter von Modern Monetary Theory empfehlen, dass die Regierung ihren Haushalt an das Verhalten des privaten Sektors anpasst, und zwar so, dass durch die Nachfrage insgesamt die Kapazität der Wirtschaft voll ausgelastet ist, aber eben auch nicht mehr. Solange die Regierung dazu in der Lage ist, besteht das Risiko einer überhöhten Inflation also nicht (jedenfalls nicht als Folge des Staatshaushalts; überhöhte Inflation wegen Rohstoffknappheit etc. ist natürlich nie ausgeschlossen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sollte betont werden: Vertreter von MMT sagen &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt;, dass die Regierung in jedem Fall ständig ein Haushaltsdefizit fahren soll. Ob ein Defizit oder ein Überschuss angemessen ist hängt vom Verhalten des privaten Sektors ab. Was Vertreter von MMT sagen ist folgendes: &lt;i&gt;wenn&lt;/i&gt; sich die Regierung vernünftig verhält, &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; sich das Verhalten des privaten Sektors nicht wesentlich gegenüber dem, was wir heutzutage beobachten, verändert, &lt;i&gt;dann&lt;/i&gt; wird die Regierung aller Wahrscheinlichkeit nach langfristig ein Defizit fahren - und dieses Defizit ist für eine souveräne Regierung vollkommen unproblematisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was geschieht, wenn der private Sektor sein Verhalten ändert?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Beispiel könnte es sein, dass der private Sektor seine Sparquote senkt und dadurch die Nachfrage erhöht. Dann ist der Ratschlag von Modern Monetary Theory, dass die Regierung ihr Defizit senken bzw. einen Überschuss anstreben sollte. Dies kann sie entweder durch Senkung der Ausgaben oder durch Erhöhung der Steuern erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche dieser beiden Maßnahmen ergriffen werden sollte, bzw. in welcher Mischung, hängt dabei lediglich von den politischen Zielen der Regierung ab. Teilweise geschieht die Anpassung des Haushalts von alleine durch automatische Stabilisatoren, idealerweise durch eine &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=11941"&gt;Job Guarantee&lt;/a&gt; - über die ich ich hier ein andermal schreiben werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die automatischen Stabilisatoren nicht ausreichen, kann die Regierung weitere Ausgaben senken. Aber irgendwann wird das nicht mehr möglich sein, weil zumindest die Grundfunktionen des Staates gewährleistet werden müssen. Spätestens dann muss die Regierung entweder die Steuern anheben, und dem privaten Sektor dadurch nominale Kaufkraft wegnehmen, oder sie muss eine erhöhte Inflation in Kauf nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aha! wird jetzt vielleicht manch einer sagen. Also führen die Defizite ja doch zur Inflation oder müssen irgendwann ausgeglichen werden. &lt;i&gt;Wenn&lt;/i&gt; der private Sektor sein Verhalten ändert, &lt;i&gt;dann&lt;/i&gt; vielleicht ja - je nachdem, wie flexibel die Produktionskapazität der Wirtschaft ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn der zentrale Punkt ist folgender: &lt;b&gt;in jedem Zeitraum können die Menschen höchstens so viel kaufen, wie die Wirtschaft auch in der Lage ist, real zu produzieren&lt;/b&gt;. Wer ein Sparvermögen anlegt erhofft sich dabei, in der Zukunft mit diesem Sparvermögen reale Güter oder Dienstleistungen kaufen zu können. Wenn die Wirtschaft in der Zukunft dann nicht leistungsfähig genug ist, um die erhofften realen Dinge auch produzieren zu können, dann hat man Pech gehabt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese einfache Beobachtung gilt immer und hat nichts mit dem Haushaltsdefizit zu tun. Ein langfristiges Haushaltsdefizit ermöglicht es dem privaten Sektor lediglich, die Sparvermögen aufzubauen, von denen sich später womöglich herausstellen könnte, dass sie nicht so viel wert sind wie sich die Sparer erhofft haben. Ob sich der reale Wert der Sparvermögen so entwickelt wie erhofft hängt aber - wie die Diskussion oben zeigt - ganz wesentlich davon ab, ob die Produktionskapazitäten der Wirtschaft in Zukunft ausreichen werden, um steigende Nachfrage zu absorbieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Modern Monetary Theory nun sagt ist, dass die Regierung dafür sorgen sollte, dass die Produktionskapazitäten der Wirtschaft möglichst weitgehend ausgelastet sind, einerseits um der Bevölkerung einen hohen Lebensstandard in der Gegenwart zu ermöglichen, anderseits aber auch in der durchaus berechtigten Hoffnung, dass sich die Produktionskapazitäten dadurch langfristig vergrößern, was den zukünftigen Wert der angelegten Sparvermögen garantiert und den realen Lebensstandard der Bevölkerung weiter verbessert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kleine ökologische Nebenbemerkung: aus volkswirtschaftlicher Sicht bedeutet eine Vergrößerung der Produktionskapazitäten nicht unbedingt ein höheres Materialvolumen, sondern kann sich auch in einer qualitativen Verbesserung der Produkte und Dienstleistungen äußern. Eine ökologisch denkende Regierung sollte versuchen, durch gezielte Impulse das Wirtschaftswachstum in diesem qualitativen Sinn zu lenken.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die klassischen Einwände gegen eine Regierung, die ihren Haushalt zur Auslastung der Wirtschaft einsetzt, sind also unbegründet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem muss man natürlich anerkennen, dass die Sparvermögen, die durch die langfristigen Defizite ermöglicht werden, aus anderweitigen Gründen politisch ungewollt sein können. Wenn die Vergrößerung der Sparvermögen einhergeht mit einer wachsenden Ungleichverteilung zwischen Armen und Reichen, dann ist dies eine ganz konkrete Gefahr für eine Demokratie. Zudem können wachsende Sparvermögen vielleicht einen durchgeknallten Finanzsektor fördern, der wiederum mit Risiken verbunden ist. Aus solchen Gründen ist es sinnvoll, über gezielte Maßnahmen zur Begrenzung von hohen Sparvermögen - wie zum Beispiel eine progressive Vermögenssteuer - nachzudenken. Aber das ist ein anderes Thema, über das ich vielleicht ein andermal schreiben werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Der Goldstandard und das Wort "Inflation"&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ein langfristiges Staatsdefizit also für einen souveränen Staat so unproblematisch ist, woher kommt dann die allgemeine Furcht davor? Zum einen ist es wichtig zu verstehen, dass &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=11941"&gt;es mächtige Interessen gibt, die von dieser Furcht profitieren&lt;/a&gt;. Aber auch darüber hinaus gibt es doch Argumente, die für diese Furcht sprechen - oder? Es ist wichtig zu verstehen, warum diese "Argumente" falsch sind, also will ich auf einige davon eingehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher, in grauer Vorzeit, waren Währungen an einen Goldstandard gekoppelt. Das bedeutet, dass die Regierungen versprachen, Geld gegen Gold zu einem festen Preis umzutauschen. Das Geld hatte also einen intrinsischen Wert, nämlich den Wert der entsprechenden Goldmenge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem festen Rahmen ist es der Regierung nur dann möglich, ein langfristiges Defizit zu fahren, wenn sie dieses durch den Verkauf von Schuldpapieren finanzieren kann. Wenn sie trotzdem mehr Geld ausgeben will ohne dies durch Schuldpapiere auszugleichen, muss sie entweder die Deckung des Geldes durch Gold reduzieren. Darunter versteht man, dass die Regierung nur einen Bruchteil des insgesamt im Umlauf befindlichen Geldes zu Gold tauschen kann. Die USA haben z.B. lange Zeit mit einer Deckung von 40% operiert und sind dadurch das Risiko eingegangen, womöglich irgendwann nicht mehr genug Gold in Reserve zu haben, wenn ein Run auf Gold entstanden wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder die Regierung verändert den Umtauschfaktor von Geld zu Gold. Dadurch verringert sich der intrinsische Wert des Geldes und man spricht von "Aufblähung" der Geldmenge, weil die Regierung nun netto mehr Geld ausgeben kann, ohne die Deckung zu reduzieren. Das lateinische Wort für "Aufblähung" ist "Inflation".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Moment! Entsteht dadurch denn tatsächlich erhöhte Inflation in unserem heutigen Sinne? Heutzutage versteht man unter Inflation eine Preissteigerung, und in diesem Szenario steigt natürlich per Definition der Preis von Gold, so viel ist klar. Aber steigen auch die anderen Preise? Insbesondere stellt sich die Frage: steigt der Preis des Warenkorbs, über den Inflation definiert wird?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Definieren wir also ein erstes Szenario: ein abgeschlossenes Goldstandard-System ohne Außenhandel, in dem die Regierung den Goldpreis erhöht, jedoch zunächst ohne das Haushaltsdefizit zu verändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter oben haben wir uns überlegt, wodurch eine Preissteigerung entstehen kann: einerseits durch höhere Rohstoffpreise. Gold wird aber außer in Schmuck nur in eher geringen Mengen eingesetzt, von daher wird dieser Effekt auf die Inflation gering ausfallen. Andererseits kann Inflation potentiell durch erhöhte Nachfrage entstehen. Solange die Regierung ihr Haushaltsdefizit nicht ändert, wird sich aber auch die Nachfrage nicht ändern - bis auf denkbar minimale Effekte durch Menschen, die im Goldbesitz sind und dieses verkaufen, um sich dafür andere Dinge zu leisten. &lt;b&gt;In diesem ersten Szenario ist also keine erhöhte Inflation zu erwarten, obwohl die Regierung den "Wert des Geldes" senkt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sobald die Regierung den niedrigeren Geldwert ausnutzt um ihr Haushaltsdefizit zu erhöhen, wird Inflation durch steigende Nachfrage möglich, aber auch da gilt wieder die Überlegung, dass die Wirtschaft die steigende Nachfrage zunächst durch Produktionssteigerungen ausgleichen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Annahme eines abgeschlossenen Systems ist natürlich unrealistisch. In Wirklichkeit führt die Änderung des Goldpreises durch die Regierung zu einer Anpassung der Wechselkurse. Dadurch werden Importe teurer und die Nachfrage steigt in Form steigender Exporte. Beide Effekte tendieren zu einer erhöhten Inflation. Wie stark diese ausfällt hängt davon ab, wie groß der Einfluss des Außenhandels auf die Wirtschaft ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit die Überlegungen zu einem Goldstandard-System: Inflation entsteht auch in einem Goldstandard-System nur so weit durch den reduzierten "Wert des Geldes", wie sich dieser auf den Außenhandel auswirkt. Jeder weitere signifikante Inflations-Effekt entsteht nicht durch den reduzierten "Wert des Geldes", sondern durch einen Anstieg von Nachfrage relativ zu den Produktionskapazitäten der realen Wirtschaft, wie ich ihn bereits besprochen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sieht es nun in einem Fiat-Geldsystem mit souveräner Regierung aus? Hier hat Geld keinen intrinsischen Wert. Von einem reduzierten "Wert des Geldes" zu sprechen ist also vollkommen unsinnig. Die naive Denke von "mehr Geld = mehr Inflation", die sich auch aus der Sprache des Goldstandards ergibt, ist selbst im Goldstandard-System falsch. In einem Fiat-System bricht sie vollständig in sich zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Modern Monetary Theory bietet einen Rahmen, um Inflation in Bezug auf das Haushaltsdefizit in einem Fiat-Geldsystem zu untersuchen. Dort kommt man zum Schluss, dass ein Haushaltsdefizit nur dann zu Inflation führt, &lt;i&gt;wenn es zu hoch ist&lt;/i&gt;. Wie hoch ist zu hoch? Kommt drauf an. Manchmal kann die Grenze durchaus bei null liegen, also bei einem ausgeglichenen Haushalt, aber das ist dann einfach Zufall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Quantitätstheorie&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mainstream-Ökonomen argumentieren sehr gerne, dass eine höhere "Geldmenge" (egal welche von den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge"&gt;vielen vollkommen verschiedenen Definitionen&lt;/a&gt; ihnen gerade ins Konzept passt) zu Inflation führen wird. Sie haben so auch die letzten zwei Jahre angesichts der Maßnahmen der Zentralbanken weltweit argumentiert, und kaum jemand scheint es ihnen übel zu nehmen, dass das Inflationsgeunke ganz offensichtlich vollkommen unbegründet war. Um dieses Gerede zu durchschauen muss man verstehen, dass sich dahinter die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Quantity_theory_of_money"&gt;Quantitätstheorie&lt;/a&gt; versteckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Quantitätstheorie wird ungefähr so hergeleitet. Sei M die "Geldmenge", P das Preisniveau, und Q die Menge umgesetzter Güter pro Zeiteinheit. Dann kann man einen Proportionalitätsfaktor erfinden, um diese Größen in eine Gleichung zu pressen. Man nennt ihn V, die "Umlaufgeschwindigkeit des Geldes", und kommt so zu der Gleichung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;MV = PQ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich ist schon hier klar, dass die Quantitätstheorie als Theorie wenig brauchbar ist, denn natürlich kann man beliebige Proportionalitätsfaktoren erfinden um Gleichungen hinzuschreiben, aber da V außerhalb des Gedankengebäudes der Quantitätstheorie bedeutungslos und nicht direkt messbar ist, ist diese Gleichung wenig erhellend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben, selbst in der Physik gibt es solche Proportionalitätsfaktoren. Lange Zeit war die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fallbeschleunigung"&gt;Fallbeschleunigung&lt;/a&gt; auf der Erde ein solcher Faktor. Nur: erstens haben sich die Physiker damit nicht zufrieden gegeben. Inzwischen können sie diesen Faktor aus den Gravitationsgesetzen erklären, die zwar auch wieder mit der Gravitationskonstante einen beliebigen Faktor enthalten, aber besonders glücklich sind die Physiker darüber ja auch nicht. Zweitens sprechen die empirischen Befunde dafür, dass die verbleibenden Proportionalitätsfaktoren in der Physik universelle Konstanten sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die "Umlaufgeschwindigkeit des Geldes" V ist aber alles andere konstant und variiert ziemlich wild. Spätestens mit dieser Erkenntnis sollte man die Quantitätstheorie vernünftigerweise als hoffnungslosen Fall aufgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Mainstream-Ökonomen machen trotzdem weiter. Sie behaupten einfach: V und Q sind konstant. Also verdoppeln sich mit einer Verdopplung der Geldmenge auch die Preise. Das ist aber einfach falsch, wie man praktisch überall an den empirischen Fakten sieht, hier zum Beispiel im Vergleich &lt;a href="http://www.wolframalpha.com/input/?i=us+consumer+price+index"&gt;US CPI&lt;/a&gt; vs. &lt;a href="http://www.wolframalpha.com/input/?i=us+money+supply"&gt;Geldmenge&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die typische Ausrede ist dann, dass man sich die falsche Definition von Geldmenge ansieht, auch wenn es in Wirklichkeit einfach keine Definition von Geldmenge gibt, mit der die Vorhersage richtig wird. Vermutlich stammt die große Zahl von Geldmenge-Definitionen auch aus diesen erfolglosen Versuchen, die Quantitätstheorie zu reparieren. Offenbar gibt es hier einige Gläubige, die einfach ihre Definition von Gott verändern, sobald man ein rationales Argument dargelegt hat, das zeigt, wie unplausibel die Existenz Gottes ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andere erklären dann, die Quantitätstheorie sei trotzdem richtig, weil V und Q nicht unbedingt konstant sind - und widersprechen damit genau dem, was sie erst fünf Minuten vorher selbst behauptet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nein, reden sie sich heraus, so haben sie das ja gar nicht gemeint. V und Q seien nur &lt;i&gt;langfristig&lt;/i&gt; konstant, behaupten sie dann, ungeachtet dessen, dass V und Q über praktisch alle bisher betrachteten Zeiträume nicht konstant sind. Praktischerweise legen sich diese Ökonomen auch nicht darauf fest, wie groß die Zeiträume denn sind, die sie mit "langfristig" meinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diese Art, "Wissenschaft" zu betreiben, könnten wir nun wirklich verzichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Und das Fazit?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um Inflation ranken sich jede Menge Legenden, viele aus der längst vergangenen Zeit des Goldstandards, die meisten von ihnen gar frei erfunden. Nüchtern betrachtet ist ein geringes Maß an Inflation sinnvoll, und sowohl zu geringe als auch zu hohe Inflation schädlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine souveräne Regierung kann die Ziele moderate Inflation und (nahezu) volle Auslastung der Wirtschaft, inklusive echter Vollbeschäftigung (definiert als weniger als 2% Arbeitslosigkeit bei null Unterbeschäftigung) problemlos erreichen, wenn sie sich die Erkenntnisse von Modern Monetary Theory zunutze macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist nicht auszuschließen, dass sich angelegte Sparvermögen in manchen Situationen als real weniger wertvoll als erhofft herausstellen. Diese Möglichkeit besteht aber immer, und mit den Erkenntnissen von Modern Monetary Theory kann eine Regierung auf reale volkswirtschaftliche Resultate zielen, die in jedem Fall mindestens so gut wie, und in vielen Fällen besser als die Resultate der klassischen, pro-zyklischen Sparkurs-Politik sind, auf die die heutige Diskussion in fast allen Staaten weltweit hinausläuft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Coda&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unfug wie die Quantitätstheorie hält sich auch deshalb so hartnäckig, weil es der menschlichen Natur widerstrebt, eine einmal widerlegte Theorie kategorisch abzulehnen. Lieber gehen Menschen dazu über, dass ja vielleicht doch "ein klein bißchen Wahrheit" daran sein könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu möchte ich den großartigen Douglas Adams &lt;a href="http://www.positiveatheism.org/hist/quotes/douglas.htm"&gt;zitieren&lt;/a&gt;, der diese Denkweise wie folgt parodiert hat:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;A man didn't understand how televisions work, and was convinced that there must be lots of little men inside the box, manipulating images at high speed. An engineer explained to him about high frequency modulations of the electromagnetic spectrum, about transmitters and receivers, about amplifiers and cathode ray tubes, about scan lines moving across and down a phosphorescent screen. The man listened to the engineer with careful attention, nodding his head at every step of the argument. At the end he pronounced himself satisfied. He really did now understand how televisions work. "But I expect there are just a few little men in there, aren't there?"&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Ihm ging es dabei um die Kreationismusdebatte, aber ich habe diese Art von Reaktion auch in Diskussionen über Volkswirtschaft schon oft genug beobachtet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-585671597004149600?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/585671597004149600/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=585671597004149600' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/585671597004149600'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/585671597004149600'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/10/spiel-mir-das-lied-von-der-inflation.html' title='Spiel mir das Lied von der Inflation'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-647175580453177326</id><published>2010-10-11T18:06:00.005+02:00</published><updated>2010-10-11T18:06:00.183+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Unsichtbare Revolutionen</title><content type='html'>Welche Veränderungen des letzten Jahrhunderts haben unsere Gesellschaft am stärksten (um)geformt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine spannende Frage, finde ich, mit vielen möglichen Antworten. Man kann sie aus politisch-historischer Perspektive beantworten mit den Geschehnissen, die später einmal in den Geschichtsbüchern stehen werden: die Weltkriege und der Kalte Krieg; die sozialen Veränderungen wie die Emanzipation der Frauen und die Umweltbewegung. Bei dieser Perspektive muss man allerdings aufpassen, ob man nicht womöglich Symptome und Resultate aus Versehen für Ursachen hält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich ist die Frage nicht, &lt;i&gt;in welcher Hinsicht&lt;/i&gt; sich unsere Geselltschäft (um)geformt hat, sondern &lt;i&gt;warum&lt;/i&gt; sie sich (um)geformt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten Menschen werden auf die Frage nach den Auslösern wahrscheinlich aus einer technischen Perspektive antworten und Erfindungen bzw. Entwicklungen wie das Auto, das Fernsehen, &lt;a href="http://www.positiveatheism.org/hist/quotes/douglas.htm"&gt;digitale Armbanduhren&lt;/a&gt;, Computer, Handys, und das Internet nennen. Das 20. Jahrhundert war auch tatsächlich ein Jahrhundert atemberaubend schneller technischer Entwicklung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dennoch bin ich von diese Antworten &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Rolling_Stones"&gt;nicht so recht befriedigt&lt;/a&gt;. Es gibt andere Veränderungen, die sich langsam vollziehen und subtil, so dass wir ihrer meist nicht so recht bewusst sind und sie nicht hinterfragen. Gerade deshalb können sie aber unser Denken so vollkommen verändern, dass wir uns wenigsten ab und zu explizit mit ihnen auseinandersetzen sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute will ich zwei Kandidaten vorstellen, von denen ich glaube, dass sie zu den wichtigsten "unsichtbaren Revolutionen" des letzten Jahrhunderts zählen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;1. Die Klaustrophobie der Menschheit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Mitte des letzten Jahrhunderts haben wir &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Blue_Marble"&gt;Fotos&lt;/a&gt; der &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/05/pale-blue-dot.html"&gt;Erde&lt;/a&gt; - und wir finden das normal! Dabei ist es ein symbolischer Höhepunkt für gleich zwei jahrhundertelange Entwicklungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen wurde der Menschen zunehmend aus dem Zentrum des Universums gedrängt. Viele Menschen haben mit dieser Vorstellung so ihre Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum anderen leben wir heute mit dem Gefühl, dass es keine weißen Flecken auf den Landkarten mehr gibt. Die plausible Existenz von Abenteuer jenseits der Grenzen unseres Horizonts ist uns durch die moderne Technik genommen worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Sicht ist zwar einerseits nicht wirklich richtig. Es ist ja schon ein Klischee, dass wir über die Tiefsee (anscheinend) weniger wissen als über den Weltraum. Unerkundetes gibt es also eigentlich genug, aber das vorherrschende &lt;i&gt;Gefühl&lt;/i&gt; ist ein anderes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Verständnis von uns selbst und unserer Welt muss sich dadurch geändert haben, und ich bin mir selbst nicht ganz im Klaren wie, und ob in guter oder in schlechter Richtung. Die eingangs erwähnte Umweltbewegung nährte sich ganz sicher auch aus dem gewachsenen Bewusstsein, dass die Erde alles ist, das wir haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite hatten Gesellschaften früher immer ein Ventil für ihre Hyperaktiven, indem sie sie (bestenfalls) als Entdecker oder (schlimmstenfalls) als Eroberer ins Unbekannte geschickt haben. Dieses Ventil existiert auf der Erde nicht mehr in dieser Form, und ich frage mich, ob man nicht bewusst eine Besiedlung des Weltraums auch aus diesem Grund anstreben sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich würden wir auch trotz Besiedlung des Weltraums nie mehr (modulo eines vollkommenen Zusammenbruchs unserer heutigen Zivilisation) in den Zustand zurückkehren, in dem wir eine Gegend erkunden müssen, indem wir sie persönlich besuchen. Erkundungssatelliten werden in der interplanetaren Raumfahrt immer eine Rolle spielen bevor tatsächlich Siedlungen gebaut würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch sollten wir uns die Frage stellen: leidet die Menschheit an Klaustrophobie? Ich persönlich sehne mich tatsächlich ab und zu nach weißen Flecken auf der Landkarte, auch wenn ich intellektuell natürlich weiß, dass es im Prinzip noch genug zu entdecken gäbe. Ob es einem signifikanten Teil der Bevölkerung bewusst oder unbewusst ähnlich geht? Ich weiß es nicht - genau für solche Fragen gibt es eigentlich Geisteswissenschaften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;2. Der Mythos Wettkampf&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich in &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/joint-comedy.html"&gt;Fribourg auf den Joint Operations Research Days&lt;/a&gt; war ist mir bei einem Vortrag eines Doktoranden ein Kommentar aufgefallen, der eigentlich gar nicht mathematischer Natur war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Redner meinte, wir Menschen seien im ständigen Konkurrenzkampf und Wettbewerb untereinander. In der Tat ist diese Vorstellung so weit verbreitet, dass Konkurrenzkampf nicht nur als normal gilt, sondern sogar &lt;i&gt;normativ&lt;/i&gt; ist. Wettbewerb wird von vielen Menschen als Ziel an sich verstanden. Wer Wettbewerb und Konkurrenz hinterfragt wird höchstens milde belächelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist die Vorstellung des ewigen Konkurrenzkampfs vollkommen falsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schlage euch, meinen Lesern, hiermit ein Selbst-Experiment vor. Beobachtet euch eine Woche lang selbst und notiert bewusst, wann ihr mit anderen Menschen konkurriert, und wann eure Interaktionen mit anderen Menschen eher sozialer und kooperativer Natur sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei mir war das Ergebnis eindeutig: natürlich gibt es Konkurrenzsituationen, aber sie sind sehr deutlich in der Minderheit, verglichen mit anderen Arten der Interaktion. Ich würde wetten, dass selbst für irgendwelche Investmentbanker die klar überwiegende Mehrheit aller Interaktionen mit anderen Menschen von sozialer bzw. kooperativer Natur ist und mit Konkurrenz nichts zu tun hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woher kommt also der Glaube, Konkurrenz dominiere unser aller Verhalten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine wichtige Rolle spielt die banale Tatsache, dass Konkurrenz spektakulär ist. Nicht nur die Medien stürzen sich darauf, auch Wissenschaftler zieht sie in ihren Bann. Daraus entstand im letzten Jahrhundert die durchaus nützliche und interessante &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spieltheorie"&gt;Spieltheorie&lt;/a&gt;. Darüber hat dann leider so mancher, der sich professionell mit dem Konkurrenzverhalten von Menschen beschäftigt, vergessen, dass diese Verhaltensweise in Wirklichkeit nur einen Bruchteil menschlichen Handelns ausmacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verbunden hat sich das dann einerseits mit der ganz ähnlich entstandenen und ebenso absurden Vorstellung, dass der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_oeconomicus"&gt;Homo oeconomicus&lt;/a&gt; ein vollständiges Bild der menschlichen Natur ist, und andererseits mit &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Neoliberalism"&gt;politischen Strömungen&lt;/a&gt;, die ihre Ideologien nur allzugern zur unverrückbaren Wahrheit definieren wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heraus kommt ein Weltbild, das von den Menschen verlangt, sich ständig wie in einer Konkurrenzsituation zu verhalten, obwohl das überhaupt nicht mit der menschlichen Natur zusammenpasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Weltbild hat sich schleichend entwickelt und unser gesamtes Denken unterwandert, und es &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/School_shooting"&gt;sieht so aus&lt;/a&gt;, als würden wir uns dadurch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amok"&gt;mehr schaden&lt;/a&gt; als nützen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Social Engineering&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist also wichtig zu verstehen, wie diese schleichenden Veränderungen funktionieren, wodurch sie ausgelöst werden, und welche Folgen sie haben. Aber es stellt sich auch die umgekehrte Frage: können wir solche schleichenden Veränderungen erzeugen, mit dem Ziel, bestimmte Aspekte unserer Gesellschaft zu verbessern?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht also um &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Engineering_%28Politikwissenschaft%29"&gt;Social Engineering&lt;/a&gt; - nicht zu verwechseln mit &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Engineering_%28Sicherheit%29"&gt;Social Engineering&lt;/a&gt;. Die Vorstellung davon löst sicher bei vielen Abstoßungsreflexe aus, und man muss schon ein sehr vertrockneter Technokrat sein, um dieser Idee vollkommen unkritisch gegenüberzustehen. Andererseits gibt es drei wichtige Gründe, die Abstoßungsreflexe zumindest zeitweise zu unterdrücken:&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Wie jede Technologie wäre auch diese stets zum Guten wie zum Bösen nutzbar.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Social Engineering &lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33380/1.html"&gt;wird bereits in großem Stil eingesetzt&lt;/a&gt;, und zwar, wie ich persönlich finde, nicht gerade zu einem guten Zweck.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;li&gt;Es gäbe einige implizite Glaubenssätze in unserer Gesellschaft, deren Veränderung vermutlich eine langfristige Besserstellung der breiten Bevölkerung zur Folge hätte.&lt;/li&gt;&lt;br /&gt;&lt;/ol&gt;&lt;br /&gt;Mit dem letzten Punkt meine ich nicht nur den bereits erwähnten Mythos des permanenten Konkurrenzkampfs, sondern zum Beispiel auch die vorherrschende Vorstellung des freien Markts, den der Staat auf jeden Fall alleine lassen muss weil sonst die Welt untergeht (oder so). Auch diese Vorstellung vom für die Gesellschaft positiven freien Markt gehört zu den unsichtbaren Revolutionen - ich habe sie eingangs nicht erwähnt, &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/science/the-lay-scientist/2010/sep/24/1"&gt;damit im Internet noch genug Platz bleibt&lt;/a&gt;. Dieser Post wird schließlich auch so sehr lang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann man angesichts dieser - empirisch widerlegten - Vorstellung nicht etwas tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schwierig, einen einmal in die Welt gesetzten &lt;a href="http://www.snopes.com/food/ingredient/carrots.asp"&gt;Mythos&lt;/a&gt; wieder zu entfernen. Aber vielleicht kann man ihn ja so verbiegen, dass etwas Gutes dabei herauskommt. Schließlich können Märkte ja tatsächlich positive Resultate für die Gesellschaft erzielen, aber eben nur, wenn die Rahmenbedingungen richtig sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über einen möglichen Weg dorthin bin ich gestolpert, als ich neulich &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/verstaatlicht-die-stromnetze.html"&gt;hier&lt;/a&gt; einen Post geschrieben habe. Der Gedanke war dabei in etwa der folgende:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;Demokratische Marktwirtschaft bedeutet: der Staat gestaltet die Märkte so, dass die Beteiligten derart gegeneinander ausgespielt werden, dass dabei das bestmögliche Resultat für die am schlechtesten gestellten Menschen im Land erzielt wird.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Durch diese Formulierung wird die Leistungsfähigkeit der Märkte nicht in Frage gestellt, eher im Gegenteil. Somit wird auch einem Hardliner der Ideologie des freien Marktes eher ermöglicht, dem Satz zuzustimmen und ihn als eigene Idee zu übernehmen. Gleichzeitig wird dieser Leistungsfähigkeit aber ein Ziel gegeben und die Idee ins Spiel gebracht, dass "der Markt" Hilfe braucht in Form eines gestaltenden Staates. Die Formulierung beinhaltet auch eine Komponente, die den Staat implizit über Firmen und Banken, gleichzeitig aber unter die Menschen stellt. Sie zementiert dadurch eine Schlüsselidee progressiven Denkens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nicht, wie leicht oder schwer es wäre, diesen Satz ins Mainstream-Gedankengut einzuschleusen. Aber stellt euch einfach vor, in den Talkshowrunden Deutschlands wäre der oben zitierte Satz so selbstverständlich wie heutzutage die Vorstellung, der freie Markt würde ganz von alleine alles gut machen. Würde das nicht von ganz alleine zu einer deutlich besseren Politik führen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-647175580453177326?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/647175580453177326/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=647175580453177326' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/647175580453177326'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/647175580453177326'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/10/unsichtbare-revolutionen.html' title='Unsichtbare Revolutionen'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-8906620678846327350</id><published>2010-10-07T19:47:00.000+02:00</published><updated>2010-10-07T19:47:00.573+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>The Design of Everyday Things</title><content type='html'>In diesem &lt;a href="http://mitpress.mit.edu/catalog/item/default.asp?ttype=2&amp;tid=5393"&gt;Buch&lt;/a&gt; schildert Donald Norman anhand vieler Beispiele guten und schlechten Designs die Prinzipien, nach denen benutzbare Gegenstände entworfen werden sollten. Seine Beispiel reichen von Türgriffen über Telefonsysteme bis zu Fabrikanlagen, ließen sich aber genauso auf Computerschnittstellen und Webseiten übertragen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für das Thema Benutzbarkeit ein wenig interessiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten der Regeln, die Donald Norman aus psychologischen Erkenntnissen ableitet, sind zwar im Grunde einfach "nur" einleuchtende Banalitäten. Sich der grundlegenden Banalitäten so richtig bewusst zu werden ist aber nie verkehrt, zumal wenn dieser Vorgang durch sehr anschauliche Beispiele begleitet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über ein solches Beispiel bin ich selbst vor Kurzem in einem Regionalzug der Deutschen Bahn gestolpert. Die Türen zwischen Eingangsbereich und Sitzraum der Waggons waren in diesem Zug baulich von einer alten manuellen Tür nicht zu unterscheiden. Jede Tür hatte einen soliden Griff, der zum schwungvollen manuellen Öffnen und Schließen der Tür einlud.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dummerweise war in die Türen aber eine Automatik eingebaut. Eine ganze Reihe von Fahrgästen - mich eingeschlossen - hat, von der Griffform verführt und in dem Willen, den Mitreisenden einen Gefallen zu tun, versucht, diese Türen zu schließen. Die Automatik verhinderte aber, dass sich die Türen vor Ablauf eines festen Zeitfensters wieder schließen ließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regelmässige &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus-Brandstiftungen_am_2._April_1968"&gt;"Gewalt gegen Sachen"&lt;/a&gt; war die Folge, die weder der Psyche der Bahnfahrer noch der &lt;a href="http://www.bbc.co.uk/cult/hitchhikers/guide/siriuscybernetics.shtml"&gt;Türe&lt;/a&gt; selbst - und damit auch dem Budget der Bahn - besonders bekömmlich sein konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Problem ist offenbar sogar jemandem aufgefallen, denn an den Türen waren kleine Aufkleber mit dem Aufdruck "Tür schließt automatisch" angebracht. Natürlich &lt;a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=TLDR"&gt;liest sowas erstens kein Mensch&lt;/a&gt;, und zweitens waren diese Aufkleber an vielen Türen wegen Abrieb ohnehin unleserlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätten die Designer dieser Türen das eingangs erwähnte Buch gelesen, so wäre ihnen klar gewesen, dass sie sich auf die Suche nach einer echten Lösung hätten begeben müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spontan fallen mir dazu zwei mögliche Ansätze ein. So könnte die Automatik vielleicht so gestaltet sein, dass sie sich nicht gegen ein Zuziehen der Tür wehrt. Alternativ könnte man die Griffe anders gestalten. Dass die zweite Option nicht gewählt wurde ist überraschend, weil sie bei den automatischen Türen in IC-Waggons zum Einsatz kommt. Die Griffe dieser Türen knicken beim Ziehen ab und signalisierem dem Benutzer dadurch, dass diese Türen nicht mit Kraftaufwand zu öffnen oder zu schließen sind, sondern dass es sich bei den Griffen in Wirklichkeit um eine Art Knopf oder Schalter handelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wäre so einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stattdessen leiden tagtäglich Menschen unter schlechtem Design, das den Alltag zwar nicht viel, aber doch vollkommen unnötig verkompliziert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-8906620678846327350?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/8906620678846327350/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=8906620678846327350' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8906620678846327350'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8906620678846327350'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/10/design-of-everyday-things.html' title='The Design of Everyday Things'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1494797939571340887</id><published>2010-10-01T19:00:00.004+02:00</published><updated>2010-10-10T23:43:23.462+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Auf de schwäb'sche Eisebahne...</title><content type='html'>&lt;b&gt;Nachtrag:&lt;/b&gt; &lt;a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/4247/stuttgart-21-der-bahnhof-den-niemand-will-und-niemand-braucht"&gt;Hier&lt;/a&gt; ist ein sehr ausführlicher und empfehlenswerter Artikel, der sich mit der Diskussion um S21 auseinandersetzt. Einige der Contra-Argumente sind zwar eher contra S21 in seiner jetzigen Form und könnten im Prinzip ausgeräumt werden wenn man nur wollte, aber gerade deswegen wird um so klarer, dass ein Baustopp, eine ruhige Diskussion ohne Astroturfer, und danach ein Volksentscheid notwendig sind. So, und jetzt mein unveränderter ursprünglicher Kommentar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... soll Schtuegart unterirdisch werden. Vorläufig ist jedoch erstmal nur die Politik der CDU unterirdisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich dachte ich, ich halte mich zum Thema Stuttgart 21 zurück da schon genügend Senf im Umlauf ist. Aber es will partout nicht verschwinden, und die jüngsten Ereignisse, bei denen sich die Regierung mit dem &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/K5R38s/3621155/Konflikt-in-Stuttgart-eskaliert.html"&gt;Gestus der herrschaftsgewohnten Militärdiktatur&lt;/a&gt; gibt, sind wirklich unglaublich. Daher will ich doch kurz die Gedanken, die ich dazu seit längerem in mir trage, aufschreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst zur Sache an sich. Ich sehe drei potentielle Probleme des Projekts Stuttgart 21.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Es erscheint mir etwas suspekt, dass der zukünftige Bahnhof nur 8 Gleise haben soll angesichts der 16 Gleise des heutigen Stuttgarter Bahnhofs. Natürlich läuft die Abfertigung der Züge in einem Durchgangsbahnhof flüssiger, aber jeder weiß, dass es im Bahnbetrieb zu Ausfällen kommt. Vielleicht muss an einer Oberleitung etwas repariert werden, vielleicht hat sich jemand vor einen einfahrenden Zug geworfen. Aus welchem Grund auch immer, Gleise müssen zeitweise gesperrt werden, und dann sollten Ausweichkapazitäten vorhanden sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau kann ich das zwar nicht beurteilen, weil ich keine Statistiken zur Belastung und Gleisschwierigkeiten in Durchgangsbahnhöfen habe, aber gerade bei einem so großen Infrastrukturprojekt sollte man nicht am falschen Ende sparen. Schließlich sollte der neue Bahnhof - so er denn gebaut wird - idealerweise die nächsten 100 Jahre oder länger ohne all zu aufwendige Umbau- und Renovierungsmaßnahmen brauchbar bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Ich kann verstehen, dass die Stuttgarter &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Historisches_Archiv_der_Stadt_K%C3%B6ln#Einsturz_des_Archivs"&gt;nicht ihr Stadtarchiv verlieren wollen&lt;/a&gt;. Wenn an der Theorie der Schwierigkeiten beim Tunnelbau und anderen Schlampereien etwas dran sein sollte, so muss das unbedingt korrigiert werden, auch wenn es die Kosten des Projekts erhöhen würde. Ich kann das selbst schlecht beurteilen, aber es spricht nicht gegen das Projekt an sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Es gäbe wohl im Eisenbahnnetz andere Stellen, an denen man mit der gleichen Geldmenge sinnvollere Verbesserungen erzielen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann argumentieren manche noch rein grundsätzlich mit den großen Kosten des Projekts, aber diese Argumentation ist angesichts der Tatsache, dass wir uns in einer Wirtschaftskrise befinden, die durch fiskalische Impulse beendet werden könnte, ziemlich kurzsichtig. Zwar wären diese Impulse nicht gerade im reichen Süden Deutschlands notwendig, aber dieses Argument fällt eher unter Punkt 3.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Punkt 3 ist jedoch nicht, weshalb die Stuttgarter auf die Straße gehen, und die anderen Kritikpunkte sollten sich problemlos klären lassen. Von daher kann ich ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehen, was die Leute dazu bringt, in Stuttgart zu demonstrieren, außer engstirnigem Konservatismus. Was die &lt;i&gt;Sache&lt;/i&gt; angeht muss ich hier also überrascht feststellen, mit der CDU ausnahmsweise einer Meinung zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem verhält sich die Landesregierung mit ihrem Beharren auf dem Weiterbau abgrundtief falsch, und auch Angela Merkel demonstriert mal wieder, dass sie nicht das Zeug zur vorbildlich demokratischen Staatsfrau hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war übrigens auch schon vor den Gewaltexzessen der Polizei klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn im politikverdrossenen Deutschland die Menschen &lt;i&gt;endlich&lt;/i&gt; demonstrieren gehen und dabei noch nicht mal eine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lenin"&gt;Bahnsteigkarte kaufen&lt;/a&gt;, dann darf man dieses zarte Pflänzchen der Meinungsäußerung und politischen Partizipation nicht mit Füßen treten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Intellektuelle Kreise haben in Deutschland &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin"&gt;verständlicherweise&lt;/a&gt; eine gewisse Scheu vor Volksentscheiden. Aber hier geht es nicht um das Grundgesetz. Es geht auch nicht um Menschenrechte oder die Prinzipien eines Rechtsstaates. Es geht um simple Lokalpolitik, bei der es gut und recht ist, wenn sich die Bürger ganz direkt und persönlich einmischen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lasst die Stuttgarter doch einfach in einem Volksentscheid abstimmen. Wenn sie dafür stimmen, gut. Wenn sie dagegen stimmen, noch besser: dann setzt man das für Stuttgart 21 eingeplante Geld eben anderswo sinnvoller ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, natürlich gibt es eine &lt;a href="http://blog.fefe.de/?ts=b25b9441"&gt;Lobby von Bauunternehmern und ihren Freunden,&lt;/a&gt; die um ihre Aufträge fürchten, aber es heißt schließlich nicht Kapitalokratie, sondern Demokratie. Der in Deutschland so beliebte Politikerreflex auf den sich Mappus nun bezieht, alles gleich zur Vertrauensfrage zu erklären, die bei der nächsten Wahl entschieden werden soll, widert mich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht hier nicht um Parteien, sondern um die Sache, also lasst über die Sache abstimmen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1494797939571340887?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1494797939571340887/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1494797939571340887' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1494797939571340887'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1494797939571340887'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/10/auf-de-schwabsche-eisebahne.html' title='Auf de schwäb&apos;sche Eisebahne...'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2488117012564658030</id><published>2010-09-30T19:20:00.009+02:00</published><updated>2010-09-30T19:20:00.158+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meta'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Überdruckventil</title><content type='html'>Wie zwei der jüngeren Posts auf diesem Blog &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;erkennen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html"&gt;lassen&lt;/a&gt;, habe ich mich in jüngerer Zeit mit der Funktionsweise von Geld beschäftigt. Außerdem bin ich begeisterter Leser der &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/"&gt;Süddeutschen Zeitung&lt;/a&gt; via e-Paper-Abonnement.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese beiden Umstände sind in den letzten Wochen zunehmend in Konflikt geraten, da beim Lesen der Zeitung recht schnell erkennbar wird, dass die darin zitierten Politiker und "Experten", aber auch die Redakteure selbst, auf der grundlegensten Ebene ganz offensichtlich nicht verstehen, wie ein modernes Fiat-Geldsystem funktioniert. Das ist insofern verständlich als sich da &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nixon_Shock"&gt;vor 40 Jahren ganz massiv etwas verändert hat&lt;/a&gt; und diese Menschen zum Großteil bei anderen Menschen gelernt haben, für die wiederum diese Umstellung zu spät im Leben kam um noch umzudenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem löst es Reaktionen aus die mich dazu bewogen haben, Dampf auf einem &lt;a href="http://szwirtschaftswatch.blogspot.com/"&gt;neuen Blog&lt;/a&gt; abzulassen. Auf einem neuen Blog deshalb, weil ich die fast, aber nicht ganz, immer länger überdachten und meist länger editierten Beiträge hier nicht mit kurzfristig geschriebenen Kommentaren zur jeweiligen SZ des Tages verwässern möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein Experiment, und ich weiß noch nicht, wie lange ich es durchziehen werde. Normalerweise bin ich ein Mensch, dessen Zorn schnell verebbt und der schnell vergibt, aber vielleicht beiße ich mich an dem Thema ja auch fest. Wir werden sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2488117012564658030?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2488117012564658030/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2488117012564658030' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2488117012564658030'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2488117012564658030'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/uberdruckventil.html' title='Überdruckventil'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4713350177886736101</id><published>2010-09-19T19:20:00.009+02:00</published><updated>2010-09-19T19:20:00.626+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Verstaatlicht die Stromnetze!</title><content type='html'>Am Dienstag las ich einen aufmunternden Artikel auf Seite Drei der SZ über ein ansonsten eher unbekanntes Dorf namens &lt;a href="http://www.wind-works.org/articles/DardesheimGermanysRenewableEnergyCity.html"&gt;Dardesheim&lt;/a&gt;. Laut Artikel erzeugt Dardesheim mit  Windkraft an guten Tagen das 40fache seines Energieverbrauchs, und der Kommune geht es durch die Windkraft finanziell so gut wie nur wenigen anderen im Land. Das alles geschieht in einer Zeit, in der die Bundesregierung in Sachen Energiekonzepte stolz ihre &lt;a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/atom-akw-laufzeiten"&gt;Vorvorgestrigkeit&lt;/a&gt; demonstriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Zukunft mit erneuerbaren Energien ist realistisch, wird hier die frohe Botschaft am lebenden Beispiel verkündet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erneuerbare Energien sind aber auch eine technische Herausforderung für die Stromnetze. Der Wind lässt sich nicht kontrollieren, und es ist eine Schande, wenn Windräder stillgelegt werden müssen, weil die Stromnetze nicht in der Lage sind, die Kapazitätsspitzen abzutransportieren, oder weil überschüssige Energie nicht gespeichert werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Probleme zu lösen ist technisch machbar, erfordert aber natürlich signifikante Infrastrukturinvestitionen - und das ist das Problem. Die Infrastruktur steckt nämlich fest in den Händen der Betreiber der Kraftwerke von gestern. Investitionen in Infrastruktur, die erneuerbare Energien nützlicher machen würden, sind nicht in deren Interesse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und gerade die politischen Parteien, die immer am lautesten von Marktwirtschaft posaunen, zeigen in dieser für unsere Zukunft so zentralen Situation, dass sie von Marktwirtschaft eigentlich überhaupt nichts verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was bedeutet Marktwirtschaft denn aus demokratischer Perspektive?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Demokratische Marktwirtschaft bedeutet, dass der Staat &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mechanism_design"&gt;den Markt so gestaltet&lt;/a&gt;, dass die Teilnehmer darauf gegeneinander ausgespielt werden um dadurch das beste Ergebnis für die Bürger des Landes zu erzielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit das im Fall der Stromversorgung funktionieren kann, muss der Staat die physikalische Infrastruktur des Marktes - sprich: die Stromnetze - direkt kontrollieren können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen fordere ich auch nicht eine Verstaatlichung der Atomkraftwerke. Dafür gäbe es zwar auch gute Gründe, aber zumindest die Perspektive der Marktgestaltung ist kein Argument dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Verstaatlichung der Stromnetze ist dagegen notwendig für einen funktionierenden Markt in der Stromversorgung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sage ich zwar schon seit Jahren, aber gerade jetzt stehen die Zeichen dafür besonders günstig. Ein drastischer Ausbau der Netzleitungen mit Blick auf die zu erwartenden Verbrauchs- und Erzeugungsmuster von erneuerbaren Energien, sowie der Bau von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Speicherkraftwerk"&gt;Speicherkraftwerken&lt;/a&gt; im ganzen Land, ist schon lange überfällig. Gerade während einer Wirtschaftskrise bietet es sich an, dass der Staat massiv in Infrastruktur investiert um so die Nachfrage zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit könnten wir die Krise abschütteln und gleichzeitig die Stromnetze reif fürs 21. Jahrhunderte machen. Aber dazu müsste die gängige Politik endlich die selbst auferlegten &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/02/denkblockaden-und-institutioneller.html"&gt;Denkblockaden abschütteln und wieder zu Visionen zurückfinden&lt;/a&gt;...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4713350177886736101?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4713350177886736101/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4713350177886736101' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4713350177886736101'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4713350177886736101'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/verstaatlicht-die-stromnetze.html' title='Verstaatlicht die Stromnetze!'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2178319026101685181</id><published>2010-09-13T18:43:00.000+02:00</published><updated>2010-09-13T18:43:00.251+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mathe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Joint Comedy</title><content type='html'>Ende letzter Woche fand in &lt;a href="http://map.search.ch/fribourg"&gt;Fribourg&lt;/a&gt; (Vorsicht, &lt;a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Freiburg&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=18.809516,39.506836&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Freiburg+im+Breisgau,+Baden-W%C3%BCrttemberg&amp;ll=47.975214,7.88269&amp;spn=0.626074,1.234589&amp;z=10"&gt;Verwechslungsgefahr&lt;/a&gt;) der Schweizer &lt;a href="http://transp-or2.epfl.ch/ibmOrDays/ibmOrDays.php"&gt;Joint Operations Research Day&lt;/a&gt; statt, der trotz seines Namens höchstens mit Mathematik und Informatik, nicht aber mit Drogen zu tun hat. Organisiert von der &lt;a href="http://www.svor.ch/"&gt;Schweizer Vereinigung für Operations Research&lt;/a&gt;, die selbstverständlich stets auf die paritätische Sprachverteilung achtet, tummelten wir uns zwei Tage lang, eine dritte Sprache nutzend, auf bilingualem Terrain.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dieser Zweitagung erzählten Forscher und Praktiker aus dem Gebiet des &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Operations_research"&gt;Operations Research&lt;/a&gt; über ihre Aktivitäten. Zum großen Teil war das eher unspannend, weil viele Vorträge einfach nur zum Xten Mal über eine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ganzzahlige_lineare_Optimierung"&gt;IP&lt;/a&gt;- oder &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Quadratic_programming"&gt;QP&lt;/a&gt;-Formulierung für &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Modern_portfolio_theory"&gt;Kaffeesatzleserei&lt;/a&gt; erzählten. Natürlich waren auch sehr schöne Vorträge zu genießen, zum Beispiel von Michael Bürgisser über eine Verbindung zwischen konvexer Optimierung und Machine Learning, genauer gesagt zum Hedge-Algorithmus, einer multiplikativen Update-Regel analog zum &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Weighted_Majority_Algorithm"&gt;Weighted Majority Algorithmus&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Vogel abgeschossen haben zwei Figuren von IBM, die knallhart vor einem akademischen Publikum Vorträge mit "Management-Folien" durchgezogen haben. Vor dem Hintergrund von mit hunderten Worten vollgeschriebenen PowerPoint-Folien, die garantiert &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Split_infinitive"&gt;nie ein Mensch zuvor gelesen hatte&lt;/a&gt;, schwurbelten sie ihre Buzzwords durcheinander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Einzige, was dabei an Botschaft durchgekommen ist, ist dass sie mit mathematischen Methoden die Einteilung ihrer Mitarbeiter auf Projekte verbessern wollen. Die inhumane Betrachtungsweise dieses legitimen Problems, die dabei durchschimmerte, übt eine gewisse soziopathische Faszination aus. Den Vortragenden ist das aber anscheinend gar nicht mehr aufgefallen, zumindest würde ich das aus der Frage- und Antwort-Session am Ende eines der Vorträge schließen. In solchen Momenten frage ich mich, ob ich nicht doch Soziologie hätte studieren sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Legitim ist das geschilderte Problem insofern, als sich die beiden zwischen den Zeilen auch darüber beschwert haben, dass es für das Management schwierig ist zu wissen und zu verstehen, was IBM überhaupt weiß bzw. versteht. Wenn alle Vorträge auf Management-Ebene so aussehen wie diese Kostprobe, dann überrascht mich das wenig: solche Folien erstellt nur jemand, dem es nicht um Inhalte geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt gehört dieses Phänomen wohl zu einer breiteren Strömung, die versucht, Intelligenz durch Business Intelligence zu ersetzen - so lange bis einer heult. Ich hoffe, dass dabei nicht zu viel kaputt geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war jedenfalls sehr amüsiert angesichts dieser unfreiwillig selbstparodierenden Vorträge. Es lässt sich schwer in Worte fassen, wie bizarr diese Erfahrung war. Wer in Paderborn einmal eine Winfo-Vorlesung von Prof. Fischer besucht hat, kann sich vielleicht ein Bild davon machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Donnerstagabend waren wir zu einem opulenten Abendessen in &lt;a href="http://map.search.ch/murten"&gt;Murten&lt;/a&gt; eingeladen, worüber wir erst hinterher murrten. Der Koch verstand zwar wohl sein Handwerk, nichts aber von gutem Geschmack. Ich würde jedenfalls jederzeit eine ordentliche Portion Rösti halbgekochten Aprikosen zum Fleisch vorziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgeglichen wurde das durch den soliden Riecher des Kochs der Uni-Mensa am Freitagmittag. Alles in allem war es eine sehr willkommene, amüsante, und nebenbei auch teils lehrreiche Ablenkung vom Alltag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2178319026101685181?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2178319026101685181/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2178319026101685181' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2178319026101685181'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2178319026101685181'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/joint-comedy.html' title='Joint Comedy'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-311072811093902961</id><published>2010-09-10T17:34:00.000+02:00</published><updated>2010-09-10T17:34:00.098+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Echte und imaginäre Schuldenprobleme</title><content type='html'>Ende letzter Woche geisterte eine Meldung des &lt;a href="http://www.imf.org/external/index.htm"&gt;IWF&lt;/a&gt; durch die Medien, überwiegend vollkommen unreflektiert. Eine angenehme Ausnahme dazu war der &lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33249/1.html"&gt;Telepolis-Artikel zum Thema&lt;/a&gt;, dessen Autor über einige Ungereimtheiten in der Darstellung des IWF gestolpert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum, kann man sich ja auch als Laie fragen, lebt Japan eigentlich schon seit langem mit Staatsschulden von weit über 100% des Bruttoinlandsproduktes ohne in Zahlungsverzug zu kommen, obwohl doch der IWF behauptet, 90% seien das tolerierbare Maximum? Und woher kommt überhaupt diese Grenze von 90%?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Modern Monetary Theory, mit der ich mich &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;seit kurzem&lt;/a&gt; nebenbei beschäftige, scheint auch ein ziemlich vernichtendes Urteil über die Analysen des IWF auszusprechen, und also werde ich ein bißchen dazu ausschweifen, und wenn es nur ist, um jemanden hervorzulocken, der einen Fehler in der Logik finden kann. Vorsicht, es wird mal wieder länger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die IWF-Meldung ist so formuliert, als könne man Länder wie Irland, Griechenland oder Deutschland in eine Reihe mit Ländern wie die USA, Japan oder Island stellen. Laut Modern Monetary Theory kann das nur jemand behaupten, der die jeweiligen Geldsysteme nicht richtig versteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Länder der ersten Gruppe verwenden den Euro, den sie nicht kontrollieren. Die Regierungen dieser Länder unterliegen Budgetconstraints wie ein privater Haushalt und können daher insolvent werden. Diese Länder sind geldtechnisch eher mit US-Bundesstaaten oder mit den Haushalten der Kommunen zu vergleichen als mit souveränen Staaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Länder der zweiten Gruppe haben dagegen ihre eigene Währung, die sie jeweils monopolartig kontrollieren und die auf dem internationalen Markt frei gehandelt wird. Per Definition sind die Regierungen dieser Länder in ihrer eigenen Währung immer solvent, unabhängig davon, wie groß die Staatsschulden oder das Defizit sind. Wenn diese Regierungen ihre Schulden nicht begleichen würden, so wäre dies eine rein politische Entscheidung, die keinem grundlegenden Zwang unterliegen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das klingt nun erstmal unintuitiv, weil wir aus unserem persönlichen Alltag wissen, dass wir nicht beliebig solvent sind. Aber gelten die gleichen Grenzen auch für einen geldsouveränen Staat? Vielleicht sollten wir uns die Frage stellen, was Staatsschulden eigentlich sind. Dabei hilft zunächst eine andere Frage weiter: Was macht eigentlich eine Zentralbank in einem Fiat-Geldsystem?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist eine interessante Frage. Sehen wir uns eine sehr typische Antwort an, die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zentralbank&amp;oldid=78821898"&gt;jemand auf Wikipedia&lt;/a&gt; geschrieben hat: &lt;i&gt;Eine Zentralbank (auch Notenbank, Zentralnotenbank oder zentrale Notenbank) ist eine für die Geld- und Währungspolitik eines Währungsraums oder Staates zuständige Institution. In entwickelten Staaten ist das Hauptziel der Zentralbanken die Preisniveau- und Geldwertstabilität. Eine Zentralbank hält die Währungsreserve eines Währungsraumes, refinanziert Geschäftsbanken und den Staat. [...]&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Antwort gibt leider ein alles anderes als klares Bild von der Funktion einer Zentralbank. Dabei ist die Antwort im Grunde sehr banal. Als allererstes ist die Zentralbank eine Bank - und zwar die Bank, die "alles" Geld verwaltet. (Wenn die Familie aus meinem &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;letzten Post zu diesem Thema&lt;/a&gt; ihre Coupons elektronisch in einer Tabellenkalkulation verwalten würde, dann wäre die Zentralbank die Institution, die die Tabelle verwaltet.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jede Bank hat ein Konto bei der Zentralbank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Regierung mir Geld gibt, dann erhöht die Zentralbank den Kontostand meiner Bank bei der Zentralbank um den entsprechenden Betrag und weist meine Bank an, ihre internen Tabellen auch entsprechend anzugleichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich an die Regierung Steuern oder Gebühren bezahle, dann reduziert die Zentralbank den Kontostand meiner Bank bei der Zentralbank um den entsprechenden Betrag und weist meine Bank an, ihre internen Tabellen auch entsprechend anzugleichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich Geld an Frau XX überweise, deren Konto bei der gleichen Bank liegt, dann passt die Bank ihre internen Tabellen an und auf Ebene der Zentralbank passiert nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich Geld an Herrn XY überweise, dessen Konto bei einer anderen Bank liegt, dann überweist meine Bank den entsprechenden Betrag von ihrem Konto bei der Zentralbank auf das Zentralbank-Konto der Bank von Herrn XY, und beide Banken passen ihre internen Tabellen an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist das eine Vereinfachung; aus Praxis- und Buchhaltungsgründen können irgendwo mehr Schritte versteckt sein. Zum Beispiel können Banken ihre Geschäfte untereinander bündeln, und lediglich einmal am Tag gegenrechnen, was sie sich schulden. So fällt auf Zentralbankebene weniger Verwaltungsaufwand durch Überweisungen an. Aber funktional passiert alles genau wie beschrieben, so weit es für das Zusammenspiel von öffentlichem (Regierungs-)Sektor und privatem Sektor im Hinblick auf Geld relevant ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung&lt;/b&gt;: Die Regierung benötigt kein Konto bei der Zentralbank. Dass geldsouveräne Regierungen in der Praxis trotzdem ein Konto bei der Zentralbank haben, hat wohl primär historische und politische Gründe, wobei es sicher auch zur Buchhaltung praktisch sein kann. Zwingend ist es jedenfalls nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung&lt;/b&gt;: Geld kann die Zentralbank niemals verlassen. Alles Geld, das jemals von der Regierung (bzw. der Zentralbank) in Umlauf gebracht wurde, bleibt immer auf einem Konto bei der Zentralbank liegen, bis es wieder von der Regierung (bzw. der Zentralbank) eingezogen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist also das "Geld", das auf unseren privaten Konten liegt? Es ist sekundäres Geld. Konkret ist es eine Verpflichtung der Bank uns gegenüber. Die Bank garantiert uns, dass wir mit diesem "Geld" so verfahren können, als wäre es Geld ohne Anführungszeichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Faszinierende dabei ist, dass praktisch alles "Geld", das im Umlauf ist, in Wirklichkeit sekundäres Geld ist. Die Folge ist, dass es Definitionen von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge"&gt;Geldmenge&lt;/a&gt; praktisch wie Sand am Meer gibt. Eine gute Faustregel ist daher: Wenn jemand von "Geldmenge" redet, sollte man vorsichtig sein. Mit nicht vernachlässigbarer Wahrscheinlichkeit weiß derjenige selbst nicht genau, wovon er eigentlich redet, und man sollte seine Behauptungen kritisch darauf prüfen, ob sie einer logischen Untersuchung standhalten, und ob nicht womöglich fehlerhafte Annahmen zugrundeliegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Warnung gilt übrigens auch für mich selbst, da die verschiedenen Geldmengenbegriffe für mich noch ziemlich schlüpfrig sind. Zum Glück scheinen sie für das grundlegende Verständnis nicht zu wichtig zu sein. Aber zurück zum Thema.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gesagt kann nur der Staat Geld in Zentralbankkonten erzeugen. Banken erzeugen aber ständig sekundäres Geld, indem sie Kredite an Privatpersonen und -firmen vergeben. Die Summe aller Kontostände bei der Bank ist dadurch regelmässig größer als der Kontostand der Bank selbst bei der Zentralbank. Natürlich wird die Bank, wenn das System funktioniert, durch die Bankenaufsicht und entsprechende Buchhaltungsvorschriften daran gehindert, unseriös zu handeln und im Extremfall &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schneeballsystem"&gt;Schneeballsysteme&lt;/a&gt; zu produzieren. Wie man sieht kann das durchaus schiefgehen, aber darum geht es hier nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Punkt ist, dass der Kontostand einer Bank bei der Zentralbank auch, wenn alles nach Plan funktioniert, regelmässig ins Minus rutschen kann (was nicht unbedingt bedeutet, dass die Bilanz der Bank negativ ist!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Staat sieht das nicht gerne. Wenn er Banken regelmässig einfach so erlauben würde, ihr Konto zu überziehen, würde er de facto sein Geldmonopol aufgeben. Also verbietet er den Banken, ihren Kontostand bei der Zentralbank unter einen bestimmten Betrag fallen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Und jetzt kommen wir endlich auf die "klassische" Antwort nach der Funktion der Zentralbank zu sprechen!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen entsprechende Sicherheiten können sich Banken bei der Zentralbank kurzfristig Geld leihen zu einem Zinssatz, der nach politischen Erwägungen von der Zentralbank bestimmt wird. Die &lt;a href="http://www.federalreserve.gov/"&gt;Fed&lt;/a&gt; nennt diesen den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskontsatz"&gt;Diskontsatz&lt;/a&gt;. Bei der &lt;a href="http://www.ecb.int/home/html/index.en.html"&gt;EZB&lt;/a&gt; heißt er &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spitzenrefinanzierungsfazilit%C3%A4t"&gt;Spitzenrefinanzierungssatz&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liegt eine Bank mit ihrem Zentralbankkonto im Plus, so gibt es bei manchen Zentralbanken dafür Guthabenzinsen. Bei der EZB nennt sich das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einlagefazilit%C3%A4t"&gt;Einlagefazilität&lt;/a&gt;. Auch dieser Zinssatz wird nach politischen Erwägung von der Zentralbank bestimmt, und bei vielen Zentralbanken liegt er bei 0%.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit bietet sich eine Geschäftsgelegenheit für die Banken. Anstatt von der Zentralbank Geld zu leihen, kann eine Bank versuchen, bei einer anderen Bank zu leihen, deren Zentralbankkonto gut gefüllt ist. So entsteht ein für beide Banken profitables Geschäft, da beide einen für ihre jeweilige Situation günstigeren Zinssatz heraushandeln können. Das Ganze nennt sich dann Interbankenmarkt, auf dem sich der (&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Overnight_rate"&gt;Overnight&lt;/a&gt;-)Zinssatz für Banken herausbildet. Politisches Ziel der Zentralbanken ist in der heutigen Praxis, diesen Zinssatz zu kontrollieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zum Thema: &lt;b&gt;Was hat diese Geschichte eigentlich mit Staatsschulden zu tun?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wir &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;letztes Mal&lt;/a&gt; gesehen haben ist es in der Regel - solange der private Sektor sparen will - vernünftige Politik, wenn die Regierung mehr Geld ausgibt als sie durch Steuern wieder einzieht. Zwangsläufige Folge ist, dass die Menge an Geld, die auf Zentralbankkonten liegt, steigt - ich erinnere daran, dass Geld aus Zentralbankkonten nur verschwinden kann, indem die Regierung es einzieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langfristig wird dann also jede Bank einen ordentlichen Überschuss auf ihrem Zentralbankkonto liegen haben. Wenn sich aber keine Bank mehr Geld leihen muss, schläft der Interbankenmarkt ein und der Zinssatz für Banken sinkt praktisch auf 0%, oder was auch immer der Zinssatz ist, den die Zentralbank für Guthaben ausgibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann &lt;a href="http://moslereconomics.com/wp-content/graphs/2009/07/natural-rate-is-zero.PDF"&gt;darüber streiten&lt;/a&gt;, ob das schlimm ist. In den Zentralbanken sitzen aber nunmal überwiegend &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monetarismus"&gt;Monetaristen&lt;/a&gt;, die glauben, dass sich eine ganze Volkswirtschaft effektiv steuern lässt, indem man einen einzigen Parameter - nämlich den Zinssatz für Banken - kontrolliert. Auf mich persönlich wirkt das eher wie ein Glaubensbekenntnis (damit meine ich das "effektiv"; dass sich der Zinssatz auf die Wirtschaft auswirkt, ist unbestritten). Jedenfalls wollen sie diese Kontrolle nicht verlieren, sie aber nur indirekt ausüben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man diese Prämissen bzw. diese politische Entscheidung akzeptiert, dann ist die logische Schlussfolgerung, dass die Zentralbankkonten geleert und dadurch der Interbankenmarkt aktiviert werden muss. Und wie macht man das? &lt;b&gt;Mit Staatsschulden!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, weil es dem landläufigen Verständnis von Staatsschulden so krass widerspricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zentralbank will die Zentralbankkonten im Schnitt möglichst leer halten, weil dadurch ein Teil der Banken gezwungen wird, kurzfristig Geld zu leihen. Das belebt den Interbankenmarkt, so dass sich ein positiver Zinssatz für Banken herausbildet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wir haben gelernt, dass nur die Regierung Geld aus Zentralbankkonten entfernen kann. Mit Steuern sollte sie das in diesem Fall nicht machen, weil das mit den Sparzielen des privaten Sektors kollidieren und dadurch die Wirtschaft abwürgen und Arbeitslosigkeit erzeugen würde (siehe mein &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html"&gt;Beispiel zur Entstehung von Arbeitslosigkeit hier&lt;/a&gt;). Also verkauft die Regierung stattdessen Wertpapiere, und diese Wertpapiere werden Staatsschulden genannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Regierung ein solches Wertpapier verkauft, dann reduziert sie den Zentralbankkontostand der Bank des Käufers um den entsprechenden Betrag und gibt ihm im Gegenzug das Papier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ein solches Wertpapier ausläuft, schreibt die Regierung den entsprechenden Betrag dem Zentralbankkonto der Bank des Besitzers gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung:&lt;/b&gt; Staatsschulden haben nichts damit zu tun, ob die Regierung Geld ausgeben kann oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung:&lt;/b&gt; Staatsschulden sind nicht Fiskalpolitik, sondern Geldpolitik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein geldsouveräner Staat kann seine Schulden also immer begleichen, woran man sieht, dass die Schuldendebatte bezüglich solcher Länder ziemlich meschugge ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heißt das, es gibt keine Probleme? Ich bin mir darüber noch nicht ganz im Klaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solange die Staatsschulden nur vom privaten Sektor im Inland gehalten werden, sind Staatsschulden wohl wirklich eher ein gutes als ein schlechtes Zeichen. Schließlich entsprechen Staatsschulden, wie wir oben gelernt haben, einfach dem Sparvermögen der eigenen Bürger, und das Staatsdefizit entspricht ihren Sparzielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollten sich die Sparziele der Bürger irgendwann ändern, müsste die Regierung darauf natürlich reagieren und womöglich irgendwann mehr Steuern einziehen als Staatsausgaben getätigt werden, wenn sie eine Preissteigerung verhindern will. Aber auch das würde am Ende nur bedeuten, dass sich die Bürger eben mehr reale Werte leisten und den daraus folgenden Lebensstandard genießen. Da kann man wohl kaum dagegen sein. (Ungleiche Verteilung von Sparvermögen sind ein davon unabhängiges Thema.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ein großer Teil der Staatsschulden vom Ausland gehalten wird, kann das Thema womöglich eine außenpolitische Dimension gewinnen. Darüber muss ich auch noch nachdenken. Wenn das Ausland große Mengen der Währung loswerden will, würde sich der resultierende Effekt aber vermutlich durch eine entsprechende Änderung der Wechselkurse automatisch selbst dämpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eins ist in jedem Fall klar. Wenn die Regierung einfach nur versucht, ihr Defizit zu reduzieren, dann wird darunter der private Sektor im Inland leiden, bevor sich die Maßnahmen auf die vom Ausland gehaltenen Staatsschulden auswirken. Das bedeutet, dass der eigenen Wirtschaft durch Arbeitslosigkeit Know-How verlorengeht, und das Land insgesamt für zukünftige Probleme schlechter gerüstet sein wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich von Defiziten und Staatsschulden blenden lässt und darüber die reale Welt vergisst, kann am Ende nur verlieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was folgt daraus für die Eurozone?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gute Frage. Für die Staaten der Eurozone gilt nichts von dem, was ich oben geschrieben habe, weil sie tatsächlich wie ein privater Haushalt wirtschaften müssen. Durch den Eintritt in die Eurozone haben wir freiwillig volkswirtschaftlichen Handlungsspielraum aufgegeben, ohne auf Ebene der Eurozone eine Institution zu schaffen, die das ausgleichen würde. Das ist ein ernstes Problem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grundsätzlich gibt es zwei naheliegende Möglichkeiten, die volkswirtschaftliche Handlungsfähigkeit wieder herzustellen: erstens die Auflösung der Eurozone; zweitens die Einführung einer Wirtschaftsregierung für die Eurozone.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide Varianten sind aus Sicht von Modern Monetary Theory tragbar, wenn die jeweiligen souveränen Regierungen dann auch wirklich verstehen, wie ihr Geldsystem funktioniert. Ich persönlich würde - aus politischen Erwägungen - die zweite Variante bevorzugen, und zwar so, dass der Eurozonen-Haushalt ausschließlich von einem auf die Abgeordneten der Euro-Länder reduzierten Europäischen Parlament kontrolliert wird - wie es sich bei einer Demokratie gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Praktisch stehen dieser Lösung natürlich jede Menge mit kleinen Karos bemalte Hürden im Weg. Warren Mosler, einer der Vertreter von Modern Monetary Theory, schlägt zumindest eine drastische, aber überlegenswerte &lt;a href="http://www.huffingtonpost.com/warren-mosler/the-eurozone-solution-for_b_497170.html"&gt;Übergangslösung&lt;/a&gt; vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das ist eine andere Geschichte, über die ich vielleicht ein andermal schreiben werde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-311072811093902961?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/311072811093902961/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=311072811093902961' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/311072811093902961'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/311072811093902961'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/echte-und-imaginare-schuldenprobleme.html' title='Echte und imaginäre Schuldenprobleme'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-8556831054564938586</id><published>2010-09-06T20:30:00.004+02:00</published><updated>2010-09-06T20:30:00.611+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Kabarett schreibt sich gerne selbst</title><content type='html'>Aus der Kategorie "Unglaubliches, das unkommentiert in der Zeitung steht" heute auf Seite 6 der Süddeutschen ein Artikel über weltweite Versorgung mit sauberem Wasser (&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/weltwasserwoche-sauberes-wasser-bleibt-knapp-1.996236"&gt;längere Online-Version&lt;/a&gt;). Hier die Stelle, bei der ich nur noch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen habe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ein Pilotprojekt sind zum Beispiel die 100 elektronischen Wasserzapfstellen in Uganda, die die GTZ im Auftrag der Bundesregierung aufgebaut hat. Mit einer aufladbaren Chipkarte können die Bewohner von Kampala an briefkastenartigen Stationen öffentliche Wasserhähne entsperren und sich sauberes Wasser zapfen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wasser ist ein überlebenswichtiges Gut - und das Beste, was der &lt;a href="http://www.gtz.de/"&gt;GTZ&lt;/a&gt; einfällt ist, Pumpen aufzustellen, die an elektronische Bezahlsysteme gekoppelt sind? In einem Entwicklungsland? Das ist einfach nur pervers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, auch wir bezahlen für Wasser. Aber in Deutschland liegt der Wasserpreis praktisch überall unter 2 Euro pro Kubikmeter, das sind 0,2 Cent pro Liter. Welcher Schwachkopf kommt auf die Idee, bei einem so wichtigen Gut wie Trinkwasser den Bezahlaspekt so ins Zentrum zu stellen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So richtig bizarr ist das Detail mit der Chipkarte. Bei so etwas frage ich mich immer, ob das nicht einfach nur eine Form moderner Kolonialismus ist. Unter dem Vorwand bei der Trinkwasserversorgung zu helfen, überredet man die lokale Regierung, ein überteuertes, unangemessenes, vollkommen unnötiges Chipkartensystem bei einem deutschen Hersteller zu kaufen. Dann kann man sich selbst als Helfer stilisieren und die Menschen gleichzeitig noch richtig schön ausbeuten. Gleichzeitig verarscht man die Menschen in Deutschland, indem man das für Entwicklungshilfe bestimmte Geld in die Kassen der heimischen Industrie lenkt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-8556831054564938586?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/8556831054564938586/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=8556831054564938586' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8556831054564938586'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8556831054564938586'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/kabarett-schreibt-sich-gerne-selbst.html' title='Kabarett schreibt sich gerne selbst'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4128932144290266248</id><published>2010-09-02T18:31:00.000+02:00</published><updated>2010-09-02T18:31:00.141+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Makro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Modern Monetary Theory</title><content type='html'>Wie funktioniert eigentlich unser modernes Geldsystem?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab einmal eine Zeit, in der Regierungen ihre Währungen an andere Dinge gekoppelt haben: an Gold, oder an &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bretton-Woods-System"&gt;andere Währungen&lt;/a&gt;. Das ist heutzutage in der Regel nicht mehr der Fall (wobei man bei der Betrachtung des Euro vorsichtig sein muss): Regierungen haben Währungen eingeführt, in denen sie beliebig Geld erzeugen und vernichten können, und diese Währungen werden international frei gehandelt. Wie funktioniert das System also?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erstaunlich blogwütige &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/"&gt;Bill Mitchell&lt;/a&gt; erklärt das ungefähr wie folgt, wobei ich seine Geschichte entsprechend meines Verständnisses des Themas etwas modifiziert habe. Stellen wir uns eine ganz typische Familie vor, bestehend aus Eltern und fünf Kindern, die wir &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alice_and_Bob"&gt;kanonischerweise&lt;/a&gt; Alice, Bob, Charlie, David und Eva nennen. Der Kinderreichtum ist vielleicht &lt;a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/Bevoelkerung/Bevoelkerung.psml"&gt;eher untypisch&lt;/a&gt;, aber wie üblich haben die Kinder nicht unbedingt Lust, im Haushalt mitzuhelfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Eltern sind Volkswirtschaftler und wollen ihren Kindern das Prinzip von Geld anschaulich näher bringen und damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Also führen sie die Regel ein, dass die Kinder für erledigte Arbeiten (Rasenmähen, Staubsaugen, Wäsche aufhängen, was auch immer) Familien-Coupons erhalten - das sind einfach bedruckte Papierstücke. An dieser Stelle frage ich mich, was wohl schlimmer sein mag: VWLer als Eltern, oder Mathematiker als Eltern. Aber die Kinder fragen sich wohl eher, was das ganze soll. Wieso sollten sie wertlose Papierstücke sammeln?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Eltern ist das natürlich auch klar. Also kündigen sie an, dass jedes Kind am Ende jeder Woche 10 Coupons an die Eltern bezahlen muss, ansonsten kriegt es Hausarrest. Ferner beschließen die Eltern, die an einer durchschnittlichen deutschen Universität gelernt haben, dass sie einen ausgeglichen Haushalt führen müssen, dass sie pro Woche höchstens 50 Coupons ausgeben werden, die den 50 von den Kindern zu zahlenden Coupons gegenüber stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun sind die Kinder natürlich motiviert. Jedes Kind arbeitet für seine 10 Coupons, die am Ende der Woche zurück an die Eltern fließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung #1:&lt;/b&gt; Das Ganze ist eine leicht durchschaubare Parabel mit den Eltern als Regierung, den Kindern als privatem Sektor und Coupons als Währung. Die 10 Coupons, die jedes Kind pro Woche zahlen muss, sind Steuern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung #2:&lt;/b&gt; Die Coupons erhalten ihren Wert dadurch, dass die Eltern Steuern erheben. Genauso erhalten "echte" Währungen ihren Wert dadurch, dass sie das einzige gültige Zahlungsmittel für Steuerschulden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kinder erkennen natürlich sehr schnell, dass sie auch untereinander tauschen können: ein paar Coupons gegen Süßigkeiten, zum Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung #3:&lt;/b&gt; Sobald eine Währung einen Wert hat, wird sie zu einem praktischen Tauschmittel für allgemeinen Handel. Dadurch entsteht leicht der Irrtum, dass nicht Steuern sondern etwas anderes die Quelle des Wertes der Währung sind. Das ist aber, wie gesagt, ein Irrtum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ganze funktioniert ein paar Wochen lang gut. Die Eltern haben ihren Stapel mit 50 Coupons zu Beginn der Woche, die Kinder erledigen Haushaltsarbeiten, für die sie von den Eltern Coupons erhalten. Am Ende der Woche zahlen die Kinder ihre Coupons als Steuern zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer Woche aber beschließen Alice, Bob und Charlie, dass es eigentlich eine gute Idee wäre, ein paar Coupons mehr zu verdienen und zu sparen. Dann, so die Idee, können sie sich irgendwann einmal leisten, eine Woche einfach nur zu faulenzen. Die Steuern in dieser Woche würden sie dann mit Ersparnissen begleichen. Also reißen sie sich gleich zu Beginn der Woche um die Arbeiten und arbeiten für insgesamt 50 Coupons.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;David und Eva wollen natürlich trotzdem noch arbeiten um Coupons zu verdienen, doch sie müssen erfahren, dass der Coupon-Stapel der Eltern bereits leer ist. Die Regierung hat also keine Nachfrage nach Arbeit mehr, und David und Eva werden arbeitslos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist passiert? Alice, Bob und Charlie haben zusammen Arbeit im Wert von 50 Coupons angeboten. David und Eva bieten Arbeit im Wert von mindestens 20 Coupons an. Insgesamt wird also Arbeit im Wert von 70 Coupons angeboten. Die Nachfrage nach Arbeit beträgt aber nur 50 Coupons.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die neoliberale Reaktion der Eltern ist die, die wir im Alltag erleben. Die Eltern beschimpfen David und Eva als zu faul und erklären, dass die beiden am kommenden Hausarrest selbst schuld sind. Das ist natürlich zynischer Unsinn, denn gerade eben haben David und Eva ihren Arbeitswillen erklärt. Aber so läuft die Argumentation nunmal in der Realität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die humane Reaktion der Eltern wäre natürlich eine andere. Vielleicht stellen sie fest, dass der Gartenzaun mal wieder gestrichen werden müsste, oder andere Arbeiten getan werden könnten, die zwar nicht dringend notwendig sind, das Zusammenleben aber verschönern könnten. Also beschließen sie einfach, 20 zusätzliche Coupons zu drucken und damit David und Eva für zusätzliche Arbeit zu bezahlen. Der Familienfrieden ist damit gesichert, und das Leben wird auch noch ein wenig schöner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Moment: die Eltern operieren diese Woche mit einem Defizit von 20 Coupons! Müssen sie das nicht durch Steuern oder Schulden finanzieren? Nein, denn sie können neue Coupons ja einfach ausdrucken, völlig unproblematisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung #4:&lt;/b&gt; Die Regierung muss sich nicht durch Steuern oder Schulden finanzieren. Sie ist immer liquide. Wenn eine Regierung mehr oder weniger Steuern einnimmt ändert dies nichts an ihrer Zahlungsfähigkeit. Die Regierung mit einem Privathaushalt gleichzusetzen ist ein Denkfehler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung #5:&lt;/b&gt; Es ist nicht so, dass die Regierung Steuern einzieht, um ihre Ausgaben bezahlen zu können. Umgekehrt ist es richtig: die Regierung muss Geld ausgeben, damit der private Sektor seine Steuerschulden begleichen und gleichzeitig seine Sparziele verfolgen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht stecken die Eltern aber immer noch in der neoliberalen Ideologie fest. Sie halten ein Defizit für problematisch und glauben, dieses auszugleichen zu müssen, indem sie in der nächsten Woche die Steuern auf 11 Coupons pro Kind anheben und dadurch einen "Überschuss" erzielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist klar, dass die Coupons, die in der nächsten Woche in den Kreislauf einfließen, alleine nicht ausreichen um alle Steuern zu begleichen. Wenn es trotzdem nicht zu Steuerausfällen kommen soll, müssen Alice, Bob und Charlie einige ihrer gesparten Coupons wieder hergeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beobachtung #6:&lt;/b&gt; Staatsdefizite entsprechen wachsendem Sparvermögen des privaten Sektors. Wenn der Staat einen Überschuss erwirtschaftet, schrumpfen zwangsläufig die privaten Vermögen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kleine Nebenbemerkung: diese vollkommen simple Beobachtung hat es Vertretern von Modern Monetary Theory ermöglicht, bereits um 2000 die jetzige Wirtschaftskrise mit ihren Kreditausfällen und anderen Folgen &lt;a href="http://e1.newcastle.edu.au/coffee/pubs/briefs/randyoct2000.cfm"&gt;vorherzusagen&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das einfache Gedankenspiel unserer imaginären Familie ist kein perfektes Abbild eines modernen Geldsystems. Zum Beispiel gibt eine Regierung Geld nicht aus, indem sie dieses druckt. Stattdessen werden einfach Kontostände bei der Zentralbank entsprechend angepasst, während Bargeld im Grunde eine sekundäre Währung ist, die 1:1 an die primäre Währung gekoppelt ist. Genauso könnte unsere Familie den "Coupon-Stand" im Computer in einer Tabelle verwalten. Trotzdem gelten die sechs einfachen Beobachtungen in der echten Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Deutschland und andere Euro-Mitgliedsstaaten sind sie mit Vorsicht zu interpretieren, da diese Staaten aus Geldperspektive nicht souverän sind. In der Eurozone besteht die Regierung nur aus der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Zentralbank"&gt;Europäischen Zentralbank&lt;/a&gt;, während die nationalen Regierungen (und die darunter liegenden Landes- und Kommunalregierungen) Teil des privaten Sektors sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wichtigste Beobachtung bleibt aber: ein Staat, dessen Wirtschaft mit einer eigenen modernen Währung arbeitet, ist immer flüssig und kann, rein technisch, soviel Geld ausgeben wie er will. Es gibt keine Finanzierungsgrenzen. Insbesondere heißt das, dass ein Staatsdefizit nicht durch die Aufnahme von Schulden finanziert werden muss (dies geschieht aus rein politischen Gründen). Staatsschulden sind auch keine Belastung für zukünftige Generation, sondern enstprechen im Gegenteil privaten Vermögen, die an die nächste Generation weitergegeben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das widerspricht natürlich den Geschichten, die wir tagtäglich in den Medien hören, und es widerspricht den versteckten Annahmen, die diesen Geschichten zugrundeliegen. Ich habe einige Zeit auf der Suche nach Fehlern in Modern Monetary Theory verbracht und keine gefunden. Wir haben hier also wohl tatsächlich die überraschende Situation, dass eine Wissenschaft fast einheitlich an &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aderlass"&gt;Aderlass&lt;/a&gt; glaubt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich vermute, dass bei Lesern, die bis hierher gekommen sind (vielen Dank!) und denen diese Ideen nicht bereits vertraut waren, nun eine ganze Menge Fragen im Kopf schwirren. Mir ging das am Anfang auch so, und ich empfehle die Lektüre des &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?page_id=1667"&gt;bereits oben erwähnten Blogs&lt;/a&gt; für weitere Erklärungen, Fallanalysen und jede Menge empirischer Hinweise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es brennt mir zwar in den Fingern, zu den häufigsten dieser Fragen noch mehr zu schreiben, insbesondere zu Inflation (kurz: Inflation hat nicht wirklich etwas mit Geldmenge zu tun, was auch immer das überhaupt sein soll, sondern mit dem Verhältnis von Gesamtnachfrage zu Produktionskapazitäten; solange wegen mangelnder Nachfrage industrieweit Kapazitäten brach liegen und massive Unterbeschäftigung herrscht gibt es keine Inflationsgefahr, wie man ja auch in der jetzigen Krise am lebenden Beispiel sieht) und dazu, welche Lehren wir aus all dem für die Eurozone schließen sollten (kurz: Einführung einer Euro-weiten Finanzpolitik mit dem Ziel, in Europa Vollbeschäftigung zu erreichen; dies kann z.B. so ablaufen, dass auf Euro-Ebene Geld erzeugt wird, das dann gemäß wirtschaftspolitischer Kriterien an die Mitgliedsstaaten verteilt wird zum Zwecke der &lt;a href="http://e1.newcastle.edu.au/coffee/job_guarantee/JobGuarantee.cfm"&gt;Schaffung von Arbeitsplätzen&lt;/a&gt; für unsere Infrastruktur und allgemeine Lebensqualität). Aber für heute ist dieser Eintrag schon sehr, sehr lang geworden. Also vielleicht ein andermal.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4128932144290266248?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4128932144290266248/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4128932144290266248' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4128932144290266248'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4128932144290266248'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/09/modern-monetary-theory.html' title='Modern Monetary Theory'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-5505928323859689490</id><published>2010-08-27T18:32:00.015+02:00</published><updated>2010-08-30T08:53:43.718+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Pseudo-Emanzipation</title><content type='html'>&lt;b&gt;Update:&lt;/b&gt; Ich habe inzwischen eine überraschend rasche Antwort von Barbara Steffens erhalten in der sie erklärt, dass sie dies nicht gesagt habe, und ihre Aussage in dem Artikel missverständlich, da verkürzt, wiedergegeben wurde. Es tut mir leid, wenn ich jemandem mit diesem Posting auf die falsche Fährte gebracht haben sollte. Ich lasse den ursprünglichen Text der Vollständigkeit halber im Folgenden stehen, er ist aber nun mit der entsprechenden Vorsicht zu lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Nordrhein-Westfalen ist seit der Regierungsbildung Barbara Steffens (Grüne) die Ministerin für (unter anderem) Emanzipation. Die hat jetzt, laut SZ von heute (Seite 2), verlauten lassen, dass es in ihren Augen okay ist wenn nur Männer durch einen Pflichtdienst in ihrer Freiheit eingeschränkt werden. Zitat: "Bei aller Emanzipation, Frauen kriegen eben Kinder."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verstehe einfach nicht, warum manche Menschen ein derart negatives Bild von Gerechtigkeit haben. Das ist ein Gerechtigkeitsverständnis bei dem man, um Martins Beitrag zu unserer gestrigen Mittagsdiskussion zu zitieren, in Europa Menschen hungern lässt, weil ja schließlich in Afrika auch Menschen hungern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pflichtdienst mit Schwangerschaft gleichzusetzen ist einfach nur zynisch. Wir haben eine Gesellschaft geschaffen, in der keine Frau unfreiwillig schwanger sein muss. Gleichzeitig beteiligen sich Männer zunehmend an der Erziehung, und der Schutz für schwangere Frauen ist erheblich. All das sind Errungenschaften, die in den letzten Jahrzehnten hart erkämpft wurden und unsere Welt besser machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumindest dieses eine Grünen-Mitglied hat da gerade innerlich mindestens 30 Jahre gesellschaftlichen Fortschritts zurückgedreht. Ich hoffe, dass diese Art von Unfug bei den Grünen nicht noch weiter verbreitet ist, von denen bin ich nämlich eigentlich Besseres gewohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Übrigens, zum Thema Sozialdienste - denn nur deshalb wird überhaupt semi-ernsthaft über Pflichtdienste geredet: All das wäre gar kein so großes Problem, wenn die Politik sich aus der &lt;a href="http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?cat=18"&gt;selbstverschuldeten neo-liberalen Unmündigkeit&lt;/a&gt; befreien würde; die Kapazität an Arbeitskräften ist ja in jedem Fall da. Aber bis dahin liegt leider noch ein weiter Weg vor uns.)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-5505928323859689490?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/5505928323859689490/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=5505928323859689490' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/5505928323859689490'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/5505928323859689490'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/08/pseudo-emanzipation.html' title='Pseudo-Emanzipation'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2616012691710967750</id><published>2010-08-23T19:30:00.010+02:00</published><updated>2010-08-23T19:30:00.396+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Huxley vs. Orwell</title><content type='html'>Ich bin soeben über einen humorvoll beunruhigenden Vergleich von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Brave_New_World"&gt;Schöne neue Welt&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nineteen_Eighty-Four"&gt;1984&lt;/a&gt; in &lt;a href="http://9gag.com/full/16133"&gt;Comicform&lt;/a&gt; gestolpert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er regt zum Nachdenken an. Die Schlussfolgerung, nicht Orwell sondern Huxley habe Recht behalten, ist aber meines Erachtens mit Vorsicht zu genießen. Angesichts des &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2008/05/zu-wenig-terror.html"&gt;Terrors&lt;/a&gt; um Überwachung und Datensammlung hat sich "1984" immer mehr zum Symbol eines totalen Überwachungsstaates entwickelt. Dabei hat 1984 weitere wichtige Aspekte zu bieten: die &lt;a href="http://www.insm.de/"&gt;perverse Umdefinierung von Begriffen&lt;/a&gt;, das &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/world/2010/may/16/texas-schools-rewrites-us-history"&gt;Entfernen oder Fälschen von Geschichtsschreibung&lt;/a&gt;, und ganz allgemein der Einsatz &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2008/07/verdrehte-rhetorik.html"&gt;manipulativer Rhetorik zur Verblendung der Gesellschaft&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Techniken sind heute allgegenwärtig. Weder Huxley noch Orwell haben unsere Zeit allein richtig vorhergesehen. Vielmehr erleben wir Geschmacksproben beider Werke, wobei zum Glück noch keines der beiden vollständig eingetreten ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2616012691710967750?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2616012691710967750/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2616012691710967750' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2616012691710967750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2616012691710967750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/08/huxley-vs-orwell.html' title='Huxley vs. Orwell'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-3884196538141058203</id><published>2010-07-17T21:20:00.001+02:00</published><updated>2010-07-17T21:20:00.473+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Mr. Nobody</title><content type='html'>Wie ich gelesen habe, läuft &lt;a href="http://www.mrnobody-lefilm.com/"&gt;Mr. Nobody&lt;/a&gt; seit gut einer Woche in Deutschland in den Kinos. Ich habe den Film im Januar gesehen, als er in der französischsprachigen Schweiz ins Kino kam, und vor Kurzem nun auch zum zweiten Mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mr. Nobody erzählt die Geschichten von Entscheidungen im Leben und ihren Konsequenzen. Es ist schwer, einen Film auf den Punkt zu bringen, der so sehr von immer feiner werdenden Verästelungen und Zeitsprüngen lebt, und ich habe bisher keinen einzigen Film gesehen, der wirklich mit Mr. Nobody vergleichbar wäre. Am nächsten kommt wohl &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Butterfly_Effect"&gt;The Butterfly Effect&lt;/a&gt;, aber während dort der Spruch "das Gegenteil von gut ist gut gemeint" in immer schlimmeren Verstrickungen zu einem dramatischen Ende führt, betrachtet Mr. Nobody die vielfältigen Möglichkeiten eines Lebens in all seinen guten und schlechten Seiten von außen, mit einer gleichzeitig ernsten aber eben auch im wahrsten Sinne des Wortes kindlich optimistischen Einstellung. Es ist auch gut zu wissen, dass an meinem 108. Geburtstag die Welt zu Ende geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem ist Mr. Nobody einfach nur schön, in Bild und Klang, und ein in meinen Augen perfektes Beispiel für ein Werk, das Film sein muss und in keinem anderen Medium vergleichbar geschaffen werden könnte. Ich lege jedem, der auch nur ein bißchen offen für Filme jenseits von Action und Romanze ist, ganz dringend ans Herz, ins Kino zu gehen und diesen Film anzusehen. Am Besten noch dieses Wochenende, natürlich in OV.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach ja, und noch etwas: Ich habe gesehen, dass Mr. Nobody in manchen Artikeln als Science Fiction charakterisiert wird und behauptet wird, der Film spiele im späten 21. Jahrhundert. Beides ist irreführender Unfug, der wohl von Schreiberlingen, die sich im hektischen Redaktionsalltag etwas aus den Fingern gesaugt haben, ohne den Film überhaupt gesehen zu haben, erfunden wurde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-3884196538141058203?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/3884196538141058203/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=3884196538141058203' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3884196538141058203'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3884196538141058203'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/07/mr-nobody.html' title='Mr. Nobody'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-819181314567482323</id><published>2010-06-22T20:38:00.012+02:00</published><updated>2010-06-22T21:09:43.154+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sicherheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Ausbruch der Vernunft?</title><content type='html'>Bundesinnenminister &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_de_Maizi%C3%A8re"&gt;de Maizière&lt;/a&gt; stellte heute ein &lt;a href="http://bit.ly/bisTlg"&gt;Thesenpapier&lt;/a&gt; zur konservativen Netzpolitik vor, und nach einer Lektüre war ich erstmal sprachlos. Internet-relevante Vorschläge, die aus dieser politischen Ecke kommen, haben sich bis jetzt ja immer vor allem dadurch hervorgetan, dass sie einfach nur dumm waren, der Volksmund würde sagen: Dumm wie Brot. Die Vorstöße strotzten nur so vor Ideen, auf die man nur kommen kann, wenn man thematisch einfach keine Ahnung hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses neue Thesenpapier liest sich auf einmal ganz anders, ja, es ist regelrecht vernünftig. Es zeigt ein Gefühl für Augenmaß und Ausgewogenheit, das ich in der heutigen Politik fast schon für unmöglich gehalten hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bedeutet natürlich nicht, dass ich in allem mit de Maizière übereinstimmen würde. Wir kommen aber an den Punkt, an dem wir nur noch verschiedener Meinung sind weil er eben konservativ (im politischen Sinn, der sich vom Wortsinn bekanntermaßen unterscheidet) ist und ich nicht. Das ist ein gigantischer Fortschritt gegenüber der bisherigen Netzpolitikrealität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher, dieses Thesenpapier bleibt eher vage und man muss nicht mit jedem Punkt vollkommen übereinstimmen, aber wenn das so bleibt kann man nur sagen: Gratuliere, &lt;a href="http://www.piratenpartei.de/"&gt;Piraten&lt;/a&gt;, und macht weiter so! Wir haben das euch zu verdanken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als ob das nicht genug wäre, gibt der gleiche de Maizière heute &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/die-linke-und-der-verfassungsschutz-ein-feind-der-keiner-ist-1.962821"&gt;offiziell bekannt&lt;/a&gt;, dass die Linke nicht verfassungsfeindlich ist. Auch das eine sehr erfreuliche, vernünftige Erkenntnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als ob auch das immer noch nicht genug wäre, &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/koalition-regelt-strafen-neu-fussfesseln-fuer-schwerverbrecher-1.963801"&gt;bewegt sich die Regierungskoalition womöglich auch strafrechtlich in eine vernünftige Richtung&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben, die letzten beiden Punkte sind eher klein verglichen mit der ersten Nachricht, aber an einem Tag gleich drei erfreuliche Nachrichten aus der Berliner Politik? Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Wenn die Regierung jetzt auch noch volkswirtschaftliche Kompetenz zeigen würde, müsste &lt;a href="http://www.pinetree.net/humor/thermodynamics.html"&gt;dringend einmal jemand in der Hölle nach dem Thermostat sehen&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-819181314567482323?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/819181314567482323/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=819181314567482323' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/819181314567482323'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/819181314567482323'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/06/ausbruch-der-vernunft.html' title='Ausbruch der Vernunft?'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4422333950694851217</id><published>2010-06-17T13:52:00.002+02:00</published><updated>2010-06-19T12:32:21.383+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Außenansicht</title><content type='html'>Via die &lt;a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=5934"&gt;Nachdenkseiten&lt;/a&gt; bin ich über einen Kommentar von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Krugman"&gt;Paul Krugman&lt;/a&gt; gestolpert, indem er wiederholt, was in interessierten Kreisen schon länger bekannt ist: die deutsche Regierung hat zwar volkswirtschaftliche &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zust%C3%A4ndigkeit"&gt;Kompetenzen&lt;/a&gt;, man kann ihr aber beim besten Willen nicht unterstellen, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kompetenz_%28Psychologie%29"&gt;Kompetenz&lt;/a&gt; zu haben. Es fehlt ihr gewissermaßen die Kompetenzkompetenz, nicht zu verwechseln mit &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=du85qeZrAt4"&gt;Kompetenzkompetenz&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ambiguitätsbedingte Wortspielereien beiseite, Krugman &lt;a href="http://www.nytimes.com/2010/06/18/opinion/18krugman.html?partner=rssnyt"&gt;schreibt unter anderem&lt;/a&gt;: "Arguing with German deficit hawks feels more than a bit like arguing with U.S. Iraq hawks back in 2002: They know what they want to do, and every time you refute one argument, they just come up with another."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für ihn sind staatliche Sparvorhaben unverantwortlich, und er erklärt sich das Verhalten deutscher Politiker: "German deficit hawkery seems more sincere. But it still has nothing to do with fiscal realism. Instead, it’s about moralizing and posturing. Germans tend to think of running deficits as being morally wrong, while balancing budgets is considered virtuous, never mind the circumstances or economic logic."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob die Deutschen wirklich "sincere" sind im Gegensatz zu ihren US-amerikanischen Kollegen ist für mich persönlich etwas fragwürdig, schließlich fällt es der Regierung doch allzu leicht bei denen zu sparen, die davon am härtesten getroffen werden (und wodurch gleichzeitig noch die Binnennachfrage am stärksten abgewürgt würde - solche Politik ist auch dann dumm, wenn man überhaupt kein soziales Gewissen hat), während es beim eigenen Klientel bei vagen Allgemeinaussagen bleibt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4422333950694851217?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4422333950694851217/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4422333950694851217' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4422333950694851217'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4422333950694851217'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/06/auenansicht.html' title='Außenansicht'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-6234198120347349656</id><published>2010-06-05T14:14:00.000+02:00</published><updated>2010-06-05T14:14:00.483+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schule'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Eine Studie und ihre Nachrichten</title><content type='html'>Gerade wandert eine Studie, die die Folgen der letzten Oberstufenreform in Baden-Württemberg untersucht hat, durch die Medien. Angesichts des großen Tumults, der von allen Seiten zu solch einer Reform produziert wird, freut man sich über jeden objektiven Blick.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wie objektiv ist der Blick, der bei uns Nicht-Bildungswissenschaftlern ankommt, wirklich? Gerne werfen die Lager in erhitzten politischen Diskussionen den Autoren solcher Studien mangelnde Objektivität vor, und sicherlich ist niemand perfekt. Aber auch eine perfekt objektive Studie übersteht den Filter der Berichterstattung selten unbeschadet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schön verräterisch ist da die Gegenüberstellung zweier Artikel anlässlich der selben, anfangs erwähnten Studie, einer in der SZ - "&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/folgen-der-oberstufenreform-stabil-in-englisch-besser-in-mathe-1.949684"&gt;Stabil in Englisch, besser in Mathe&lt;/a&gt;" - der andere in der ZEIT - "&lt;a href="http://www.zeit.de/2010/22/C-Oberstufe"&gt;Schlechte Stimmung, schwache Zahlen&lt;/a&gt;". (Ja, mir ist bekannt, dass Überschriften nicht unbedingt aus der gleichen Feder stammen wie der Artikel, über dem sie stehen, aber jeder kann sich leicht selbst überzeugen, dass der Grundton der Artikel mit den Überschriften in diesem Fall deutlich korreliert.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch ohne die Artikel oder die Studie ausführlich zu lesen ist klar, dass mindestens einer der beteiligten Redakteure seine persönliche Meinung über die objektive Berichterstattung stellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Traurige ist, dass wir dieser manipulativen Filterung ständig ausgesetzt sind, und sie sich nur selten durch so offensichtlich widersprüchliche Artikel entlarvt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-6234198120347349656?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/6234198120347349656/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=6234198120347349656' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6234198120347349656'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6234198120347349656'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/06/eine-studie-und-ihre-nachrichten.html' title='Eine Studie und ihre Nachrichten'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1103190180749251738</id><published>2010-05-21T11:18:00.009+02:00</published><updated>2010-05-21T11:18:00.551+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Pale Blue Dot</title><content type='html'>Angesichts all des Krisengeredes dieser Tage, das leider auch mich nicht kalt lässt, würde es uns allen gut tun, dieses vor gut zwanzig Jahren von &lt;a href="http://voyager.jpl.nasa.gov/"&gt;Voyager 1&lt;/a&gt; aufgenommene &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pale_Blue_Dot"&gt;Bild&lt;/a&gt; zu betrachten.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/73/Pale_Blue_Dot.png"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 453px; height: 614px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/73/Pale_Blue_Dot.png" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der einsame blaue Pixel, der fast wie eine Bildstörung anmutet, sollte dem Leser &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erde"&gt;bekannt vorkommen&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;Ich denke, das Bild &lt;a href="http://www.hhgproject.org/entries/totalperspectivevortex.html"&gt;spricht für sich&lt;/a&gt;, aber Carl Sagan hatte dazu auch noch etwas zu &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=p86BPM1GV8M&amp;feature=related"&gt;nachnamen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist alles.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1103190180749251738?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1103190180749251738/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1103190180749251738' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1103190180749251738'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1103190180749251738'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/05/pale-blue-dot.html' title='Pale Blue Dot'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-9198757382824027931</id><published>2010-04-10T10:45:00.007+02:00</published><updated>2010-04-10T10:45:00.429+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Besten- oder Oberschichtförderung?</title><content type='html'>Seit geraumer Zeit gibt es in den Begabtenförderungswerken in Deutschland eine Diskussion über soziale Gerechtigkeit, nicht zuletzt wegen der &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/art304,3069249"&gt;geplanten Erhöhung des Büchergelds auf 300 Euro&lt;/a&gt;, bei dem sich viele fragen, ob das Geld nicht andernorts sinnvoller eingesetzt wäre, zum Beispiel bei einer BAföG-ähnlichen Förderung, die auch vom Einkommen der Eltern abhängig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn leider zeigt sich, dass in den Stipendienprogrammen &lt;a href="http://www.zeit.de/2009/40/C-Begabtenfoerderung?page=2"&gt;eine extreme Ungleichheit herrscht&lt;/a&gt;, so dass oftmals aus einer gut gemeinten "Bestenförderung" leider nur eine "Oberschichtförderung" wird, die politisch vermieden werden muss. Das ist natürlich nicht nur die Schuld dieser Stipendienprogramme, denn wenn man sich ansieht, wer sich bei ihnen überhaupt bewirbt, dann sehen die Statistiken dort nicht viel besser aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im konkreten Fall der Studienstiftung gibt es aber sicherlich Nachholbedarf, auch wenn der fragwürdige Chef des Ganzen, Gerhard Roth, das anders sieht (nach seiner Performance in Görlitz überrascht mich das nicht; aber ich bin mir recht sicher, dass Roth zumindest nicht die Mehrheit der Stipendiaten der Studienstiftung hinter sich hat). Denn selbst wenn die Auswahlgespräche tatsächlich nicht filternd wirken, muss jeder potentielle Stipendiat von seiner Schule oder einem Hochschullehrer vorgeschlagen werden. Naturgemäß spielen bei diesem Vorgang unbewusste Vorurteile eine wichtige Rolle, und nach dem Prinzip "Gleich und Gleich gesellt sich gern" wird eine Professorin eher solche Studenten vorschlagen, die ihr selbst in Verhaltensmustern ähnlich sind. Dabei haben Studenten, die aus akademischen Familien kommen, einen enormen Startvorteil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Kurzem gibt es die Möglichkeit der &lt;a href="http://www.studienstiftung.de/selbstbewerbung.html"&gt;Selbstbewerbung&lt;/a&gt;, bei der man als Kandidat nicht mehr von einem Hochschullehrer vorgeschlagen werden muss. Ich denke, das ist ein Schritt in die richtige Richtung (auch wenn die prominente Platzierung einer Consulting-Firma extrem geschmacklos und für die Studienstiftung absolut unwürdig ist), wobei natürlich auch hier dank gut bekannter Selbstüber- bzw. -unterschätzungseffekte nicht unbedingt "die Richtigen" erwischt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben noch einen langen Weg vor uns, um das Bildungssystem in Deutschland gerecht zu machen. Es ist klar, dass die größten Fehler eher &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2009/11/uber-hochbegabung-und-schwache.html"&gt;am Anfang&lt;/a&gt; gemacht werden. Aber wir dürfen das nicht als Ausrede verwenden, um die Probleme, die auch im Hochschulbereich existieren, zu ignorieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-9198757382824027931?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/9198757382824027931/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=9198757382824027931' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/9198757382824027931'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/9198757382824027931'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/04/besten-oder-oberschichtforderung.html' title='Besten- oder Oberschichtförderung?'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-7191327418163756421</id><published>2010-04-02T16:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-02T16:00:00.369+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Professionelle Zyniker</title><content type='html'>Es wird Zeit, dass wir aufhören, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_Afghanistan_seit_2001"&gt;Krieg zu führen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider gibt es aber Kriegstreiber, die nicht davor zurückschrecken, die öffentliche Meinung bewusst zu manipulieren. Das fängt bei Anne Will an, die zu dem Thema klar Stellung nimmt: ihrer Meinung nach müsse der Krieg den Deutschen einfach nur richtig erklärt werden, dann würde schon eine Mehrheit für den Krieg stimmen (siehe die &lt;a href="http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/erste10448.html"&gt;Abmoderation dieser Sendung&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Richtig unverhohlen ist die CIA, wie nun dank &lt;a href="http://www.wikileaks.org/"&gt;WikiLeaks&lt;/a&gt; bekannt wurde. Man freut sich hier darüber, dass die (demokratisch gewählten!) Regierungen von Frankreich und Deutschland den Volkswillen einfach ignorieren können und denkt über Strategien nach, die Meinung der Menschen zu manipulieren. Eine gute Zusammenfassung gibt es &lt;a href="http://blog.fefe.de/?ts=b5522080"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-7191327418163756421?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/7191327418163756421/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=7191327418163756421' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7191327418163756421'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7191327418163756421'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/04/professionelle-zyniker.html' title='Professionelle Zyniker'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-8212836960381254394</id><published>2010-03-27T16:00:00.003+01:00</published><updated>2010-03-27T16:00:02.309+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Weshalb Gott eifersüchtig ist</title><content type='html'>Zumindest der alttestamentarische Gott ist bekanntermaßen ein sehr eifersüchtiger Gott. Ich habe mich über den Grund dafür schon oft gewundert. Inzwischen vermute ich, dass er es einfach aus schlechter Erfahrung ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ja sehr gut belegt, dass der von Juden, Christen und Muslimen angebetete Gott über einen langen Zeitraum recht &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hitler-Tageb%C3%BCcher"&gt;frei erfunden&lt;/a&gt; wurde. Man muss sich das mal klarmachen: Gott macht sich all &lt;a href="http://abstrusegoose.com/177"&gt;die Arbeit&lt;/a&gt;, das Universum zu erschaffen. Gut, viele fanden das eher eine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trampen"&gt;schlechte Idee&lt;/a&gt;, aber das sei mal dahingestellt. Jedenfalls denken sich dann die Einwohner dieses Universums einen anderen Gott aus, der dann die Lorbeeren für die Schöpfung kassiert! Da könnte man genauso gut gleich Goofy anbeten. Kein Wunder, dass der echte Gott sauer und auf den Hochstapler eifersüchtig ist. Das ist nur allzu menschlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: &lt;a href="http://mabu.files.wordpress.com/2007/05/sense_2053.jpg"&gt;Clicky&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-8212836960381254394?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/8212836960381254394/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=8212836960381254394' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8212836960381254394'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8212836960381254394'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/03/weshalb-gott-eifersuchtig-ist.html' title='Weshalb Gott eifersüchtig ist'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-400845120092188459</id><published>2010-02-14T19:15:00.002+01:00</published><updated>2010-02-14T19:15:00.143+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Denkblockaden und institutioneller Pessimismus</title><content type='html'>Seit ein paar Tagen beobachte ich nun die in den Zeitungen hochkochende, wenig überraschende (aber zum Teil doch &lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-677225,00.html"&gt;überraschend scharfe&lt;/a&gt;) Empörung über die &lt;a href="http://www.welt.de/debatte/article6347490/An-die-deutsche-Mittelschicht-denkt-niemand.html"&gt;wenig überraschende Entgleisung&lt;/a&gt; des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Westerwelle"&gt;Sprachrohrs deutscher Egoisten&lt;/a&gt;, die ebenso wenig überraschende Empörung über die Empörung und so weiter, und da dachte ich mir, ich könnte doch zur allgemeinen Empörung noch etwas beitragen. Denn die Form der aktuellen Debatte ist symptomatisch für die Probleme der Politik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worum geht es denn überhaupt? Einerseits geht es um Respekt und Mitgefühl für sozial schwach gestellte. Westerwelle fehlt jeglicher Respekt, ja er wirft, wahrscheinlich ganz bewusst, weiter Brennstoff in die Flammen derer, für die Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger insgeheim nur noch Untermenschen sind. Ja, ich übertreibe, aber man sollte sich klar machen, dass man in vielen Dingen mit Mitgefühl meist bessere Problemlösungen findet als mit Vorurteilen - und meine Vermutung ist, dass dies auch hier der Fall ist. Niemand erwartet eine solche Einsicht von der FDP, aber auch in den sogenannten &lt;i&gt;christlichen&lt;/i&gt; Parteien scheint das von vielen vergessen worden zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Opposition schlägt munter in diese Kerbe, weil das nunmal eine einfache (und durchaus auch wichtige) Reaktion ist. Leider manövriert sie sich dadurch in eine typische Falle: sie überlässt die Kontrolle der Debatte dem politischen Gegner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn es geht in der Debatte ja zum großen Teil um das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lohnabstandsgebot"&gt;Lohnabstandsgebot&lt;/a&gt; - und hier wird es für den außenstehenden Beobachter so richtig faszinierend. Ein Abstand wird ja immer zwischen zwei Dingen gemessen, in diesem Fall zwischen den Sozialleistungen am unteren, und einem regulären Vollzeitverdienst am oberen Ende. Will man also über das Lohnabstandsgebot reden, müsste man über &lt;i&gt;beide&lt;/i&gt; Enden reden. Das Gros der Artikel in der jetzigen Debatte übersieht oder ignoriert das obere Ende jedoch völlig und beschäftigt sich nur mit dem &lt;i&gt;unteren&lt;/i&gt; Ende. Natürlich gibt es &lt;a href="http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32049&amp;mode=print"&gt;lobenswerte&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32068&amp;mode=print"&gt;Ausnahmen&lt;/a&gt;, aber die Tendenz ist &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/921/503148/text/"&gt;klar einseitig&lt;/a&gt;. Für die Regierungskoalition ist das sehr praktisch, denn so muss sie sich &lt;a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fdp-gibt-widerstand-auf-mindestlohn-in-der-abfallwirtschaft-kommt;2502185"&gt;unangenehmen Fragen&lt;/a&gt; nicht ernsthaft stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gekoppelt sind diese Scheuklappen an einen alles durchdringenden Pessimismus. Da ja sowieso alles den Bach heruntergehen wird ist der Blick nach unten gerichtet. Damit sind die psychologischen Voraussetzung für eine vollkommen unnötige Abwärtsspirale geschaffen. Was wir bräuchten wäre die Bereitschaft zum "unternehmerischen" Handeln auf volkswirtschaftlicher Ebene. Denn wenn der Blick erst einmal nach oben gerichtet ist, zum Beispiel im Fall Lohnabstandsgebot, eröffnen sich Wege, die Dinge weiter nach oben zu bringen - der Mindestlohn ist dabei nur ein möglicher Anfang. Wie der Weg nach oben dann genau aussehen kann bedarf natürlich der Diskussion. Aber zur Zeit findet diese Diskussion erst gar nicht statt. Letztendlich liegt das nur an den selbstverschuldeten Denkblockaden unserer Politiker.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-400845120092188459?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/400845120092188459/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=400845120092188459' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/400845120092188459'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/400845120092188459'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/02/denkblockaden-und-institutioneller.html' title='Denkblockaden und institutioneller Pessimismus'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-3446845376995208688</id><published>2010-02-12T09:10:00.018+01:00</published><updated>2010-02-12T09:33:58.341+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Die SWIFT-Frage</title><content type='html'>Wie sich inzwischen sicher herumgesprochen hat, hat das EU-Parlament im Gegensatz zur EU-Kommission Rückgrat bewiesen und das &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Nein-zu-SWIFT-Abkommen-Ein-guter-Tag-fuer-den-Datenschutz-Update-928630.html"&gt;Abkommen zur Bankdaten-Übergabe in die USA abgelehnt&lt;/a&gt;. Mir bereitet das viel Freude und auch Hoffnung, dass sich das EU-Parlament in Zukunft weiter selbstbewusst zeigen wird. Der Europäischen Union als Ganzes kann das nur gut tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Aspekt der Bankdaten- und SWIFT-Diskussion verstehe ich aber immer noch nicht. Der öffentliche Diskurs drehte sich immer um zwei Aspekte, nämlich um Datenschutz und um das arrogante Vorgehen der EU-Kommission, die das Abkommen am Tag vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags im Eilverfahren abgesegnet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum wurde die unglaubliche Einseitigkeit des SWIFT-Abkommens nie auch nur angesprochen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder halbwegs vernünftige Politiker hätte das Abkommen doch schon allein deshalb ablehnen müssen, weil es nicht auf Gegenseitigkeit beruht, sondern einfach nur eine Auslieferung von Bankdaten an die USA ohne sichtbare Gegenleistung darstellt [1]. Warum beharren die Staatschefs der EU so hartnäckig darauf, vor den USA bildlich gesprochen die Hosen herunter zu lassen, ohne dass die USA im Gegenzug ebenso die Hosen herunterlassen? Es ist mir ein Rätsel, und es weckt in mir nicht gerade Vertrauen in unsere Regierungen, aber auch in die Medien, die diese offensichtliche Schwachstelle des Abkommens eigentlich hätten ansprechen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[1] Terrorismusgeschwafel lasse ich nicht gelten. Die USA haben ganz klar ein deutlich stärkeres Interesse an Kooperation in Sicherheitsfragen als die EU - dazu vergleiche man einfach mal das Sicherheitsaufgebot vor amerikanischen Botschaften mit dem vor allen anderen Botschaften der Welt. Es ist offensichtlich im amerikanischen Interesse, auch ohne jegliche Herausgabe von Bankdaten in Sicherheitsfragen zu kooperieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-3446845376995208688?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/3446845376995208688/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=3446845376995208688' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3446845376995208688'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3446845376995208688'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/02/die-swift-frage.html' title='Die SWIFT-Frage'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-767763614059655738</id><published>2010-02-07T16:23:00.011+01:00</published><updated>2010-02-07T16:36:22.772+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Radeon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='FOSS'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='fdo'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='English'/><title type='text'>FOSDEM slides on the R300 compiler</title><content type='html'>My first &lt;a href="http://fosdem.org/2010/"&gt;FOSDEM&lt;/a&gt; is almost over. I've seen a lot of interesting talks, and it's great to finally meet some of the people I only knew by email or IRC. Brussels has not been so nice to me, on the other hand, plaguing me with some bad food. Oh well...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I gave a talk on the R300 shader compiler. &lt;a href="http://www.phoronix.com/"&gt;Phoronix&lt;/a&gt; will probably have a video online some time tomorrow, together with videos of the other X.Org talks. In the meantime I am making &lt;a href="http://people.freedesktop.org/~nh/talks/2010-fosdem-r300glsl.odp"&gt;my slides&lt;/a&gt; available. (The file contains some additional slides which I left out from the talk to save a little time.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;And not to forget: a big thank you to all the people who make this amazing event possible!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-767763614059655738?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/767763614059655738/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=767763614059655738' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/767763614059655738'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/767763614059655738'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2010/02/fosdem-slides-on-r300-compiler.html' title='FOSDEM slides on the R300 compiler'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2412825965650694527</id><published>2009-12-11T22:41:00.004+01:00</published><updated>2009-12-11T22:50:51.539+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hochschulpolitik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Motivation...</title><content type='html'>... ein sehr passender Titel angesichts der Tatsache, dass ich seit einem Monat hier nichts mehr veröffentlicht habe. Das wird sich vermutlich nächstes Jahr wieder ändern, vorläufig habe ich jedoch lediglich &lt;a href="http://www.ted.com/talks/dan_pink_on_motivation.html"&gt;ein kleines Schmankerl&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Extrinsische Motivatoren wirken bei komplexen Aufgaben eher hinderlich. Ich für meinen Teil werde das im Hinterkopf behalten, wenn ich das nächste Mal von leistungsorientierter Vergütung, Effizienzkontrolle und ähnlichem neoliberalen Gedankengut in der Zeitung lese. Auch für die aktuelle Debatte zur Studienform Bachelor und Master ist hier eine offensichtliche Lehre zu finden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2412825965650694527?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2412825965650694527/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2412825965650694527' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2412825965650694527'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2412825965650694527'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/12/motivation.html' title='Motivation...'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-8169369254808056569</id><published>2009-11-06T09:06:00.000+01:00</published><updated>2009-11-06T09:06:00.236+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schule'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Über Hochbegabung und schwache Prädiktoren</title><content type='html'>Seit ich mit dem Studium begonnen habe, habe ich immer wieder von Eltern gehört, die furchtbar stolz über ihre hochbegabten dreijährigen Kinder waren. Nun ist natürlich verständlich, dass Eltern auf ihre Kinder stolz sind und jegliche noch so kleine Entwicklung als kleines Wunder wahrnehmen. Auf der anderen Seite hat eine ganze Industrie die Erziehungswünsche der Eltern als Markt entdeckt, und zunehmend &lt;a href="http://www.perlentaucher.de/buch/29001.html"&gt;strömen "Eliteschulen" selbst für Kleinstkinder auf diesen Markt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem gesellschaftlichen Klima ist es erfrischend, &lt;a href="http://blog.newsweek.com/blogs/nurtureshock/archive/2009/08/30/a-5-minute-intelligence-test-for-kids.aspx"&gt;einmal einen objektiven Blick auf die Entwicklung von Kindern zu werfen&lt;/a&gt;. Die Zahlen sprechen nämlich ganz klar gegen die Überbewertung der sogenannten Hochbegabung: von 77 Kindern, die in einem Test als besonders begabt eingestuft wurden, wurde nach nur anderthalb Jahren nicht einmal mehr die Hälfte derart klassifiziert. Umgekehrt lässt sich vermuten, dass wohl auch Kinder, die zunächst nicht als besonders begabt gelten würden, in anderthalb Jahren eine sehr gute Aufholchance haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als gäbe es nicht sowieso schon genug Argumente gegen das dreigliedrige Schulsystem in Deutschland...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-8169369254808056569?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/8169369254808056569/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=8169369254808056569' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8169369254808056569'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/8169369254808056569'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/11/uber-hochbegabung-und-schwache.html' title='Über Hochbegabung und schwache Prädiktoren'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4451686673620965369</id><published>2009-10-30T18:33:00.000+01:00</published><updated>2009-10-30T18:33:00.214+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Peru'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Von Skepsis</title><content type='html'>Was im Internet steht ist bekanntermaßen wahr, und was in Zeitungen geschrieben steht noch wahrer. Also muss, was in Onlineauftritten von etablierten Zeitungen steht, die Quelle aller Weisheit schlechthin sein. Natürlich ist klar, dass auf einem Onlineauftritt der einige Angebote umfasst, die in der gedruckten Ausgabe nicht vorhanden sind, manche Dinge nicht ganz genau geprüft werden. Trotzdem ist es immer wieder ein erhellender Aha-Effekt wenn man direkt auf einen Fehler stößt wie hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im konkreten Fall geht es um die Rubrik &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/service/187/305157/text/"&gt;Die Auslese&lt;/a&gt; der SZ, in der eine Meldung über ein Depeche Mode-Konzert in Peru wiedergegeben wurde. Ich zitiere: "Musiker wissen bei Auftritten nicht immer, wo sie gerade sind. Diesmal war es Dave Gahan von Depeche Mode, der sich beim falschen Land bedankte. 'Vielen Dank, Chile', rief Gahan den Fans in Lima zu - dabei mögen sich Peru und Chile nicht gerade gerne."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Glück wohnt &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2007/11/dies-ist-ein-liebesbrief.html"&gt;Lisset&lt;/a&gt; in Lima und ist zudem Depeche Mode-Fan(in) und war auf besagtem Konzert - und was Dave Gahan wirklich gesagt hat, war "Thank you, children". In der Folge haben das peruanische Journalisten dann wohl falsch verstanden - ob absichtlich oder nicht - und, da es tatsächlich eine gewisse &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2009/09/nachbarliebe.html"&gt;Nachbarliebe&lt;/a&gt; zwischen Peru und Chile gibt, die ganze Geschichte künstlich aufgeblasen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dann eben ein Redakteur in München in einem Nachrichtenticker darübergestolpert ist und die Meldung ohne große Prüfung übernommen hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4451686673620965369?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4451686673620965369/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4451686673620965369' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4451686673620965369'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4451686673620965369'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/10/von-skepsis.html' title='Von Skepsis'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-7557476775103937347</id><published>2009-10-24T15:13:00.011+02:00</published><updated>2009-10-24T15:13:00.462+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Math'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Eine elegante Definition von Mathematik</title><content type='html'>Die meisten Nichtmathematiker haben nur eine sehr schwammige Vorstellung davon, was Mathematik eigentlich ist. Man muss es ihnen verzeihen, schließlich tun sich Mathematiker selbst auch schwer damit, eine klare Definition zu geben. Einen sehr schönen Versuch einer Definition davon, was Mathematik eigentlich ist, las ich kürzlich in einem &lt;a href="http://arxiv.org/abs/math.HO/9404236"&gt;Artikel&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Thurston"&gt;William Thurston&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mathematics is the smallest subject satisfying the following:&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Mathematics includes the natural numbers and plane and solid geometry.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mathematics is that which mathematicians study.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mathematicians are those humans who advance human understanding of mathematics.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manch Futurist mag sich an der diskriminierenden Verwendung des Wortes "human" stören. Diesen Mangel könnte man vielleicht zum Vorteil umkehren, um den Begriff der Intelligenz zu klären: wir könnten sagen, die Objekte einer Klasse C sind mindestens so intelligent wie Menschen, wenn in der obigen Definition die Klasse der Menschen durch C ersetzt werden kann, ohne das dadurch definierte Feld der Mathematik zu verkleinern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß bei der Spekulation über diese Definitionen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-7557476775103937347?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/7557476775103937347/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=7557476775103937347' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7557476775103937347'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/7557476775103937347'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/10/eine-elegante-definition-von-mathematik.html' title='Eine elegante Definition von Mathematik'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1770727322401103732</id><published>2009-10-18T18:41:00.002+02:00</published><updated>2009-10-18T18:41:00.215+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Politik im Entstehen</title><content type='html'>Ab und zu kommt man in das fragwürdige Vergnügen, beobachten zu können, wie in der Politik gezielt die &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundeskanzlerin-kritisiert-mangelnden-Urheberrechtsschutz-im-Netz-821168.html"&gt;Manipulation der öffentlichen Meinung mit Fehlinformation gesät wird&lt;/a&gt;. Sich darüber zu beschweren, dass Google Bücher einscannt, ist vollkommen Fehl am Platz. Um gegen unerlaubtes Verbreiten von Büchern übers Internet vorgehen zu können bedarf es keines besonderen Urheberrechts. Dafür würde auch das Urheberrecht des 19. Jahrhunderts ausreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso unsinnig ist die Formulierung, sich für Urheberrechtsschutz im Internet einsetzen zu wollen; dass sie überhaupt genutzt wird zeugt davon, wie wenig weit das Verständnis für die Thematik in unserer Gesellschaft gediehen ist. Würde die Kanzlerin von sich geben, sie wolle sich für Urheberrechtsschutz auf Papier einsetzen würde sie zu Recht lächerlich gemacht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist richtig traurig, was hier passiert: ein namenloser Lobbyist sorgt aus dem sicheren Hintergrund dafür, dass der Kanzlerin Worte in den Mund gelegt werden, die ein Strohmannargument aufbauen. Es wäre in der Tat nicht akzeptabel, wenn Google einfach so Bücher kopieren und verbreiten dürfte. Die meisten Menschen werden aber nicht durchschauen, dass es sich hier um ein trojanisches Pferd handelt. Letztendlich wird die öffentliche Stimmung dann genutzt werden, um kulturell destruktive Gesetzesänderung durchzubringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich gibt es Schwächen im heutigen Urheberrecht, von der &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2008/09/ein-besseres-urheberrecht.html"&gt;viel zu langen Laufzeit&lt;/a&gt; bis zur desaströsen Klausel über "wirksame technische Schutzmaßnahmen". Aber die einzige Branche, die legitimerweise den Umwälzungen durch das Internet mit Sorge entgegensieht ist der Journalismus. Alle anderen erhoffen sich doch nur, das Urheberrecht als &lt;a href="http://boingboing.net/2009/10/06/the-criticism-that-r.html"&gt;Mittel zur Kontrolle und Zensur&lt;/a&gt; mißbrauchen zu können. Es ist die Pflicht unserer Volksvertretung, dagegen auch präventiv vorzugehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1770727322401103732?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1770727322401103732/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1770727322401103732' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1770727322401103732'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1770727322401103732'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/10/politik-im-entstehen.html' title='Politik im Entstehen'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4076783549746249555</id><published>2009-10-13T22:34:00.009+02:00</published><updated>2009-10-13T23:01:56.760+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Radeon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='FOSS'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='fdo'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='English'/><title type='text'>Radeon 3D Wiki drive</title><content type='html'>Outsiders of the group of developers regularly complain that it's very hard to get an understanding of what happens in development of the Radeon driver(s). They have convinced me.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So I've spent some time to refactor the documentation on the DRI Wiki, creating a new, cleanup up and up-to-date &lt;a href="http://dri.freedesktop.org/wiki/Radeon"&gt;portal page&lt;/a&gt; in the process. However, this refactoring is not complete, and the amount of information is not yet entirely satisfying. The real test now is whether this can be more than a one-shot effort by me, so this is a shout out to others - particularly to the users who have been asking for this - to help improve the documentation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Partly, this can be done in very mundane ways by normal users. The &lt;a href="http://xorg.freedesktop.org/wiki/RadeonProgram"&gt;application support matrix&lt;/a&gt; needs to be updated for Mesa 7.6 (there have been a lot of significant improvements), which mostly requires testing by a lot of people who own the necessary hardware/software combinations.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I have also created a stub page for &lt;a href="http://dri.freedesktop.org/wiki/RadeonTroubleshooting"&gt;3D troubleshooting and known problems&lt;/a&gt;, and I want to rely mostly on users to help filling that with useful information. After all, the kind of trouble &lt;i&gt;I&lt;/i&gt; run into usually has to do with me breaking the driver during development, which is on a rather different level from the kind of trouble users run into.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Now my main goal is actually to improve the way we present ourselves to potential new developers. This is also quite tricky because after having been immersed in this stuff for so long, it is hard for me to judge what kind of information and documentation would be most helpful to newcomers. If you have a concrete question, or set of questions, I'd be curious to know, and I may end up blogging on it, or documenting it on the Wiki, or documenting it in the source code. However, please give me more than a muddy "this stuff is complicated, can you hold my hand through it?", because yes, unfortunately, this stuff &lt;i&gt;is&lt;/i&gt; complicated.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In my experience, the first step to understanding the 3D driver is to understand &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/OpenGL"&gt;OpenGL&lt;/a&gt;. After all, the purpose of the 3D driver is ultimately to implement an API - and you just won't understand the driver if you don't understand that API. So if you're curious about 3D driver development, hack on little OpenGL samples first, or even at the same time! It doesn't have to be a large game engine; the &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/mesa/mesa/tree/progs"&gt;samples that come with Mesa&lt;/a&gt; may be more than enough as a starting point. Then maybe you want to step through your program and what the driver does in a debugger, or experiment with other little ways that can help you understand the driver.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I hope that we will be able to welcome you into the fold one day.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4076783549746249555?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4076783549746249555/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4076783549746249555' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4076783549746249555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4076783549746249555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/10/radeon-3d-wiki-drive.html' title='Radeon 3D Wiki drive'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-6515856176117349856</id><published>2009-10-12T12:30:00.000+02:00</published><updated>2009-10-12T12:34:35.675+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Math'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='English'/><title type='text'>Math reading #1: Volume bounds for lattice polytopes with interior lattice points</title><content type='html'>So I got a bit into the mood of writing down mathematical stuff for the web. Since reading and trying to understand stuff is a good exercise anyway, I decided to start an experiment in which I will attempt to digest and explain some mathematical paper, or chapter from a book, or something similar on a semi-regular basis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I hope that these digests will be useful to other people, but in the end their real purpose is to force myself to organize my own thoughts a bit better - and perhaps to serve as an archive for myself where I can look things up in the future.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Without further blah-blah, here's the first installment: &lt;a href="http://sma.epfl.ch/~haehnle/blog/mr01-volume-bounds.xhtml"&gt;Volume bounds for lattice polytopes with interior lattice points&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-6515856176117349856?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/6515856176117349856/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=6515856176117349856' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6515856176117349856'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6515856176117349856'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/10/math-reading-1-volume-bounds-for.html' title='Math reading #1: Volume bounds for lattice polytopes with interior lattice points'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-5512700942909406966</id><published>2009-10-03T11:59:00.000+02:00</published><updated>2009-10-03T11:59:00.376+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Math'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='fdo'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='English'/><title type='text'>Ehrhart polynomials and integer points in polytopes</title><content type='html'>It's about time for me to write about something mathematical on this blog. I used the opportunity to experiment with &lt;a href="http://www.w3.org/Math/"&gt;MathML&lt;/a&gt; and &lt;a href="http://www.w3.org/Graphics/SVG/"&gt;SVG&lt;/a&gt;. Unfortunately, the state of these technologies is rather horrible, which is why I can't write the actual entry in the blog itself. HTML 5 promises to improve things, but it's not quite there yet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://sma.epfl.ch/~haehnle/blog/ehrhart.xhtml"&gt;So here is a link to my text on Ehrhart polynomials.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There's a little bit of backstory here which I should probably mention. I was reading up on Ehrhart polynomials a while ago, and in particular I was looking for a proof of their existence. Unfortunately, the proofs I found immediately by perusing literature used rather &lt;i&gt;abgewandte Mathematik&lt;/i&gt;, which made me sad. So, in a moment of the kind of hubris which is necessary to do these kinds of things, I decided that I could find an elementary proof on my own. I succeeded, and I thought to myself, "Hey, that proof is actually rather simple. I've been looking for something mathematical to write up on my blog, let's just use this."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So I started, and I had this goal in mind that I could explain my proof in a way that is understandable to ordinary laypeople. In the process, I had to admit to myself that the proof is probably not &lt;em&gt;that&lt;/em&gt; simple.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;You see, I am not writing for the kind of people who are uninterested in mathematics - that would be futile - but I do want my writing to be interesting and useful for other students of mathematics and interested laypeople. Sometimes, I like to try to write a text where my yardstick is, "Would I have been able to follow and appreciate this text at the beginning of my university studies?" Of course it is not always feasible to write texts like that, and it is actually incredibly hard to tell whether I achieve this goal because I have mostly forgotten who I was five years ago. Trying to see things from that older perspective is not easy.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I do hope that I have succeeded, and while the MathML was annoying to write, it was ultimately enjoyable because I could touch a large number of ideas and areas that are relevant to my daily work.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In the future, I will probably experiment with &lt;a href="http://www1.chapman.edu/~jipsen/mathml/asciimathsyntax.html"&gt;ASCIIMathML&lt;/a&gt;, which I discovered a bit too late. It appears to offer a reasonable solution to the verbosity of MathML.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-5512700942909406966?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/5512700942909406966/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=5512700942909406966' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/5512700942909406966'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/5512700942909406966'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/10/ehrhart-polynomials-and-integer-points.html' title='Ehrhart polynomials and integer points in polytopes'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2435002777223817866</id><published>2009-09-29T15:06:00.002+02:00</published><updated>2009-09-29T15:06:00.522+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Math'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Firefox Cache Viewer und Google Books</title><content type='html'>Neulich wollte ich einen Artikel aus einer Zeitschrift lesen, die zwar frei zugänglich ist, aber leider nur die Jahrgänge ab 1997 als PDF anbietet. Die älteren Jahrgänge stehen bei uns in der Bibliothek im Magazin und sind auf Google Books auch abrufbar. Allerdings kann man von Google Books aus nicht drucken oder gar PDFs abrufen, und der Abruf eines Artikels aus dem Magazin ist auch nicht gerade benutzerfreundlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Hilfe des &lt;a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/2489"&gt;Cache Viewer&lt;/a&gt;-Plugins für Firefox kann man dagegen auf Low-Tech-Ebene leicht die geladenen PNGs exportieren und danach mit üblichen Kommandozeilentools (bzw. unter Mac OS X auch mit dem Automator) in ein PDF konvertieren. Ich war glücklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt übrigens auch ein &lt;a href="http://www.codeplex.com/GoogleBookDownloader"&gt;Open-Source-Werkzeug&lt;/a&gt; für diese Aufgabe unter Windows, das allerdings vermutlich in Schwierigkeiten gerät, wenn sich die Interna von Google Books in der Zukunft einmal ändern sollten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2435002777223817866?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2435002777223817866/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2435002777223817866' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2435002777223817866'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2435002777223817866'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/09/firefox-cache-viewer-und-google-books.html' title='Firefox Cache Viewer und Google Books'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-3541346637973721874</id><published>2009-09-22T11:08:00.008+02:00</published><updated>2009-09-22T11:08:00.262+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Ich tu nur meine Bürgerpflicht</title><content type='html'>Die Tage werden kürzer, der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, die Wahlplakate sprießen aus dem Boden, Zigarettenhersteller machen sich über Wa(h)lwerbung lustig, kurz: es ist Bundestagswahlzeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich für meinen Teil habe aufenthaltsortsbedingt schon letzte Woche &lt;a href="http://www.wahlrecht.de/bundestag/2009/index.html"&gt;zwei Kreuze gemacht&lt;/a&gt; und in einen Briefkasten geworfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun will ich auch gar nicht weiter um den heißen Brei herumreden, schließlich ist allgemein bekannt, dass Nichtwähler und Nichtwählerinnen einfach nur &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rationalisierung#Psychologie"&gt;rückgratlose Waschlappen&lt;/a&gt; sind. Also: Macht am Sonntag einen kurzen Spaziergang und geht wählen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Eigentlich würde ich die Frage ja gerne stellen, aber da man heutzutage die Antwort sofort via &lt;a href="http://lmgtfy.com/"&gt;Google&lt;/a&gt; finden kann, wäre es ein wenig witzlos.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-3541346637973721874?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/3541346637973721874/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=3541346637973721874' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3541346637973721874'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3541346637973721874'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/09/ich-tu-nur-meine-burgerpflicht.html' title='Ich tu nur meine Bürgerpflicht'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2348650161750366343</id><published>2009-09-14T18:30:00.004+02:00</published><updated>2009-09-14T18:30:00.350+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweiz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Nachbarliebe</title><content type='html'>Neulich kam ich in den zweifelhaften Genuss, in der Bahn den Blick, das Schweizer Pendant der &lt;a href="http://www.bildblog.de/"&gt;schlimmsten aller Zeitungen&lt;/a&gt;, lesen zu können. In ihm wurde nicht nur über den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peer_Steinbr%C3%BCck"&gt;deutschen Cowboy&lt;/a&gt;, sondern auch über den Erfolg der &lt;a href="http://www.missschweiz.ch/section102/Whitney-Toyloy.htm"&gt;Miss Swiss&lt;/a&gt; beim &lt;a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Whitney-Toyloy-schafft-es-in-die-Top-Ten/story/29095754"&gt;Miss World-Zirkus&lt;/a&gt; (oder ging es da um das ganze Universum? So ganz konnte ich diese Hybris noch nie verstehen) berichtet. Schlimm aus Perspektive der Yellow Press nur, dass sie es dann doch nicht in die Top 5 geschafft hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen wichtigen Trost vermochten die Blick-Redakteure ihren Eidgenossen jedoch mitzugeben: Miss Germany landete unter ferner liefen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2348650161750366343?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2348650161750366343/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2348650161750366343' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2348650161750366343'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2348650161750366343'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/09/nachbarliebe.html' title='Nachbarliebe'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1868590923017193911</id><published>2009-09-08T20:57:00.000+02:00</published><updated>2009-09-08T20:57:00.237+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Radeon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='FOSS'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='fdo'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='English'/><title type='text'>r300: Whither OpenGL 2.0?</title><content type='html'>As you may know, there are currently two drivers for the Radeon R300-R500 families of GPUs. There is the &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/mesa/mesa/tree/src/mesa/drivers/dri/r300"&gt;classic Mesa driver&lt;/a&gt; and the &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/mesa/mesa/tree/src/gallium/drivers/r300"&gt;r300g&lt;/a&gt; Gallium 3D driver.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The classic Mesa driver has obviously been around longer and has therefore seen more bugfixing and general attention. Naturally, r300g is not as mature even though Gallium 3D is where the future is, because the potential of many state trackers is only going to get bigger. Think a &lt;a href="http://zrusin.blogspot.com/2009/09/accelerating-x-with-gallium.html"&gt;unified acceleration logic for the X server&lt;/a&gt;, client-side accelerated 2D rendering, OpenCL &amp;ndash; the possibilities are endless: Each of these items simply needs a state tracker, and we can then painlessly hook our driver up to support these things without any additional work.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The question is where the cutoff should be. At which point do we "stop caring" about the classic Mesa driver? Here, "stop caring" obviously means stop implementing new features; bugfixing will remain important.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;This has become a more important question for me now that I've entered new feature territory again with &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2009/09/shader-optimization-challenge.html"&gt;exploring GLSL&lt;/a&gt;. While the &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2009/07/r300-refactoring-program-compiler-for.html"&gt;shader compiler is shared between classic Mesa and r300g&lt;/a&gt;, there will probably be some more required changes. Considering the fact that we also need to support the rest of OpenGL 2.0 to support GLSL well (a lot of applications will only test for OpenGL 2.0 and will not use GLSL otherwise even if the ARB extensions are there), I now have an even bigger incentive to make the break to Gallium.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I believe it's a very viable and sane strategy: Leave the classic Mesa driver at its current OpenGL 1.5 level and let it become a solid base for conservative users (including the next round or two of Linux distributions). In the meantime, get r300g into a good shape, particularly against &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/piglit"&gt;Piglit&lt;/a&gt;, and get cracking on those OpenGL 2.0 features over in Gallium territory.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1868590923017193911?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1868590923017193911/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1868590923017193911' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1868590923017193911'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1868590923017193911'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/09/r300-whither-opengl-20.html' title='r300: Whither OpenGL 2.0?'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2960563202232862161</id><published>2009-09-05T14:33:00.000+02:00</published><updated>2009-09-05T14:33:00.283+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Versprecher</title><content type='html'>Das Schöne an der Rechtschreibreform sind die von ihr gebotenen Gelegenheiten zum Philosophieren über Sprache. So las ich neulich, eine Technologie sei "viel versprechend" und wunderte mich über die moderne Technik, die sich heutzutage offenbar aktiv selbst vermarktet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann von einem unbekannten Künstler behaupten, er sei vielversprechend. Aber wenn ein Künstler viel verspricht, also viel versprechend ist, so ist er deshalb noch lange nicht vielversprechend. Wenn sich dann außerdem jemand &lt;a href="http://politicalhumor.about.com/cs/georgewbush/a/top10bushisms.htm"&gt;sehr&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=f7TboWvVERU"&gt;viel&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.goethe.de/Z/jetzt/dejzus81/dejprv81.htm"&gt;verspricht&lt;/a&gt;, wird alles noch viel komplizierter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da behaupte noch jemand, die Reform wäre logisch!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2960563202232862161?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2960563202232862161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2960563202232862161' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2960563202232862161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2960563202232862161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/09/versprecher.html' title='Versprecher'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-3995691470034779558</id><published>2009-09-01T18:50:00.001+02:00</published><updated>2009-09-01T18:50:00.689+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Radeon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='FOSS'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='fdo'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='English'/><title type='text'>The shader optimization challenge</title><content type='html'>During my vacation - great trip through beautiful &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Iceland"&gt;Iceland&lt;/a&gt; - a lot of important improvements have been brought to the &lt;a href="http://dri.freedesktop.org/wiki/R300"&gt;r300 driver&lt;/a&gt;, the Mesa driver that provides hardware accelerated OpenGL for Radeon R300 to R500 chipsets.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The biggest noticeable improvement is that, mostly thanks to Maciej's (osiris) push, we finally have real support for &lt;a href="http://www.opengl.org/registry/specs/ARB/vertex_buffer_object.txt"&gt;ARB_vertex_buffer_object&lt;/a&gt; (short: VBO) and &lt;a href="http://www.opengl.org/registry/specs/ARB/occlusion_query.txt"&gt;ARB_occlusion_query&lt;/a&gt; (short: OQ).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;What does this mean? First of all, it means that &lt;a href="http://www.sauerbraten.org/"&gt;Sauerbraten&lt;/a&gt; finally approaches good framerates on my Athlon XP 2400 + Radeon X1650 Pro setup (unfortunately still in PCI mode due to a &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pleonasm"&gt;crappy AGP&lt;/a&gt; bridge). The performance difference is impressive; the CPU performance profile now looks entirely different, because all of the previously most CPU intensive tasks have simply disappeared thanks to the fact that we don't constantly have to reupload VBOs - and you can expect those performance improvements in essentially all 3D games. It also means that the driver can finally support OpenGL 1.5. It's about damn time.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In the meantime, I have been exploratorily experimenting with support for the OpenGL Shading Language (short: &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/GLSL"&gt;GLSL&lt;/a&gt;). This is still a long way off, but today I would like to give you a taste of the kind of challenges waiting for us.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/mesa/mesa/tree/progs/glsl/trirast.c"&gt;glsl/trirast&lt;/a&gt; test that comes with Mesa implements a very simple and stupid &lt;a href="http://www.ddj.com/hpc-high-performance-computing/217200602"&gt;triangle rasterizer&lt;/a&gt; within a fragment shader. Said shader looks like this:&lt;blockquote&gt;&lt;pre&gt;uniform vec2 v0, v1, v2;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;float crs(const vec2 u, const vec2 v)&lt;br /&gt;{&lt;br /&gt;   return u.x * v.y - u.y * v.x;&lt;br /&gt;}&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;void main() {&lt;br /&gt;   vec2 p = gl_FragCoord.xy;&lt;br /&gt;   if (crs(v1 - v0, p - v0) &gt;= 0 &amp;&amp;&lt;br /&gt;       crs(v2 - v1, p - v1) &gt;= 0 &amp;&amp;&lt;br /&gt;       crs(v0 - v2, p - v2) &gt;= 0)&lt;br /&gt;      gl_FragColor = vec4(1.0);&lt;br /&gt;   else&lt;br /&gt;      gl_FragColor = vec4(0.5);&lt;br /&gt;}&lt;/pre&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Mesa's &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/mesa/mesa/tree/src/mesa/shader/slang"&gt;GLSL compiler&lt;/a&gt; turns this into an assembly program which looks like this (the style is that of &lt;a href="http://www.opengl.org/registry/specs/ARB/fragment_program.txt"&gt;ARB_fragment_program&lt;/a&gt;, but the control flow instructions are a Mesa invention):&lt;blockquote&gt;&lt;pre&gt;  0: MOV TEMP[0].xy, INPUT[0];&lt;br /&gt;  1: SUB TEMP[2].xy, UNIFORM[1], UNIFORM[0];&lt;br /&gt;  2: SUB TEMP[4].xy, TEMP[0], UNIFORM[0];&lt;br /&gt;  3: MUL TEMP[1].y, TEMP[2].xxxx, TEMP[4].yyyy;&lt;br /&gt;  4: MUL TEMP[1].z, TEMP[2].yyyy, TEMP[4].xxxx;&lt;br /&gt;  5: SUB TEMP[1].x, TEMP[1].yyyy, TEMP[1].zzzz;&lt;br /&gt;  6: SGE TEMP[1].y, TEMP[1].xxxx, CONST[3].xxxx;&lt;br /&gt;  7: IF TEMP[1].yyyy;  # (if false, goto 15);&lt;br /&gt;  8:    SUB TEMP[2].xy, UNIFORM[2], UNIFORM[1];&lt;br /&gt;  9:    SUB TEMP[4].xy, TEMP[0], UNIFORM[1];&lt;br /&gt; 10:    MUL TEMP[1].z, TEMP[2].xxxx, TEMP[4].yyyy;&lt;br /&gt; 11:    MUL TEMP[1].w, TEMP[2].yyyy, TEMP[4].xxxx;&lt;br /&gt; 12:    SUB TEMP[1].x, TEMP[1].zzzz, TEMP[1].wwww;&lt;br /&gt; 13:    SGE TEMP[0].w, TEMP[1].xxxx, CONST[3].xxxx;&lt;br /&gt; 14: ELSE; # (goto 17)&lt;br /&gt; 15:    MOV TEMP[0].w, CONST[3].xxxx;&lt;br /&gt; 16: ENDIF;&lt;br /&gt; 17: IF TEMP[0].wwww;  # (if false, goto 25);&lt;br /&gt; 18:    SUB TEMP[2].xy, UNIFORM[0], UNIFORM[2];&lt;br /&gt; 19:    SUB TEMP[4].xy, TEMP[0], UNIFORM[2];&lt;br /&gt; 20:    MUL TEMP[1].w, TEMP[2].xxxx, TEMP[4].yyyy;&lt;br /&gt; 21:    MUL TEMP[2].z, TEMP[2].yyyy, TEMP[4].xxxx;&lt;br /&gt; 22:    SUB TEMP[1].x, TEMP[1].wwww, TEMP[2].zzzz;&lt;br /&gt; 23:    SGE TEMP[0].z, TEMP[1].xxxx, CONST[3].xxxx;&lt;br /&gt; 24: ELSE; # (goto 27)&lt;br /&gt; 25:    MOV TEMP[0].z, CONST[3].xxxx;&lt;br /&gt; 26: ENDIF;&lt;br /&gt; 27: IF TEMP[0].zzzz;  # (if false, goto 30);&lt;br /&gt; 28:    MOV OUTPUT[1], CONST[4];&lt;br /&gt; 29: ELSE; # (goto 32)&lt;br /&gt; 30:    MOV OUTPUT[1], CONST[5];&lt;br /&gt; 31: ENDIF;&lt;br /&gt; 32: END&lt;/pre&gt;&lt;/blockquote&gt;Observe how the subroutine &lt;i&gt;crs&lt;/i&gt; was inlined three times.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There are a lot of instructions here that operate on a single component or on two components. For a chip like the Intel i965 this is fine, because every shader instruction at the hardware level conceptually only operates on a single floating point value. This is in contrast to the Radeon chips, where the hardware level instructions still conceptually operate on four-component vectors.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The important point is that on Intel chips, one could emit the 32 instructions seen above more or less as is, without wasting too many resources. On a Radeon chip - and let's use the R500 fragment processor to make it concrete - one could also emit those 32 instructions as is. The problem, however, is that we would use 32 instruction slots that can potentially operate on 4-component vectors and use them to operate on single components or sometimes two components. In every cycle, we waste two or three of the four available computation channels. Roughly two thirds of the available computational resources are wasted.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;With a little bit of thought, one finds a better program to emit on an R500, particularly by rearranging the register usage a bit:&lt;blockquote&gt;&lt;pre&gt;  0: MAD r0, v1.xy11, p.11xy, -v0.xyxy;&lt;br /&gt;  1: DP4 r0.x, r0.x00-y, r0.w00z;&lt;br /&gt;  2: IF ALU_result &gt;= 0; (if false, goto 11);&lt;br /&gt;  3: MAD r0, v2.xy11, p.11xy, -v1.xyxy;&lt;br /&gt;  4: DP4 r0.x, r0.x00-y, r0.w00z;&lt;br /&gt;  5: IF ALU_result &gt;= 0; (if false, goto 11);&lt;br /&gt;  6: MAD r0, v0.xy11, p.11xy, -v2.xyxy;&lt;br /&gt;  7: DP4 r0.x, r0.x00-y, r0.w00z;&lt;br /&gt;  8: IF ALU_result &gt;= 0; (if false, goto 11);&lt;br /&gt;  9: MOV out, .1111;&lt;br /&gt; 10: ELSE;&lt;br /&gt; 11: MOV out, .HHHH;&lt;br /&gt; 12: ENDIF;&lt;br /&gt; 13: END&lt;/pre&gt;&lt;/blockquote&gt;Yes, the &lt;i&gt;IF&lt;/i&gt; and &lt;i&gt;ENDIF&lt;/i&gt; are unbalanced; this is possible in some cases in the &lt;a href="http://www.x.org/docs/AMD/R5xx_Acceleration_v1.3.pdf"&gt;R500 flow control model&lt;/a&gt;. By some clever optimizations, including the fact that the R500 fragment shader can negate the &lt;i&gt;w&lt;/i&gt; part of an instruction independently from the &lt;i&gt;xyz&lt;/i&gt; part, we more than halved the number of instructions to 13. Compare this to the estimate that the previous version would waste about two thirds of the available computational power.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The real challenge is recognizing these opportunities for optimizations automatically and applying them in our driver. The field is wide open here. Incidentally, the example above illustrates why I don't believe &lt;a href="http://llvm.org/"&gt;LLVM&lt;/a&gt; is of too much use for us. Somehow I doubt that a compiler project that has its roots in normal CPUs has useful knowledge about these kinds of optimization problems.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Of course, the first step is to support GLSL at all. Afterwards, we can talk again about such optimizations.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Can you reduce the length of the program above even further? I have a version that uses only 8 instructions, though it involves quite significant changes to the flow control logic. Can you get there, too?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-3995691470034779558?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/3995691470034779558/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=3995691470034779558' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3995691470034779558'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3995691470034779558'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/09/shader-optimization-challenge.html' title='The shader optimization challenge'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1522057805755368563</id><published>2009-08-29T17:05:00.000+02:00</published><updated>2009-08-29T17:14:59.817+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sicherheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Wer was zu verbergen hat...</title><content type='html'>Man kennt es schon lange, das Lieblingsargument der Befürworter des Überwachungsstaates in Deutschland und anderswo: Wer unschuldig ist habe nichts zu verbergen und brauche Überwachung daher nicht zu fürchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob diesen Leuten ihr eigenes Argument noch genauso gut schmeckt, wenn es in die umgekehrte Richtung Anwendung findet? Ganz konkret: Warum sollen die &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/Umsetzungsvorgaben-fuer-Web-Sperren-sollen-geheim-bleiben-Update--/meldung/144456"&gt;Umsetzungsvorgaben für Web-Sperren in Deutschland verheimlicht werden&lt;/a&gt;? Hat da vielleicht jemand ein schlechtes Gewissen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1522057805755368563?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1522057805755368563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1522057805755368563' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1522057805755368563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1522057805755368563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/08/wer-was-zu-verbergen-hat.html' title='Wer was zu verbergen hat...'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-3882787256917309184</id><published>2009-08-26T12:47:00.000+02:00</published><updated>2009-08-26T12:47:00.379+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesellschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Die Gretchenfrage</title><content type='html'>Es war einmal, vor einer langen Zeit, da war ich ein lautstärkerer Gegner des Glaubens an Gott. Jeder, der sich mit mir über Gott unterhalten hat weiß natürlich, dass ich auch heute noch alles andere als ein Freund des Glaubens an Götter oder ähnliche widernatürliche Konzepte bin, aber dennoch bin ich in meinen Tiraden gegen den Glauben milder geworden. Es war eine lang andauernde Entwicklung, die mir diese eher, aber eben nicht ganz, selten als solche erkennbare Milde gegeben hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gläubige tun mir leid.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens geht es mir hier des Titels zum Trotz nicht um Religion, sondern lediglich um den Glauben an Gott (wobei ich Gott stellvertretend für jegliche Götter, -innen und ähnliche unrealistische Ideen nenne). Mir ist durchaus bewusst, dass Religion noch andere Aspekte hat, die im Wesentlichen nichts anderes sind als Techniken zur Formung der Gesellschaft. Wie jede andere Technologie können sie zum Guten wie zum Schlechten verwendet werden. Um all diese zusätzlichen Aspekte geht es mir hier aber nicht. Der vorliegende Blogeintrag beschränkt sich auf den Glauben an Gott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser Klarstellung nun die berechtigte Frage: Warum tun mir Gläubige leid?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe im Laufe meines Lebens drei Grundtypen von Gläubigen kennengelernt. Der erste Typ ist gläubig und hat darüber noch nie nachgedacht. Selten kommt es vor, dass dieser Typ irgendwann anfängt nachzudenken und die richtigen Schlüsse zieht. Meistens ist das Fehlen der Reflexion aber einfach ein Zeichen dafür, dass derjenige in keiner Lebenslage besonders viel reflektiert, und das tut mir leid.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Typ ist der, der mir persönlich am unverständlichsten ist: Er hat über den Glauben nachgedacht und ist ernsthaft zu dem Schluss gekommen, dass ein Gott wirklich real existiert. Dieser Typ tut mir leid, weil entweder sein Wissen über die reale Welt oder seine Fähigkeit zum logischen Denken furchtbar verkümmert sein muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu guter Letzt gibt es noch den Typ, der zwar erkannt hat, dass keinerlei Hinweise auf die Existenz eines Gottes existieren, der sich aber trotzdem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz"&gt;mehr schlecht als recht ein Gerüst zusammenschustert&lt;/a&gt;, das ihm den Glauben an einen Gott ermöglicht. Für diese Flucht in die Phantasie gibt es die verschiedensten Begründungen, aber bisher erregten doch alle mein Mitleid - denn letztendlich flieht dieser Typ fast immer vor der Realität, weil er sie fürchtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir ist natürlich klar, dass ich in vieler Hinsicht mit dieser Einstellung genauso arrogant daherkomme wie ein Missionar, der die armen Ungläubigen bekehren will - so viel Selbstkritik muss sein. Andererseits kommt auch irgendwann der Punkt, an dem man diese ewige Selbstkritik beiseite legen und eine Linie in den Sand ziehen muss. Immerhin geht es hier nicht um Meinungen, sondern um die &lt;a href="http://www.the-brights.net/"&gt;wahrhaftige, objektive Realität&lt;/a&gt;. Wer sich dieser Realität verschließen will, wird von mir - und das ist der wichtige Unterschied zum Missionar - nicht zur Umkehr gezwungen. Er darf aber auch nicht auf mein Verständnis hoffen; er tut mir nur leid.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens gibt es ja historisch gesehen noch die vermeintlichen Pragmatiker, die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsche_Wette"&gt;an Gott glauben, um präventiv himmlische Bonusmeilen zu sammeln&lt;/a&gt;. Es ist beruhigend, dass mir in der Praxis noch niemand begegnet ist, der diese Position ernsthaft vertritt. Denn abgesehen von allen anderen Kritikpunkten, die gegen die Pascalsche Wette sprechen, gilt doch vor allem immer noch diese Weisheit, die ich vor langem so oder so ähnlich gehört habe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Richte all dein Streben im Leben danach, ein guter Mensch zu sein, und kümmere dich nicht darum, einen Gott anzubeten. Wenn es einen Gott gibt, und er ist böse, ungerecht oder eifersüchtig, so hat er deine Anbetung nicht verdient. Wenn es einen Gott gibt, und er ist gut und gerecht, so wirst du seine Anerkennung nicht durch Gebete, sondern nur durch dein Handeln im Leben gewinnen. Und wenn es keinen Gott gibt, so wirst du nach dem Tod doch deinen Mitmenschen als das in Erinnerung bleiben, was du im Leben warst: ein guter Mensch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-3882787256917309184?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/3882787256917309184/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=3882787256917309184' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3882787256917309184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3882787256917309184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/08/die-gretchenfrage.html' title='Die Gretchenfrage'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4350163043542435561</id><published>2009-08-18T14:41:00.000+02:00</published><updated>2009-08-18T14:41:00.378+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweiz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Kein Bock auf Jazz, oder das Treffen der Exildeutschen</title><content type='html'>Die schöne Landschaft und vermutlich auch die politische Lage haben dazu geführt, dass sich die Genferseeregion seit langem in einen &lt;a href="http://images.google.ch/images?hl=de&amp;client=firefox-a&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;hs=Kkx&amp;q=charlie%20chaplin%20vevey&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;tab=wi"&gt;Rückzugsort&lt;/a&gt; der "Schönen und Reichen" entwickelt hat. Dem ist wohl auch zu verdanken, dass hier kulturell einiges geboten ist, wovon Pseudointellektuelle immer gerne schwärmen. Ich persönlich ziehe es vor, die dadurch entstehenden positiven Aspekte des Lebens hier ab und an zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So zum Beispiel geschehen als auf dem &lt;a href="http://www.montreuxjazz.com/"&gt;Montreux Jazz Festival&lt;/a&gt; - aus welchem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jazz_ist_anders"&gt;Grund&lt;/a&gt; auch immer -  die &lt;a href="http://bademeister.com/"&gt;beste Band der Welt&lt;/a&gt; ein Konzert gab. Die drei geben natürlich viel Unsinn von sich, und ich werde &lt;i&gt;Rebell&lt;/i&gt; wohl nie mehr ohne gewisse Anspielungen im Kopf hören können, aber all das verstärkt nur noch meine Schlussfolgerung: Die Ärzte sind live wirklich genial.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist natürlich etwas kurios, wenn sich eine Band, die so sehr von ihren Texten und Ansagen lebt, in fremdsprachigen Ausland begibt. Als ich das Publikum sah, hat sich aber vieles geklärt. Es handelte sich um das einzige Ärztekonzert in der Schweiz, und so waren wohl alle Exildeutschen, die etwas auf sich halten, angereist - und auch jede Menge Deutschschweizer haben mitgefeiert. Leider wird aber meine Neugier ob der genauen Zusammensetzung des Publikums wohl nie befriedigt werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4350163043542435561?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4350163043542435561/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4350163043542435561' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4350163043542435561'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4350163043542435561'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/08/kein-bock-auf-jazz-oder-das-treffen-der.html' title='Kein Bock auf Jazz, oder das Treffen der Exildeutschen'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-6416005280276443210</id><published>2009-08-07T16:43:00.000+02:00</published><updated>2009-08-07T16:43:00.297+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweiz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Im Frühtau, fallera!</title><content type='html'>Endlich war es so weit. Viel zu früh an einem Sonntag morgen fuhr ich mit der zweiten Metro des Tages nach Renens, um von dort aus mit dem Zug tiefer in die Berge zu dringen. Etwas nach 9 Uhr kam ich dann mit dem Postbus in &lt;a href="http://maps.google.ch/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=111919430548981616484.00045ac64808e8061e3af&amp;ll=46.423837,7.154245&amp;spn=0.014643,0.030298&amp;t=h&amp;z=15"&gt;L'Etivaz&lt;/a&gt; an, um von dort in &lt;a href="http://www.wanderland.ch/de/routen_etappen.cfm?subcat=NationalRouteSegment&amp;id=317180&amp;tour=etappe&amp;region=009"&gt;eine der Etappen der Via Alpina&lt;/a&gt; einzusteigen. Nach einer Wanderung, die mich über den &lt;a href="http://maps.google.ch/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=111919430548981616484.00045ac64808e8061e3af&amp;ll=46.429161,7.200336&amp;spn=0.029284,0.060596&amp;t=h&amp;z=14"&gt;Col de Jable&lt;/a&gt; aus der Romandie bis in die deutschsprachige Schweiz, wodurch die Entfernung noch weiter klingt, nach &lt;a href="http://maps.google.ch/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=111919430548981616484.00045ac64808e8061e3af&amp;ll=46.472035,7.284966&amp;spn=0.029261,0.060596&amp;t=h&amp;z=14"&gt;Gstaad&lt;/a&gt; gebracht hat, konnte ich mich dann, glücklich und k.o., wieder in einen Zug zurück nach Lausanne setzen. Lang lebe das Schweizer Verkehsnetz.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/SnKlqEibo9I/AAAAAAAAAPQ/73WMxj2aZ-M/s1600-h/letivaz-berge.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/SnKlqEibo9I/AAAAAAAAAPQ/73WMxj2aZ-M/s320/letivaz-berge.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5364532248342930386" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die im Internet zu findenden Zeitangaben sind ein wenig übertrieben, aber nicht viel. Tatsächlich habe ich von L'Etivaz nach Gstaad etwa sechs Stunden gebraucht, wobei ich einen Teil der Zeit den Regen abwartend unter Bäumen verbracht habe.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/SnKmB-ks4yI/AAAAAAAAAPY/ZZPyy2RSEPI/s1600-h/letivaz-gasse.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/SnKmB-ks4yI/AAAAAAAAAPY/ZZPyy2RSEPI/s320/letivaz-gasse.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5364532659058696994" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Durch diese hohle Gasse muss er kommen, es führt kein andrer Weg nach Gstaad.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-6416005280276443210?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/6416005280276443210/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=6416005280276443210' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6416005280276443210'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/6416005280276443210'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/08/im-fruhtau-fallera.html' title='Im Frühtau, fallera!'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/SnKlqEibo9I/AAAAAAAAAPQ/73WMxj2aZ-M/s72-c/letivaz-berge.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-402217347716918692</id><published>2009-08-04T20:04:00.018+02:00</published><updated>2009-08-04T20:40:51.131+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Radeon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='FOSS'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='fdo'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='English'/><title type='text'>Radeon: Good news in 3D country</title><content type='html'>From what I'm hearing, progress on the open source OpenGL implementation for R600 and upwards (in marketing speak, those are the cards with &lt;i&gt;HD&lt;/i&gt; in the name) is going &lt;a href="http://www.botchco.com/agd5f/?p=47"&gt;very well&lt;/a&gt;. Thanks go to AMD for employing a number of developers who are pushing this all forward.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;If this continues, my days as a hobby driver hacker may be counted. I'm looking forward to that with slightly mixed feelings. After all, it's been a pretty interesting ride, starting way back when I first &lt;a href="http://marc.info/?l=dri-devel&amp;m=109511454106253&amp;w=4"&gt;reverse engineered my trusty old Radeon 9700&lt;/a&gt; and &lt;a href="http://marc.info/?l=dri-devel&amp;m=109637254413612&amp;w=4"&gt;wrote the initial driver&lt;/a&gt; many years ago. On the other hand, as software goes, hardware drivers are not lasting. There are other, more universal projects that I've been eyeing for a while without ever having enough time to really sink into them. In particular, the state of development environments on Linux is frustrating me, and I want to do something about it - but this is material for a future posting.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;For now, interesting work in R300-R500 land is still ahead (again, in marketing speak, those are &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Radeon"&gt;Radeon&lt;/a&gt; 9600 up to X1000-somethings, as well as a random collection of integrated graphics parts - marketing names for those are even worse than the marketing names for the normal, discrete graphics parts). In particular, &lt;a href="http://corbinsimpson.com/"&gt;Corbin&lt;/a&gt; recently &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/mesa/mesa/commit/?id=30bca7a4e6ad4e5a9fc74aba2eb854bb1341cca7"&gt;merged&lt;/a&gt; my &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2009/07/r300-refactoring-program-compiler-for.html"&gt;work on the shader compiler&lt;/a&gt; for Gallium, and I've been fixing random bugs &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/mesa/mesa/commit/?id=9a1c336253579d8b58b31910325227b22b4af395"&gt;here&lt;/a&gt; and &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/mesa/mesa/commit/?id=3d21e3d3a2785022c9a7af5b6a9db33cf6a3164e"&gt;there&lt;/a&gt; in the classic Mesa driver.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There are obviously bugs left - &lt;a href="https://bugs.freedesktop.org/buglist.cgi?query_format=advanced&amp;short_desc_type=allwordssubstr&amp;short_desc=&amp;product=Mesa&amp;component=Drivers%2FDRI%2Fr300&amp;long_desc_type=substring&amp;long_desc=&amp;bug_file_loc_type=allwordssubstr&amp;bug_file_loc=&amp;status_whiteboard_type=allwordssubstr&amp;status_whiteboard=&amp;keywords_type=allwords&amp;keywords=&amp;bug_status=NEW&amp;bug_status=ASSIGNED&amp;bug_status=REOPENED&amp;emailassigned_to1=1&amp;emailtype1=substring&amp;email1=&amp;emailassigned_to2=1&amp;emailreporter2=1&amp;emailqa_contact2=1&amp;emailcc2=1&amp;emailtype2=substring&amp;email2=&amp;bugidtype=include&amp;bug_id=&amp;chfieldfrom=&amp;chfieldto=Now&amp;chfieldvalue=&amp;cmdtype=doit&amp;order=Reuse+same+sort+as+last+time&amp;field0-0-0=noop&amp;type0-0-0=noop&amp;value0-0-0="&gt;it never ends&lt;/a&gt; - and I've spent some time trying to isolate some particularly tricky ones, always keeping in mind that eventually, corresponding regression tests should be added to &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/piglit"&gt;Piglit&lt;/a&gt; so that other drivers (and our future selves) will benefit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-402217347716918692?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/402217347716918692/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=402217347716918692' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/402217347716918692'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/402217347716918692'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/08/radeon-good-news-in-3d-country.html' title='Radeon: Good news in 3D country'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1710789089690420175</id><published>2009-07-25T13:07:00.006+02:00</published><updated>2009-08-01T15:44:49.592+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Radeon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='FOSS'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='fdo'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='English'/><title type='text'>r300: Refactoring the program compiler for Gallium</title><content type='html'>One of the tasks of a 3D graphics driver is translating &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Shader"&gt;shader programs&lt;/a&gt; into something that the hardware can understand. The &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/mesa/mesa/tree/src/mesa/drivers/dri/r300"&gt;classic Mesa driver&lt;/a&gt; has, over the last years, seen a constant improvement in the compiler that does this, which is no small feat considering that the instruction set implemented by the hardware is sometimes rather quirky.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The &lt;a href="http://www.tungstengraphics.com/wiki/index.php/Gallium3D"&gt;Gallium&lt;/a&gt; driver, on the other hand, is far from the same level of support. So instead of reinventing the wheel, why not use the same code that we know already works?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Working towards this goal is precisely what I've done in my spare time over the last week or so. The compiler in the classic Mesa driver contains a lot of assumptions about the inner workings of Mesa - these assumptions are not necessarily true in a Gallium environment. So I have been &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Code_refactoring"&gt;refactoring&lt;/a&gt; the compiler to remove such assumptions and to make it ready for consumption in Gallium, while at the same time being &lt;a href="http://people.freedesktop.org/~nh/piglit/"&gt;extra careful&lt;/a&gt; to avoid introducing bugs or &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Software_regression"&gt;regressions&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Right now, the compiler proper has already been moved out of the driver into its own directory and object archive. I'm going to hook it up into Gallium over the next week or so. In the meantime, you can take a look at the current work in progress in &lt;a href="http://cgit.freedesktop.org/~nh/mesa/log/?h=r300-compiler"&gt;my Git repository&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Edit: The world is changing quickly. The above link to my repository is correct in principle, but it refers to a branch that is no longer there, because that branch is already merged to Mesa master.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1710789089690420175?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1710789089690420175/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1710789089690420175' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1710789089690420175'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1710789089690420175'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/07/r300-refactoring-program-compiler-for.html' title='r300: Refactoring the program compiler for Gallium'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-531288286354567386</id><published>2009-07-24T18:21:00.002+02:00</published><updated>2009-07-24T18:21:00.685+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweiz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Was für Pfeifen</title><content type='html'>In Lausanne und Umgebung ist kulturell immer etwas geboten, so etwa vor einiger Zeit das &lt;a href="http://www.lausanne.ch/view.asp?DocId=31419"&gt;Fête de la Musique&lt;/a&gt;, auf dem von Schlagzeugensembles über Märsche und Rockmusik bis zu Jazz in der ganzen Innenstadt einiges geboten war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem aber gab es anlässlich des Fests eine Führung durch die Orgel in der &lt;a href="http://images.google.ch/images?hl=de&amp;um=1&amp;sa=1&amp;q=cathedrale+de+lausanne&amp;btnG=Bilder-Suche&amp;aq=f&amp;oq="&gt;Kathedrale von Lausanne&lt;/a&gt;, und bei einer richtigen, 40 Tonnen schweren Orgel ist der Begriff der Führung durchaus ernst zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst erzählte der Organist, der die Führung leitete, ein paar grundsätzliche Dinge über Orgeln und stellte sich dann den Fragen der Zuhörer, wobei es sich als großartig erwies, dass die Führung hauptsächlich für Familien angepriesen worden war, denn die anwesenden Kinder stellten Fragen, an deren Qualität Erwachsene wohl kaum herangekommen wären. Wobei ich doch etwas schmunzeln musste und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Confirmation_bias"&gt;mich fragte&lt;/a&gt;, ob sich nicht-schweizer Kinder auch die Frage stellen, wie man so eine Orgel eigentlich putzt. Die Antwort im Übrigen: Die Klaviatur wird natürlich regelmässig staubgewischt, aber ein richtiges Großreinemachen, bei dem die Orgel auseinandergenommen und wieder zusammengebaut wird, wird nur alle 15 bis 20 Jahre erledigt. Wenigstens Orgeln werden noch für die Ewigkeit gebaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach betraten wir die eigentliche Orgel, wodurch diese Führung ihren Namen wirklich verdiente. Der Anblick lässt sich schlecht in Worte fassen, und einen Fotoapparat hatte ich nicht dabei. Daher belasse ich es dabei, zu sagen, dass der Eindruck einer Orgel von außen täuscht. Obwohl alle von außen sichtbaren Pfeifen metallisch sind, ist die deutliche Mehrheit der rund 7000 Pfeifen dieser Orgel aus Holz. Auch die größten, wohl etwa sechs Meter hohen Pfeifen, die sich weit im Hintergrund befinden und von außen nicht zu sehen sind, sind aus Holz gebaut. Das Steuerungssystem, das jede einzelne Pfeife durch ein Drahtseil sowohl mit der Klaviatur in der Orgel als auch mit einer Elektronik verbindet, die vom Kirchenboden aus ferngesteuert werden kann, ist auch eine helle Freude.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viele Pfeifen auf einem Haufen habe ich jedenfalls noch nie zuvor gesehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-531288286354567386?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/531288286354567386/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=531288286354567386' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/531288286354567386'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/531288286354567386'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/07/was-fur-pfeifen.html' title='Was für Pfeifen'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4660375089314617763</id><published>2009-07-09T18:00:00.000+02:00</published><updated>2009-07-09T18:00:04.959+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Von wegen "rechtsfreier Raum"</title><content type='html'>Kurz notiert: Dankbar stelle ich fest, dass sich inzwischen auch &lt;a href="http://www.zeit.de/online/2009/27/niggemeier-blog-kommentare?page=all"&gt;zu mainstreamigeren Medien herumspricht&lt;/a&gt;, dass das Internet keinesfalls ein rechtsfreier Raum ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mär vom rechtsfreien Raum wird immer noch viel zu oft als Allzweckhammer verwendet, um beliebige mit dem Internet verbundene Gesetzesvorhaben zu begründen. Dabei galten die allgemeinen Gesetze für das Internet schon vom ersten (oder, je nach Zählung, nullten) Tag an. Es ist an der Zeit, die Drescher hohler Phrasen als solche zu entlarven.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4660375089314617763?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4660375089314617763/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4660375089314617763' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4660375089314617763'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4660375089314617763'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/07/von-wegen-rechtsfreier-raum.html' title='Von wegen &quot;rechtsfreier Raum&quot;'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-4146661335587089224</id><published>2009-07-03T23:05:00.000+02:00</published><updated>2009-07-03T23:08:15.162+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Es geht um die Wurst</title><content type='html'>XKCD ist bekannt für Insiderwitze. Vor nicht allzu langer Zeit gab es zum Beispiel &lt;a href="http://www.xkcd.com/599/"&gt;diesen Comic&lt;/a&gt;, der recht lustig ist - aber eben nur, wenn man versteht, &lt;a href="http://www4.oakland.edu/enp/"&gt;worum es geht&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bringt mich auf meine Reise nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%85rhus"&gt;Århus, Dänemark&lt;/a&gt;, wo das &lt;a href="http://www.madalgo.au.dk/socg2009/"&gt;25. Symposium on Computational Geometry&lt;/a&gt; stattfand. Die Aufregung um das in Kopenhagen gebliebene Gepäck klärte sich zum Glück einigermaßen zügig (oder wäre bei diesem Verkehrsmittel das Adjektiv "flügig" angebrachter?). Nachdem ich mich schon damit abgefunden hatte, keine Kleider zum Wechseln dabei zu haben, und bereits eingeschlafen war, wurde ich von brutalstem Telefonklingen wieder aufgeweckt und erhielt die frohe Botschaft, das Gepäck sei ins Hotel nachgeliefert worden. So konnte ich auch in der ersten Nacht schon ruhiger schlafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meiner ersten richtigen Mathematik-Konferenz durfte ich dann auch das Paper präsentieren, das aus meiner Diplomarbeit hervorgegangen ist. Das war zwar in der letzten Session, lief aber gut, auch mit dem etwas ungewohnten Mikrogestell, das man sonst von irgendwelchen Entertainern oder Bühnenshows kennt. Auch sonst war die Konferenz eine interessante Erfahrung. Ich hatte lange nicht mehr so viel Kuchen gegessen wir dort in den Pausen, und natürlich war es hochinteressant, das soziale Gefüge zu beobachten, nicht zuletzt auf dem Business Meeting, in dem es um die organisatorischen Aspekte der Konferenz sowie um Entscheidungen über die zukünftige Durchführung der Konferenz ging. Die sich im Kreis drehenden und nervtötenden Diskussionen dort waren kein Deut besser als die durchschnittlichen Stupa- oder KoMa-Diskussionen. (Wobei ich klarstellen möchte, dass nicht die Tatsache, &lt;i&gt;dass&lt;/i&gt; diskutiert wurde, nervtötend war. Vielmehr ist mein Kritikpunkt die Art und Weise, &lt;i&gt;wie&lt;/i&gt; "diskutiert" wurde. Der Unterschied ist sehr wichtig.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Århus selbst ist übrigens ein schönes kleines Städtchen. Morgens wurde man von Schwärmen entgegenkommender Radfahrerinnen und -außen auf dem Weg zur Arbeit begrüßt, dass man sich schon fragen musste, ob dort das Phänomen des Fahrradstaus bereits bekannt ist. Der Campus der Universität ist richtig schön unter Bäumen gelegen. Kurios war ein kleiner Platz im Park neben dem Rathaus. In der Mitte des kreisrunden Platzes steht eine Statue einer nackten Schwangeren. Obwohl man am Rand des Platzes überall Bänke hinstellen hätte können, stehen dort demonstrativ nur drei Bänke so ausgerichtet, dass man von ihnen aus die Statue von vorne sieht - und neben den Bänken steht ein für Spritzen designierter Mülleimer. Insgesamt hatte ich aber einfach den Eindruck einer schönen, nicht zu großen, aber eben auch nicht zu kleinen Stadt. Lediglich das Wetter war etwas enttäuschend. Hier ist der Blick vom Campus in Richtung Innenstadt:&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/Sk5tJOHyItI/AAAAAAAAAOg/9P6U622t_Ko/s1600-h/arhus.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/Sk5tJOHyItI/AAAAAAAAAOg/9P6U622t_Ko/s320/arhus.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5354337012167090898" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sympathisch fand ich auch die Sprache. Begeisternderweise spricht dort zwar sowieso jeder Englisch (wenn nicht sogar Deutsch), und das auch noch richtig gut, aber es ist auch schön, den Eindruck einer anderen Sprache zu bekommen. Ich sage anders, denn ganz fremd ist die Sprache uns natürlich nicht, auch wenn es eben immer wieder Unterschiede gibt, die schnell zu witzigen False Friends werden können. So wird man anscheinend beim Abendessen schon mal vom Retter vor dem Hungern bewahrt. Andernorts wird dagegen sehr häufig besonders eins gerettet:&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/Sk5v4b3QWlI/AAAAAAAAAOo/7vPH41ObjsA/s1600-h/ensrettet.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/Sk5v4b3QWlI/AAAAAAAAAOo/7vPH41ObjsA/s320/ensrettet.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5354340022332971602" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Was das Ganze jetzt eigentlich mit dem ersten Absatz zu tun hat? Meine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C5%91s-Zahl"&gt;Erdös-Zahl&lt;/a&gt; ist von ∞ auf 3 gesunken, &lt;a href="http://infoscience.epfl.ch/record/134952"&gt;via&lt;/a&gt; Fritz Eisenbrand bzw. Thomas Rothvoß &lt;a href="http://www.combinatorics.org/Volume_15/Abstracts/v15i1n8.html"&gt;und&lt;/a&gt; János Pach. Und wer sich über den Titel dieses Eintrags wundert, der möge doch über die Abkürzung des Konferenznamens nachdenken und der Kreativität freien Lauf lassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-4146661335587089224?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/4146661335587089224/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=4146661335587089224' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4146661335587089224'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/4146661335587089224'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/07/es-geht-um-die-wurst.html' title='Es geht um die Wurst'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_JRqVp6z1BXM/Sk5tJOHyItI/AAAAAAAAAOg/9P6U622t_Ko/s72-c/arhus.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1919058027416077428</id><published>2009-06-07T00:30:00.005+02:00</published><updated>2009-06-07T00:41:50.195+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Geht wählen!</title><content type='html'>Diesen Sonntag sind die Wahlen zum Europäischen Parlament in Deutschland. Geht wählen. (Ich für meinen Teil habe meine Stimme schon vor längerer Zeit &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Briefwahl"&gt;abgegeben&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Europa mag abstrakter und ferner erscheinen als Politik auf Bundes- und Landesebene, aber unglaublich viel wird heute - leider auf recht undurchsichtige Weise - auf internationaler Ebene entschieden. Handfestestes Beispiel dafür sind sicherlich der Euro und die freie Reisemöglichkeiten innerhalb Europas, von denen ich gleich &lt;a href="http://www.madalgo.au.dk/socg2009/"&gt;ganz konkret profitieren&lt;/a&gt; werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Abläufe auf internationaler Ebene sind ungleich perfider. So macht sich zum Beispiel die Film- und Musiklobby einen Spaß aus folgendem internationalen Spiel: Zunächst werden die Europäer dazu gebracht, die &lt;a href="http://nhaehnle.blogspot.com/2008/09/ein-besseres-urheberrecht.html"&gt;Dauer des Urheberrechts&lt;/a&gt; zu verlängern. Danach gehen sie zurück in die USA um den Kongress dort davon zu überzeugen, dass das Urheberrecht international angeglichen werden müsse, also insbesondere auch verlängert werden muss. Dass danach dann merkwürdigerweise die Dauer des Urheberrechts in den USA länger ausfällt als in Europa nutzen die Lobbyisten, um zurück nach Europa zu gehen und dort für eine internationale Angleichung und damit Verlängerung des Urheberrechts zu plädieren, und der Kreis schließt sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das waren nur wenige von vielen weiteren Gründen dafür, dass die Bürger der EU - also damit vermutlich auch alle Leser - demokratische Mitbestimmung auf europäischer Ebene einfordern sollten. Der erste und einfachste Schritt in diese Richtung ist, wählen zu gehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1919058027416077428?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1919058027416077428/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1919058027416077428' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1919058027416077428'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1919058027416077428'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/06/geht-wahlen.html' title='Geht wählen!'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-1478081335914695830</id><published>2009-06-01T18:16:00.001+02:00</published><updated>2009-06-01T18:17:44.472+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweiz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Es brennt!</title><content type='html'>An der EPFL wird Sicherheit klein geschrieben. Das geschieht aus gutem Grund, schließlich sind die Schriftsprachen hier Französisch und Englisch. Interessant in dem Zusammenhang ist auch die &lt;a href="http://xkcd.com/552/"&gt;Korrelation&lt;/a&gt; zwischen der Tatsache, dass Großbritannien den fortgeschrittensten Überwachungsstaat der Welt aufgebaut hat und der Tatsache, dass auf Englisch im Gegensatz zum Deutschen zwischen "safety" und "security" unterschieden wird. Offensichtlich machen sie sich dort mehr Gedanken zum Thema, was natürlich nicht automatisch bedeutet, dass sie auch die richtigen Schlussfolgerungen treffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Jeder Angestellte an der EPFL muss früher oder später ein Sicherheitstraining absolvieren, und ich war letzten Monat an der Reihe. Bei diesem Sicherheitstraining handelt es sich um eine etwa zweieinhalbstündige Veranstaltung, bei der uns zunächst eine Menge für mich vollkommen irrelevante Dinge erzählt wurden, unter anderem, dass ich meinen schönen imaginären weißen Laborkittel nur im Labor tragen soll, und welche Regeln ich bei der Handhabung gefährlicher Substanzen einhalten soll. Dieser theoretische Teil der Veranstaltung war also eher langweilig, und die Splatterfilme, die man uns in bester &lt;a href="http://www.google.ch/search?hl=de&amp;client=firefox-a&amp;rls=com.ubuntu%3Aen-US%3Aunofficial&amp;hs=8bh&amp;q=staplerfahrer+klaus&amp;btnG=Suche&amp;meta="&gt;Staplerfahrer Klaus&lt;/a&gt;-Manier zeigte, haben das nur unwesentlich verbessert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach ging es dann in ein kleines Wäldchen, wo für uns einige Dutzend Feuerlöscher und viel Benzin bereitgestellt worden war. Unter Anleitung eines ganz offensichtlich brandgehärteten Profis, der des Englischen kaum mächtig war und daher von einem nur unwesentlich besser Englisch sprechenden Gehilfen namens Jason King teilweise übersetzt wurde, durften wir auf verschiedenste Weise verschiedene Brandarten löschen, darunter auch einen &lt;a href="http://disopt.epfl.ch/page71677.html"&gt;Eisenbrand&lt;/a&gt;, ich meine natürlich, &lt;a href="http://www.brandschutzwissen.info/metalle/index.htm"&gt;Metallbrand&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser zweite Teil der Veranstaltung hat den langweiligen ersten Teil wieder mehr als wett gemacht. Schließlich hatte ich zuvor noch nie einen Feuerlöscher in der Hand gehabt. Abgesehen davon, dass das Spiel mit dem Feuer und -löscher durchaus Spaß machen kann, ist es für den unwahrscheinlichen Fall, dass es tatsächlich einmal brennen sollte, sicherlich wirklich von Vorteil, ein solches Gerät schon einmal in der Hand gehalten zu haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-1478081335914695830?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/1478081335914695830/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=1478081335914695830' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1478081335914695830'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/1478081335914695830'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/06/es-brennt.html' title='Es brennt!'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-3631881192750626533</id><published>2009-05-29T21:51:00.005+02:00</published><updated>2009-05-29T21:56:57.078+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Deutsch'/><title type='text'>Kinderpornografie, oder Terrorismus 2.0</title><content type='html'>Die Einführung der Internetzensur geht um, und als Motivation für diese Technik, von der man nicht guten Gewissens glauben kann, dass sie mehr Gutes als Schlechtes schaffen wird, muss ausgerechnet Kinderpornografie herhalten. Es gibt genügend &lt;a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867"&gt;gute Artikel&lt;/a&gt;, auch im &lt;a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/16/0,3672,7558608,00.html"&gt;Mainstream&lt;/a&gt;, zu dieser &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe--/meldung/136769"&gt;erschreckenden Entwicklung&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will hiermit auch allen deutschen Leserinnen und Lesern nahe legen, die diesbezügliche &lt;a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860"&gt;Petition an den Deutschen Bundestag&lt;/a&gt; zu unterzeichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Internetzensur ist vollkommen inakzeptabel (&lt;i&gt;jede&lt;/i&gt; Zensur ist vollkommen inakzeptabel). Dieser Aspekt wird anderswo, unter anderem in den oben verlinkten Artikeln, gut dargelegt. Die ganze Diskussion hat aber noch eine andere Seite, die zu argumentieren deutlich unangenehmer ist. Angesichts der Gefahr einer Internetzensur ist sie vielleicht auch das kleinere Übel, aber in gewisser Weise ist sie die Wurzel der aktuellen Diskussion: Die Reaktion unserer Gesellschaft, sowohl juristisch wie auch sozial, auf Kinderpornografie ist zu undifferenziert und überzogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Grund, weshalb ich zu diesem Schluss gekommen bin, ist prinzipieller Natur: Kinderpornografie ist nicht gleich Kindesmissbrauch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn 13-Jährige explizite Fotos von sich selbst erstellen, dann ist das Kinderpornografie. Wenn die Fotos dann auf dem Schulhof in Umlauf geraten und vielleicht auch ins Internet gelangen haben sich eine ganze Menge Teenager der Verbreitung von Kinderpornografie schuldig gemacht. Natürlich haben besagte 13-Jährige ein Anrecht darauf, die Bilder wieder verschwinden zu sehen (siehe auch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_am_eigenen_Bild"&gt;Recht am eigenen Bild&lt;/a&gt;). Jemanden in diesem Fall wie einen Kriminellen zu behandeln ist aber schwer zu rechtfertigen, obwohl es sich sicherlich um Kinderpornografie handelt. (Nein, &lt;a href="http://www.wired.com/threatlevel/2009/03/aclu-sues-da-ov/"&gt;ich denke mir das nicht aus&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann war da die zwischenzeitliche Sperrung von Wikipedia über ein &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Virgin_Killer"&gt;Albumcover&lt;/a&gt;. Kinderpornografie? Vielleicht - aber ganz offensichtlich handelt es sich hier um einen Fall, bei dem niemand zu Schaden kam. Und was ist eigentlich mit Bildern, die keine Fotografien sind, mit Zeichnungen, Gemälden, und womöglich mit computergenerierten Bildern? Man kann sich da allerlei äußerst geschmacklose Dinge vorstellen, aber den reinen Besitz von oder Verweis auf solche Bilder zum grauenvollen Verbrechen zu erklären ist schwer zu argumentieren, wenn man nicht in Richtung Sittengesetze abrutschen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt also offenbar Bilder nackter Kinder, die "in Ordnung" sind (wenn auch womöglich äußerst geschmacklos), und Bilder nackter Kinder, die "schlimm" sind. In der Logik die ich gelernt habe bedeutet das, dass das Schlimme nicht der Inhalt der Bilder ist. Das Problem sind vielmehr die Umstände, unter denen die Bilder entstanden sind. Warum fällt es der Politik so schwer, &lt;a href="http://www.zeit.de/online/2009/22/kinderschutz-gesetz?page=all"&gt;sich genau darum zu kümmern&lt;/a&gt;? (Interessant in diesem Kontext auch die ganzen &lt;a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/drucken.php?p=536"&gt;Geschichten&lt;/a&gt; um die &lt;a href="http://www.welt.de/politik/article1874875/Geschaefte_unter_dem_Mantel_der_guten_Taten.html"&gt;"Deutsche Kinderhilfe"&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Grund ist pragmatischer Natur: Nicht alle Konsumentinnen und Konsumenten von Kinderpornografie haben bereits Kinder missbraucht. (Okay, Beweise habe ich dafür nicht, aber es wäre doch sehr erstaunlich.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist zu erwarten, dass eine deutliche &lt;a href="http://xkcd.com/552/"&gt;Korrelation&lt;/a&gt; existiert. Aber angesichts der Tatsache, dass es für uns wichtig ist, zukünftigen Kindesmissbrauch zu vermeiden wäre es doch nur folgerichtig, den Menschen, die gefährdet sind, zur Vergewaltigerin oder zum Vergewaltiger zu werden, einen Ausweg zu bieten bevor es zu spät ist. Gerade die sich selbst so bezeichnenden "christlichen" Parteien, auf deren Initiative die aktuelle Diskussion einmal mehr zurückgeht, sollten diese Herangehensweise eigentlich zu würdigen wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich mich in Sachen Pädophilie, Kinderpornografie und Kindesmissbrauch nicht gut genug auskenne, kann ich zu diesem zweiten Grund nicht viel weiter sagen als dass allein die Tatsache, dass dieser Aspekt in der öffentlichen Diskussion nirgendwo zu finden ist, zu denken geben sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der letzte und wichtigste Grund liegt in unserem demokratischen System.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hand aufs Herz, die ersten beiden Gründe würden mich nicht zum Schreiben eines Blogeintrags bewegen. Wenn die Öffentlichkeit Kinderpornografie Kinderpornografie sein lassen würde und das BKA einfach nur im stillen Kämmerlein vernünftig seinen Job machen würde wäre dieser Blogeintrag nicht notwendig. Leider missbraucht die Politik Kinderpornografie nun, um extrem unpopuläre Gesetzesvorhaben durchzuboxen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da im Zusammenhang mit Kinderpornografie bereits der reine Austausch von und Kontakt mit Information zum Verbrechen wird, begibt sich jeder, der über das Thema ausführlich recherchieren möchte, auf &lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30019/1.html"&gt;extrem dünnes Eis&lt;/a&gt;. Die Folge ist, dass äußerst unglaubwürdige Zahlen unkommentiert in den Raum geworfen werden können (leider finde ich den Link nicht mehr, wo behauptet wird, die Hälfte aller Straftaten im Internet haben mit Kinderpornografie zu tun; angesichts von massenhaftem Phishing, Raubkopieren und Handel mit persönlichen Daten, über die man - im Gegensatz zu Kinderpornografie - täglich stolpert, scheint das geradezu lächerlich, und trotzdem können Politiker unwidersprochen solche Statistiken verwenden, um Stimmung zu schüren). Es tritt ein ähnlicher Effekt ein wie beim Überwachungsstaat: Wer sich überwacht fühlt verhält sich erwiesenermaßen anders als normal. Wer fürchtet, womöglich mit Vergewaltigerinnen und Vergewaltigern gleichgesetzt zu werden, verhält sich anders als jemand der diese Furcht nicht hat. Leider ist diese Furcht heutzutage, da in Deutschland mehr Leben durch fälschliche Anschuldigungen der Kinderpornografie als durch Terrorismus zerstört werden, durchaus berechtigt. Ein weniger aufgeregter Zugang zum Thema würde der in einer Demokratie notwendigen Debatte nur helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist also das Fazit? Kindesmissbrauch muss natürlich verfolgt werden. Sollte es zudem tatsächlich, wie manchmal angedeutet wird, Banden geben die gezielt Kinder missbrauchen und sich mit dem Verkauf von Kinderpornografie zu bereichern, muss dem ein Riegel vorgeschoben werden, aber der Grund dafür ist der Kindesmissbrauch - der Aspekt der Kinderpornografie ist eher sekundär. Bei Missbrauch entstandene pornografische (warum eigentlich immer nur &lt;i&gt;kinder&lt;/i&gt;pornografische?) Bilder sind natürlich auch keine Bagatelle, aber ich bin nicht überzeugt, dass hier ein qualitativer Unterschied zu anderen würdeverletzenden Bildern existiert, der die andersartige Herangehensweise rechtfertigt. Insgesamt sollte das ganze Thema differenzierter und weniger emotional betrachtet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt mir nur noch anzumerken, dass dies der schwierigste Text war, den ich bisher in diesem Blog veröffentlicht habe. Mehr als einmal war ich kurz davor, von einer Veröffentlichung ganz abzusehen. Dann habe ich mich aber wieder daran erinnert, wie ich mich über die Amerikaner lustig gemacht habe, die den Terrorismusversprechungen der Bush-Regierung so leichtgläubig geglaubt haben. Ich will nicht, dass in Deutschland das gleiche passiert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-3631881192750626533?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/3631881192750626533/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=3631881192750626533' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3631881192750626533'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3631881192750626533'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/05/kinderpornografie-oder-terrorismus-20.html' title='Kinderpornografie, oder Terrorismus 2.0'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-3725592592936058755</id><published>2009-05-23T15:18:00.011+02:00</published><updated>2009-05-23T15:40:17.395+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='FOSS'/><title type='text'>Selbstgebastelte Tastaturlayouts unter Linux</title><content type='html'>Bekanntermaßen bin ich jemand, der viel programmiert und LaTeX editiert (in gewisser Weise ist der zweite Punkt eigentlich nur ein Unterpunkt des ersten). Nun wurden sowohl LaTeX als auch die meisten anderen Programmiersprachen von Leuten entworfen, die sich an ein US-Keyboardlayout gewöhnt haben. Das schlägt sich in der Wahl der syntaktisch relevanten Sonderzeichen deutlich nieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade in LaTeX ist das furchtbar: Jeder Backslash und jede geschweifte Klammer benötigt eine handverrenkende Tastenkombination, die ein Alt Gr enthält. Im US-Layout ist der Backslash dagegen ein einzelner Tastendruck, und geschweifte Klammern benötigen nur ein Shift - genau das ist natürlich der Grund dafür, dass genau diese Zeichen verwendet werden. (Wobei man sich doch etwas wundert, weshalb LaTeX keine eckigen Klammern an Stelle der geschweiften verwendet, schließlich sind eckige Klammern noch einfacher zu erreichen - eine Tatsache, die Mathematica gewinnbringend ausnutzt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun kenne ich einige Deutsche, die aus diesem Grund nur noch das US-Layout verwenden. Man erkennt diese Menschen dann meist daran, dass sie in ihren E-Mails keine Umlaute und kein scharfes S mehr verwenden. Diese gibt es im US-Layout natürlich nicht, weshalb ich diesen Weg auf keinen Fall gehen würde. Nun gäbe es die Möglichkeit, zwischen einem deutschen und einem US-Layout zu wechseln. An sich eine ideale Lösung, wäre da nicht der rasend machnde Umstand, dass die Lage von Y und Z zwischen den beiden Layouts verdreht ist - das killt das Muskelgedächtnis und macht nur unglücklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lösung: Ein selbstgebasteltes Layout, das die Sonderzeichen aus dem US-Layout übernimmt, die Buchstaben aber an der gleichen Stelle wie im deutschen Layout hat. Und hier ist ein &lt;a href="http://tinyurl.com/ohhj83"&gt;schönes, aktuelles HowTo&lt;/a&gt;, das die notwendigen Schritte zur Erstellung eines eigenen Tastaturlayouts beschreibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessante Anmerkung am Rande: Es gibt ein älteres HowTo zum gleichen Thema, dessen Information aber veraltet ist. Trotzdem steht es bei den meisten Google-Suchen an prominenterer Stelle. Suchmaschinen können menschliches Verständnis eben doch nicht ersetzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-3725592592936058755?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/3725592592936058755/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=3725592592936058755' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3725592592936058755'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/3725592592936058755'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/05/selbstgebastelte-tastaturlayouts-unter.html' title='Selbstgebastelte Tastaturlayouts unter Linux'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2852570442136934412</id><published>2009-05-06T19:25:00.003+02:00</published><updated>2009-05-06T19:30:16.071+02:00</updated><title type='text'>H1N1</title><content type='html'>Ich habe ein paar wichtigere und interessantere Dinge, die ich bei Gelegenheit hier posten werde. Ich lasse mich nur immer zu sehr von Banalitäten wie orientierten Matroiden ablenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber gerade eben bin ich über &lt;a href="http://inapcache.boston.com/universal/site_graphics/blogs/bigpicture/h1n1_05_06/h30_18818099.jpg"&gt;das beste Bild&lt;/a&gt; gestolpert, dass ich zum Thema Titel bisher gesehen habe (via &lt;a href="http://www.boston.com/bigpicture/2009/05/2009_swine_flu_outbreak.html"&gt;The Big Picture Blog&lt;/a&gt;).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/36137506-2852570442136934412?l=nhaehnle.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nhaehnle.blogspot.com/feeds/2852570442136934412/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=36137506&amp;postID=2852570442136934412' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2852570442136934412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/36137506/posts/default/2852570442136934412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nhaehnle.blogspot.com/2009/05/h1n1.html' title='H1N1'/><author><name>Nicolai Hähnle</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18235566517992076346</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-36137506.post-2950166254759381063</id><published>2009-04-08T08:18:00.006+02:00</published><updated>2009-09-08T11:22:21.977+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweiz'/><title type='text'>Trilinguales Kinovergnügen</title><content type='html'>Es ist eine Herausforderung, in einem Land zu leben, dessen Sprache man nicht souverän beherrscht. Etwas Absurdes erhält diese Herausforderung für mich dadurch, dass ich mich zwar in einem französischsprachigen Land befinde, aber größtenteils nicht in einem französischsprachigen Umfeld. Tatsächlich besteht unsere Arbeitsgruppe zwar aus einer recht vielseitigen Mischung verschiedener Nationalitäten, doch findet sich darunter - wenn man von der Sekretärin absieht - weder ein Schweizer noch ein Francophone (französischsprachige Schweizer sind also quasi doppelt ausgeschlossen).
