Letzten Mittwoch habe ich Hendrik und Teresa wieder getroffen, und nach einem gemeinsamen Abendessen ging es mal wieder in die Sneak Preview, wo Der Nebel lief, die Verfilmung einer Geschichte von Stephen King.
Ich muss gestehen, dass ich mich noch nie so sehr über einen Mord gefreut habe wie in diesem Film. Immerhin war ich nicht der Einzige: Das ganze Kino hat gejubelt, als die bibel-, aber doch hauptsächlich alttestamentstreue Predigerin, die mit Feuereifer an der Wiedereinführung von Menschenopfern gearbeitet hat, endlich erschossen wurde. Alles in allem handelte es sich um einen soliden und irgendwie menschlichen Horrorfilm, in der Hinsicht, dass alle Personen im Wesentlichen glaubwürdig handeln. Okay, über das Ende des Films lässt sich streiten, aber irgendwie war das sehr unhollywooden End doch auch auf saddistische Weise befriedigend.
Ich haben in diesem Film jedenfalls drei wichtige Lektionen gelernt. Erstens sollte man religiöse Fanatiker in anstrengenden Situationen rechtzeitig wegsperren. Zweitens kann es nie schaden, noch ein paar Minuten mit dem Selbstmord zu warten. Und drittens sollte man besser in Walmart, Target oder ähnlichen Supermärkten einkaufen, da diese keine Glasfront haben und man auch zum Apothekenbesuch nicht den Laden verlassen muss.
Freitag, Januar 25, 2008
Dienstag, Januar 22, 2008
Ossis Eleven
Seit einiger Zeit gibt es auch im Kino am Westerntor eine Sneak Preview. Die läuft immer montags, und ich bin natürlich gleich letzte Woche mit Christian und Jürgen reingegangen. Der Gesamteindruck der Sneak an sich ist sehr positiv, mit kommunikativem Charakter, günstigerem Eintrittspreis und Verlosung am Anfang. Andere Gestalten spricht sicher auch das günstige Bier an.
Es lief Ossi's Eleven (der inzwischen legalisierte Idiotenapostroph an dieser Stelle ist nicht auf meinen Mist gewachsen; der letzte Link ist übrigens alleine der schönen Bildauswahl halber empfehlenswert), eine deutsche, wie der Name vermuten lässt an Ocean's Eleven angelehnte, Komödie. Der Titel bezieht sich dabei sowohl auf die kleptomanische Hauptfigur namens Oswald, als auch auf den nicht näher spezifizierten ostdeutschen Handlungsort.
Nachdem Oswald seine Haft für den Diebstahl eines LKWs samt Ladung abgesessen hat, sucht er nach einem neuen Ziel, muss aber leider feststellen, dass die Casinokette, auf die er es abgesehen hat, dem wirtschaftlichen Abschwung zum Opfer gefallen ist. Dafür beschließt er, alte DM-Münzen zu klauen. Ziemlich absurde Idee, nicht nur wegen des übermässigen Gewichts, aber deswegen ist der Film nun mal eine Komödie. Mit einem alten Freund tappst er stümperhaft durch die "Planungs"-phase, bis die Gruppe der Möchtegerndiebe eher nebenbei und ohne Absicht auf elf Personen anwächst. Das Ende der Geschichte sei hier aber nicht verraten.
Ossis Eleven war eine ganz amüsante Komödie, die zwar an manchen Stellen nicht ganz das richtige Tempo erwischt, die wir aber voll und ganz genossen haben. Fazit: Nichts Besonderes, aber durchaus ein Film, den man sich an einem gemütlichen Abend mal reinziehen kann.
Es lief Ossi's Eleven (der inzwischen legalisierte Idiotenapostroph an dieser Stelle ist nicht auf meinen Mist gewachsen; der letzte Link ist übrigens alleine der schönen Bildauswahl halber empfehlenswert), eine deutsche, wie der Name vermuten lässt an Ocean's Eleven angelehnte, Komödie. Der Titel bezieht sich dabei sowohl auf die kleptomanische Hauptfigur namens Oswald, als auch auf den nicht näher spezifizierten ostdeutschen Handlungsort.
Nachdem Oswald seine Haft für den Diebstahl eines LKWs samt Ladung abgesessen hat, sucht er nach einem neuen Ziel, muss aber leider feststellen, dass die Casinokette, auf die er es abgesehen hat, dem wirtschaftlichen Abschwung zum Opfer gefallen ist. Dafür beschließt er, alte DM-Münzen zu klauen. Ziemlich absurde Idee, nicht nur wegen des übermässigen Gewichts, aber deswegen ist der Film nun mal eine Komödie. Mit einem alten Freund tappst er stümperhaft durch die "Planungs"-phase, bis die Gruppe der Möchtegerndiebe eher nebenbei und ohne Absicht auf elf Personen anwächst. Das Ende der Geschichte sei hier aber nicht verraten.
Ossis Eleven war eine ganz amüsante Komödie, die zwar an manchen Stellen nicht ganz das richtige Tempo erwischt, die wir aber voll und ganz genossen haben. Fazit: Nichts Besonderes, aber durchaus ein Film, den man sich an einem gemütlichen Abend mal reinziehen kann.
Samstag, Januar 19, 2008
Steuermentalität und Kleingeld
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen im Ausland zum Stolpern bringen. Eines dieser kleinen Dinge ist, in den USA die Kleingeldmenge im Geldbeutel unter Kontrolle zu halten. Langjährige Erfahrung mit Euromünzen erlaubt uns, das passende Kleingeld herauszusuchen, wenn wir zum Beispiel im Subway ein Sandwich kaufen. Doch wie sieht das im Ausland aus?
Natürlich war mir klar, dass das auf Grund des anderen Geldes in den USA zunächst etwas schwieriger sein würde. Man kann mir viel erzählen, aber nicht, dass sich ein praktisch denkender Mensch in den USA über den Entwurf der Münzen Gedanken gemacht hat. Oder, genauer: Höchstwahrscheinlich hat sich ein praktisch denkender Mensch darüber Gedanken gemacht, konnte seine Vorschläge dann aber politisch nicht durchsetzen. Die Münzwertverteilung ist unpraktischer als bei uns (1, 5, 10, 25 Cent; Dollarmünzen gibt es auch, treten in freier Wildbahn aber kaum auf), und die Amerikaner beharren darauf, den Nickel (5 Cent) größer zu machen als den Dime (10 Cent). Bei meinem Besuch der Münze in Denver habe ich auch den Grund dafür gelernt: Anno dazumal, als der Geldwert direkt mit dem verwendeten Material zusammenhing, war der aus sich selbst gefertigte Nickel eben größer als der aus Silber gefertigte Dime, weil Silber eine größere Wertdichte hatte. Seitdem hat sich offenbar nicht viel geändert. Aber an all das kann man sich gewöhnen, und da ich, meinem Mathematikstudium zum Trotz, einigermaßen des Kopfrechnens fähig bin waren die Münzwerte eher ein nebensächliches Problem.
Richtig blöd wird es durch das politische System und die Steuermentalität der Amerikaner. Man muss nämlich wissen, dass in der Politik in den USA alles ein bißchen direkter und lokaler funktioniert als bei uns, und es daher keine Mehrwertsteuer auf Bundesebene gibt. Stattdessen wird die Steuer von den Bundesstaaten und teilweise anscheinend auch von den Kommunen erhoben. Das logische Resultat davon ist, dass die Sales Tax, wie sie im Amerikanischen heißt (vermutlich sind auch andere Aspekte der Steuer anders als in Deutschland, aber Steuerrecht gehört normalerweise nicht zu den Dingen, mit denen ich mich einfach so spaßeshalber beschäftige), überall verschieden sein kann. In der Regel bewegt sie sich so zwischen 0,05 und 0,1, wenn ich mich richtig erinnere.
Ich bin mir nicht sicher, ob letztendlich die unterschiedlichen Steuersätze oder die Direktheit der Politik und der damit verbundene Wunsch, den Einfluss der Politik direkt spürbar zu machen, den größeren Anteil daran haben, jedenfalls ist eine zusätzliche Folge des ganzen Systems, dass in Läden in der Regel die Sales Tax nicht im angezeigten Preis inbegriffen ist. Der unwissende Deutsche geht also, um zum ursprünglichen Beispiel zurückzukommen, in einen Subway, gibt eine Bestellung auf und rechnet sich aus, dass er 5,99$ zu bezahlen hat. Dann macht er den Fehler, das passende Kleingeld herauszusuchen und stellt überrascht fest, dass er in Wirklichkeit 6,41$ bezahlen muss, weil die Sales Tax nicht im Preis inbegriffen ist.
Natürlich kann ich den Wunsch der Läden, den vom Käufer wahrgenommenen Preis zu reduzieren, nachvollziehen. Ebenso kann ich die Argumentation verstehen, dass die Läden klar angeben wollen, was sie verdienen; an den zusätzlichen Kosten ist der Staat "schuld", davon wollen sie sich distanzieren.
Auf der anderen Seite kenne ich dann aber auch keine Gnade. Wenn die Ladenbesitzer mir den tatsächlichen Preis erst ganz am Ende nennen, müssen sie sich eben auch gedulden, wenn ich zur Suche des passenden Kleingelds etwas länger brauche als mein Vorgänger.
Natürlich war mir klar, dass das auf Grund des anderen Geldes in den USA zunächst etwas schwieriger sein würde. Man kann mir viel erzählen, aber nicht, dass sich ein praktisch denkender Mensch in den USA über den Entwurf der Münzen Gedanken gemacht hat. Oder, genauer: Höchstwahrscheinlich hat sich ein praktisch denkender Mensch darüber Gedanken gemacht, konnte seine Vorschläge dann aber politisch nicht durchsetzen. Die Münzwertverteilung ist unpraktischer als bei uns (1, 5, 10, 25 Cent; Dollarmünzen gibt es auch, treten in freier Wildbahn aber kaum auf), und die Amerikaner beharren darauf, den Nickel (5 Cent) größer zu machen als den Dime (10 Cent). Bei meinem Besuch der Münze in Denver habe ich auch den Grund dafür gelernt: Anno dazumal, als der Geldwert direkt mit dem verwendeten Material zusammenhing, war der aus sich selbst gefertigte Nickel eben größer als der aus Silber gefertigte Dime, weil Silber eine größere Wertdichte hatte. Seitdem hat sich offenbar nicht viel geändert. Aber an all das kann man sich gewöhnen, und da ich, meinem Mathematikstudium zum Trotz, einigermaßen des Kopfrechnens fähig bin waren die Münzwerte eher ein nebensächliches Problem.
Richtig blöd wird es durch das politische System und die Steuermentalität der Amerikaner. Man muss nämlich wissen, dass in der Politik in den USA alles ein bißchen direkter und lokaler funktioniert als bei uns, und es daher keine Mehrwertsteuer auf Bundesebene gibt. Stattdessen wird die Steuer von den Bundesstaaten und teilweise anscheinend auch von den Kommunen erhoben. Das logische Resultat davon ist, dass die Sales Tax, wie sie im Amerikanischen heißt (vermutlich sind auch andere Aspekte der Steuer anders als in Deutschland, aber Steuerrecht gehört normalerweise nicht zu den Dingen, mit denen ich mich einfach so spaßeshalber beschäftige), überall verschieden sein kann. In der Regel bewegt sie sich so zwischen 0,05 und 0,1, wenn ich mich richtig erinnere.
Ich bin mir nicht sicher, ob letztendlich die unterschiedlichen Steuersätze oder die Direktheit der Politik und der damit verbundene Wunsch, den Einfluss der Politik direkt spürbar zu machen, den größeren Anteil daran haben, jedenfalls ist eine zusätzliche Folge des ganzen Systems, dass in Läden in der Regel die Sales Tax nicht im angezeigten Preis inbegriffen ist. Der unwissende Deutsche geht also, um zum ursprünglichen Beispiel zurückzukommen, in einen Subway, gibt eine Bestellung auf und rechnet sich aus, dass er 5,99$ zu bezahlen hat. Dann macht er den Fehler, das passende Kleingeld herauszusuchen und stellt überrascht fest, dass er in Wirklichkeit 6,41$ bezahlen muss, weil die Sales Tax nicht im Preis inbegriffen ist.
Natürlich kann ich den Wunsch der Läden, den vom Käufer wahrgenommenen Preis zu reduzieren, nachvollziehen. Ebenso kann ich die Argumentation verstehen, dass die Läden klar angeben wollen, was sie verdienen; an den zusätzlichen Kosten ist der Staat "schuld", davon wollen sie sich distanzieren.
Auf der anderen Seite kenne ich dann aber auch keine Gnade. Wenn die Ladenbesitzer mir den tatsächlichen Preis erst ganz am Ende nennen, müssen sie sich eben auch gedulden, wenn ich zur Suche des passenden Kleingelds etwas länger brauche als mein Vorgänger.
Dienstag, Januar 15, 2008
Ende gut, alles gut
Nachdem ich Sebastian in Orlando abgeliefert hatte bin ich nach Norman zurückgefahren. Das sagt und schreibt sich schnell, dauert aber etwa anderthalb Tage, in denen ich unter anderem durchs nächtliche Alabama gefahren bin. Auf der kleinen Landstraße, die sich durch menschenleere Wälder und über Hügel gewunden hat, hatte ich mehr als einmal das Gefühl, die ersten paar Minuten eines Horrorfilms zu erleben. Glücklicherweise hat mein Auto die ganze Fahrt mitgemacht, so dass ich nicht in einem von einem Axtmörder geführten Motel übernachten musste. Da ich alleine unterwegs war, wäre es sowieso kein guter Horrorfilm geworden.
Am zweiten Tag bin ich spätabends in Amandines Apartment getaumelt, wo ich mein restliches Gepäck zwischengelagert hatte. Wir haben zusammen festgestellt, dass es auch in Oklahoma schöne und grüne Flecken in der Natur gibt, was ich zwar irgendwie vorher auch schon wusste, aber mangels Auto nur einmal vorher erleben konnte. Wir sind wieder auf eine Reise gegangen, die über die Great Smokey Mountains in Tennessee, was unfairerweise im deutschen Mathematikunterricht seltener in Erscheinung tritt als ein gewisser anderer Bundesstaat, und Floridas Strände wieder nach Orlando geführt hat. Unterwegs haben wir sogar eine richtige, wenn auch eher kleine, mittelalterliche Festung gesehen, die vor vielen Jahrhunderten einmal eine spanische Siedlung vor feindlichen Schiffen schützte.
In Orlando war dann endgültig Abschied angesagt, wir voneinander, ich von allem Möglichen. Meine Flüge verliefen problemlos und angenehm, nicht zuletzt dank des älteren Ehepaars, das unterwegs zu einem von Südkoreanern gebauten Krankenhaus in Äthiopien war und mich auf dem Flug nach Detroit mit Popcorn und Schokolade versorgt hat. Mein erster Blick aus dem Fenster auf der hiesigen Seite des um Größenordnungen die teichübliche Fläche übersteigenden Teichs war dann gleich wieder richtig schön typisch deutsch: Eisenbahnverkehr, dynamischer Verkehr auf Autobahnen, chaotischer und daher irgendwie menschlicher wirkende Siedlungen. Meine Eltern haben mich vom Flughafen abgeholt, und nach einer recht kurzen Familienwiedervereinigung schreibe ich diesen Eintrag bereits im Zug nach Paderborn sitzend.
Und was habe ich in den letzten Monaten gelernt? Mit den anderen Austauschstudenten habe ich immer gewitzelt, die Antwort würde "Französisch und ein bißchen Spanisch" sein, und darin steckt sicherlich viel Wahrheit. Im Nachhinein bin ich irgendwie froh, in eine Gegend gegangen zu sein, bei der ich mir regelmässig die Frage "Warum ausgerechnet dort?" anhören musste. Denn in den USA sind vor allem die Extreme stärker ausgeprägt als bei uns. Die Konservativen sind konservativer, die Liberalen liberaler, die Dicken dicker, die Fitnessfanatiker fitnessfanatischer, die Umweltverschmutzer umweltverschmutzender und die Umweltbewussten - halt, nein, hier sind wir Deutschen nach wie vor Weltmeister. Wie dem auch sei, all diese Extreme leben, wenn auch nicht immer miteinander, so doch zumindest nebeneinander friedlich im selben Land. Und Oklahoma gehört zu den uneuropäischsten Gegenden der USA. So habe ich die Extreme besser kennengelernt, die mir am fremdesten waren und zum Großteil auch noch sind. Ich denke, dass ich in Oklahoma weit mehr als anderswo Verständnis dafür gewinnen konnte, wie dieses Land tickt. Aber Football werde ich mir in Deutschland trotzdem nicht ansehen.
Am zweiten Tag bin ich spätabends in Amandines Apartment getaumelt, wo ich mein restliches Gepäck zwischengelagert hatte. Wir haben zusammen festgestellt, dass es auch in Oklahoma schöne und grüne Flecken in der Natur gibt, was ich zwar irgendwie vorher auch schon wusste, aber mangels Auto nur einmal vorher erleben konnte. Wir sind wieder auf eine Reise gegangen, die über die Great Smokey Mountains in Tennessee, was unfairerweise im deutschen Mathematikunterricht seltener in Erscheinung tritt als ein gewisser anderer Bundesstaat, und Floridas Strände wieder nach Orlando geführt hat. Unterwegs haben wir sogar eine richtige, wenn auch eher kleine, mittelalterliche Festung gesehen, die vor vielen Jahrhunderten einmal eine spanische Siedlung vor feindlichen Schiffen schützte.
In Orlando war dann endgültig Abschied angesagt, wir voneinander, ich von allem Möglichen. Meine Flüge verliefen problemlos und angenehm, nicht zuletzt dank des älteren Ehepaars, das unterwegs zu einem von Südkoreanern gebauten Krankenhaus in Äthiopien war und mich auf dem Flug nach Detroit mit Popcorn und Schokolade versorgt hat. Mein erster Blick aus dem Fenster auf der hiesigen Seite des um Größenordnungen die teichübliche Fläche übersteigenden Teichs war dann gleich wieder richtig schön typisch deutsch: Eisenbahnverkehr, dynamischer Verkehr auf Autobahnen, chaotischer und daher irgendwie menschlicher wirkende Siedlungen. Meine Eltern haben mich vom Flughafen abgeholt, und nach einer recht kurzen Familienwiedervereinigung schreibe ich diesen Eintrag bereits im Zug nach Paderborn sitzend.
Und was habe ich in den letzten Monaten gelernt? Mit den anderen Austauschstudenten habe ich immer gewitzelt, die Antwort würde "Französisch und ein bißchen Spanisch" sein, und darin steckt sicherlich viel Wahrheit. Im Nachhinein bin ich irgendwie froh, in eine Gegend gegangen zu sein, bei der ich mir regelmässig die Frage "Warum ausgerechnet dort?" anhören musste. Denn in den USA sind vor allem die Extreme stärker ausgeprägt als bei uns. Die Konservativen sind konservativer, die Liberalen liberaler, die Dicken dicker, die Fitnessfanatiker fitnessfanatischer, die Umweltverschmutzer umweltverschmutzender und die Umweltbewussten - halt, nein, hier sind wir Deutschen nach wie vor Weltmeister. Wie dem auch sei, all diese Extreme leben, wenn auch nicht immer miteinander, so doch zumindest nebeneinander friedlich im selben Land. Und Oklahoma gehört zu den uneuropäischsten Gegenden der USA. So habe ich die Extreme besser kennengelernt, die mir am fremdesten waren und zum Großteil auch noch sind. Ich denke, dass ich in Oklahoma weit mehr als anderswo Verständnis dafür gewinnen konnte, wie dieses Land tickt. Aber Football werde ich mir in Deutschland trotzdem nicht ansehen.
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