... ein sehr passender Titel angesichts der Tatsache, dass ich seit einem Monat hier nichts mehr veröffentlicht habe. Das wird sich vermutlich nächstes Jahr wieder ändern, vorläufig habe ich jedoch lediglich ein kleines Schmankerl.
Extrinsische Motivatoren wirken bei komplexen Aufgaben eher hinderlich. Ich für meinen Teil werde das im Hinterkopf behalten, wenn ich das nächste Mal von leistungsorientierter Vergütung, Effizienzkontrolle und ähnlichem neoliberalen Gedankengut in der Zeitung lese. Auch für die aktuelle Debatte zur Studienform Bachelor und Master ist hier eine offensichtliche Lehre zu finden.
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Freitag, Dezember 11, 2009
Donnerstag, Mai 15, 2008
Lang lebe die Langeweile
Als Student hat man's nicht leicht; als Studentin auch nicht, aber erstens kann ich da weniger aus Erfahrung sprechen und zweitens will ich Frauen nicht durch doppelte Erwähnung bevorzugen. Daher belasse ich es im Folgenden beim einfachen generischen Maskulin in der Hoffnung, meine Leserinnen können diese Entscheidung nachvollziehen.
Es gibt viel zu tun im Studium, und das Klischee vom nichtstuenden Studenten ist, seit der Einführung von Bachelorstudiengängen sowieso, leider ziemlich falsch. Natürlich ist das aus egoistischen Gründen zu bedauern, aber das "leider" ist in diesem Fall gar nicht egoistisch gemeint - oder vielleicht doch, je nachdem aus welcher Warte man das Folgende betrachten mag.
Viel zu tun zu haben (auf bolognadeutsch nennt man das eine hohe Workload) hat nämlich - oh Wunder - zur Folge, dass man als Student weniger Leerlauf hat und damit nicht die Ruhe zur distanzierten Reflexion findet. Für erbsenzählende Wirtschaftswissenschaftler mag das in Ordnung sein (und der erboste Wirtschaftswissenschaften studierende Leser möge beachten, dass vor dem Nomen bewusst ein Adjektiv steht), für Mathematiker ist es fatal.
Am Besten erzähle ich dazu eine kleine Geschichte. Ich war in der letzten Woche in Lausanne zu Besuch bei Prof. Eisenbrand. Vordergründig ging es darum, meine Diplomarbeit voranzubringen, und das hat auch ganz gut geklappt. Viel wichtiger war aber, dass ich dort zwar in einer arbeitsamen Atmosphäre war, aber doch dem belasteten Unialltag entrückt.
Diese Kombination hat dazu geführt, dass ich mit einer neuen Ruhe über Kategorien nachgedacht habe, obwohl diese überhaupt nichts mit meiner Diplomarbeit zu tun hat. Ich hatte mit ihr vor über einem Jahr in der Vorlesung Darstellungen von Köchern zum ersten Mal Kontakt, aber so richtig anfreunden konnte ich mich mit all den kommutativen Diagrammen und universellen Eigenschaften nie.
Frei von jeglichem Druck von außen hat es in Lausanne dann auf einmal in ganz vieler Hinsicht geklickt. Es fällt mir schwer zu beschreiben, was da genau passiert ist. Jedenfalls verstehe ich jetzt auf intuitivere Art, was eine universelle Eigenschaft ist, was projektive und injektive Moduln oder Produkte und Coprodukte sind.
Diese Art der Erkenntnis lebt davon, dass man in Ruhe über ein Thema nachdenkt, dem eigenen Tempo und den eigenen Bedürfnissen folgend. Sie erfordert, dass man sich selbst Fragen stellt und nach ihren Antworten sucht. Dafür braucht es Langeweile. Sie ist die Mutter der Erkenntnis.
Es gibt viel zu tun im Studium, und das Klischee vom nichtstuenden Studenten ist, seit der Einführung von Bachelorstudiengängen sowieso, leider ziemlich falsch. Natürlich ist das aus egoistischen Gründen zu bedauern, aber das "leider" ist in diesem Fall gar nicht egoistisch gemeint - oder vielleicht doch, je nachdem aus welcher Warte man das Folgende betrachten mag.
Viel zu tun zu haben (auf bolognadeutsch nennt man das eine hohe Workload) hat nämlich - oh Wunder - zur Folge, dass man als Student weniger Leerlauf hat und damit nicht die Ruhe zur distanzierten Reflexion findet. Für erbsenzählende Wirtschaftswissenschaftler mag das in Ordnung sein (und der erboste Wirtschaftswissenschaften studierende Leser möge beachten, dass vor dem Nomen bewusst ein Adjektiv steht), für Mathematiker ist es fatal.
Am Besten erzähle ich dazu eine kleine Geschichte. Ich war in der letzten Woche in Lausanne zu Besuch bei Prof. Eisenbrand. Vordergründig ging es darum, meine Diplomarbeit voranzubringen, und das hat auch ganz gut geklappt. Viel wichtiger war aber, dass ich dort zwar in einer arbeitsamen Atmosphäre war, aber doch dem belasteten Unialltag entrückt.
Diese Kombination hat dazu geführt, dass ich mit einer neuen Ruhe über Kategorien nachgedacht habe, obwohl diese überhaupt nichts mit meiner Diplomarbeit zu tun hat. Ich hatte mit ihr vor über einem Jahr in der Vorlesung Darstellungen von Köchern zum ersten Mal Kontakt, aber so richtig anfreunden konnte ich mich mit all den kommutativen Diagrammen und universellen Eigenschaften nie.
Frei von jeglichem Druck von außen hat es in Lausanne dann auf einmal in ganz vieler Hinsicht geklickt. Es fällt mir schwer zu beschreiben, was da genau passiert ist. Jedenfalls verstehe ich jetzt auf intuitivere Art, was eine universelle Eigenschaft ist, was projektive und injektive Moduln oder Produkte und Coprodukte sind.
Diese Art der Erkenntnis lebt davon, dass man in Ruhe über ein Thema nachdenkt, dem eigenen Tempo und den eigenen Bedürfnissen folgend. Sie erfordert, dass man sich selbst Fragen stellt und nach ihren Antworten sucht. Dafür braucht es Langeweile. Sie ist die Mutter der Erkenntnis.
Montag, Februar 26, 2007
Assessment-Phase? Nein danke...
Der Bologna-Prozess ist toll. Studiengänge werden vergleichbar (wer's glaubt wird selig), der internationale Austausch wird einfacher (der hat auch schon einen Bart) und Studenten werden besser aufs echte Leben vorbereitet (was für eine Art der Vorbereitung wollen wir eigentlich?). Vor allem hat die Politik aber Angst vor Langzeitstudenten und will die deshalb loswerden.
Tut mir leid, wenn ich etwas zynisch bin, man kann das Ganze schließlich auch positiver formulieren. In der Tat steht man mit Beginn des Studiums vor einer großen Herausforderung. In der Schule wurde einem noch gesagt, wo's langgeht. In der Uni muss man sich den Weg selbst suchen. Und, Hand auf's Herz, vielen fällt das schwer. Manche schaffen es gar nicht, und bei vielen führt es dazu, dass sich das Studium ungewollt in die Länge zieht.
Einige der Akteure, die die neuen Studiengängen mit geplant haben, haben deshalb die sogenannte Assessment-Phase eingeführt (es mag noch andere Gründe für die Assessment-Phase geben, aber die will ich im Moment außen vor lassen). Es handelt sich dabei um ein verkürztes Grundstudium, das in den ersten beiden Semestern abgeschlossen werden soll.
Um dieser Forderung den nötigen Nachdruck zu verleihen, wurden Disziplinarmaßnahmen geschaffen. Wer die Veranstaltungen der ersten zwei Semester nicht innerhalb der vorgesehen Zeit erfolgreich mit entsprechenden Klausuren abschließen kann, bleibt sozusagen sitzen. Er darf noch einige wenige Veranstaltungen aus den höheren Semestern belegen, aber danach muss er solange warten, bis er seine Assessment-Phase abgeschlossen hat.
Den Planern der neuen Studiengänge erschien dies als geeignetes Mittel, die Studenten vom "Schlendrian" fernzuhalten (mit Gruß an den schlechtesten Dozenten, den ich jemals erlebt habe...).
Leider behindern sie damit auch Studenten, die ihr Studium gewissenhaft anpacken. So zum Beispiel der Fall eines Studenten, der im zweiten Semester eine Klausur wegen Krankheit nicht mitschreiben konnte. Alle anderen Klausuren hatte er problemlos bestanden, doch da es zu dieser einen Klausur keine Nachklausur gab, konnte er seine Assessment-Phase nicht in den ersten zwei Semestern abschließen. Er war ein guter Student, aber auf Grund der oben genannten Disziplinarmaßnahmen durfte er in seinem vierten Semester keine weitergehenden Veranstaltungen mehr belegen. Nur die Assessment-Phase konnte er endlich abschließen. Die fehlenden Veranstaltungen aus dem vierten Semester wird er im sechsten nachholen müssen, und so weiter.
Die Folge: Ohne eigenes Verschulden wird sich sein Studium vermutlich um ein Jahr verlängern.
Vielleicht können wir daraus eine Lehre auf der Meta-Ebene ziehen. Das Ziel der Macher dieses neuen Studiengangs war, die durchschnittliche Studienzeit zu verkürzen. Dazu führten sie ein negatives Anreizsystem ein: Wer die Zeit nicht einhält, wird bestraft. Und ein paar "Unschuldige" werden gleich mitbestraft. Vielleicht sollte stattdessen über ein positives Anreizsystem nachgedacht werden: Wer die Regelstudienzeit einhält, wird belohnt. Schon der psychologische Effekt ist ein viel besserer: Ein positives Anreizsystem stellt die Studenten nicht unter Generalverdacht.
Tut mir leid, wenn ich etwas zynisch bin, man kann das Ganze schließlich auch positiver formulieren. In der Tat steht man mit Beginn des Studiums vor einer großen Herausforderung. In der Schule wurde einem noch gesagt, wo's langgeht. In der Uni muss man sich den Weg selbst suchen. Und, Hand auf's Herz, vielen fällt das schwer. Manche schaffen es gar nicht, und bei vielen führt es dazu, dass sich das Studium ungewollt in die Länge zieht.
Einige der Akteure, die die neuen Studiengängen mit geplant haben, haben deshalb die sogenannte Assessment-Phase eingeführt (es mag noch andere Gründe für die Assessment-Phase geben, aber die will ich im Moment außen vor lassen). Es handelt sich dabei um ein verkürztes Grundstudium, das in den ersten beiden Semestern abgeschlossen werden soll.
Um dieser Forderung den nötigen Nachdruck zu verleihen, wurden Disziplinarmaßnahmen geschaffen. Wer die Veranstaltungen der ersten zwei Semester nicht innerhalb der vorgesehen Zeit erfolgreich mit entsprechenden Klausuren abschließen kann, bleibt sozusagen sitzen. Er darf noch einige wenige Veranstaltungen aus den höheren Semestern belegen, aber danach muss er solange warten, bis er seine Assessment-Phase abgeschlossen hat.
Den Planern der neuen Studiengänge erschien dies als geeignetes Mittel, die Studenten vom "Schlendrian" fernzuhalten (mit Gruß an den schlechtesten Dozenten, den ich jemals erlebt habe...).
Leider behindern sie damit auch Studenten, die ihr Studium gewissenhaft anpacken. So zum Beispiel der Fall eines Studenten, der im zweiten Semester eine Klausur wegen Krankheit nicht mitschreiben konnte. Alle anderen Klausuren hatte er problemlos bestanden, doch da es zu dieser einen Klausur keine Nachklausur gab, konnte er seine Assessment-Phase nicht in den ersten zwei Semestern abschließen. Er war ein guter Student, aber auf Grund der oben genannten Disziplinarmaßnahmen durfte er in seinem vierten Semester keine weitergehenden Veranstaltungen mehr belegen. Nur die Assessment-Phase konnte er endlich abschließen. Die fehlenden Veranstaltungen aus dem vierten Semester wird er im sechsten nachholen müssen, und so weiter.
Die Folge: Ohne eigenes Verschulden wird sich sein Studium vermutlich um ein Jahr verlängern.
Vielleicht können wir daraus eine Lehre auf der Meta-Ebene ziehen. Das Ziel der Macher dieses neuen Studiengangs war, die durchschnittliche Studienzeit zu verkürzen. Dazu führten sie ein negatives Anreizsystem ein: Wer die Zeit nicht einhält, wird bestraft. Und ein paar "Unschuldige" werden gleich mitbestraft. Vielleicht sollte stattdessen über ein positives Anreizsystem nachgedacht werden: Wer die Regelstudienzeit einhält, wird belohnt. Schon der psychologische Effekt ist ein viel besserer: Ein positives Anreizsystem stellt die Studenten nicht unter Generalverdacht.
Samstag, Februar 24, 2007
Quo vadis, Liz Mohn?
Unsere Welt wird von Verrückten regiert.
Eigentlich sollte mich das nicht so sehr überraschen, schließlich habe ich schon so einiges erlebt. Andererseits bin ich doch normalerweise so optimistisch, noch an das Gute in den Menschen zu glauben. Aber was was ich am Freitagabend erlebt habe, toppt alles.
Ich war mit Barbara bei einer Veranstaltung der Hilfsorganisation Misereor unter dem Titel "Gerechtigkeit braucht Bildung". Dem katholischen Gedankengut stehe ich ja meistens eher skeptisch gegenüber, aber wenn es Menschen dazu anspornt, für eine gute Sache einzutreten, kann ich darüber hinwegsehen. Die Veranstaltung bestand hauptsächlich aus einer recht interessanten Podiumsdiskussion mit einem Paderborner $Bischof und zwei Personen, die (in)direkt bei Misereor-Projekten mitarbeiten. Eröffnet wurde die Veranstaltung aber durch eine Rede von einer gewissen Liz Mohn.
Was ich vorher nicht wusste: Liz Mohn ist im Vorstand der Bertelsmann-Stiftung. Das ist die Stifung, die laut eigenem Credo den Wettbewerb für die wesentliche Basis gesellschaftlichen Fortschritts hält. Das ist die Stiftung, die hinter dem CHE steht, jener Lobbyorganisation, die de facto federführend das neue Hochschulgesetz von NRW verfasst hat und die Verschulung des deutschen Hochschulwesens vorantreibt. Mit anderen Worten, die Frau, die da auf dem Podium stand, ist vermutlich eine der einflussreichsten Personen in Deutschland.
Bei der Rede wurde mir so schlecht, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Vielleicht beim unwesentlichsten Punkt: Die Rede sollte der Frau peinlich sein. Sie war undeutlich vorgetragen, versank im Wortchaos ("qualativ", "Zusammbeit") und in fehlender Grammatik. Vollkommen zusammenhangslose Themenwechsel kamen beinahe schon im Sekundentakt. Ich habe in einem solchen Rahmen noch nie eine so schlechte Rede gehört - außer vielleicht von George W. Bush.
Viel schlimmer ist, dass Liz Mohn offensichtlich eine eingebildete Kuh ist. Ohne sinnvollen logischen Zusammenhang und augenscheinlich nur um zu Prahlen, zählte sie die Weltpolitiker auf, mit denen sie schon gesprochen hat. Über den ägyptischen König erzählte sie, und über ihr Treffen mit seiner Frau: "Wir haben die [Analphabetenquote] dann auf 40% gesenkt." Als hätte sie persönlich Hand angelegt...
Unglaublich auch folgende Aussage von Liz Mohn: "Wir nehmen das Geld aus der Gesellschaft, und einen Teil davon geben wir dann wieder zurück." Dass sie so etwas offen sagt, und dafür am Ende der Rede auch noch Applaus bekommt, ist eine bodenlose Frechheit.
Ich kann nur hoffen, dass die Frau möglichst bald für unsere Gesellschaft unschädlich wird.
Dass sie von den Veranstaltern überhaupt eingeladen wurde, ist unglaublich. Jener $Bischof hat mir aus der Seele gesprochen, dass "Bildung nicht nur ökonomisch zu verstehen" ist. Die Person Liz Mohn steht dieser Einstellung diametral entgegen.
Eigentlich sollte mich das nicht so sehr überraschen, schließlich habe ich schon so einiges erlebt. Andererseits bin ich doch normalerweise so optimistisch, noch an das Gute in den Menschen zu glauben. Aber was was ich am Freitagabend erlebt habe, toppt alles.
Ich war mit Barbara bei einer Veranstaltung der Hilfsorganisation Misereor unter dem Titel "Gerechtigkeit braucht Bildung". Dem katholischen Gedankengut stehe ich ja meistens eher skeptisch gegenüber, aber wenn es Menschen dazu anspornt, für eine gute Sache einzutreten, kann ich darüber hinwegsehen. Die Veranstaltung bestand hauptsächlich aus einer recht interessanten Podiumsdiskussion mit einem Paderborner $Bischof und zwei Personen, die (in)direkt bei Misereor-Projekten mitarbeiten. Eröffnet wurde die Veranstaltung aber durch eine Rede von einer gewissen Liz Mohn.
Was ich vorher nicht wusste: Liz Mohn ist im Vorstand der Bertelsmann-Stiftung. Das ist die Stifung, die laut eigenem Credo den Wettbewerb für die wesentliche Basis gesellschaftlichen Fortschritts hält. Das ist die Stiftung, die hinter dem CHE steht, jener Lobbyorganisation, die de facto federführend das neue Hochschulgesetz von NRW verfasst hat und die Verschulung des deutschen Hochschulwesens vorantreibt. Mit anderen Worten, die Frau, die da auf dem Podium stand, ist vermutlich eine der einflussreichsten Personen in Deutschland.
Bei der Rede wurde mir so schlecht, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Vielleicht beim unwesentlichsten Punkt: Die Rede sollte der Frau peinlich sein. Sie war undeutlich vorgetragen, versank im Wortchaos ("qualativ", "Zusammbeit") und in fehlender Grammatik. Vollkommen zusammenhangslose Themenwechsel kamen beinahe schon im Sekundentakt. Ich habe in einem solchen Rahmen noch nie eine so schlechte Rede gehört - außer vielleicht von George W. Bush.
Viel schlimmer ist, dass Liz Mohn offensichtlich eine eingebildete Kuh ist. Ohne sinnvollen logischen Zusammenhang und augenscheinlich nur um zu Prahlen, zählte sie die Weltpolitiker auf, mit denen sie schon gesprochen hat. Über den ägyptischen König erzählte sie, und über ihr Treffen mit seiner Frau: "Wir haben die [Analphabetenquote] dann auf 40% gesenkt." Als hätte sie persönlich Hand angelegt...
Unglaublich auch folgende Aussage von Liz Mohn: "Wir nehmen das Geld aus der Gesellschaft, und einen Teil davon geben wir dann wieder zurück." Dass sie so etwas offen sagt, und dafür am Ende der Rede auch noch Applaus bekommt, ist eine bodenlose Frechheit.
Ich kann nur hoffen, dass die Frau möglichst bald für unsere Gesellschaft unschädlich wird.
Dass sie von den Veranstaltern überhaupt eingeladen wurde, ist unglaublich. Jener $Bischof hat mir aus der Seele gesprochen, dass "Bildung nicht nur ökonomisch zu verstehen" ist. Die Person Liz Mohn steht dieser Einstellung diametral entgegen.
Dienstag, Februar 20, 2007
Hoppla... Semesterende
Das Semester ist vorbei, die Klausurphase brodelt noch so vor sich hin, und dieses Blog ist in Versenkung geraten. Nicht, dass mich das besonders überraschen würde. Vermutlich besitze ich einfach nicht den notwendigen Drang zum "Broadcast Yourself", wie dieses fürs "Web 2.0" (was für ein idiotischer Begriff!) typische Phänomen bei YouTube genannt wird.
Zu erzählen gäbe es eigentlich genug, und ich kann mir ja einfach mal vornehmen, dies in den nächsten Wochen ausführlicher zu tun. Was die Zukunft der Uni angeht befinden wir uns in einer spannenden Phase. Nichts weniger als die Umsetzung des neuen Hochschulgesetzes steht an, mit allem was dazugehört - insbesondere für den Senat die Erstellung der neuen Grundordnung und die Wahl des ersten Hochschulrats. Gute Neuigkeiten gibt es für uns in der Hinsicht auf jeden Fall. So wird im derzeitigen Grundordnungsentwurf ein zusätzlicher Sitz für die Studierenden vorgesehen. Als Vertreter der Gruppen habe ich selbst die verantwortungsvolle Aufgabe übertragen bekommen, im Auswahlgremium für den Hochschulrat mitzuwirken. Das ist auch so eine Geschichte, bei der wohl die meisten einfach ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen. Morgen früh ist die Fortsetzung der Senatssitzung vom letzten Mittwoch. Da waren doch tatsächlich so viele Punkte auf der Tagesordnung, dass der Zeitrahmen gesprengt wurde.
Rechnernetze und Methoden des Algorithmenentwurfs stehen noch an, aber die anderen Klausuren/Prüfungen habe ich inzwischen überstanden. Auch wenn das für diejenigen, die am Montag schwitzend in der Sporthalle gesessen habe, zynisch klingen mag: am schlimmsten war eigentlich die Klausur, die ich "nur" mit beaufsichtigen und korrigieren musste, nämlich Einführung in die Berechenbarkeit, Komplexitätstheorie und Formale Sprachen. Der Montag und Dienstag waren fast ausschließlich der Aufsicht und Korrektur gewidmet. Danach hat sich mein Kopf doch sehr matschig angefühlt. Ich bin mal gespannt, wie die Klausur insgesamt ausgefallen ist. Beim Eintragen der Punkte war ich nicht mehr dabei. So prickelnd wird das Ergebnis vermutlich nicht... MuA eben.
Zu erzählen gäbe es eigentlich genug, und ich kann mir ja einfach mal vornehmen, dies in den nächsten Wochen ausführlicher zu tun. Was die Zukunft der Uni angeht befinden wir uns in einer spannenden Phase. Nichts weniger als die Umsetzung des neuen Hochschulgesetzes steht an, mit allem was dazugehört - insbesondere für den Senat die Erstellung der neuen Grundordnung und die Wahl des ersten Hochschulrats. Gute Neuigkeiten gibt es für uns in der Hinsicht auf jeden Fall. So wird im derzeitigen Grundordnungsentwurf ein zusätzlicher Sitz für die Studierenden vorgesehen. Als Vertreter der Gruppen habe ich selbst die verantwortungsvolle Aufgabe übertragen bekommen, im Auswahlgremium für den Hochschulrat mitzuwirken. Das ist auch so eine Geschichte, bei der wohl die meisten einfach ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen. Morgen früh ist die Fortsetzung der Senatssitzung vom letzten Mittwoch. Da waren doch tatsächlich so viele Punkte auf der Tagesordnung, dass der Zeitrahmen gesprengt wurde.
Rechnernetze und Methoden des Algorithmenentwurfs stehen noch an, aber die anderen Klausuren/Prüfungen habe ich inzwischen überstanden. Auch wenn das für diejenigen, die am Montag schwitzend in der Sporthalle gesessen habe, zynisch klingen mag: am schlimmsten war eigentlich die Klausur, die ich "nur" mit beaufsichtigen und korrigieren musste, nämlich Einführung in die Berechenbarkeit, Komplexitätstheorie und Formale Sprachen. Der Montag und Dienstag waren fast ausschließlich der Aufsicht und Korrektur gewidmet. Danach hat sich mein Kopf doch sehr matschig angefühlt. Ich bin mal gespannt, wie die Klausur insgesamt ausgefallen ist. Beim Eintragen der Punkte war ich nicht mehr dabei. So prickelnd wird das Ergebnis vermutlich nicht... MuA eben.
Montag, Dezember 11, 2006
Absolventenzahl als Erfolgsmaß?
Bisher wurden die Zuschüsse des Landes für Universitäten zum großen Teil an der Anzahl der eingeschriebenen Studierenden bemessen. Zukünftig sollen bei der Berechnung der Zuschüsse die Studierenden- durch die Absolventenzahl ersetzt werden. Dabei sollen besonders diejenigen Absolventen zählen, die in Regelstudienzeit fertig werden.
Angeblich will die Politik damit bessere Lehre belohnen. Nun ja, für sehr perverse Definitionen von "besserer Lehre" mag das sogar klappen. Aber schauen wir uns doch einmal an, was hier passieren wird. Unis werden dafür belohnt, dass sie mehr und schneller Absolventen "produzieren". Es gibt zwei verschiedene Wege, dies zu erreichen. Zum einen können die Unis versuchen, tatsächlich die Studenten zu fördern. Sie können sich um gute und intensive Betreuung kümmern, sie könnten versuchen, dass Zahlenverhältnis zwischen Dozenten und Studenten zu senken. Mit solche Methoden könnte die Abbrecherquote gesenkt und damit die Absolventenzahl erhöht werden. Dummerweise erfordern wirksame Maßnahmen dieser Art viel Engagement und noch mehr Geld.
Die zweite Möglichkeit ist viel einfacher und billiger. Die Unis könnten nämlich einfach ihre Anforderungen weit genug absenken. Dann werden die Abbrecherzahlen mit Sicherheit auch geringer. Schon haben wir mehr Absolventen - dummerweise aber Absolventen, deren Abschluss nichts mehr wert ist. Ob die Politik das wirklich will? Und ob die Wirtschaft, die ständig nach mehr Absolventen schreit, darüber so glücklich sein wird?
Jede Form von Metrik - ob Studierenden- oder Absolventenzahl oder irgendetwas anderes - kann ausgetrickst und missbraucht werden. Die Absolventenzahl als alleinige studentenbezogene Metrik zu verwenden ist ein fataler Fehler. Er wird weiter dazu führen, dass wir uns dem amerikanischen System anpassen. Am Ende werden die deutschen Universitäten die Bezeichnung "Universität" auf Grund des niedrigen Niveaus nicht mehr verdienen.
Angeblich will die Politik damit bessere Lehre belohnen. Nun ja, für sehr perverse Definitionen von "besserer Lehre" mag das sogar klappen. Aber schauen wir uns doch einmal an, was hier passieren wird. Unis werden dafür belohnt, dass sie mehr und schneller Absolventen "produzieren". Es gibt zwei verschiedene Wege, dies zu erreichen. Zum einen können die Unis versuchen, tatsächlich die Studenten zu fördern. Sie können sich um gute und intensive Betreuung kümmern, sie könnten versuchen, dass Zahlenverhältnis zwischen Dozenten und Studenten zu senken. Mit solche Methoden könnte die Abbrecherquote gesenkt und damit die Absolventenzahl erhöht werden. Dummerweise erfordern wirksame Maßnahmen dieser Art viel Engagement und noch mehr Geld.
Die zweite Möglichkeit ist viel einfacher und billiger. Die Unis könnten nämlich einfach ihre Anforderungen weit genug absenken. Dann werden die Abbrecherzahlen mit Sicherheit auch geringer. Schon haben wir mehr Absolventen - dummerweise aber Absolventen, deren Abschluss nichts mehr wert ist. Ob die Politik das wirklich will? Und ob die Wirtschaft, die ständig nach mehr Absolventen schreit, darüber so glücklich sein wird?
Jede Form von Metrik - ob Studierenden- oder Absolventenzahl oder irgendetwas anderes - kann ausgetrickst und missbraucht werden. Die Absolventenzahl als alleinige studentenbezogene Metrik zu verwenden ist ein fataler Fehler. Er wird weiter dazu führen, dass wir uns dem amerikanischen System anpassen. Am Ende werden die deutschen Universitäten die Bezeichnung "Universität" auf Grund des niedrigen Niveaus nicht mehr verdienen.
Donnerstag, Dezember 07, 2006
Der Bachelor und der Nicht-Schreiber
Bachelor und Master vertreiben in einem rasanten Genozid das Diplom aus unseren Universitäten. Was dabei genau passiert unterscheidet sich von Uni zu Uni und von Studiengang zu Studiengang. Mancherorts wird einfach ein alter Studiengang umbenannt. Dagegen ist nicht viel einzuwenden: ein Diplom unter anderem Namen ist immer noch ein guter Abschluss. Für manch einen, der nach drei Semestern feststellt, dass die Entscheidung zum Studium wohl doch falsch war, mag zudem der frühe Ausstieg via Bachelor willkommen sein.
Dummerweise wird bei der Umstellung auf Bachelor und Master meistens auch der Studieninhalt geändert, und das fast immer in Richtung zu niedrigerem Niveau. In der Wirtschaftsinformatik in Paderborn werden zukünftig statt zwei nur noch ein Semester Mathematik gehört, und Statistik wurde als Vorlesung vollständig gestrichen. Ich frage mich, wie Winfos in Bereichen wie Operations Research ohne Mathematik sinnvoll arbeiten wollen - den ganzen Bereich der Optimierungsprobleme kann man schließlich nur mit genügend mathematischem Verständnis wirklich durchdringen.
Es gibt noch mehr Beispiele. Neulich habe ich einen Aushang zu einem Seminar in den Sportwissenschaften gesehen. Für den Leistungsnachweis im alten Diplomstudiengang war ein Referat und eine schriftliche Ausarbeitung erforderlich. Im neuen Bachelor/Master-Studiengang wurde nur noch das Referat verlangt. Da habe ich mich doch gewundert. Müssen Studenten nicht mehr in der Lage sein, selbst Texte zu verfassen? Wird das Wikipedia-Copy-Paste-Phänomen inzwischen explizit propagiert? Ich glaube, ein bißchen mehr Niveau würde dem Standort Deutschland, den Universitäten und auch uns Studenten sehr gut tun.
Dummerweise wird bei der Umstellung auf Bachelor und Master meistens auch der Studieninhalt geändert, und das fast immer in Richtung zu niedrigerem Niveau. In der Wirtschaftsinformatik in Paderborn werden zukünftig statt zwei nur noch ein Semester Mathematik gehört, und Statistik wurde als Vorlesung vollständig gestrichen. Ich frage mich, wie Winfos in Bereichen wie Operations Research ohne Mathematik sinnvoll arbeiten wollen - den ganzen Bereich der Optimierungsprobleme kann man schließlich nur mit genügend mathematischem Verständnis wirklich durchdringen.
Es gibt noch mehr Beispiele. Neulich habe ich einen Aushang zu einem Seminar in den Sportwissenschaften gesehen. Für den Leistungsnachweis im alten Diplomstudiengang war ein Referat und eine schriftliche Ausarbeitung erforderlich. Im neuen Bachelor/Master-Studiengang wurde nur noch das Referat verlangt. Da habe ich mich doch gewundert. Müssen Studenten nicht mehr in der Lage sein, selbst Texte zu verfassen? Wird das Wikipedia-Copy-Paste-Phänomen inzwischen explizit propagiert? Ich glaube, ein bißchen mehr Niveau würde dem Standort Deutschland, den Universitäten und auch uns Studenten sehr gut tun.
Dienstag, Dezember 05, 2006
Alles halb so schlimm...
Der Rektor der Uni Paderborn, Nikolaus Risch, wurde im Westfälischen Volksblatt zitiert mit einer Erwähnung der "Rektoratsbesetzung im März". Wenn "unser" Rektor nicht einmal mehr weiß, dass die Besetzung im Februar war, und nicht im März, dann kann sie ja nicht so schlimm gewesen sein, wie er immer behauptet...
Dienstag, November 14, 2006
"Nein, Nein, Nein, Nein, Deutschland!"
Falls Bruder Staat in unsere Wohnungen horcht (natürlich nur, um uns vor Terroristen zu schützen), hat er sich am letzten Freitag vermutlich darüber gewundert, was in Teresas Zimmer vor sich geht: "Drei, Weiß nicht, Viermal Zwei" war da zu hören, oder auch "Ja, Vielleicht, Ja, Nein, Deutschland".
Eine gute Woche lang hatten wir Studierende der Uni Paderborn zu ihrer Meinung über Studiengebühren, deren Verwendung und der Möglichkeit eines Treuhandfonds zur Vertretung studentischer Interessen befragt. Nun gilt es, diese Umfrage auszuwerten. Dazu mussten wir ausgefüllte Umfragebögen zunächst in eine Datenbank übertragen. Das ging ganz flott voran, indem eine/r die relevanten Daten der Bögen vorlas während der Nebenmann bzw. die Nebenfrau die Daten in ein Formular auf einem der drei Laptops eintrug.
Insgesamt 435 Bögen haben wir auf diese Weise erfasst. Eine erste Auswertung gab es schon, auf deren Grundlage wir im AKPB beschlossen haben, dass wir uns primär für den Treuhandfonds zur Mitbestimmung mit der Option zum Totalboykott bei sehr hoher Beteiligung einsetzen wollen. Sobald eine weitere Auswertung gemacht wurde können die Ergebnisse im Internet, im AStA Luego und in der Universal veröffentlicht werden.
Eine gute Woche lang hatten wir Studierende der Uni Paderborn zu ihrer Meinung über Studiengebühren, deren Verwendung und der Möglichkeit eines Treuhandfonds zur Vertretung studentischer Interessen befragt. Nun gilt es, diese Umfrage auszuwerten. Dazu mussten wir ausgefüllte Umfragebögen zunächst in eine Datenbank übertragen. Das ging ganz flott voran, indem eine/r die relevanten Daten der Bögen vorlas während der Nebenmann bzw. die Nebenfrau die Daten in ein Formular auf einem der drei Laptops eintrug.
Insgesamt 435 Bögen haben wir auf diese Weise erfasst. Eine erste Auswertung gab es schon, auf deren Grundlage wir im AKPB beschlossen haben, dass wir uns primär für den Treuhandfonds zur Mitbestimmung mit der Option zum Totalboykott bei sehr hoher Beteiligung einsetzen wollen. Sobald eine weitere Auswertung gemacht wurde können die Ergebnisse im Internet, im AStA Luego und in der Universal veröffentlicht werden.
Sonntag, November 12, 2006
Studiengebühren als Waffe
Es knirscht im Gebälk. Nur weil Studiengebühren eingeführt wurden, müssen wir Studierende das längst nicht ohne Murren hinnehmen. An vielen Orten wird über einen Boykott von Studiengebühren nachgedacht, doch in Paderborn planen wir auch in eine andere Richtung. Was, so die zunächst vielleicht verwundernde Frage, wenn wir Studiengebühren als Waffe einsetzen können - als Waffe gegen die Marginalisierung der Studierenden?
Die 500€, die ein einzelner Student bezahlt, sind für die Universität Peanuts. Wenn aber zweitausend, dreitausend, viertausend Studierende ihre 500€ zusammenlegen, sprechen wir auf einmal von Millionenbeträgen. Wenn diese Studierenden dann beschließen, das Geld nicht einfach an die Uni zu zahlen, sondern Forderungen zu stellen, hat die Uni ein Problem. Natürlich kann sie diese Studierenden exmatrikulieren. In der Presse wirkt das aber gar nicht gut, und auf den Haushalt der Uni erst recht nicht. Und hier kommen die schönen Seiten des nordrhein-westfälischen Hochschulgesetzes ins Spiel: Die Uni hat die Freiheit, mit den Studierenden Verhandlungen über die Gelder aufzunehmen.
Natürlich wird die Uni nicht mit einzelnen Studierenden verhandeln. Wenn sich die Studierenden aber organisieren über einen Verein, der ein Treuhandkonto für die Studiengebühren verwaltet, ist der Weg für konstruktive Gespräche geschaffen. Der Aktionskreis gegen Privatisierung der Bildung hat eine Umfrage unter Paderborner Studierenden durchgeführt, in der die Bereitschaft zur Teilnahme an diesem Treuhandfonds erfragt wurde, und die ersten Zahlen sehen bombastisch aus (um die 50%!).
Zur Zeit laufen in Paderborn die notwendigen formalen Vorbereitungen für einen solchen Verein. Die Planungen werden auf der nächsten Sitzung des Studierendenparlaments thematisiert werden. Es wird spannend!
Die 500€, die ein einzelner Student bezahlt, sind für die Universität Peanuts. Wenn aber zweitausend, dreitausend, viertausend Studierende ihre 500€ zusammenlegen, sprechen wir auf einmal von Millionenbeträgen. Wenn diese Studierenden dann beschließen, das Geld nicht einfach an die Uni zu zahlen, sondern Forderungen zu stellen, hat die Uni ein Problem. Natürlich kann sie diese Studierenden exmatrikulieren. In der Presse wirkt das aber gar nicht gut, und auf den Haushalt der Uni erst recht nicht. Und hier kommen die schönen Seiten des nordrhein-westfälischen Hochschulgesetzes ins Spiel: Die Uni hat die Freiheit, mit den Studierenden Verhandlungen über die Gelder aufzunehmen.
Natürlich wird die Uni nicht mit einzelnen Studierenden verhandeln. Wenn sich die Studierenden aber organisieren über einen Verein, der ein Treuhandkonto für die Studiengebühren verwaltet, ist der Weg für konstruktive Gespräche geschaffen. Der Aktionskreis gegen Privatisierung der Bildung hat eine Umfrage unter Paderborner Studierenden durchgeführt, in der die Bereitschaft zur Teilnahme an diesem Treuhandfonds erfragt wurde, und die ersten Zahlen sehen bombastisch aus (um die 50%!).
Zur Zeit laufen in Paderborn die notwendigen formalen Vorbereitungen für einen solchen Verein. Die Planungen werden auf der nächsten Sitzung des Studierendenparlaments thematisiert werden. Es wird spannend!
Mittwoch, November 08, 2006
Was ist mit den Studenten los?
Am Dienstag bin ich zufällig Zeuge davon geworden, wie in einem Poolraum ein Werbeplakat der Fachschaft für die FB17-Party von ein paar Studenten der IRB abgerissen wurde. Ich war davon etwas irritiert und fragte nach. Der Grund: Wenn man Plakate abreisst, können Reste an der Wand übrigbleiben, und die Wand muss neu gestrichen werden.
Hallo?! Geht's noch?
Wände müssen immer mal wieder neu gestrichen werden, das liegt in der Natur der Sache. Aber nur weil an einer Stelle ein kleiner Fleck ist, muss doch nichts neu gestrichen werden. Außerdem könnte man das Plakat ja hängen lassen, dann entsteht der Fleck erst gar nicht...
Ganz abgesehen davon: So eine kahle, weiße Wand ist abgrundtief hässlich! Und solange die IRB nicht selbst Energie in die Verschönerung des Raumes steckt ist ein Werbeplakat für eine gute Sache (und eine Fachschafts-Party ist sicherlich eine gute Sache) alle mal geeignet, um den Raum aufzulockern.
Wenn das ein paar Angestellte der Verwaltung gewesen wären würde ich ja verstehen, dass sie gedankenlos regeltreu sind. Aber Studenten? Die sollten doch eigentlich froh sein, wenn Leben an die Uni kommt.
Letztendlich habe ich den größten Teil der Wut doch heruntergeschluckt, zumindest bis meine armen Kommilitonen in Logik und Semantik dann Zeuge einer Ventilüberlastung wurden. So richtig fassen kann ich die Verbohrtheit, mit der ich in diesem Poolraum konfrontiert wurde, immer noch nicht.
Hallo?! Geht's noch?
Wände müssen immer mal wieder neu gestrichen werden, das liegt in der Natur der Sache. Aber nur weil an einer Stelle ein kleiner Fleck ist, muss doch nichts neu gestrichen werden. Außerdem könnte man das Plakat ja hängen lassen, dann entsteht der Fleck erst gar nicht...
Ganz abgesehen davon: So eine kahle, weiße Wand ist abgrundtief hässlich! Und solange die IRB nicht selbst Energie in die Verschönerung des Raumes steckt ist ein Werbeplakat für eine gute Sache (und eine Fachschafts-Party ist sicherlich eine gute Sache) alle mal geeignet, um den Raum aufzulockern.
Wenn das ein paar Angestellte der Verwaltung gewesen wären würde ich ja verstehen, dass sie gedankenlos regeltreu sind. Aber Studenten? Die sollten doch eigentlich froh sein, wenn Leben an die Uni kommt.
Letztendlich habe ich den größten Teil der Wut doch heruntergeschluckt, zumindest bis meine armen Kommilitonen in Logik und Semantik dann Zeuge einer Ventilüberlastung wurden. So richtig fassen kann ich die Verbohrtheit, mit der ich in diesem Poolraum konfrontiert wurde, immer noch nicht.
Sonntag, Oktober 29, 2006
Ciao Bildungsideal
Es ist soweit. Der Landtag von NRW hat das Hochschulfreiheitsgesetz verabschiedet. Universitäten werden de facto zu Unternehmen, die Mitbestimmung innerhalb von universitären Gremien wird nahezu außer Kraft gesetzt.
Tolle Leistung, ihr Politiker, wirklich!
Hört man nicht ständig in den Medien, dass sich Deutschland nur über technisches und wissenschaftliches Know-How international durchsetzen können wird? Weil Deutschland einfach kaum über natürliche Ressourcen verfügt? Und jetzt werden Universitäten in eine Situation gebracht, in der sie zwangsläufig von der kurzfristig denkenden freien Marktwirtschaft kontrolliert werden. Für ein praktisch orientierteres Studium mag das ja sinnvoll sein, aber gibt es nicht genau aus diesem Grund die Unterscheidung zwischen Fachhochschulen und Universitäten? Benötigt ein wirklich wissenschaftlich starker Standort nicht ein hohes Maß an wissenschaftlicher Bildung? Da kann es kaum zuträglich sein, wenn FHs und Universitäten zunehmend gleichgesetzt werden. Die halbherzige "Exzellenzinitiative" von Bund und Ländern kann da auch nicht mehr viel gut machen.
Dass uns Studierenden das neue Hochschulgesetz gar nicht gefällt hat aber noch einen anderen, für uns wichtigeren Grund. Mit dem HFG wird in der internen Struktur der Hochschule ein Hochschulrat eingeführt, der zum größten Teil mit externen Mitgliedern besetzt ist. Dafür wird der Senat, in dem alle gewählte Vertreter aller Gruppen (Professoren, Studenten, Mitarbeiter) sitzen, quasi entmachtet. Die politische Vertretung der Studierenden in der Selbstverwaltung wird dadurch nahezu eliminiert. Während Professoren auf Grund ihrer Rolle im System de facto immer ein signifikantes Mitspracherecht haben werden, gehen wir Studierenden leer aus.
Das neue Hochschulgesetz stammt aus Köpfen, für die Universitäten nur Ausbildungsfabriken sind. Studenten sind in diesen Köpfen nur Kunden, die von ihrer Universität einen Abschluss kaufen. Das wird sich noch fatal auf das Verhältnis zwischen Studierenden und Arbeitsgruppen auswirken. Optimal wäre, wenn dieses Verhältnis von einem Verständnis des Miteinanders bestimmt wäre - doch das neue Gesetz propagiert nur noch das Modell "Verkäufer vs. Kunde"...
Tolle Leistung, ihr Politiker, wirklich!
Hört man nicht ständig in den Medien, dass sich Deutschland nur über technisches und wissenschaftliches Know-How international durchsetzen können wird? Weil Deutschland einfach kaum über natürliche Ressourcen verfügt? Und jetzt werden Universitäten in eine Situation gebracht, in der sie zwangsläufig von der kurzfristig denkenden freien Marktwirtschaft kontrolliert werden. Für ein praktisch orientierteres Studium mag das ja sinnvoll sein, aber gibt es nicht genau aus diesem Grund die Unterscheidung zwischen Fachhochschulen und Universitäten? Benötigt ein wirklich wissenschaftlich starker Standort nicht ein hohes Maß an wissenschaftlicher Bildung? Da kann es kaum zuträglich sein, wenn FHs und Universitäten zunehmend gleichgesetzt werden. Die halbherzige "Exzellenzinitiative" von Bund und Ländern kann da auch nicht mehr viel gut machen.
Dass uns Studierenden das neue Hochschulgesetz gar nicht gefällt hat aber noch einen anderen, für uns wichtigeren Grund. Mit dem HFG wird in der internen Struktur der Hochschule ein Hochschulrat eingeführt, der zum größten Teil mit externen Mitgliedern besetzt ist. Dafür wird der Senat, in dem alle gewählte Vertreter aller Gruppen (Professoren, Studenten, Mitarbeiter) sitzen, quasi entmachtet. Die politische Vertretung der Studierenden in der Selbstverwaltung wird dadurch nahezu eliminiert. Während Professoren auf Grund ihrer Rolle im System de facto immer ein signifikantes Mitspracherecht haben werden, gehen wir Studierenden leer aus.
Das neue Hochschulgesetz stammt aus Köpfen, für die Universitäten nur Ausbildungsfabriken sind. Studenten sind in diesen Köpfen nur Kunden, die von ihrer Universität einen Abschluss kaufen. Das wird sich noch fatal auf das Verhältnis zwischen Studierenden und Arbeitsgruppen auswirken. Optimal wäre, wenn dieses Verhältnis von einem Verständnis des Miteinanders bestimmt wäre - doch das neue Gesetz propagiert nur noch das Modell "Verkäufer vs. Kunde"...
Dienstag, Oktober 17, 2006
Endlich keine Zeitungen und CDs mehr...
Hurra! Die mit viel Arbeit erstellte Zeitung und CD des AK-PB sind nicht nur fertig, sondern auch fertig verteilt. Wir hatten 1000 CDs gebrannt und eingetütet, und am Montag der ersten Vorlesungswoche haben wir einem Erstsemester beim Betreten des Audimax die letzte CD in die Hand gedrückt. Die Anzahl hat ziemlich genau gepasst.
Vor dem Markt der Möglichkeiten am Mittwoch müssen noch Zeitungen und CDs nachproduziert werden, da wir dort mit einem Stand präsent sein wollen. Aber dann ist es endlich geschafft. Die Infoveranstaltung am 30. Oktober (um 19:00 Uhr in D1.312) liegt noch vor uns, aber alles in allem war der Start ins Semester für uns sehr erfolgreich.
Vor dem Markt der Möglichkeiten am Mittwoch müssen noch Zeitungen und CDs nachproduziert werden, da wir dort mit einem Stand präsent sein wollen. Aber dann ist es endlich geschafft. Die Infoveranstaltung am 30. Oktober (um 19:00 Uhr in D1.312) liegt noch vor uns, aber alles in allem war der Start ins Semester für uns sehr erfolgreich.
Montag, Oktober 16, 2006
"Irgendwo müssen die Studenten ja sein..."
Am letzten Mittwoch (also am 11. Oktober) war die erste Senatssitzung meiner Amtszeit als studentischer Senator hier in Paderborn. Ich hatte ja immer wieder von anderen Leuten gehört, sie fänden es unangenehm, mit so vielen Profs in einem Raum zu sitzen. Aber davon war nichts zu merken.
Den größten Teil der Tagesordnung nahmen diverse Wahlen für Gremien in Anspruch, darunter die ständigen Kommissionen (KPF, FK, SK) und das Prüfungsgremium zur Sicherung der Qualität der Lehr- und Studienbedingungen, wie es so schön heißt (§ 8 der Beitragssatzung); eben das Gremium, das zwar nichts zu sagen hat, aber trotzdem irgendwie die positive Auswirkung von Studiengebühren garantieren soll. Diese Wahlen werden im Senat getrennt nach Gruppen durchgeführt, und wir studentische Senatoren hatten uns vorher auf die zu wählenden Studierenden geeinigt. Einiges unkoordinierter lief da die Wahl bei den Profs ab. Das hat unter anderem zur Folge, dass noch Gremienmitglieder nachgewählt werden müssen. So viel dazu, dass die Studierenden in der Hochschulpolitik keine vernünftige Arbeit machen...
Interessant fand ich den Bericht über die vorläufigen Erstsemesterzahlen. Die Verwaltung hatte sich das Ziel gesetzt, die Anzahl der Erstsemester über NCs von etwa 3000 auf 2250 zu senken. Nun gab es aber nicht einmal 2000 Neueinschreibungen, und ich stellte die Frage, weshalb das gesetzte Ziel so verfehlt wurde. Obwohl ich davon gar nicht gesprochen habe, sah sich unser Rektor dazu veranlasst, gleich zu betonen, dass Studiengebühren nicht schuld sind. Angeblich sei die Situation an einer anderen Uni in NRW, die keine Studiengebühren eingeführt habe, ähnlich. Dass Abiturienten weiter denken und bei der aktuellen politischen Situation die (sicherlich gerechtfertigte) Befürchtung haben könnten, dass auch dort Studiengebühren kommen werden, hat er dabei wohl nicht bedacht. So fiel wiederholt der amüsante, etwas hilflos wirkende Satz, "Irgendwo müssen die Studenten ja sein..." Dafür, dass sich tatsächlich mehr Abiturienten gegen ein Studium entscheiden, gibt es wohl erste Hinweise von den Leuten, die es wissen müssen.
Besonders für die Informatiker und die, die damit irgendwie zu tun haben, sind erste Pläne interessant, in den kommenden Jahren eine Strukturmaßnahme "Zukunftsmeile Fürstenallee" einzuleiten. Was daraus wird, bleibt abzuwarten.
Den größten Teil der Tagesordnung nahmen diverse Wahlen für Gremien in Anspruch, darunter die ständigen Kommissionen (KPF, FK, SK) und das Prüfungsgremium zur Sicherung der Qualität der Lehr- und Studienbedingungen, wie es so schön heißt (§ 8 der Beitragssatzung); eben das Gremium, das zwar nichts zu sagen hat, aber trotzdem irgendwie die positive Auswirkung von Studiengebühren garantieren soll. Diese Wahlen werden im Senat getrennt nach Gruppen durchgeführt, und wir studentische Senatoren hatten uns vorher auf die zu wählenden Studierenden geeinigt. Einiges unkoordinierter lief da die Wahl bei den Profs ab. Das hat unter anderem zur Folge, dass noch Gremienmitglieder nachgewählt werden müssen. So viel dazu, dass die Studierenden in der Hochschulpolitik keine vernünftige Arbeit machen...
Interessant fand ich den Bericht über die vorläufigen Erstsemesterzahlen. Die Verwaltung hatte sich das Ziel gesetzt, die Anzahl der Erstsemester über NCs von etwa 3000 auf 2250 zu senken. Nun gab es aber nicht einmal 2000 Neueinschreibungen, und ich stellte die Frage, weshalb das gesetzte Ziel so verfehlt wurde. Obwohl ich davon gar nicht gesprochen habe, sah sich unser Rektor dazu veranlasst, gleich zu betonen, dass Studiengebühren nicht schuld sind. Angeblich sei die Situation an einer anderen Uni in NRW, die keine Studiengebühren eingeführt habe, ähnlich. Dass Abiturienten weiter denken und bei der aktuellen politischen Situation die (sicherlich gerechtfertigte) Befürchtung haben könnten, dass auch dort Studiengebühren kommen werden, hat er dabei wohl nicht bedacht. So fiel wiederholt der amüsante, etwas hilflos wirkende Satz, "Irgendwo müssen die Studenten ja sein..." Dafür, dass sich tatsächlich mehr Abiturienten gegen ein Studium entscheiden, gibt es wohl erste Hinweise von den Leuten, die es wissen müssen.
Besonders für die Informatiker und die, die damit irgendwie zu tun haben, sind erste Pläne interessant, in den kommenden Jahren eine Strukturmaßnahme "Zukunftsmeile Fürstenallee" einzuleiten. Was daraus wird, bleibt abzuwarten.
Samstag, Oktober 14, 2006
Aktiven-Blogaggregation für Transparenz?
Seit längerer Zeit schon geistert mal hier, mal da an der Uni der Vorschlag herum, eine Webseite aufzubauen, auf der Weblog-Einträge von Aktiven gesammelt werden. Vielleicht, so die Hoffnung, wird dadurch in eine breitere Öffentlichkeit getragen, was an der Uni eigentlich so passiert - insbesondere zu Themen der studentischen Selbstverwaltung.
Als neutrale Stelle wäre die HG Transparenz die ideale Truppe, um so ein Projekt durchzuziehen - so entgeht man dem Sperrfeuer der hochschulpolitischen Gruppierungen.
Das eigentliche Problem ist aber: Wird so eine Seite überhaupt angenommen? Wird eine kritische Masse von Aktiven bloggen? Und werden sich Studenten dafür interessieren?
So unsympathisch der vorgeschlagene (und nicht ganz gewählte) neue AStA in einigen Teilen sein mag, zu seinen vorgetragenen Zielen gehört verstärkte Außenarbeit durch Blogs. Auch die ein oder andere Fachschaft könnte dafür zu gewinnen sein. In Initiativen wie Universal und l'Unico gibt es bestimmt Leute, die auch für Blogs zu gewinnen sind. Von daher wird der Inhalt vermutlich mit der Zeit durchaus kommen, wenn die Betreiber der Seite auf die Aktiven zugehen und alle technischen Hürden aus dem Weg räumen.
Und wie sieht es mit der Leserschaft aus? Zum einen muss man natürlich verstehen, dass ein Blog kein One-Way-Medium sein sollte. Selbst die Aktiven der UPB - so wenige es auch sein mögen - kennen sich nicht alle gegenseitig und kommunizieren oft nicht genug untereinander. Hier können Blogs durchaus hilfreich sein - wenn sie denn angenommen werden.
Zum anderen gibt es die große, graue Masse der Studierenden, die sich für nichts zu interessieren scheint. Für die müssen wir's so einfach wie möglich machen. Eine übersichtliche Seite im UPB-Stil, da bekanntes Design? Vielleicht ein kurzes Howto zu RSS?
Lassen wir es darauf ankommen...
Als neutrale Stelle wäre die HG Transparenz die ideale Truppe, um so ein Projekt durchzuziehen - so entgeht man dem Sperrfeuer der hochschulpolitischen Gruppierungen.
Das eigentliche Problem ist aber: Wird so eine Seite überhaupt angenommen? Wird eine kritische Masse von Aktiven bloggen? Und werden sich Studenten dafür interessieren?
So unsympathisch der vorgeschlagene (und nicht ganz gewählte) neue AStA in einigen Teilen sein mag, zu seinen vorgetragenen Zielen gehört verstärkte Außenarbeit durch Blogs. Auch die ein oder andere Fachschaft könnte dafür zu gewinnen sein. In Initiativen wie Universal und l'Unico gibt es bestimmt Leute, die auch für Blogs zu gewinnen sind. Von daher wird der Inhalt vermutlich mit der Zeit durchaus kommen, wenn die Betreiber der Seite auf die Aktiven zugehen und alle technischen Hürden aus dem Weg räumen.
Und wie sieht es mit der Leserschaft aus? Zum einen muss man natürlich verstehen, dass ein Blog kein One-Way-Medium sein sollte. Selbst die Aktiven der UPB - so wenige es auch sein mögen - kennen sich nicht alle gegenseitig und kommunizieren oft nicht genug untereinander. Hier können Blogs durchaus hilfreich sein - wenn sie denn angenommen werden.
Zum anderen gibt es die große, graue Masse der Studierenden, die sich für nichts zu interessieren scheint. Für die müssen wir's so einfach wie möglich machen. Eine übersichtliche Seite im UPB-Stil, da bekanntes Design? Vielleicht ein kurzes Howto zu RSS?
Lassen wir es darauf ankommen...
Samstag, Oktober 07, 2006
Flächenbrand im Poolraum
Tolga fordert schon seit langem eine CD vom AKPB für Erstsemester. Sie soll zeigen, dass in Paderborn auch was passieren kann (in bester liebenswerter Tolga-Manier) und was eigentlich mit Studiengebühren und Hochschulfreiheitsgesetz los ist.
Dann wurde lange nichts in der Richtung getan. Nicht zuletzt, weil einmal in Bochum an der FUB eine Städte-übergreifende CD geplant war, dann aber von den anderen Städten nichts kam. Viele der AKPBler haben sich zugegebenermaßen auch nicht darum gekümmert. Meine Wenigkeit hat mehr Energie in die Zeitung gesteckt.
Und jetzt ist die CD fertiggestellt - übrigens mit einem sehr coolen Video, das eine Einführung in die Uni zeigt. Ein dickes Lob an Tolga, der den Aufbau der CD fast im Alleingang gemacht hat.
Leider haben wir nicht mehr viel Zeit bis zur Ersti-Begrüßung. Was macht man, wenn man in kurzer Zeit viele CDs braucht? Man geht in den Real, kauft 20 Spindeln mit Rohlingen, besetzt alle Rechner eines Poolraums und brennt darauf. Non-Stop.
Unsere Experimente haben ergeben, dass man wenigstens zwei Personen braucht, um in den 20 Rechnern regelmässig CDs zu wechseln. Mit drei Personen wird's angenehmer, falls ein Rechner mal etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt, und zu fünft hat man jede Menge Spaß. Nach etwas mehr als drei Stunden ist der Spaß dann vorbei, das Brennen hört auf und das Beschriften geht los.
Wir haben eine Hülle aus einem gefalteten A4-Blatt, in dem die CD durch Tackerklammern gefangen wird, designed, und am Samstag wird das Eintüten losgehen. Es lebe die Handarbeit!
Dann wurde lange nichts in der Richtung getan. Nicht zuletzt, weil einmal in Bochum an der FUB eine Städte-übergreifende CD geplant war, dann aber von den anderen Städten nichts kam. Viele der AKPBler haben sich zugegebenermaßen auch nicht darum gekümmert. Meine Wenigkeit hat mehr Energie in die Zeitung gesteckt.
Und jetzt ist die CD fertiggestellt - übrigens mit einem sehr coolen Video, das eine Einführung in die Uni zeigt. Ein dickes Lob an Tolga, der den Aufbau der CD fast im Alleingang gemacht hat.
Leider haben wir nicht mehr viel Zeit bis zur Ersti-Begrüßung. Was macht man, wenn man in kurzer Zeit viele CDs braucht? Man geht in den Real, kauft 20 Spindeln mit Rohlingen, besetzt alle Rechner eines Poolraums und brennt darauf. Non-Stop.
Unsere Experimente haben ergeben, dass man wenigstens zwei Personen braucht, um in den 20 Rechnern regelmässig CDs zu wechseln. Mit drei Personen wird's angenehmer, falls ein Rechner mal etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt, und zu fünft hat man jede Menge Spaß. Nach etwas mehr als drei Stunden ist der Spaß dann vorbei, das Brennen hört auf und das Beschriften geht los.
Wir haben eine Hülle aus einem gefalteten A4-Blatt, in dem die CD durch Tackerklammern gefangen wird, designed, und am Samstag wird das Eintüten losgehen. Es lebe die Handarbeit!
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